„Gespinste“ von Henriette Tomasi

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Die ungewöhnlichen Arbeiten Henriette Tomasis aus Metallfaser faszinieren mich schon einige Jahre. Ein paar ihrer frühen Werke fanden Platz in der Ausstellung „Federleicht und Bleischwer“ im Frühjahr 2010 im CRAFTkontor.
Seitdem habe ich ihr Schaffen verfolgt – Weiterentwicklungen: mal mehr zur freien Kunst, mal mehr zum Dekorativen…

Sie konnte sich austoben als bildende Künstlerin, Goldschmiedin, Designerin, Malerin und Zeichnerin.
Die jetzige Ausstellung im CRAFTkontor zeigt Wandreliefs, Gefäßobjekte, Schmuck und neuste Fotoarbeiten.Henriette Tomasi, Drahtrelief "Mutter mit Kind", Edelstahldraht und Mobile von Annette Rawe "Kirschen", Edelstahldraht, lasierte Papiere;Henriette Tomasi, Drahtrelief „Mutter mit Kind“, Edelstahldraht und Mobile von Annette Rawe „Kirschen“, Edelstahldraht, lasierte Papiere;

Eröffnet haben wir die wunderbare Ausstellung am vergangenen Freitag, während der langen Galerienacht in Bad Godesberg und Sie alle haben zu einem tollen Abend beigetragen: gute Gespräche  und viele viele Besucher:
Herzlichen Dank!

Henriette Tomasi, "Nacht", Fotoarbeit;Henriette Tomasi, „Nacht“, Fotoarbeit;

Schwerpunkt bilden die Arbeiten aus den unterschiedlichst feinen Metall- oder Edelmetallfäden.
„… ob Gespinste aus Edelstalhdraht oder Edelstahlfaden, selbst Silber und Gold, am Anfang steht immer eine große Garnrolle mit Kilometern von haarfeinem Metallfaden – alles Weitere ist Bewegung und das Geheimnis der Künstlerin…“Tomasi-003Ausstellungssituation Henriette Tomasi im CARFTkontorAusstellungssituation Henriette Tomasi im CARFTkontor

Henriette Tomasi hebt die kühlen, technischen Eigenschaften der Metalle auf. Sie schafft fragile zauberhafte Formen, in denen Innen und Außen ineinander übergehen. Zart und transparent sieht sie die Künstlerin innig mit der sie umgebenden Luft, dem Raum und dem in sie eindringenden Licht verbunden.Henriette Tomasi, Armreifen, Silberdraht, gesponnen u. gehämmert, z.t. geschwärzt;Henriette Tomasi, Armreifen, Silberdraht, gesponnen u. gehämmert, z.t. geschwärzt;

Herzlich willkommen im CRAFTkontor…
Ausstellungsdauer bis Ende Juni.
BItte beachten Sie die kleine Galeriepause vom 15. bis 22. Mai –
ab 23. Mai sind wir wieder für Sie da!

Lange Galerienacht Bad Godesberg 2017

Nächste Woche ist es wieder so weit.
Zum 5. Mal !Banner nacht-der-galerienWir, ein freier Zusammenschluss Bad Godesberger Galerien und Aussteller von Kunst laden ein zur langen Nacht der Galerien.
Von 18 Uhr bis Mitternacht haben wir die Türen für Sie weit geöffnet.

11 Standorte / 11 Aussteller zeigen spannende Positionen aus ihrem aktuellen Galerieprogramm: Malerie, Skulptur und Plastik, Fotographie, KonzeptArt, Druckgraphik und angewandt Kunst und Design:
Als Galerie für angewandte Kunst und Kunsthandwerk ist das CRAFTkontor seid dem ersten Jahr mit Begeisterung dabei.

Wir eröffnen in dieser Nacht die Einzelausstellung „Gespinste“ mit Arbeiten von Henriette Tomasi. (Hierzu in einem weiteren post später mehr…)Seite 1.indd

Die von Jahr zu Jahr steigenden Besucherzahlen sprechen für sich…
Es macht ungeheuren Spaß sich mit anderen interssierten Gästen durch den Abend treiben zu lassen – gemeinsam Kunst zu erleben – Positionen zu diskutieren – Dinge zu sehen, die man nicht vermutet hätte !

Erleben Sie einen spannungsreichen Abend und bringen Sie Ihre Familie und Freunde mit.
Herzlich willkommen !

www.nacht-der-galerien.de
www.facebook.com/NachtderGalerien

 

Sonngard Marcks – Keramische Bildwelten

S.Marcks Teller Fliege.PersischerStoff D32,5

Sonngard Marcks, Teller „Fliege“ , Fayencemalerei auf Keramik;

Eine herausragende Keramikerin unserer Zeit hat in Kooperation mit der Neuen Sammlung München (Pinakothek der Moderne)  in Bielefeld eine Einzelausstellung bekommen.
Wenn Sie in der Nähe sind: hier meine Empfehlung zu einem Besuch !!

Kenner des CRAFTkontor lieben sie aus zwei vergangenen Ausstellungen „Stillleben“ und „Botanica“.
Diese Ausstellungstitel geben schon Hinweise auf den Schwerpunkt ihres Schaffens, der feinfühligen Malerei von Fauna und Flora in zauberhaften Kompositionen und das, wenn man mag, sogar auf nutzbaren Formen !Sonngard Marcks, Schale "Birnen", Detail der Fayencemalerei auf KeramikSonngard Marcks, Schale „Birnen“, Detail der Fayencemalerei auf Keramik

„In der zeitgenössischen Keramik ist Sonngard Marcks eine feste Größe. Die Ausstellung beleuchtet ihr Schaffen der letzten 20 Jahre. Spannend zu beobachten ist die permanente künstlerische Weiterentwicklung. Stillstand gibt es bei ihr nicht, stets ist die Künstlerin auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen.

Beginnend in den 1990er Jahren dominiert bei Sonngard Marcks die ungesinterte, rote Irdenware mit dunklem Scherben und einer eher transparenten Engobe- und Glasurmalerei. Inhaltlich ist die Malerei von abstrakt-geometrischen Elementen geprägt. Auch die Objekte selbst – Kannen, Teller, Schalen, Vasen, Objekte  –  sind deutlich der geometrischen Formgebung verpflichtet. Allgemein ist diese Phase von einem freien, spielerischen Umgang mit jeglicher Form bestimmt, wird der Geste des Zufalls Spielraum gewährt.

Nach dem Jahr 2000 verschiebt sich der Schwerpunkt ihrer Arbeit in Richtung Fayencetechnik, Bedeutung erlangt der zinnglasierte, weiße Malgrund, wichtig wird nun auch die Präzision im malerischen Detail. Eine weitere Veränderung betrifft das Thema der Glasurmalerei, die Künstlerin arbeitet nun gegenständlich, sie widmet sich zusehends Motiven aus Fauna und Flora. Zunächst noch grafisch abstrahiert, geraten die dargestellten Wesen immer naturalistischer, schließlich bekommen sie sogar in Beigabe einer Schattenzeichnung die dritte Dimension zugestanden. Auch dürfen Früchte plastisch bzw. objekthaft auftreten. Was so in Erinnerung barocker Schaugerichte beginnt, mündet schließlich in Collagen und Installationen.

Sonngard Marcks studierte an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein (heute Kunsthochschule Halle a. d. S.). Sie erhielt zahlreiche Preise: Keramikpreis Neuburg/Donau (Sonderpreis der Jury 1992), Keramikpreis der Stadt Bürgel (1997), INAX Design Prize for Europeans (Tokio/Tokoname, Japan, 1998), Oldenburger Keramikpreis (2003 und 2004), Dießener Keramikpreis (2008) und Bayerischer Staatspreis (2008). “

Museum Huelsmann – Weiße Villa
Ravensberger Park 3
D-33607 BielefeldÖffnungszeiten
dienstags bis samstags 14 – 18 Uhr
sonntags 11 – 18 Uhr

Öffentliche Führungen: Mi, 10.05.17 + 14.6.17 + Sa, 01.07.17, jeweils 15 Uhr
Kulturcafé: Mi, 17.05.17 + 21.06.17, jeweils 15.30 Uhr (Anmeldung Tel. 0521 – 51 37 66)
Finissage: So, 13.8.17, 17 Uhr

Katalog: Sonngard Marcks – Keramische Bilderwelten
Herausgeber: Angelika Nollert, Die Neue Sammlung, München
Text: Josef Straßer, Vorwort: Angelika Nollert
München: Die Neue Sammlung, 2016
ISBN 978-3-9813755-9-615

Bonn für Keramikfreunde

Ein nahe liegernder Ausflugstip für den Mai:
der Bonner Töpfermarkt!
Einige Ausstellende kennen regelmäßige CRAFTkontor-Besucher schon hier aus der Galerie – natürlich gehe ich auch Neues suchen – aber bei schönem Wetter ist der Münsterplatz ein nettes kleines Keramik-Mekka zum Stöbern und Finden, oder Vorlieben vertiefen…

SEHR empfehlenswert ist auch der Keramikmarkt in Frechen am 13./14 Mai 2017 rund um das Rathaus in der Innenstadt mit einem lohnenden Abstecher zum Keramion – einem DER Keramikmuseen hier in NRW…

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Petra de Jong-Berger, Blumen-Kopf, Keramik, Ausstellerin des Bonner Marktes; Fotocopyright: deJong-Berger)

Am 27. und 28. Mai 2017 zieht es wieder viele Keramikfans in die Bonner Innenstadt. Ausgewählte professionelle Töpferwerkstätten, Kunstkeramiker und Keramikdesigner bieten auf dem Münsterplatz handgemachte Unikate und Kleinserien für Tisch, Haus und Garten an. Geöffnet ist der Markt am Samstag von 10 – 18 Uhr
und am Sonntag von 11 – 18 Uhr.

Neue Lieblingstasse für den morgendlichen Kaffee oder Tee gesucht?
Der Bonner Töpfermarkt präsentiert eine Vielzahl potentieller Kandidaten. Ob aus robustem Steinzeug oder hauchzartem Porzellan, in floral-verspieltem Design oder schlichtem Dekor, fröhlich-bunt oder uni: Das große Geschirrangebot der Aussteller lässt Liebhaber individueller Keramik fündig werden. Auch Gartenfreunde dürfen sich freuen.
Große und kleine Pflanzgefäße, jede Menge Gartendeko, Bänke, Stelen, Wasserspiele und Brunnen machen aus jedem Garten einen Hingucker. Lagerfeuerfeeling kommt mit den handgearbeiteten weißen und terracotta-farbenen Feuerschalen des Keramikers Rolf Seebach aus Much auf.

„Wir freuen uns, dass unser Handwerk derzeit einen Aufwind erlebt. Die Menschen lieben hochwertige handgemachte Waren und schätzen die Nähe zu den Produzenten“, sagt Peter Seekircher, Obermeister der Keramiker-Innung Nordrhein.

Upcycling: Design-Leuchtobjekte aus Keramik

Dass Keramik mehr und mehr den Bereich Interior Design erobert, zeigen die Arbeiten der Keramikerinnen Claire Chuet und Sabine Moshammer.
Sie haben sich dem Thema Leuchtobjekte verschrieben.
Moshammer kombiniert gebrauchte Glasflaschenhälse mit gedrehten Porzellanschirmen, um daraus Upcycling-Hängelampen zu kreieren.
Die Stehlampen von Claire Chuet sind ebenfalls aus Porzellan – mit zarten Mustern versehen.

Japanischer Rakubrand und feinstes Porzellan

Tonarbeiten, auf denen die Spuren von Feuer und Rauch zu sehen sind, zeigen die Aussteller Uta K. Becker,

UtaKBeckerSchalen6Uta.K. Becker, Raku-Keramik, Schalenset;  (Fotocopyright: Becker)

Stephanie Ahn und Arno Hastenteufel. In der sogenannten Raku-Brenntechnik verbleiben winzige Aschereste in den Haarrissen der Glasur, was jedes Gefäß zu einem nicht reproduzierbaren Unikat macht. Mit dem Kontrast von erdigen Rakuobjekten und der Transparenz von Porzellan arbeitet Claudia Craemer aus Fischerhude.

Großformatige Baukeramik für den Innen- und Außenbereich präsentiert das Königsfelder Töpferhaus. Platten aus lederhartem, noch biegsamem Ton, werden zu Einzelstücken aufgebaut und hochgebrannt. Neben Beleuchtungskörpern, Wasserspielen und Pflanzgefäßen gestaltet das Töpferhaus auch Grabanlagen und taktile Skulpturen für blinde Menschen.
(Pressetext: Barbara Jahn)

Aus dem Vollen….

Ein Wochenende in München liegt einige Tage hinter mir…Inge Kern, Glaskette, geschliffene Überfangperlen mit farbigen Kanten; (Foto: Craftkontor; Copyright: Inge Kern)Inge Kern, Glaskette, geschliffene Überfangperlen mit farbigen Kanten; (Foto: Craftkontor; Copyright: Inge Kern)

Es stand der Besuch der IHM, der Internationalen Handwerksmesse an.
Dort in Halle B1 zeigen Kunsthandwerker unterschiedlichster Gewerke ihr Können – es gibt die Ausstellung „Young masters“ und die beste kuratierte Schmuckausstellung von Autoren – und Avantgardeschmuck Deutschlands zu sehen. Schmuck ist schon einige Wochen vor der IHM durch die Schmuckmesse INHORGENTA präsent und von dieser bis zur IHM ist München DIE Schmuckstadt überhaupt…(Munich Jewellery Week etc.)
Viele kleine Veranstaltungen und Schauen in Ateliers und Galerien begleiten diesen Zeitraum und auch in der Neuen Sammlung, dem Münchner Museum für Gestaltung gbit es eine Schwerpunktausstellung: dieses Jahr über die 80 jährige Grand Dame der skandinavische Schmuckkunst Tone Vigeland, ihren  Schmuck und die Objekte (bis 11.06.2017 www.dnstdm.de).

Der Aufenthalt in München war für mich neben dem Genuss an hochkulturellem Schmuck, die Möglichkeit zum Besuch bei Inge Kern, einer meiner Künstlerinnen, die sich seit ca. 40 Jahren dem Sammeln böhmischer Glasperlen aus Gablonz widmet…Glasketten von Inge Kern (Foto: Craftkontor)Glasketten von Inge Kern (Foto: Craftkontor)

…dem Sammeln, dem Genuss, der Erweiterung ihres Wissens um Techniken und Stile und dem Arbeiten damit.
Was für ein unendliches Wissen und wie viele nette Geschichten sie über die Manufakturen und die Perlen hat – eine Kennerin, unter anderen Sammlern und Fachleuten geschätzt und zu immer neuen „Schatzhebungen“ von Perlen im Antiquitätenhandel oder in verschwiegenen Lagen bereit.

Für mich war es eine Freude, von ihr zu lernen und bei ihr aus einer unendlichen Fülle fertiger Ketten für die Galerie auswählen zu können…Glasperlenketten Inge Kern (Foto: Craftkontor)Glasperlenketten Inge Kern (Foto: Craftkontor)

– nicht zu schweigen von den waren Wundern, die noch in den vielen Perlenkartons in ihrem Atelier schlummern – veilleicht komme ich dazu mir diese anzusehen, beim nächsten Besuch…Inge Kern, Glasblütenkette, Lampenperlen, alt; (Foto: Craftkontor)Inge Kern, Glasblütenkette, Lampenperlen, alt; (Foto: Craftkontor)

Zu den wunderbaren Ketten, die ich aus München bekommen haben, gehört obige „Frühlingswiese“ – vor der Glasmacherlampe handgearbeitete Blütchen und Blättchen – jedes anders -phantasievoll und prächtig.
Diese Perlen stammen aus den 30er Jahren und sind heute eine Seltenheit – so als Kollier gearbeitet, jedes Blütchen gestiftet und mit Blatt kombiniert,  ein Frühlingstraum!
Wunderbar auch eine Kette aus doppelt gebohrten Perlen, die Inge Kern graphisch fädelt – eine eher sportliche Kette.Inge Kern, Glasperlenkette (Foto: CRAFTkontor)Inge Kern, Glasperlenkette (Foto: CRAFTkontor)

Auch diese Perlen stammen aus den 30er Jahren und sind doch so anders als die Blütenperlen.

Alle Fotos dieses Beitrags zeigen Ketten von Inge Kern – die zwei Fotos farblich
sortierter Kästen geben einen Eindruck des wunderbaren Vorrats, den die Galerie im Moment zur Verfügung hat…

Möglichkeiten für farbstarken Schmuck zur Frühjahrs- und Sommermode!
Herzlich willkommen!

Spielerisch leicht…

Wenn man nicht gerade Grippe geschwächt im Haus bleiben muss, kann man in diesen Tagen schon einen Hauch von Frühling verspüren:
Die Kraniche ziehen, Morgens hört man schon die Vögel singen und auch die Temperaturen sind milder….

Die beste Zeit für eine Ausstellung zur Leichtigkeit ! und was paßt da besser als Mobiles. Feine leichte Objekte, die Räume verschönern, Ruhe schenken und Blicke fockussieren.Annette Rawe, Mobile ROT, lasierte Papiere, Edelstahl (Foto+Copyright Rawe)Annette Rawe, Mobile ROT, lasierte Papiere, Edelstahl (Foto+Copyright Rawe)

Lange Zeit waren Mobiles kein Thema für die Gestalter mehr – Alexander Calders Objekte wurde nur im Museum bewundert – aber für die eigenen 4 Wände waren die Luftobjekte nicht mehr vorstellbar…

Nicht zuletzt die Aufmerksamkeit, die die „midcentury“-Möbel aus Scandinavien im Moment erhalten und die Tendenz zu leichteren Modellen im Möbeldesign, ermöglicht dem Mobile ein comeback.

Wir haben die wunderbaren Luftobjekte von Annette Rawe zu Gast im CRAFTkontor.Annette Rawe, Mobile "Mori", lasierte Pappen, Edelstahl; (Foto+Copyright: Rawe)Annette Rawe, Mobile „Mori“, lasierte Pappen, Edelstahl;
(Foto+Copyright: Rawe)

Annette Rawe, geb. 1964 in Gütersloh, lebt im Münsterland.
Nach einer Ausbildung zur Holzbildhauerin und Gestalterin im Handwerk, setzte sie auch noch eine Dipl. Designerin obendrauf.
Seit 1998 ist sie nun freischaffend tätig und ihre Leidenschaft sind die Mobiles !

„Über die Gestaltung von großen Wandobjekten und abstrakten Reliefs aus Papier, Holz und Draht ist Annette Rawe zu ihrem Thema Mobilés gekommen und seit mehr als 20 Jahren dabei geblieben.
Die freien Gestaltungsmöglichkeiten im Einklang mit den technischen Herausforderungen, sowie die unzähligen Einsatzmöglichkeiten von Mobiles und deren Seltenheit im Designbereich inspirieren sie immer aufs Neue.

Die gestalteten Bögen und Linien, die Proportion der zueinander geordneten Flächen sowie deren Form ergeben die Komposition, die ausgewogen und harmonisch oder auch spannungsvoll wirken kann.
Durch das Drehen und die Überlagerung der Elemente ergeben sich immer wieder neue Farb- und Formspiele. Balance, Gleichgewicht, Ruhe, Harmonie, Ausgewogenheit, Zusammenhalt und Zusammenspiel werden mit dem Thema Mobile verknüpft.“ (Textzitat Rawe)Annette Rawe, Mobile, Japanpapier, Blattgold, Edelstahl; (Foto+ Copyright: Rawe)Annette Rawe, Mobile, Japanpapier, Blattgold, Edelstahl;
(Foto+ Copyright: Rawe)

Die im CRAFTkontor gezeigten Mobiles bestehen aus Japan- und Spezialpapieren in Verbindung mit Edelstahldraht. Die Flächen sind lackiert, lasiert, bemalt oder blattvergoldet.
Die größeren Mobiles haben Formate von ca. 120X180, 120X200 oder 140X180, die kleineren z.B. 80X60, 70X50 oder 50X50.Annette Rawe, Mobile im öffentlichen Raum - Weserburg Bremen, Acryl, Stahl; (Foto und Copyright: Rawe)Annette Rawe, Mobile im öffentlichen Raum – Weserburg Bremen, Acryl, Stahl; (Foto und Copyright: Rawe)

Sie stellt die Mobiles in ihrem Atelier als Unikate oder in Kleinserien her.
Es sind still schwebende Akzente für Wohn- und Arbeitsräume,
farbenfrohe Hingucker für Kinderzimmer oder großformatige Raum-Objekte für Galerien und Lufträume.
Wunschformate und Anfertigungen spezieller Farbspiele sind jederzeit möglich.

Herzlich willkommen im CRAFTkontor.
ACHTUNG: von Weiberfastnacht, 23.2. bis zum 6.3. haben wir Galeriepause !

 

Jahrespläne…

Willkommen im neuen Jahr mit neuen Plänen…
Wie immer werden wir hier Neuigkeiten berichten, über Kunsthandwerk schreiben und die Dinge ankündigen, die im CRAFTkontor, Ihrer Galerie für Kunsthandwerk, stattfinden.

Anna Wiscombe, Wiesenblumen, Holz, Lack; (Foto + Copyright: Wiscombe)

Anna Wiscombe, Wiesenblumen, Holz, Lack; (Foto + Copyright: Wiscombe)

Der Jahresanfang ist immer der Zeitpunkt der Planfestschreibung:
Geht das, was man sich vorstellt, problemlos in den nur 12 Monaten ?
Kann ein eingeladener Kunsthandwerker doch nicht zum geplanten Zeitpunkt… müssen wir improvisieren…(das führt zu ungeahnt guten Ergebnissen übrigens;) )

Die ersten 2 Ausstellungen des Frühjahrs möchte ich Ihnen schon ankündigen und Ihnen einen Besuch hier wir immer schmackhaft machen:

Am 16. Februar starten wir unter dem Titel „Über die Leichtigkeit des Seins…“ in das Ausstellungsjahr .

Annette Rawe, Mobile "Leaves", gelacktes Papier, Edelstahl; (Foto + Copyright Rawe)

Annette Rawe, Mobile „Leaves“, gelacktes Papier, Edelstahl; (Foto + Copyright Rawe)

Mobiles werden die Hauptprotagonisten dieser Ausstellung sein…
Lässig, luftig, leicht genügt ein Frühlings-Windhauch und schon lenken diese zarten Objekte in der Wohnung, den Büroräumen oder der Praxis den Blick auf sich.
Spielerisch oder streng in der Gestaltung – Natur imitierend oder an das Bauhaus erinnernd.

Vorankündigen möchte ich auch schon jetzt die nächste lange Nacht der Galerien in BONN-Bad Godesberg:

Nacht der Galerie Bad Godesberg 2017 (Copyright Hofmann)

Nacht der Galerie Bad Godesberg 2017
(Copyright Hofmann)

In dieser Nacht wird wie immer eine neue Ausstellung im CRAFTkontor eröffnet werden.
Nach der sehr erfolgreichen Schau der Rauchbrandkeramiken von Ule Ewelt 2016, widmet sich diese Ausstellung feinsten Gespinsten aus Edelmetallen.
Mehr möchte ich dazu jedoch noch nicht verraten…, aber merken Sie sich den Abend mit Ihren Freunden vor: es ist immer sehr viel los in den beteiligten 11 Galerien und die Besucher schwärmen von der tollen Nacht, die mittler Weile schon zum widerholten Male stattfinden wird.

Und den Sommer über, was wird es da geben?
Schauen Sie beizeiten mal wieder in den Blog;)
und herzlich willkommen im CRAFTkontor!

Weihnachtswünsche….

„Persönlicher Individualismus, und damit verbundener Nonkonformismus macht das Wesen schöpferischen Tuns aus.“
(Schnuppe von Gwinner)

Mit diesem Individualismus als Hintergrund und ihrem profunden Wissen und Können machen uns gute Gestalter seit Jahrhunderten die uns umgebenden Dinge schön und wichtig.
Der Nonkonformismus, das Nicht-modisch-Sein, ergibt im Endeffekt, dass wir vor solchen Objekten aus der Historie mit Staunen und Freude im Museum stehen  – aber ebenso mit Lust und Freude Objekte von Zeitgenossen unbedingt erwerben wollen…

Thonrback and Peel, Christmassack, Siebdruck auf Baumwolle; (Foto + Copyright: Thornback&Peel)

Thonrback and Peel, Christmassack, Siebdruck auf Baumwolle; (Foto + Copyright: Thornback&Peel)

Zum Weihnachtsfest wünsche ich Ihnen ein paar solcher Dinge und gute Gedanken lieber Menschen!
Ich bedanke mich für Ihr fortwährendes lustvolles Interesse an der Arbeit des CRAFTkontor und wünsche uns allen für das Jahr 2017, dass nicht die Mode, die Masse und die Gedankenlosigkeit, sondern das Streben nach bewußtem Denken und Leben unsere Zeit bestimmt !

Nicht in letzter Minute….!

Im CRAFTkontor ist Wunderkammerzeit…
Schöne individuelle Dinge lassen sich finden – zeitlos – gut entworfen – wunderbar handgearbeitet und keinen Moden unterworfen…

Hier ein paar Beipiele:

Karen Meunier, Wolfshund, Originalhandzeichnung;

Karen Meunier, Wolfshund, Originalhandzeichnung;(Copyright und Foto Meunier)

Die Zeichnerin und Graphikerin Karen Meunier ist mit zarten Tierporträits vertreten (Hunde, Katzen, Pferde) . Zarter gekonnter Strich umreisst die Persönlichkeit und den Ausdruck eines jeden Modells: zauberhaft!
Karen Meunier gibt im neuen Jahr auch die Möglichkeit das eigene Tier porträtieren zu lassen…

Artemis Zafrane, Anhänger mit ziselierten Worten, Silber;

Artemis Zafrana, Anhänger mit ziselierten Worten, Silber;(Copyright und Foto Zafrana)

Der Silberschmuck der Deutschgriechin Artemis Zafrana spielt mit dem Wort als dekorativem Element:
Anhänger, Ringe und Ohrschmuck tragen Worte in verschiedenen Sprachen…
Ein Schmuckstück trägt das Wort „Leben“, ein andere „LIcht“, mal sind die 4 Elemente „Feuer“, „Wasser“, „Erde“ und „Luft“ verewigt, mal ein Ring nur der Erde gewidmet…
Handziseliert schmücken die Worte das Schmuckstück als graphisches Muster und der Inhalt hat Bedeutung für die Trägerin…

Cathrin Krause & Holger Grabowsky, Wolldecke, Merinowolle;

Cathrin Krause & Holger Grabowsky, Wolldecke, Merinowolle;(Foto: Uppercase)

Die kleine Manufaktur Uppercase macht feine Merinowolldecken für das zeitgemäße Interieur. Hier z.B. das Modell für die Liebhaber klassisch moderner Stuhlentwürfe, die als Schmuckleiste auf der Jaquard gestrickten Decke verewigt sind…

Stefanie Dingel, Anhänger Uwarowit (grüner Granat) mit Citrin;

Stefanie Dingel, Anhänger Uwarowit (grüner Granat) mit Citrin;(Copyright und Foto: Dingel)

Stefanie Dingel ist mit einer ganzen Kollektion ihres Schmuckes zu Gast, Anhänger mit verschiedenen Edelsteinkombinationen und passende Doppelringe sind ihre Spezialität: zart oder als großes Statement:
sie haben die Qual der Wahl…

Susanne Wetzel mit ihren Filzviechern auf der Creativa;

Susanne Wetzel mit ihren Filzviechern auf der Creativa;(Foto:Creativa)

Noch sind auch 2 wunderbare Filzviecher von der genialen Filzerin Susanne Wetzel zu Gast – die Fans wissen, kaum sind sie im Laden, sind sie auch schon verkauft… Auf Adoption in eine nette Familie warten noch eine Giraffe und ein Seepferdchen, das sich nicht entscheiden kann, ob es nicht doch lieber ein Drache wäre…

Sie sehen, diese Auswahl und noch mehr, macht den Mund wässrig auf einen Besuch im CRAFTkontor… noch ist gemütlich Zeit…
Herzlich willkommen

Ein Pariser Traum – ein Bad Godesberger Träumchen…

Le Concept Store Empreintes des Metiers d’Art: Paris,
täglich von 11 bis 19 Uhr, ausser Sonntag

Meine Kollegin Schnuppe von Gwinner schreibt folgenden Text über den wunderbaren neuen Shop der französischen Kunsthandwerkergilde auf ihrem blog (BlogCraft2eu).
Ein Staatsverband der Kunsthandwerker-Meisterdesigner leistet sich hier einen veritablen Conceptshop für feines Handgemachtes…
Bis vor einigen Jahren führte Schnuppe von Gwinner ebensolch einen kuratierten Shop für Kunsthandwerk in Hamburg, so wie ich es hier in Bad Godesberg tue – Empreintes ist ein Traum – unsere deutschen Galerien/Conceptshops sind Träumchen, ABER der Inhalt ist ebenso fein – handgemacht und besonders… gerade in der Zeit, in der wir das Besondere  verschenken möchten….

Eingang Concept Store Empreintes des Metier's d'Art Foto: Claude Weber Eingang Concept Store Empreintes des Metier’s d’Art (Foto: Claude Weber)

„Seit dem Herbst gibt es in der französischen Hauptstadt Paris ein Kaufhaus für Kunsthandwerk, angewandte Kunst, Designunikate und Kleinserien französischer Handwerksdesigner oder Designermaker. Allen Mitgliedern des Berufsverbandes „Ateliers d’Art de France“ steht es frei sich zu bewerben um in diesem neuen Concept Store im Herzen des Marais Objekte zu verkaufen. Auf über 600 Quadratmetern über 4 Etagen findet man rund 1000 handgefertigte Objekte, Wohnaccessoires, Mode und Schmuck,
angewandte Kunst für Sammler und Connaisseure.

Begleitet wird diese opulente, von Élizabeth Leriche kuratierte und eingerichtete Dauerpräsentation von einer Gastronomie,  einer Bibliothek und einem Vortrags- und Projektionsraum für Dokumentarfilme.

Wer hätte nicht jemals von solch einem Konzept geträumt? Ein attraktives, zeitgemässes Ambiente im Herzen einer pulsierenden Groß- nein – Hauptstadt. Entspannte Atmoshpäre, Hedonismus pur. Nur erlesene, ganz besondere Dinge, dazu passende, inspiert inspirierende Bücher und ein gechilltes Café, Musik, und hin und wieder originelle Events und Präsentationen. Alles Handmade – von aussergewöhnlichen Menschen für aussergewöhnliche Menschen!

Das wär’s! Ich habe diesen Traum millionenfach geträumt und bin mir ganz sicher, dass ich damit nicht alleine bin. Ein Konzept zum schwärmen – solange man sich von ökonomischen Zwängen unbeeindruckt zeigen kann – was ja der Realität leider nicht entspricht.

Der französische Verband „Ateliers d’Art de France“ kann das, wie ich schon an anderer Stelle ausführlich beschrieben habe. Er kann und er will auch! Seinen Mitgliedern Plattformen bieten, die zeitgemäß sind und die ihre Werke in adäquater Form promoten. Das gilt für die großartigen Schauen auf den Messen „Maison et Objet“ im Herbst und Frühjahr jeden Jahres genauso wie für die Läden und Galerien in Paris. Hinzu kommt seit neuestem auch die als Biennale veranstaltete Messe Relevation im Grand Palais, 2017 wieder im Mai. Ein reicher Verband, der seine Mitglieder klug und effizient unterstützt!

In Deutschland gibt es so etwas nicht. Die gefühlt zunehmende Wertschätzung handwerklich gestalteter Dinge ist eine theoretische. Man schaut sich das gern an aber man traut sich nicht. Den meisten fehlt das Selbstbewusstsein für sich, autonom zu entscheiden was gut und schön ist. Die Abhängigkeit von den Einflüsterungen cleverer Werbung und großer Marken ist stärker. Auch der Sparfuchs in jedem Deutschen hält die Pfote drauf – in traditionell evangelischen Gegenden übrigens mehr als in katholisch geprägten Regionen.

Natürlich lässt sich diese Haltung nicht verallgemeinern. Doch der Kreis derer, die aus ihrer Begeisterung für das gestaltende Handwerk, für die aufregend überraschende Verbindung von Tradition und Innovation, nicht nur keinen Hehl machen sondern auch angemessen dafür bezahlen ist erschreckend klein, sodass ein Kaufhaus – auch noch mit dem so schönen, hintersinnigen  Namen „Empreintes“ = Spuren – hierzulande ohne großzügigen Sponsor wohl kaum eine Chance hätte.

Also, auf nach Paris und weiter träumen!“ (© Schnuppe von Gwinner)

Empreintes
5, rue de Picardie – 75003 Paris – France

Métro : Saint-Sébastien Froissart – Ligne 8
Tél. : + 33 (0)1 40 09 53 80
Öffnungszeiten:
täglich außer Sonntag: 11 bis 19Uhr.