feinstofflich

Heute beginnt die neue Ausstellung im CRAFTkontor:
„FEINSTOFFLICH“
Eigentlich ein Begriff aus der Chemie, habe ich ihn mir ausgeliehen, um anzudeuten, warum es geht: Feine Stoffe handgemacht oder handverarbeitet…

Einladungskarte "feinstofflich" mir Halsschmuck von Annke Hennig, einem Capelet von Ulrike Isensee und einer Tasche von Monika Assem; Copyright: Cy. Rühmelorf;

Einladungskarte „feinstofflich“ mit Halsschmuck von Anke Hennig, einem Capelet von Ulrike Isensee, einer Tasche von Monika Assem;und einer Mütze von Anja Barth;
Copyright: Cy. Rühmelorf;

Die Ausstellung ist schon ein wenig Herbst bezogen, denn ein paar wunderbare Gestalterinnen haben feine Wolle/Seiden-Schals beigetragen…
Varianten in Handgewebt oder bedruckt…

Margit Korshoj, Dänemark, Schal, feine reine Wolle, handbedruckt;

Margit Korshoj, Dänemark, Schal, feine reine Wolle, handbedruckt;

Und auch wenn wir uns bei diesem schönen warmen Spätsommerwetter nicht vorstellen können, dass uns bald kalte Winde umwehen, zeigt die Ausstellung die tollen „Kopfkleider“ von Anja Barth – Mützen mit peppiger Gestaltung, die richtig Lust auf kalte Ohren machen!

Anja Barth; Kopfkleider, Mütze, Wolle, gehäkelt; Copyright: Anja Barth;

Anja Barth; Kopfkleider, Mütze, Wolle, gehäkelt;
Copyright: Anja Barth;

Lassen Sie sich durch diese kleinen Anregungen verlocken.
Herzlich willkommen!

Am Sonntag, 18. September 2016 ist von 13 bis 17 Uhr verkaufsoffen im CRAFTkontor, der Bürgerstraße, einer feinen Straße mit ein paar tollen Inhaber geführten Boutiquen und in ganz Bad Godesberg …

Schmucksommer: Part 4

Barbara Huck: „Mein Motto: Ornament ist kein Verbrechen

Die Konstruktion als gestalterisches Mittel einzusetzen, den Stücken durch die Funktion ihre Form zu geben, ist charakteristisch für meine Arbeit.
Dabei entsteht Schmuck, der im Aufbau sehr systematisch und streng ist und
trotzdem eine warme spielerische Ausstrahlung hat.“

Barbara Huck, Kreismuster von Ketten oder Armbändern, Halbedelstein- oder Zuchtperlen; Copyright: Barbara Huck

Barbara Huck, Kreismuster von Ketten oder Armbändern, Halbedelstein- oder Zuchtperlen;
Copyright: Barbara Huck

Barbara Huck bildet mit Stefanie von Scheven die Ateliergemeinschaft >Träume und Taten< in Düsseldorf.
Ein Ateliername, der auf Phantastisches – Feenhaftes – Zartes schließen läßt…auf die Erfüllung von Erträumtem…

Barbara Huck, Doppelkollier "Blacky Jack", facettierte Hämatitperlen; Copyright: Barbara Huck;

Barbara Huck, Doppelkollier „Blacky Jack“, facettierte Hämatitperlen; Copyright: Barbara Huck;

Barbara Huck, Langkette; Copyright: Barbara Huck

Barbara Huck, Langkette; Copyright: Barbara Huck

Kleine, kleinste Perlen fädelt Huck zum romantischen oder gradlinigen Ornament.

Hier bildet die Reihung als Gestaltungsmerkmal das Rückgrad der Kolliers.
Anliegend oder als Langkette halsfern zeigen sich Rythmus und Muster…
eine etwas andere Art mit einer einfachen Perle zu arbeiten…

Zuchtperl- und Hämatitperlenvariationen
zeigt sie im Schmucksommer im CRAFTkontor.
Zarte Alternativen zum klassischen Perlenkettchen – jung, aber auch alterslos tragbar.
Sommerlich, aber auch chic auf dem kleinen Schwarzen…
Warum nicht jetzt schon Geschenke planen?

 

 

Schmucksommer Part 3

Der „Vogelflüsterin“ aus Berlin, Gudrun Arp, haben wir vor einigen Jahren schon einmal eine sehr erfolgreiche Einzelausstellung unter dem Titel „Federleicht – Schmuck“ gewidmet.

Gudrun Arp, Federkollier, frisierte Hahnenfedern;

Gudrun Arp, Federkollier, frisierte Hahnenfedern;

Meine andauernden Begeisterung für Ihren wunderbaren Schmuck und die Möglichkeit, sich dadurch mit fremden Federn zu schmücken, zeigt sich in meiner Einladung an sie für den Schmucksommer im CRAFTkontor…

Gudrun Arp, Kollier aus Sittich- und Arafedern;

Gudrun Arp, Kollier aus Sittich- und Arafedern;

Im wahrsten Sinn des Wortes „federleichter“ Sommerschmuck, dessen Federn die Gestalterin in einfachen Briefumschlägen aus aller Welt von Zoos, Züchtern und freundlichen Privatleuten bekommt.

Immer, wenn ein Vogel in der Mauser turnusmäßig seine Federn verliert, denken diese netten Menschen an Frau Arp und senden ihr die „Käfigernte“
Mal reicht es nicht mal für ein Kollier und genau diese Feder muss warten, bis genügend für ein luftiges Objekt zusammen gekommen ist…
Mal ist üppig vorhanden und die Phantasie von Gudrun Arp schlägt Purzelbäume…

Gudrun Arp,  Langkollier, Wyandott-Huhn-Federn, gefärbt;

Gudrun Arp, Langkollier, Wyandott-Huhn-Federn, gefärbt;

Auf der gebräunten Sommerhaut, dem leichten Leinenkleid oder zum kleinen Schwarzen in jedem Fall ein zauberhafter Hingucker!

Herzlich willkommen zum Testen und sommerlichen „Abheben“…

Schmucksommer Part 2

„Was macht Schmuck zu Schmuck und wann wird er Teil der Kleidung, wann Teil des Körpers? Ist eine Kette ein Fremdkörper, der sich um unseren Hals schlingt, oder kann sie selbst zum Element des Trägers werden? Wie veränderlich ist ein Schmuckstück und nehmen wir es dadurch verschiedenartig am Körper war oder verändert sich der Körper mit dem Schmuck?“
(ZItat: Susan Noll – hummelnimhaar)
JANA GRAF aus Köln ist Schmuckdesignerin und setzt sich mit den Schnittstellen von Schmuck und Kleidung, Kette und Kragen, Dekoration und Körper auseinander.

Jana Graf, Kollier "Necklines No. 2 B, Acryl, Silber, Stahl; Copyright: Jana Graf

Jana Graf, Kollier „Necklines No. 2 B, Acryl, Silber, Stahl;
Copyright: Jana Graf

Dieses ungewöhnliche Kollier zeichnet die Ausschnitt- und Nackenlinien nach – es zeigt vorn wie hinten zwei definierende Schwünge, die auch ein Rückendekollete ungemein schmücken…

Weitaus freier noch gestaltet ein weiteres Schmuckstück von Jana Graf den Körper oder die Kleidung nach: eine Brosche, die Hauptteil einer Kette ist.
Je nach Positionierung ergibt sich durch den daraus folgenden Kettenfall die Wahrnehmung der Körperkontur neu…

Jana Graf, Ketten-Brosche; Corian, Kupfer; Copyright: Jana Graf;

Jana Graf, Ketten-Brosche;
Corian, Kupfer;
Copyright: Jana Graf;

Die Arbeiten Jana Grafs zeigen somit neue Ansätze der Schmuckgestalt und sind mit ihren Materialien: Acryl, Corian, Kupfer, Edelstahl auch der Moderne verpflichtet… sie zeigen eine zeitgemäße Auffassung von dem, was Schmuck heute sein kann….

Schmucksommer Part 1

Der Schmucksommer im CRAFTkontor zeigt bis Ende August 10 verschiedene Positionen modernen Gestalterschmucks.
Romantisches ist vertreten, aber auch avantgardistisches aus zeitgenössischen Materialien – Schmuck für den besonderen Anlass, aber auch für jeden Tag.

Als erste Gestalterin möchte ich Ihnen THEDA KATHARINA BESSER vorstellen:

Theda K. Besser, Anhänger Bergkristall mit Kristalleinschlüssen und beweglichen Teilen an Karneolkette; Copyright: Th.K.Besser

Theda K. Besser, Anhänger Bergkristall mit Kristalleinschlüssen und beweglichen Teilen an Karneolkette;
Copyright: Th.K.Besser

„Immer wieder fasziniert es mich, aus schönem Material, sei es zäher Edelstahl, stahlendes Gold, seidiger Faden oder ein edler Stein, Schmuckstücke herzustellen, die als Unikat die Sinne eines Trägers/einer trägerin wecken und durch das Tragen unverwechselbarer Teil dieses Menschen werden.“ (Zitat: Theda K. Besser)

Bei Theda K. Besser faszinieren u.a. die vielfältigen Formen, die aus dem Bereich der Mechanik in ihren Schmuck übersetzt sind und die sie zu beweglichen Objekten und Schmuckstücken anregen.

Schmuck, der durch diese Eigenart die Finger zum Spielen verführt und Frauen wie Männer fasziniert.
Gerade ihre beweglichen Ringe, die an Kugellager erinnern, werden gern auch in Männergrößen beauftragt.

Theda K. Besser, Ring aus beweglichen Scheiben, Silber, Messing; Copyright: Theda K. Besser)

Theda K. Besser,
Ring aus beweglichen Scheiben, Silber, Messing;
Copyright: Theda K. Besser)

Jedoch baut sie bewegliche Scheiben nicht nur in Ringe ein, Anhänger haben Scharniere, es gibt wunderbare in allen Teilen drehbare Kugeln und selbst große Edelsteine werden so gefaßt, dass sie Anhänger und gleichzeitig Schließe des Kolliers sind…

 

Theda K. Besser, Berkristallobjekt als Anhänger, beweglich, Silber; Copyright: Th.K.Besser

Theda K. Besser, Berkristallobjekt als Anhänger, beweglich, Silber; Copyright: Th.K.Besser

Ob Schmuck oder Objekt, das ist hier nicht die Frage – ein modernes Amulett für die „Großstadtgöttin“.

Mehr von Theda Katharina besser im Schmucksommer des CRAFTkontor ind Bonn bis Ende August !
Herzlich willkommen…

Versilberte ZEIT…

beim Stöbern durch das Archiv des Magazins brandeins (auf der Suche nach etwas ganz Anderem) bin ich auf einen Artikel von Roman Pletter über den wunderbaren Silberschmied Wilfried Moll gestoßen.

Ein Artikel über Handwerkskunst im wahrsten Sinn und den Einsatz der Zeit in diesem Zusammenhang…
Ich weiß, ein sehr langer Text, aber sehr lohnend und in der Ferienzeit finden Sie sicher Zeit dafür…

Wilfried Moll, Kugelkanne, Silber, handgeschmiedet. Fotocopyright: Felix Jud

Wilfried Moll, Kugelkanne, Silber, handgeschmiedet.
Fotocopyright: Felix Jud

„Versilberte Zeit

Vor dem Besuch in der Werkstatt des Silberschmieds Wilfried Moll gab es eine Vereinbarung. „Muss denn in der Geschichte stehen, wo ich arbeite?“, fragte er am Telefon ein wenig schüchtern. Für ein Porträt, war die Antwort, sei das vielleicht hilfreich. „Wissen Sie, das hier ist ein bisschen meine Einsiedelei“, gab er zu bedenken. Er sei dort ganz allein, niemand komme und störe ihn. Vielleicht eine kleine Andeutung, nichts Bestimmtes, damit sich die Leser etwas vorstellen können? „Hm, und wenn dann Leute anfangen zu suchen?“, fragte Moll besorgt.

So soll also nicht mehr verraten werden, als dass der Silberschmied eine kleine Einsiedelei am Meer hat. Und dass er nicht möchte, dass ihn dort jemand findet, um ihm über die Schulter zu schauen, sagt wohl ohnehin mehr über ihn aus als der Name des Städtchens.

Ein paar Tage später huscht der 67-Jährige belustigt aus dem Nebenraum, wo er gerade ein Telefonat mit einem Kunden beendet hat, zurück in sein Zimmer, das eine Mischung ist aus Verkaufsraum und Wohnzimmer. Während er in einen Sessel fällt, fängt er an zu lachen und sich dabei die Hände zu reiben. Es ist ein glucksendes, kicherndes Lachen wie das eines Kindes, das sich über einen albernen Streich amüsiert.

Er sagt: „Die haben eine Deadline.“

Silberkannen sind manchmal wie kleine Zicken. Dann muss der Schmied sie eifersüchtig machen

Was für ein Wort. Es platzt förmlich in diesen stillen Raum, in dem doch alles darauf angelegt ist, der Zeitmessung keine Chance zu geben. Der Rollladen zur Straße hin ist heruntergelassen. Nur hinter einer Ecke hängt, beinahe versteckt, eine Uhr. Das ganze Städtchen, in das sich Wilfried Moll aus Hamburg unter der Woche verkriecht, ist ein Ort, zu dem Deadlines nicht passen, in dem überall Rentner sitzen und Kuchen essen. Es ist ein Ort, in dem jeder Wochentag wie Sonntag ist.

In einer hektischen Umgebung könnte der Silberschmied seine Arbeit nicht machen. Moll sagt: „Sie müssen dem glücklichen Zufall eine Chance geben, dass er passieren kann. Ich glaube: Es gibt keine verlorene Zeit.“

Wilfried Moll ist einer der Letzten seiner Art. Es gibt vielleicht noch 80 Silberschmiede in Deutschland. Von Jahr zu Jahr zählt ihr Zentralverband weniger Mitglieder, die sakrale Symbole wie Kreuze und Monstranzen, aber auch Tabletts und Bestecke von Hand fertigen und ihnen die Anmutung kleiner Kunstwerke verleihen. Menschen wie er, die 200 Stunden an einer Teekanne arbeiten, wirken wie aus der Zeit gefallen, seit die Industrie in kurzer Zeit schöne Dinge herstellen kann. Man könnte erwarten, dass ihm das Sorgen macht, dass er sich, um in dieser Welt zu überleben, Termine setzt, zu denen seine Stücke fertig sein müssen. Doch er kann mit dieser Arbeit nur leben, weil er sich nicht drängen lässt. Ein Mann wie er braucht seine eigene Zeitrechnung.

Der Silberschmied lebt zurückgezogen zwischen seinen Werkzeugen, Bauhaus- und Hölderlin-Büchern und fertigen wie unfertigen Kannen, Zuckerdosen, Tabletts und Schmuckstücken. Wenn er sie in die Hand nimmt und zeigt, warum sie sich von diesem und jenem Werk unterscheiden und was aus ihnen werden könnte, senkt er die Stimme, so als hätte er Angst, seine Arbeiten aufzuwecken oder zu verärgern. Er muss sich gut stellen mit ihnen. Sie wollen nicht immer wie er. Manchmal sind Kannen kleine Zicken, die Sprünge bekommen, bevor er sie polieren möchte.

Moll hält ein rundes, flaches Stück Silber in Händen, aus dem eine Kugelkanne werden soll. Er wird mit einem Zirkel einen Kreis darauf beschreiben, die Fläche, auf der die Kanne stehen wird. Dann wird er über einem Holz, das sein Amboss ist, mit kräftigen Hammerschlägen das Silber um den Kreis nach oben treiben, sodass es aussieht wie eine weite und offene Schüssel mit gewelltem Rand. Er wird es unter Feuer aufweichen, abkühlen lassen und wieder mit aller Kraft dagegenschlagen, tagelang wird das so gehen. Wenn seine Frau Gerda, die Goldschmiedin ist, das macht, kann sie eine Zeit lang nicht mehr an ihrem Schmuck arbeiten. Sie sagt, ihr zittere der Arm, und die Feinmotorik setze aus.

Wenn die Kanne dann endlich gerundet ist, wird Moll ein Hämmerchen greifen und das Silber planieren. Er wird sich, unten beginnend, Reihe um Reihe, Zentimeter um Zentimeter, klackplonk-klackplonk, nach oben arbeiten und aufs Neue von unten anfangen. Sollte seine Frau in die Werkstatt rufen, dass das Essen fertig sei, wird er es nicht wahrnehmen, und sie wird sich nicht mehr ärgern, wenn er später strahlend kommen und fragen wird, ob sie Hunger habe. Er wird der Kanne einen Schnabel ansetzen, ihn anlöten, vielleicht wieder absägen, bis er die richtige Form hat. Er wird in das Gartenhäuschen gehen an ein grünes, nach oben zulaufendes Gestell. Es hält eine Achse, die ein Motor ungeheuer schnell drehen kann. An den Enden der Achse rotieren Bürsten. Dort wird Moll über Stunden und Tage stehen und seine Kanne polieren, und danach wird er aus dem Häuschen kommen und, wie seine Frau sagt, aussehen wie aus dem Stummfilm. Sein Gesicht und die struppigen grauen Brauen werden schwarz sein vom Staub, und er wird von Hand mit Bimsstein und Schleifpapier weiterpolieren.

Vielleicht muss er die Kanne dann wie so oft eifersüchtig machen mit Zweitfassungen, die er nach erneuten Wochen des Hämmerns neben sie stellen kann. Wie eifersüchtige Rivalinnen schieben sich in diesen Momenten die neuen Kannen in der Vitrine in Molls Werkstatt vor die alte Fassung, manchmal drei Millimeter höher, mit einem kühneren und spitzeren Schnabel. Wenn sie dann halbfertig und unpoliert dastehen, Tage, Wochen, sehen sie aus, als unterhielten sie sich miteinander. Und wenn, wie an diesem Tag, ein Besucher kommt, öffnet Moll die Vitrine, holt behutsam zunächst das eine der dort wartenden Kännchen heraus, dann das andere, setzt dem einen einen Testschnabel aus Knetmasse an, betrachtet es wie eine junge Frau, die ihm gefällt, dann dem anderen, und behutsam, wie er sie herausgenommen hat, stellt er die beiden zurück. Er braucht noch Zeit, in der nichts weiter geschieht. Er hat sich noch nicht entschieden.

8000 Euro für eine Teekanne, das klingt nach einem stattlichen Preis, nach neureichen Menschen und Königshäusern. Aber für Wilfried Moll bedeutet solch eine Kanne 200 Arbeitsstunden. Eigentlich bedeutet sie viel mehr: „Wenn Sie jetzt im Alter etwas machen, dann ist das auch die Summe Ihres Lebens“, sagt er. All die Zeit, die Moll auf den Zufall gewartet hat, fließt nun in die Arbeit ein. Er betrachtet eine Kugelkanne mit nach oben gezogenem Griff und keckem Schnabel und sagt: „Ich bin in den vergangenen Jahren immer kühner geworden.“ Es klingt, als wolle er sich für seine Maßlosigkeit entschuldigen, für diese drei Millimeter, die der Schnabel länger geworden ist, als es sich für eine zurückhaltende Silberkanne ziemt. Selbstvergessen begutachtet er die strenge Form. Es sieht so aus, als würde er auf jeden Fall wieder sündigen.

Molls Frau Gerda, die zusammen mit ihm vor mehr als 40 Jahren den Beruf des Goldschmieds erlernt hat, führt ein paar Tage später in ihrer eigenen Werkstatt in Hamburg lächelnd zwei Fingerspitzen in der Luft zusammen und sagt: „Damals hat er immer so kleine Simse gemacht.“ Molls Kännchen in den sechziger Jahren hatten kleine Ränder, wenige Millimeter breit, und doch machten sie die Kannen für das Auge viel schwerer, als sie es heute sind. „Das klingt vielleicht banal“, sagt seine Frau. „Aber man hat manchmal viele Jahre lang ein Brett vor dem Kopf, und auf einmal sieht man, dass etwas durch eine kleine Veränderung viel besser wird.“

Natürlich können auch Maschinen wunderbare Stücke produzieren. Aber ihnen fehlt die Seele

Wie seine Kollegen stanzt Wilfried Moll in jedes Kännchen, jeden Löffel, jede Gabel sein Zeichen. Moll unterscheidet sich dennoch von vielen anderen Silberschmieden. Es gibt ein paar seiner Ideen auch ohne sein Signum, in tausendfacher Ausfertigung. Die Flensburger Silbermanufaktur Robbe & Berking ließ von ihm zwei Besteck-Sets entwerfen, ein paar Becher, Kannen und Kännchen, nun von großen Werkzeugen gepresst. Ein solches Werkzeug kostet mehr als ein Original aus Molls Werkstatt. So haben es die kleinen Kunstwerke in die große, weite Welt hinaus geschafft. Im Restaurant des Museum of Modern Art in New York speisen die Gäste mit Molls Besteck, das dennoch kein Original ist.

Es ist nicht nur die unmittelbare Umsetzung der Idee, die das Original vom Industrieprodukt unterscheidet. Es ist vor allem das vertrackte Verhältnis zwischen Handwerker und Produkt, das den Unterschied ausmacht und das sich nur über die Zeit entwickelt, über die miteinander gewonnene und vertrödelte, aber niemals verlorene Zeit. Die Maschine saugt eine Silberplatte ein. Sie verdaut sie mit einem Schmatzen und spuckt, zischpling, ein Tablett aus. Bei Moll sind es Tausende dumpf klirrende, zunächst laute und später leise Klackplonks, die das Tablett der Idee des Handwerkers näher bringen. Mit jedem kleinen Hammerschlag wird ihm das Stück ein bisschen teurer, und manchmal gebiert ein Klackplonk, das danebengeht und nicht so präzise ist wie ein Zischpling, eine neue Idee, und aus der Korrektur eines Fehlers entsteht etwas in des Schmieds Augen Schöneres und Vollkommeneres. Dann hatte der glückliche Zufall eine Chance.

In seiner Werkstatt mit Pressen und Werkbänken, in der kein Staub und keine Unordnung herrschen, weil ein kleines Staubkörnchen sich ins Silber fressen und die Arbeit von Wochen zunichte machen könnte, zieht der Meister ein von Säure oxydiertes Metall aus einer Ecke, es sieht aus wie ein verwittertes Tablett. Er sucht zwischen akkurat in eine Fassung gehängten Hämmerchen nach dem richtigen Utensil. Sie klimpern dabei wie die Stäbchen eines Xylophons.

Moll legt das unfertige Tablett auf eine Art kleinen Amboss, hämmert ein bisschen daran herum, lauscht den klirrend dumpfen Geräuschen, wie ein Arzt, der mit dem Stethoskop seinen Patienten abhorcht, klackplonk, klackplonk, und legt es wieder auf die Seite. Vor Kurzem rief ihn der Kunde an, der das Stück kaufen möchte. Er habe ihn gefragt, ob es noch lang dauern würde. Er sei ein geduldiger Kunde. Seit einem Jahr gehe das so. Moll legt das Tablett auf das Fensterbrett und drückt auf einer Seite mit der Hand darauf. Es wackelt ein bisschen, man merkt es kaum. Doch er ist nicht zufrieden. Plan muss es sein, eben wie eine Wasseroberfläche. Er schaut es ratlos an, als wolle er fragen: Was mache ich nur mit dir? Aber es hat keinen Sinn, das jetzt in Angriff zu nehmen. Er braucht Zeit dafür. Noch ist der glückliche Zufall, Einfall, nicht gekommen.

Rüdiger Joppien, der Kustos ist am Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe und mit Hingabe von Molls Werken erzählen kann, sagt: „Silberschmied zu sein, das ist wie Opern zu singen. Man erarbeitet sich ein Repertoire. Die Stücke sind immer auch Ergebnisse des bisherigen Arbeitslebens. Ein Tablett aus einem einzigen Stück Silber zu treiben, das ist die allerhöchste Kunst.“ Joppien klingt aber auch ein bisschen traurig. Kaum noch ein junger Mensch erlerne den Beruf, weil kaum mehr einer davon leben könne. Der Kustos versucht, Werke von Silberschmieden für sein Museum zu kaufen, denn solange es Käufer gibt, gehen die über Generationen vererbten und bei den Schmieden gereiften Fertigkeiten nicht verloren. Joppien kauft nicht nur Kannen, er kauft auch versilberte Zeit.

Beim Frühstück gießt Wilfried Moll Tee aus einer Silberkanne in die Tässchen. Er hatte sie in den siebziger Jahren für seine Mutter geschmiedet, und nach deren Tod holte er sie sich zurück. Man muss an E. T. A. Hoffmanns Fräulein von Scuderi denken und an den Goldschmied René Cardillac, der Kunden ermordete, um seine Stücke wiederzubekommen, und daran, dass solch eine Werkstatt ein Gefühl dafür vermittelt, dass ein Original sie für immer verlässt, zusammen mit den vielen Stunden, die es mit dem Schmied verbracht hat. Manche Leute, die sich das leisten können, sind vielleicht reich geworden, weil sie in der Zischpling-Welt erfolgreich waren. Molls Stundenlohn ist vergleichsweise lächerlich. Es ist dann mit dem Stück wie mit einer von vielen Bewunderern Angehimmelten, die zu dem Mann mit dem Geld geht. Manche Kunden aber, sagt Gerda Moll, sparten lange auf ein Gerät und freuten sich schon monatelang vorher auf die Übergabe.

Die alte Kanne blitzt unter fahlem Licht, doch wer genau hinschaut, kann feinste Spuren darauf entdecken, dünner als Härchen, die ihr einen matten Schein geben. Moll sagt, dass jeder Silberschmied seine eigene Art, seinen eigenen Glanz habe, Stücke zu polieren. Die kleinen Spuren, die Moll Kratzer nennt, erzählen von der Art, in der ein Schmied seine Geschöpfe mit Schleifpapier streichelt, sie erzählen von der Zeit mit ihm. „Wir Silberschmiede sprechen etwas verächtlich vom Industrieglanz, wenn es um Massenprodukte geht“, sagt Moll und lacht etwas verhalten, weil in einer Vitrine hinter ihm seine Besteckteile und seine Kanne aus den Pressen der Manufaktur stehen. Sie sind seine Ideen. Sie sind sehr schön anzusehen. Sie sind große Kunst. Aber sie sind makellos. Für die Kunden ist das schön, für den Handwerker bedeutet es, dass sie sich nicht wie Originale mit jedem Klackplonk, mit Narben, Hornhaut, Verletzungen in seine Hände hineingegraben haben. Moll hat nicht mit ihnen auf den richtigen Moment gewartet.

Als jener Anruf mit der Deadline kam, ging es um ein Besteck. Näheres soll nicht verraten werden. Denn Wilfried Moll hatte bei der Verabredung zum Interview gesagt, er brauche einen ganzen Tag, um die Sachen, an denen er gerade arbeite, wegzuräumen. Schließlich, sagte er, sei das ein Auftrag, und man müsse da korrekt sein und dürfe das niemandem zeigen. Es klang sehr pflichtbewusst. Es dauerte wohl einen Tag lang, die Entwürfe verschwinden zu lassen, weil er sie bestimmt Stück für Stück in Sicherheit gebracht hat. Vielleicht hat er ein paar Mal nicht widerstehen können und, klackplonk, sanft auf eine Unebenheit gehämmert. Vielleicht grinste er sogar ein bisschen dabei. Auf jeden Fall wird er sich in seiner Einsiedelei auch bei diesem Besteck die nötige Zeit nehmen. Denn Deadlines sind für glückliche Momente tödlich. “

(Textcopyright, brandeins 03/2008)

Wie viele Fixpunkt, die gutes Kunsthandwerk ausmachen, werden hier im Vorbeigehen angesprochen.
Ein toller Text über einen der großen deutschen Silberschmiede und im Zusammenhang meine momentanen Schmuckausstellung nicht ohne Hintersinn;)

 

 

Schmuckwelten in Bonn…

Einladungskarte Schmucksommer im CRAFTkontor; (Copyright: Craftkontor, Rühmekorf)

Einladungskarte Schmucksommer im CRAFTkontor;
(Copyright: Craftkontor, Rühmekorf)

Es gibt keine Zufälle…
Ihr Bonner Sommer kann dem Schmuck gewidmet sein, denn im CRAFTkontor und im Landesmuseum widmen sich Ausstellungen dem Thema Schmuck.

Im Landesmuseum unter dem Titel „Evas Beauty-Case“, im CRAFTkontor unter der Überschrift „Schmucksommer“.

Schmuckfund römischer Zeit. Fotocopyright: Landesmuseum

Schmuckfund römischer Zeit.
Fotocopyright: Landesmuseum

Die Ausstellung im Landesmuseum vom 9.6. 2016 bis 22.1.2017 unternimmt eine Zeitreise durch die Jahrtausende von Schmuck und Schönheitspflege –

„Eine eigentümliche Faszination geht von Schmuck zu allen Zeiten aus. Edle Metalle und Steine sind kostbar und selten. Seit Jahrhunderten werden ihnen in allen Kulturen besondere, oft fast magische Eigenschaften zugewiesen. Über ihre Schönheit hinaus sind sie Verbindungsglied und Attribute der Götter, Heilmittel und Amulette aber auch Schönheitsmittel, Handels- und Beutegut, Beleg für wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen, Statussymbol und als Trachtbestandteil Ausdruck regionaler, herrschaftlicher und sozialer Identifikationen.

Die Schau spannt einen einzigartigen kultur- und epocheübergreifenden Bogen – von der Steinzeit bis in die Gegenwart; vom Bauplan der Natur über die wechselnden Schönheitsideale; von Edelsteinen als Schönheitsmittel, Handels- und Beutegut; von Schmuck, Frisur und Schminken als Statussymbol und als Ausdruck regionaler, herrschaftlicher und sozialer Identifikationen bis zum Schönheits- und Starkult der Gegenwart.“ (Textcopyright: Landesmuseum Bonn)

www.landesmuseum-bonn.lvr.de

Gudrun Arp, Federkollier, Hahnenfedern; Copyright: Gudrun Arp;

Gudrun Arp,
Federkollier, Hahnenfedern; Copyright: Gudrun Arp;

Das CRAFTkontor zeigt mit Arbeiten von 10 Schmuckgestalterinnen unterschiedliche Positionen aktueller Schmuckgestaltung.
Im Laufe der Menschheitsgeschichte wurden unentwegt neue Materialien entdeckt, neu kombiniert oder erfunden: Alles war und ist den Gestaltern schmucktauglich.
Ebenso vielfältig sind die Techniken der Gestaltung – auch hier fand durch die Jahrhunderte eine große Entwicklung statt und doch gibt es Formate, die sich wiederholen: der Ring, die Kette, der Anhänger,  der Armreif.

Theda K. Besser, Zweifingerring, Gold, Mondstein: Copyright: Theda Besser)

Theda K. Besser, Zweifingerring, Gold, Mondstein:
Copyright: Theda Besser)

Und doch hat jedes Jahrhundert neben der eigenen Mode auch eine eigenen Schmucksprache.
Tragbarer Schmuck des 20./21 Jahrhundert jetzt im CRAFTkontor.

Jana Graf, Ketten-Brosche; Corian, Kupfer; Copyright: Jana Graf;

Jana Graf, Ketten-Brosche;
Corian, Kupfer;
Copyright: Jana Graf;

Herzlich willkommen im CRAFTkontor zum Schmucksommer
ab FREITAG, 24. JUNI 2016.

 

 

 

 

Tipp: Die Magie der Zeichen auch in Köln…

Zur Vertiefung der Beschäftigung mit Kalligraphie, nachdem Sie vielleicht die Arbeiten der Bonner Meisterkalligraphin Ursula Werner hier im CRAFTkontor gesehen haben, empfehle ich eine aktuelle Ausstellung im Ostasiatischen Museum Köln.

Ursula Werner "Duft" Kalligraphie auf Papier und Pergament; Copyright: UrsulaWerner

Ursula Werner „Duft“
Kalligraphie auf Papier und Pergament;
Copyright: UrsulaWerner

„Die Ausstellung „Magie der Zeichen“ präsentiert zum ersten Mal chinesische Schriftkunstwerke aus drei Jahrtausenden und untersucht die vielfältigen Bedeutungsebenen von Kalligraphie und Schrift. Sie spannt einen Bogen von den frühesten Zeugnissen des 12. Jahrhundert v. Chr. bis zur zeitgenössischen Kunst.

Über 100 Werke renommierter Leihgeber, etwa der Bibliothèque Nationale de France, des Museum Rietberg Zürich oder der M+ Sigg Collection in Hong Kong werden in sechs Themengruppen vorgestellt. Die Objekte erzählen von Botschaften an den Himmel und von Machtdemonstrationen auf Erden, von religiöser Hingabe und individueller Ausdruckskraft. Mythische Kulturheroen und historische Persönlichkeiten, tugendhafte Beamte und aufmüpfige Exzentriker treten als Schreibkünstler auf. Von weinseligen Dichtertreffen und poetischen Naturerlebnissen wird die Rede sein, aber auch von der Rolle der Kalligraphie für die moralische Kultivierung und politische Propaganda in China.

„Meditation, Gestik, Selbstfindung, alles steckt in dieser Zeichenschrift, die eben keine Alphabet ist, sondern ein System, das die Systematik der Welt erschließt…“ (ZItateinschub: Thomas Kliemann, GA Feuilleton, 24.4.2016)

Die Ausstellung verdeutlicht den einzigartigen Stellenwert, den die  chinesische Schriftkultur bis heute in China besitzt. Sie zeigt aber auch ihre aktuelle Rezeption in der westlichen Kultur und der internationalen Kunstszene.

Die Schau wurde vom Museum Rietberg in Zürich konzipiert. Mit vereinzelten Abweichungen und in Ergänzung einiger bedeutender Werke aus dem Fundus des MOK ist sie in Köln bis 17.Juli zu sehen.“
(Copyright: Pressetext, Ostasiatisches Museum Köln)

Museum für Ostasiatische Kunst
Universitätsstraße 100
50674 Köln
www.museum-fuer-ostasiatische-Kunst.de

Der Weg des Pinsels…

Zweiter Schwerpunkt der aktuellen Ausstellung im CRAFTkontor, neben den Tierskulpturen in Rauchbrandkeramik von Ule Ewelt, sind die Kalligraphien der Bonner Künstlerin Ursula Werner.

Ursula Werner "Duft" Kalligraphie auf Papier und Pergament; Copyright: UrsulaWerner

Ursula Werner „Duft“
Kalligraphie auf Papier und Pergament;
Copyright: UrsulaWerner

Nach einer ersten Lebensphase als Lehrerin für Kunst und Philosophie, kam Ursula Werner durch eine Lebenskrise zur Kalligraphie.
1997 suchte Sie sich direkt in Japan/Kyoto in Eigeninitiative einen Kalligraphiemeister als Leher und studiert seitdem u.a. bei Seiun Takeuchi.

Seither war sie einige Male direkt in Japan, aber eigentlich funktioniert die Lehrer-Meisterschülerin-Beziehung über die Ferne:
Aufgaben werden vom Lehrer per Post gegeben und Ursula Werner arbeitet Wochen-Monatelang an der Perfektionierung der geforderten Buchstaben, ehe sie das in ihren Augen mögliche Ergebnis zurück nach Japan schickt.
Erwiedert wird diese Einsendung dann von der belobigten oder korrigierten Fassung des Meisters….usw., seit fast 20 Jahren.
Welch eine Konzentration und Selbstdisziplin ist dafür nötig!

Inzwischen hat sie durch die Qualität ihrer Arbeit schon eine Lehrerlaubnis bekommen, schon ehe sie den offiziellen Meistergrad erhalten hat. U.a. gibt sie die Kurse am ostasiatischen Museum in Köln.
Als eine der wenigen Europäer hat sie in der internen Rangfolge der Kalligraphen in Japan den bedeutenden 7. Dan erreicht: die Scala der Perfektion reicht von -7 bis+8!

„Eine schwarze Tuschespur, kraftvoll auf weißes Papier gesetzt, kann alles über das Leben verraten…
Inspiriert von der klassischen Kalligraphie (die sie bei ihrem Meister lernt) und von der Zenmalerei, pflegt Ursula Werner an der Schnittstelle von Schrift und Malerie (aber auch) die Kunst der energischen Pinselgeste.
Auf kleinem und auf riesigen Formaten hat sie die Farbe laufen lassen. Explosionsartig wie der Ausbruch eines impulsiven Verlangens.
Flutartig wie das Strömen eines unkontrollierten Wasserstrahls und einer kraftvollen Erregung. Oder flattrig wie das Flügelschlagen eines panischen Vogels.

Ursula Werner, Kalligraphie, o.T., Tische auf Papierbahn, 0,70 x 4,40m; Copyright: Ursula Werner

Ursula Werner,
Kalligraphie, o.T., Tusche auf Papierbahn, 0,70 x 4,40m;
Copyright: Ursula Werner

Unweigerlich kommen solche Assoziationen beim Blick auf die bewegten Pinselspuren, die von Ursula Werner mit größter Dynamik aufs Papier gebracht wurden. Ohne Zögern. Ohne kontrollierende Gedanken. Ohne die erzählerische Ablenkung figürlicher Motive.

Allein die namenlose Geste zeichnet aus der Bewegung heraus die Spur, aus der sich der kurze Moment einer wahren Empfindung ebenso ablesen läßt wie die Wahrheit, dass unser bewusstes Ich nichts ist gegenüber der Flüchtigkeit unbewußter Seelenkräfte.“ (Textzitat: Jürgen Kisters, Kölner Stadtanzeiger)

Oben gezeigte wundervolle Papierbahn ist das Herzstück der gezeigten Arbeiten der Bonnerin Ursula Werner. Daneben sind klasssische Schriftzeichen in kleinen Formaten, aber auch freie akstrakte Pinselspuren zu sehen. Hier faszinieren besonders die zweischichtigen Arbeiten, in denen sie eine Pinselspur auf zartem halbtransparenten Reispapier mit einer freien Farb-Tuschearbeit auf Bütten kombiniert, wodurch eine neue spannende Tiefe in den Arbeiten entsteht.

Die Arbeiten von Ursula Werner und die Keramiken von Ule Ewelt sind noch bis Ende Juni im CRAFTkontor zu sehen.
Am Sonntag, 22. Mai ist von 13 – 17 Uhr außer der Reihe geöffnet !
(Verkaufsoffener Sonntag in Bad Godesberg)

 

 

Ein wunderbarer Abend…

Ein herzlicher Dank an alle Besucher der Langen Galerienacht am vergangenen Freitag …
Uns 10 beteiligten Galerien war es wieder ein Vergnügen, für Sie Gastgeber zu sein und wir würden uns freuen, Sie auch im nächsten Jahr wieder zu einer Galerienacht begrüßen zu dürfen!

Whow, die Ersten von Ihnen kamen schon um kurz vor 18.00 Uhr und die Letzten konnte ich noch um kurz vor 24 Uhr begrüßen!

Ausstellungssituation "Rauchzeichen": Ziegenskulptur Ule Ewelt, Kalligraphie Ursula Werner; Foto: Craftkontor.

Ausstellungssituation „Rauchzeichen“:
Ziegenskulptur Ule Ewelt, Kalligraphie Ursula Werner;
Foto: Craftkontor.

Es war wieder eine tolle Stimmung – die Eröffnung der neuen Ausstellung „RAUCHZEICHEN“ ein voller Erfolg.
Die beiden Künstlerinnen Ule Ewelt (Keramiken) und Ursula Werner(Kalligraphie) waren sehr umlagert und standen mit Vergnügen Rede und Anwort.
Viele grüne und rote Punkt wurden geklebt und es wird mir eine Freude sein, zu sehen, wo die Arbeiten der Künstlerinnen ein neues Umfeld finden…

Ausstellung "Rauchzeichen"; Bison-Torso Ule Ewelt; Kalligraphie Ursula Werner; Foto: Craftkontor

Ausstellung „Rauchzeichen“;
Bison-Torso Ule Ewelt;
Kalligraphie Ursula Werner;
Foto: Craftkontor

Für alle Nicht-Nachtwandler ist die Ausstellung noch bis Ende Juni im CRAFTkontor zu sehen.

Herzlich willkommen!