Swimmingpool

Karte Swimmingpool 2019.indd

Die Sommerausstellung im CRAFTkontor lockt ab Freitag, 5. Juli 2019 nach Bad Godesberg.

Sommer, Licht, Wasser und leuchtende Farben
charakterisieren die Situation in und um einen Swimmingpool…
Erfrischend neues Design haben wir zu diesem Charakteristikum für Sie ausgewählt:Dieter Blefgen, Fischskulpturen, Keramik, Stahl. (Foto und Copyright: Blefgen)Dieter Blefgen, Fischskulpturen, Keramik, Stahl. (Foto und Copyright: Blefgen)

Fischskulpturen für den Garten von Dieter Blefgen (Sie kennen von ihm schon die schrägen Vögel…) und humorvolle Blumentöpfe von Petra de Jong-Berger,
deren „Haarkleid“ Sie durch Bepflanzung selbst bestimmen;Petra de Jong-Berger, Blumen-Köpfe, Keramik. (Foto und Copyright: de Jong-Berger)
Petra de Jong-Berger, Blumen-Köpfe, Keramik.
(Foto und Copyright: de Jong-Berger)

Auch Schmuck spielt wieder eine große Rolle: es gibt neuen farbigen Rocailleperlen-Schmuck von Susanne Gstettner und ihrem sakiba Projekt aus Wien. Ein sehr erfolgreiche Projekt, von der umtriebigen Gestalterin vor einigen Jahren in Togo gegründet, das Frauen durch die klassische Perlenhäkelei in neuem Design in Selbständigkeit und finanzielle Unabhängigkeit führt.SusanneGstettner/sakiba, Langkette Morse Alphabeth: LIEBE, Perlenhäkelei; (Foto und Copyright: GstettnerSusanneGstettner/sakiba, Langkette Morse Alphabeth: LIEBE, Perlenhäkelei; (Foto und Copyright: Gstettner)

Superleichte Broschen und Ohrhänger entdeckte ich im wunderbaren Laden von Raoul Circkens, dsign-Amsterdam: Floor Mommersteegs kultigen Nylonschmuck…Floor Mommersteg, Kollier "Cubes", Nylon; (Foto und Copyright: Mommersteeg)Floor Mommersteg, Kollier „Cubes“, Nylon;
(Foto und Copyright: Mommersteeg)

Auf dem europäischen KHW Markt in Aachen lockten mich die filigran geformten Schmuckteile aus Silberdraht und Lack von Ilona Nose aus Ljubeljana. Richtige Sommerträumchen…Irena Nose, Ohrhänger "Windmill", Silberdraht und Lack. (Foto und Copyright: Nose)Irena Nose, Ohrhänger „Windmill“, Silberdraht und Lack.
(Foto und Copyright: Nose)

Die Ihnen bekannte Kollektion des zarten Fischschmucks zum Kombinieren und Erweitern von Sabine Scheuble ist ebenfalls mit neuen Teilen vertreten.Sabine Scheuble, Fischschmuck, Silber, Gold; (Foto und Copyright: Scheuble)Sabine Scheuble, Fischschmuck, Silber, Gold; (Foto und Copyright: Scheuble)

Strandhäuser-Skulpturen liefert Elisabeth Stappert dazu und
es sind neue Glasfische von Heiner Düsterhaus eingeschwommen.

Überraschend sind die Handdrucke auf alten Seekarten von Hans-Hilmar Koch: sein Hauptmotiv Fisch wird durch aufgedruckte Worte und Textzeilen frech und neu…Hans Hilmar Koch, "fish you were here..." Handdruck auf alter Seekarte. (Foto und Copyright HH Koch )Hans Hilmar Koch, „fish you were here“ Handdruck auf alter Seekarte.
(Foto und Copyright HH Koch )

Wie immer alles zu 100% handmade!
Freuen Sie sich auf die Sommerfrische und spritzige Ideen aus dem Pool des CRAFTkontor! Herzlich willkommen…

Doppelbegabung !

Neben der Keramikerin Juliane Herden (siehe letzter Beitrag) ist die Hamburgerin Petra Klischat im Moment mit ihren Arbeiten im CRAFTkontor zu Gast.
Arbeiten, die den Besuchern/Innen der Galerie beim Anschauen ein Lächeln ins Gesicht zaubern: Sie ist einerseits die begabte Schneiderin von ungewöhnlich farbigen modernen Scherenschnitten und andererseits die Schöpferin von Filzfisch und Co., einer Riege humorvoller Wasser- und Luftgeschöpfe für Groß und Klein…Schaufenster vom CRAFTkontor mit farbigem Scherenschnitt und Filzviechern von Petra Klischat (Foto: Craftkontor)Schaufenster vom CRAFTkontor mit farbigem Scherenschnitt und Filzviechern von Petra Klischat (Foto: Craftkontor)

Fangen wir mit den Scherenschnitten an:
Sie entstehen in zwei Schritten. Zuerst malt sich Petra Klischat abstrakte Papierbögen. In der Farbigkeit und Überlagerung der transluzenten Farbschichten dieser Bögen mag man noch ihr Kunststudium unter anderem bei Gotthard Graubner  erkennen…
Die Scherenschnitte entstehen nun in der Konzentration auf diese Farbigkeit und den Pinselstrich dieser Bögen.Petra Klischat, Scherenschnitt "Zuhause", Tempera auf Papier, 2011. (Foto: P. Spengemann)

Petra Klischat, Scherenschnitt „Zuhause“, Tempera auf Papier, 2011. (Foto: P. Spengemann)

Wie beim „Wolkengucken“ assoziiert sie auf dem Papier Figuren und Formen, die dann Schritt für Schritt durch den Schnitt der Schere  freigelegt werden.
Das Papier hält sozusagen eine Geschichte verborgen…
Eine Vorzeichung dazu gibt es bei Petra Klischat nicht.
Farbigkeit, Gesichter, Kleiderstrukturen etc, sind durch das abstrakt bemalte Papier vorgegeben. Nichts wird nachträglich hineingezeichnet oder farbig ergänzt.
Was einmal abgeschnitten ist, wird nicht wieder angesetzt. UND: jeder Scherenschnitt wird aus einem einzigen Stück Papier zusammenhängend geschnitten!Petra Klischat, "Der Kuss", Scherenschnitt, 2011, Tempera auf Papier. (Foto:P. Spengemann)Petra Klischat, „Der Kuss“, Scherenschnitt, 2011, Tempera auf Papier. (Foto:P. Spengemann)

Meist arbeitet die Künstlerin an mehreren Papieren parallel zueinander, denn bis ein Scherenschnitt beendet ist, vergehen in der Regel mehrere Wochen…

Seit 1998 ist zu diesem Standbein der Scherenschnitte eine intensive Arbeit mit Filz dazu gekommen. Seitdem gestaltet sie textile Objekte voller Poesie und phantasievolle Figuren.Petra Klischat, eine Schachtel voller Filzviecher. (Foto:Craftkontor)Petra Klischat, eine Schachtel voller Filzviecher. (Foto:Craftkontor)

2013 wird Filzviech „ZACKI“ sogar kleiner Fernsehstar und spielt eine kurze, aber tragende Rolle in der Krimi-Serie „Bella Block- Angeklagt“Petra Klischat, Zacki, Filzviech, handgefilzt. (Foto:Craftkontor)Petra Klischat, Zacki, Filzviech, handgefilzt. (Foto:Craftkontor)

Hohl gefilzte Wassertiere oder massiv gefilzte Viecher sind für Kinder, aber auch Erwachsene humorvolle Lebensbegleiter.
Auch hier spielt Petra Klischat wunderbar mit der Mischung von Farben und Formen…Petra Klischat, Nixe mit Fischfreunden, handgefilzt, reine Wolle. (Foto:Klischat)
Petra Klischat, Nixe mit Fischfreunden, handgefilzt, reine Wolle. (Foto:Klischat)

Noch bis Ende Juni im CRAFTkontor.
Achtung: vom 27. Mai bis 3. Juni einschließlich kurze Galeriepause…

Juliane Herden – Porzellan

Nach dem Studium an der Kunsthochschule, der berühmten „Burg Giebichenstein“ in Halle an der Saale von 1999 bis 2006, einer spannenden Zeit voller Eindrücke und Außeinandersetzungen mit den verschiedensten Themen und Inhalten, ist Juliane Herden nun seit 11 Jahren im eigenen Atelier tätig.

Sie konzentriert sich auf das Thema „Gefäß“ und fühlt sich dadruch geerdet. Sie sieht diese Konzentration nicht als Einschränkung, sondern als Beruhigung.Juliane Herden, Gefäß- und Schalengruppe aus farbigen Porzellanstreifen gebaut; Porzellan. (Copyright u. Foto J. Herden)Juliane Herden, Gefäß- und Schalengruppe aus farbigen Porzellanstreifen gebaut; Porzellan. (Copyright u. Foto J. Herden)

Ihre tägliche Arbeit ist eine Auseinandersetzung mit Formen, Farben und Strukturen. Flächen werden erweitert, addiert, Farbigkeiten ausgelotet, Balancen gesucht zwischen Strenge und Leichtigkeit.

Ich arbeite mit einer Porzellangießmasse. Diese Grundmasse wird, versetzt mit verschiedenen keramischen Farbkörpern, gleichzeitig als Porzellanengobe von mir genutzt. Da meine Gefäße nur innen transparent glasiert werden – außen bleibt der geschliffene, pure Porzellanscherben – wirken Sie trotz aller Farbigkeit leicht mattiert.
Ich mag klare Farben, aber sie dürfen nicht laut sein, meine Gefäße sollen kein schrilles Kleid bekommen. Was man sieht, ist ihre Haut, kein Kleidungsstück.

Die Entscheidung für eine bestimmte Farbe fällt auch ganz am Anfang –
ich bemale keine fertige Form, sondern baue vielmehr meine Formen aus vorbereiteten farbigen Porzellanplatten.
Juliane Herden, Vasen/Gefäße aus farbigen Porzellanplatten gebaut; (Copyright u. Foto J. Herden)Juliane Herden, Vasen/Gefäße aus farbigen Porzellanplatten gebaut; Porzellan;
(Copyright u. Foto J. Herden)

Die flüssige Gießmasse wird auf Gipsplatten gegossen und mit einer zusätzlichen Porzellanengobenschicht versehen.
Die Gipsplatte zieht die Feuchtigkeit aus der Masse, das heißt nach einer Weile habe ich eine einseitig farbige Porzellanplatte, die fest genug ist, um zugeschnitten (z.B. in farbige Streifen), gerissen oder frei weiter verarbeitet werden zu können, gleichzeitig aber noch flexibel genug ist, um verformt zu werden (biegen in Zylinderform etc.)
Das Zeitfenster in dem ich die Platten verarbeiten kann, bevor sie zu trocken und brüchig werden, ist recht klein; ich muss also zügig arbeiten, spätere Korrekturen sind nicht möglich.
Korrektur erfolgt also eigentlich nur durch die Veränderung am nächsten Gefäß, dann am nächsten und so fort.
Ich würde sagen, dass ich eher intuitiv arbeite, beim konkreten Aufbau der Form vertraue ich Hand und Bauch. Auge und Kopf sind danach gefragt – ist das stimmig was da steht? Was stimmt nicht? Was kommt in den Ofen, was wird wieder „eingestampft“…
Juliane Herden, Vasen/Gefäße mit gerissenen, gebauten, farbigen Rändern; Porzellan; (Copyright u. Foto: J. Herden)Juliane Herden, Vasen/Gefäße mit gerissenen, gebauten, farbigen Rändern; Porzellan; (Copyright u. Foto: J. Herden)

Schon im Werkstattregal, aber auch am Marktstand oder in der Galerie neige ich dazu meine Gefäße zu Gruppen zu stellen, mindestens Paare, gern auch Dreier- Vierergruppen. Ich mag das Bezugnehmen aufeinander, die Spannungen und Harmonien die so entstehen.

Ich denke schon, dass man bei mir von einem Arbeiten in Serien sprechen kann. Nicht im Sinne von seriell wiederholten Dingen, man könnte eher sagen, es gibt eine Anzahl Themen die ich mit verschiedenen Gefäßen umkreise und versuche einzufangen.

Unter Thema verstehe ich hier grundsätzlich formale Dinge, also verschiedene Aufbautechniken, Entscheidungen für bestimmte Farbräume und Klänge.

Skizzen mache ich eigentlich kaum. Es gibt auch nicht das endlose Grübeln und Brüten über dem leeren Arbeitsplatz bis dann plötzlich eine neue zündende Idee, perfekt im Kopf entstanden ist.
Eher ist das ein ständig mäandernder Arbeitspfad mit zahlreichen Abzweigungen, Haupt- und Nebenstraßen, natürlich leider auch Sackgassen…

Ich habe ein Gefäß im Regal stehen, mit dem ich eigentlich zufrieden bin, aber: vielleicht könnte man das größer machen, die Proportionen zueinander ändern, vielleicht doch eine geschlossenere, entschiedenere Form, vielleicht doch ein offenerer Abschluss, ein anderer Farbklang, eine klare Entscheidung für Schwarz/Weiß u.s.w.

Das Problem ist für mich nicht die Ideenfindung, sondern die Entscheidung und Konzentration auf einen Abzweig und das Verschieben oder Unterlassen anderer.

Wenn die Entscheidung für ein bestimmtes Thema gefallen ist, also bspw. die Kombination verschiedener monochromer Farbflächen in verschiedenen Grautönen zu relativ, klaren, geometrischen Gefäßen , arbeite ich meist mehrere Tagen daran.
Nach ein paar Wochen und dem nächsten Brand mit neuen Ergebnissen, kommt wieder ein Schwung Gefäße zu diesem Thema in dann leicht veränderter Form.

So verändern sich die Themen meiner Arbeit unmerklich aber unablässig. Motor ist nicht eigentlich die Idee sondern das Arbeiten und Probieren an sich.“
(Zitat Juliane Herden)

Dieser Einblick in die doch komplexe Arbeitswelt der Keramikerin macht deutlich, wie intensiv sie sich mit dem Thema „Vase“, „Gefäß“ auseinandersetzt.
Sie mag das Endprodukt als Kunstobjekt , aber besonders auch die Nutzbarkeit, die Funktion:
„Ich mag beide Aspekte und glaube und hoffe, dass sie sich nicht gegenseitig ausschließen. Die Kategorie Kunst ist ein großes Kompliment, über das ich mich natürlich sehr freue, letztlich kann ich daruas schließen, dass den Arbeiten ein Durchdacht sein zugestanden wird, dass sie für sich allein bestehen läßt.
Andererseits finde ich den Gedanken reizvoll, dass jemand mit meinen Arbeiten in ein gespräch tritt, es in seine persönliche Welt einläßt, nutz und im Falle einer Vase erweitert durch ein Hinzutun von Form und Farbe – nichts anderes sind Blumen ja. In diese Sinne wohnt Gefäßen eine Sinnhaftigkeit und ein Kommunikationswille inne, den ich liebe.“ (Zitat Juliane Herden)Juliane Herden, Vase als Objekt oder als Vase, farbige Porzellanplatten, gebaut; Porzellan (Copyright u. Foto: J. Herden)Juliane Herden, Gefäß als Objekt oder als Vase, farbige Porzellanplatten, gebaut; Porzellan (Copyright u. Foto: J. Herden)

Das Craftkontor versammelt in der aktuellen Ausstellung einen schönen Überblick über mehrere Serienentwicklungen Vase/Gefäß und eine Reihe schöner Trinkbecher von Juliane Herden.Juliane Herden, Bechergruppe, Porzellan, farbige Engoben; (Copyright u. Foto: Herden)Juliane Herden, Bechergruppe, Porzellan, farbige Engoben; (Copyright u. Foto: Herden)

Herzlich willkommen. Ausstellung Bruch – Riss – Schnitt bis Ende Juni.

Achtung: Vom 27. Mai bis 3. Mai 2019 einschließlich geschlossen!

Neugierig ?

Die nächste, die 7. Nacht der Galerien in Bonn-BAD GODESBERG steht nach den Osterferien vor der Tür:Brückenschlag: Das Banner der 7. Nacht der Galerien in Bonn-BAD GODESBERG (Foto:Laue)Brückenschlag: Das Banner der 7. Nacht der Galerien in Bonn-
BAD GODESBERG (Foto:Laue)

Es wird wieder spannend: zusammen mit den 9 anderen Galeriekollegen-innen
haben wir unsere Stärken gebündelt und zeigen neue Ausstellungen, die unsere Positionen verdeutlichen…

Hier im CRAFTkontor, Ihrer Galerie für Kunsthandwerk und Design, eröffnen wir traditionell in dieser Nacht eine neue Ausstellung:Einladungskarte zur neuen Ausstellung im CRAFTkontorEinladungskarte zur neuen Ausstellung im CRAFTkontor

„Bruch – Riss – Schnitt“  unter diesem Titel vereinen wir die spannenden farbigen Scherenschnitte der Hamburgerin Petra Klischat und die keramischen Arbeiten der Wahlberlinerin Juliane Herden.

Am Abend des 3. Mai ist es soweit!
Seien Sie neugierig und herzlich willkommen!

Doch vorher noch schöne Ostertage und vielleicht einen kleinen Urlaub…!

Frühlingserwachen…

Nicht nur die ankommenden Vögel (siehe letzter Beitrag) und ihr Gezwitscher, sondern auch die ersten Blüten zeugen vom Frühlingserwachen…

Zeit, sich einmal ganz wunderbare Vasen/Gefäße  von Barbara Reiter anzuschauen:
Die Besonderheit ist die aparte Kombination von zarten Blüten – und Rispendarstellungen auf der Oberfläche und Zeilen aus Frühlingsgedichten, z.B.:
„Nicht müde werden
sondern dem Wunder leise
wie ein Vogel
die Hand hinhalten“Barbara Reiter, Vase/Gefäß, Keramik; (Copyright +Foto: Reiter)Barbara Reiter, Vase/Gefäß, Keramik; (Copyright +Foto: Reiter)

Für ein modern eingerichtetes Interieur in Grau glasiert, von großer Schlichtheit auch die leicht ovalen Formen, in denen man ganz wunderbar unsymetrische Sträuße platzieren kann, die man aber auch mit einem üppigen Tulpenstrauß füllen könnte. Oben sind es zarte Kängurupfoten…Barbara Reiter, Vase/Gefäß, Keramik; (Copyright+Foto: Reiter)Barbara Reiter, Vase/Gefäß, Keramik; (Copyright+Foto: Reiter)

Auch als Pflanzgefäß sind die Objekte von Barbara Reiter nutzbar, gerade jetzt, wo wir uns auch häufig Zwiebelpflanzen ins Haus holen…
Hier lauten die Zeilen:
„Die Luft ein Archipel von Duftinseln
Schwaen von Lindenblüten und sonnigem Heu
süß vertraut, stehen und warten auf mich
Wolken von Zärtlichkeit
fangen mich ein
Und das Glück beißt
seinen kleinen Zahn in mein Herz“

Wunderschön !Barbara Reiter, Vase/Gefäß, Keramik; (Copyright+Foto: Reiter)Barbara Reiter, Vase/Gefäß, Keramik; (Copyright+Foto: Reiter)

Hier einmal der Blick mehr auf die Darstellung der Wiesendolde auf dem Gefäß…Man kann sich gut vorstellen, das die Vase auch leer eine Augenweide auf dem Sideboard ist…

Jetzt und bis Ende April im CRAFTkontor, so lange der Vorrat reicht 😉

 

Alle Vögel sind schon da…

Während uns draußen noch die Kälte beeinträchtigt, birgt der Februar die Lust auf Farbe und frühlingshafte Dekoration.
Auch wenn die Vogelzüge noch am Himmel auf sich warten lassen, im CRAFTkontor haben sie sich schon niedergelassen…
Gutes Kunsthandwerk findet sich ja auch in kleinen Dingen zum Verschenken und Dekorieren.
Zu Gast sind die wundervollen geschnitzen Holzvögel von Kalman Incze aus Ungarn, die Holz/Filzvögel des Frauenduos Claudia Philipp und Catherine Gschwind, die Spatzen der Glasbläserin Barbara von Ebner Eschenbach und die Vogelbilder von Mirco Götz.

Schwanzmeise, Amsel, Zaunkönig und verschiedene Arten von Wasservögeln hat Kalman Incze im Paket geschickt.Kalman Incze, Winteramsel, Nussbaumholz, handgeschnitzt; (Foto: K.Incze)
Kalman Incze, Winteramsel, Nussbaumholz, handgeschnitzt; (Foto: K.Incze)

Er schnitzt so perfekt, das man die Art des Vogels direkt erkennen kann – zauberhaft! Kalman bezeichnet sich selbst als „madardalfarago“, was etwa Vogelzwitscher-Schnitzer heißt. Und das Ganze aus heimischen Hölzern: Buchsbaum, Nussbaum, Birnbaum…Fensterdekoration Ausstellung "Vogelfluglinie" mit Holzvögeln von Kalman Incze. (Foto: CRAFTkontor)Fensterdekoration Ausstellung „Vogelfluglinie“ mit Holzvögeln von Kalman Incze. (Foto: CRAFTkontor)

Wie schön man diese Vögel neben einem Bumenstrauss dekorieren kann…

Das gilt auch für die gesägten, bemalten und umfilzten Vögel von Claudia Philipp und Catherine Gschwind. Die eine ist für die Gestalt und die artengerechte Farbe zuständig, die andere umfilzt das Holz mit warmen „Pullöverchen“, die das Federkleid andeuten…Claudia Philipp, Catherine Gschwind, Spatz, Holz, Farbe und Filz; (Foto: CRAFTkontor)Claudia Philipp, Catherine Gschwind, Spatz, Holz, Farbe und Filz;
(Foto: CRAFTkontor)Dekoration im CRAFTkontor mit Holz/Filz Amsel und Acrylgemälde eines Vogels von Mirco Götz; (Foto: CRAFTkontor)Dekoration im CRAFTkontor mit Holz/Filz Amsel und Acrylgemälde eines Vogels von Mirco Götz; Porzellangefäße von Martina Sigmund-Servetti, Schmuck von Ossi Oswald; (Foto: CRAFTkontor)

Neben noch eher winterlichen Vogelmotiven wie oben, zeigt Mirco Götz aus Bremen auf seinen Acrylbildern auch Vogelimpressionen mit viel Licht und Farbe – sehr dekorative Bilder !Mirko Götz, "Kolheköpfchen" Acryl auf Leinwand; (Foto: CRAFTkontor)Mirco Götz, „Kolheköpfchen“ Acryl auf Leinwand; (Foto: CRAFTkontor)

Und ganz viel Farbe bringen die kleinen Glasspätzchen von Barbara von Ebner Eschenbach ins Haus: Farbglas und Klarglas zusammen mit der Glaspfeife zu einem lustigen pummeligen Vögelchen geformt: das sind hübsche Frühlingsboten im Haus und als Geschenk…Dekoration im CRAFTkontor mit Glasvögeln von B. von Ebner-Eschenbach, Glasobjekt von Frank Meurer und Glaskette von Inge Kern; (Foto: CRAFTkontor)Dekoration im CRAFTkontor mit Glasvögeln von B. von Ebner-Eschenbach, Glasobjekt von Frank Meurer und Glaskette von Inge Kern;
(Foto: CRAFTkontor)

Bekommen Sie nicht Lust, ein paar Vögel bei sich einfliegen zu lassen ?
Herzlich willkommen!

 

Das Jahr 1 nach dem 10jährigen…

Und weiter gehts: handgemacht, phantasievoll, außergewöhnlich…
Neues von schon vorgestellten Kunsthandwerkern und die Entdeckung noch unbekannter Ateliers und Werkstätten steht an…

Es wird wieder 4 Ausstellungen im Jahr geben und auch wieder die tolle „Lange Galerienacht“ in Bad Godesberg,
dieses Jahr am FREITAG, 3. MAI.
SAVE THE DATE…!

Wir beginnen dekorativ auf den Spuren des Frühlings und folgen der:Einladungskarte "Vogelfluglinie" (Copyright: Rühmekorf/Portsteffen)Einladungskarte „Vogelfluglinie“ (Copyright: Rühmekorf/Portsteffen)

…Die Bänke stehen wartend da,
die Gräser wiegen her und hin,
und manchmal scheint der Himmel nah,
und lange Vogelschwärme ziehn….“
(Mascha Kaleko)

Herzlich willkommen zur Frühlingsausstellung im CRAFTkontor ab DONNERSTAG, 7. Februar 2019

Season Greetings

Catherine Bernaisch, Fiberglasschale mit LED festlich beleuchtet;

Catherine Bernaisch, Fiberglasschale mit LED festlich beleuchtet;

Herzlicher Gruß an Sie !

Das Jahr neigt sich dem Ende – ein Endspurt wie in jedem Jahr, der kaum Zeit zu Muße läßt…

Ein gut gefülltes Jahr – schöne Begegnungen und daraus resultierende gute Ausstellungen für das CRAFTkontor – das Jahr des 10 jährigen Jubiläums.

Ein dickes Danke Schön daher an alle Mitausstellenden und Mithelfer dieses Jahres: für gute Zusammenarbeit und schön gestaltete Objekte – für Anregungen und Inspiration – für Wertschätzung und Zuspruch…

Denn wir alles wissen, neben den „Lautsprechern“ der Mode, des preiswert, preiswert und des schnellen Konsums, ist das Handgemachte, das Kunsthandwerk ein „Leisesprecher“, nichts desto weniger bedeutsamer und wichtiger als je zuvor.

Alle sprechen von Recourcenschonung, Regionalität, Langlebigkeit und Wertigkeit – von guter nachhaltiger Gestaltung ganz abgesehen, doch richten sie sich danach ?
– wir alle wissen, das es nicht einfach ist, in unserem Metier…

Aber 10 Jahre daran zu arbeiten sind ein Erfolg und auch ein Grund dankbar zu sein, dankbar Ihnen, den Kunden/innen, die mitgehen, mitdenken und in ihrer Individualität Freude machen…

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und uns allen schöne ruhige Festtage
und einen guten Weg in ein erfolgreiches  neues Jahr 2019 !

Ihre Anngret Portsteffen

Die 10. Wunderkammer…

Da das Jahr diesmal nahtlos von Spätsommer (vergangene Woche hier im Rheinland noch 20 Grad) auf Winter schaltet, kommt die Weihnachstzeit noch plötzlicher als sonst…
Nach der erfolgreichen Schau zum 10jährigen CRAFTkontor Jubiläum mit den wunderbaren Arbeiten von Karin Bablick, Frieda Dörfer und Sundari Arlt im September, ist die Galerie nun komplett zu einer Wunderkammer kunsthandwerklich gestalteter kleiner und großer Schätze umdekoriert worden. Welche schöne Fülle!

Einladungskarte WunderkammerEinladungskarte Wunderkammer

Pakete quer aus der Republik sind in den vergangenen Tagen eingetroffen und bargen neuen u.a. wunderbaren handgemachten Schmuck und zeitlose Dekorationsobjekte.
Es gibt endlich wieder die Fiberglasschalen von Ch. Bernaisch, für den Winter in Rot, Silber mit Gold und Gold mit Silber und in verschiedenen Formen…Catherine Bernaisch, Schale "Krönchen", Fiberglas, Blattmetalle;Catherine Bernaisch, Schale „Krönchen“, Fiberglas, Blattmetalle;

Das Erzgebirge schickt moderne „Armleuchter “ und Figurinen zum Dekorieren, die fast an das Triadische Ballett des Bauhauses erinnern – ein Set von 7 Figuren aus je 4 Bauteilen, aus denen man über 800 Figurenvariationen bauen könnte…

Jens Burkhardt, "Armleuchter", Buchenholz;
Jens Burkhardt, „Armleuchter“, Buchenholz;

Jens Burkhardt, Stereotypen, Holzfigurinen zum Bauen;Jens Burkhardt, Stereotypen, Holzfigurinen zum Bauen;

Individualität und Könnerschaft prägen wie immer die Auswahl der Künstler.
So auch bei bei der Münchnerin Karla Schabert, deren Schmuckserie sich klassische Formen vor nimmt und durch das feinste Umhäkeln mit Baumwollgarn in Richtung Moderne transformiert.

Karla Schabert, Ohrring, Häkelserie, Baumwolle, Perlen;Karla Schabert, Ohrring, Häkelserie, Baumwolle, Perlen;

Von ihrer neuen Serie sind schöne Variationen zur Auswahl.
Weiterhin finden Sie Edelsteinschmuck von Stefanie Dingel, faszinierend leichten Papierschmuck von Ossi Oswald und natürlich den beliebten Glasperlenschmuck von Inge Kern.

Herzlich willkommen in der Wunderkammer CRAFTkontor !

 

Frieda Dörfer: Staatspreisträgerin !

Ganz herzliche Gratulation an Frieda Dörfer zum Staatspreis des Landes Baden-Württemberg für Nachwuchskunsthandwerker, den Sie vor einigen Tagen frisch überreicht bekommen hat.
Da hat das CRAFTkontor wieder einen guten Riecher gehabt, denn diese gute junge Goldschmiedin ist im Moment der dritte Part der aktuellen Jubiläumsausstellung, neben Karin Bablok und Sundari Arlt, die ich schon in den voran gegangenen Beiträgen vorgestellt habe…Frieda Dörfer, Ei-Brosche, Messing, vergoldet, guillochiert; (Foto: David Gabriel Fischer)
Frieda Dörfer, Ei-Brosche, Messing, vergoldet, guillochiert;
(Foto: David Gabriel Fischer)

Frieda Dörfer hat in Pforzheim ihre Ausbildung gemacht und hier auch die besondere Technik gelernt, die ihre Arbeiten ausmacht; das Guillochieren.

„Das Guillochieren ist eine halbmechanische Graviertechnik, die zur Oberflächengestaltung von Schmuckstücken, Uhren oder „Taschengebrauchsartikeln“ verwendet wurde.

Ein Kooperationsprojekt der Hochschule in Pforzheim, dem Kreativzentrum EMMA und der Stiftug Deutsches Technikmuseum, Berlin, ursprünglich gepant als Aufbau einer detaillierten Datenbank für die Weitergabe von tradiertem Wissen, ist heute ein lebendiges Projekt, in dem pensonierte Meister ihres Fachs in der Schmuckindustrie manufakturelle Fertigungstechniken, die fast am aussterben sind, an junge Gestalter weitergeben: hierzu gehört das Guillochieren.Alter Meister und junge Meisterin beim Betrachten einer guillochierten Platte...Alter Meister und junge Meisterin beim Betrachten einer guillochierten Platte…

Das Guilloche besticht durch seine regelmäßigen und hoch glänzenden Linienmuster, die man von Zigarettenetuis und Feuerzeugen, Fabergé-Eiern, Zifferblättern und Pillendöschen kennt.
Man kann das Guilloche als Herausforderung betrachten, da es oft eine Gratwanderung ist, ob das Guilloche dem Werkstück das entscheidende Etwas gibt oder ob es mit der ganzen Ornamentierung „erstickt“ wird.
Frieda Dörfer, Halsschmuck, Messing, vergoldet, guillochiert; (Foto: Nicolas Polli)Frieda Dörfer, Halsschmuck, Messing, vergoldet, guillochiert;
(Foto: Nicolas Polli)

Die Rundzug-Guillochiermaschine ist eine technische Errungenschaft des 17. Jahrhunderts, die aus einer Kunstdrechselbank für Holz entwickelt wurde. Auf dem gleichen Prinzip wie der Rundzug dort, basiert auch der Geradzug hier. Bei ihm wird das Werkstück in einer Spannvorrichtung fixiert, die von einer Feder an die seitlich befindliche Patrone gedrückt und mittels einer Handkurbel in eine zusätzliche vertikale Abwärtsbewegung gebracht wird.
An der Spannvorrichtung ist ein Patronentouch (Abtaststift) angebracht, der das Profil der Patrone abtastet und dadurch das Werkstück in eine schaukelnde Wellen- oder Zickzackbewegung versetzt. Die Bewegung hängt von dem jeweiligen Muster der Patrone ab.
Zeitgleich wird der auf einem Schlitten (Führungsschiene) laufende Stichel mit dem rechten Daumen an das Werkstück gedrückt.
Durch das Drehen der Handkurbel mit der linken Hand wird das Werkstück an dem Stichel entlanggezogen.
Wie beim Holzhobeln entsteht jedes Mal ein Span und etwas Material wird abgetragen.
Die guillochierte Linie allerdings bekommt durch die zwei hochglanzpolierten Stichelfacetten eine besondere Lichtreflexion.
Um die nächste Linie zu schneiden, wird der Stichel versetzt (Transport). Der gleichbleibende Abstand zwischen den Linien und die konstante Eindringtiefe des Stichels in das Edelmetall sind entscheidend für ein regelmäßiges Bild ohne „Schatten“.
Frieda Dörfer an der Guillochier-MaschineFrieda Dörfer an der Guillochier-Maschine

Die Arbeitsweise ist geradezu meditativ. Jede der unzähligen Linien muss mit großer Aufmerksamkeit und höchst konzentriert ausgeführt werden. Es sind immer und immer wieder die gleichen Handgriffe in einer festen Reihenfolge erforderlich.
S
obald man nur eine Kleinigkeit schrittweise ändert, verändert sich auch das Ornament. Wenn es unbedacht passiert, ist das Muster gestört und die ganze Arbeit umsonst.

Das Aufkommen der Einwegfeuerzeuge, -Zigarettenschachteln und -Kugelschreiber in den 1980er Jahren beendete den Boom von guillochierten Produkten und die Technik überlebte nur knapp.
Im hochpreisigen Schmuck- und Uhrensegment, sowie in zeitgenössischem Schmuck und Kleinserien feiert das Guilloche allerdings heute ein Revival.

Selbst das komplexeste Guillochemuster hat seinen Ursprung in simplen Wellen-, Faden-, oder Zickzack, die unendlich variiert werden können.

Anfang des 19. Jahrhunderts kam ein weiteres Anwendungsgebiet hinzu: Die guillochierten Muster wurden verwendet, um Druckplatten für Wertpapiere fälschungssicher zu machen.

Die erstaunliche Regelmäßigkeit der Ornamente wird zum Einen durch den klar definierten Abstand von einer Linie zur nächsten erreicht und zum anderen durch eine streng eingehaltene Abfolge von Handgriffen, die durch Hebel und Schrauben den Verzug oder Versatz hervorbringen. Die Linien stehen stets entweder konzentrisch zum Mittelpunkt, senkrecht-parallel oder strahlenförmig zum Mittelpunkt eines Kreises zueinander. Freihand könnte man diese symmetrische Perfektion schwerlich gravieren.Die Variationsbandbreite der Muster entsteht aus unterschiedlichen Einstellungen und Kombinationen von z.B. Faden- Wellen- oder Zickzack-Linien, die wiederum durch entsprechende Einstellungen immer anders aussehen können.

Eine unendliche Spielwiese. „(FRIEDA DÖRFER)Frieda Dörfer, Halsschmuck am Modell; (Foto: Final Residenz Magazin)Frieda Dörfer, Halsschmuck am Modell; (Foto: Final Residenz Magazin)

Frieda Dörfers Arbeiten machen daraus ein faszinierendes Zusammenspiel einer tradierten Technik mit modern gestalteten Schmuckobjekten.
Ihre dreidimensionalen Faltobjekte, ob Halsschmuck oder Brosche nutzen die Liniengestaltung und das Licht- und Schattenspiel zur Betonung der Dreidimensionalität. Sie sind nicht reiner Dekor, sondern umspielen bzw. definieren die Formfindung.

Moderne und Tradition faszinierend verbunden…
Noch bis 10. November zu sehen im CRAFTkontor.