Keramikerin Susanne Altzweig im Film

Spannend und kurzweilig ist die Sendefolge „Handwerkskunst“ vom SWR.
Letzte Woche beobachtete das Filmteam Susanne Altzweig in ihrer Werkstatt bei der Erstellung eines Kaffeeservice-Sets.Susanne Altzeig, Geschirrserie Rosen, Keramik; (Copyright: Altzweig - Foto: Alzey)Susanne Altzeig, Geschirrserie Rosen, Keramik; (Copyright: Altzweig – Foto: Alzey)

Jeder Schritt dieser anspruchsvollen mehrtägigen Arbeit, um ein individuelles Service zu gestalten, wird verfolgt.
Die Besonderheit der Altzweigkeramik, die freie malerische Farbigkeit setzt den I-Punkt.

Wenn Sie es nicht gesehen haben: hier ist der lohnende Link zur Mediathek…

http://www.ardmediathek.de/tv/Im-S%C3%BCdwesten/Handwerkskunst-Wie-man-ein-Kaffeeservic/SWR-Fernsehen/Video?bcastId=27081432&documentId=46832702

Die Leidenschaft und die fast selbstverständliche Könnerschaft Susanne Altzweigs wird im Film deutlich – Handwerkskunst – wie schön ist es, im Alltag solch Handgemachtes zu benutzen, das Besondere in jedem Teil zu erkennen – gesteigerter Genuss !

Besondere Vasenobjekte und Schalen von Susanne Altzweig konnten Sie schon vor einigen Jahren hier im CRAFTkontor bewundern…

Hier war die Reliefierung und die subtile Farbigkeit Thema….
Sicher werde ich diese geschätzte Keramikerin wieder Mal in einer weiteren Ausstellung zeigen….SusanneAltzweig1-VasenensembleSusanne Altzweig, Vasengruppe, Keramik, (Foto+Copyright: Altzweig)

Paarweise…. Gefäßkeramik…

Im Frühsommer besuchte ich ein Keramikatelier ganz im Norden Deutschlands, um das Ehepaar Lerch zur Ausstellung „Rabenschwarz“ zu verlocken, mir ein paar ihrer wunderbaren Arbeiten zu senden.
Dort in Bünsdorf Richtung Eckernförde haben Sie in ihrem Haus Leben und Arbeiten zusammengefügt. Schön dort zu schauen….
„Inke und Uwe Lerch zählen zu den auch international beachteten, im keramischen Metier tätigen Kunsthandwerkern, die auf eine fast dreißigjährige Erfahrung zurückblicken können. – (Gerade in diesem Jahr hatten sie zu ihrem 70. und 75. Geburtstag ein delikate Doppelausstellung in Berlin.)Inke Lerch, Gefäß, Porzellan; (Copyright: Lerch)Inke Lerch, Gefäß, Porzellan; (Copyright: Lerch)Uwe Lerch, Gefäß, Keramik; (Copyright: Lerch)Uwe Lerch, Gefäß, Keramik; (Copyright: Lerch)

Dabei verwirklicht jeder der beiden Ehepartner seine eigenen Ideen und stellt seine Gefäße vom Drehen übers Abdrehen bis zum Dekorieren und Glasieren selbst her; die komplexe, künstlerische Tätigkeit gestattet keine Arbeitsteilung.
Ihre unterschiedlichen Grundauffassungen vom Gefäß, ihre Gestaltungsprinzipien und -vorlieben kommen so in den Werken voll zum Ausdruck….

Inke und Uwe Lerch betrachten das Gefäß als eine gestalterische Aufgabe, die seit Menschengedenken ein Bestandteil des Lebens ist und für die auch weiterhin Lösungen zu finden sich lohnt. …Sie stellen sich dabei zusätzlichen Herausforderungen, wenn sie Körper gestalten, die die Funktion von Gefäß erfüllen oder oft stark gewölbte Gefäßoberflächen mit Flächendekoren in Einklang bringen ….“(Textzitat Dr. Karin Heise)

„Inke Lerch bevorzugt als Material feines Porzellan oder Steinzeug. Die Oberfläche behandelt sie mit gefärbten Porzellanengoben.
Das äußerst zeitaufwändige, fast schon meditative Prozedere erfordert höchste Geschicklichkeit und Sorgfalt.
Die mit perspektivischen Dekoren überzogenen Gefäße weisen reizvolle Kontraste zwischen gekrümmter Grundform und illusionistischer Malerei auf….“
(Die mit mathematischer Präzision berechneten Dekore sind perfekte Ritz- und Spritzarbeit – klassisch und modern zugleich und unverwechselbar Inke Lerch.)Inke Lerch, Free Form, Porzellan; (Copyright: Lerch)Inke Lerch, Free Form, Porzellan; (Copyright: Lerch)

Uwe Lerch fasst das Gefäß überwiegend als Plastik auf. Seine aus Steinzeug gedrehten Objekte haben strenge Formen und klare Konturen. (Seine Formen werden durch zum Teil friesartige Ritzdekore unterstrichen.)…“
(Textzitat Dr. Maren Jürgensen) Uwe Lerch, Geritzter Zylinder, Keramik; (Copyright: Lerch)

 

 

 

Uwe Lerch, Geritzter Zylinder, Keramik; (Copyright: Lerch)

 

In der Herbstausstellung im CRAFTkontor vertreten die Lerchs eine klassische Position der heutigen Keramik: in sich ruhend und doch Aufsehen erregend.
Sie sind mit vielen ihrer Werke in den bedeutenden Keramiksammlungen und-Museen vertreten.

 

„Schwarz sticht alles…“ (Coco Chanel)

Herbstzeit – es wird früher dunkel und auch die Mode widmet sich wieder dem beständigen Lieblingston der Winter-Saison, dem SCHWARZ.
Auch in Kunst und Kunsthandwerk ist Schwarz ständig präsent: nimmt sich zurück und betont gleichzeitig Graphik, Form und Haptik der Objekte…

Sie sehen schon, die neue Ausstellung im CRAFTkontor widmet sich ebenfalls dem Schwarz… Titel: RABENSCHWARZ.Rabenschwarz.indd
RABENSCHWARZ ist das tiefste Schwarz und wir verbinden es mit dem Thema der Raben, einem der Intelligentesten der Vögel.

Neben den Rabenskulpturen von Ule Ewelt (ich erinnere an die sooo erfolgreiche Ausstellung ihrer Tierskulpturen im Mai 2017) und demnächst auch von Andreas Hinder, sind die kommunikativen Vögel durch Zeichnungen von Karen Meunier und Irmgard Hofmann vertreten.Karen Meunier, Rabe, Zeichnung;Karen Meunier, Rabe, Zeichnung; (Copyright: Meunier)Irmgard Hofmann, Abramelin, Zeichnung Tusche; (Copyright: Hofmann)Irmgard Hofmann, Abramelin, Zeichnung Tusche; (Copyright: Hofmann)

In einer Zeit, in der es uns zieht, jede noch verbliebene leuchtende Blüte ins Haus zu holen, sind natürlich auch Vasen ein Schwerpunkt:
Die Keramikerin Tanja Möwis aus Bremen ist mit einer wunderbaren Gruppe zu Gast.
Ebenfalls von ihr ist ein Schalen- Becherset mit Teekanne…Tanja Möwis, Vasen und Becher im Galerieregal, Keramik; (Copyright: Möwis, Portsteffen)Tanja Möwis, Vasen und Becher im Galerieregal, Keramik; (Copyright: Möwis, Portsteffen)

Tee und Kekse sind auch die Dinge, die für die schönen Schalen von Martina Sigmund-Servetti gedacht sind: zart aber widerstandsfähig aus schwarz/weiß marmoriertem Porzellan gedreht….Martina Sigmund-Servetti, Schalen, marmoriertes Porzellan; (Copyright: Servetti, Portsteffen)Martina Sigmund-Servetti, Schalen, marmoriertes Porzellan; (Copyright: Servetti, Portsteffen)

Die Zusammenstellung zum Thema „Rabenschwarz“ im CRAFTkontor läuft bis Mitte November und in dieser Zeit werde ich Ihnen auch ein paar weitere Protagonisten der Ausstellung vorstellen.

 

 

Heimat shoppen !

Am Wochenende veranstalten die Einzelhändler NRWs zum erneuten Mal die Aktion: HEIMAT SHOPPEN…HeimatShoppenIMG_0104

Eine wichtige Initiative, die die Stärken des lokalen Handels in den Städten und Dörfern stärken will:
– warum beim großen Internmetversender bestellen, wenn der nette Buchhändler im Ort das Buch auch über Nacht bestellt ?
(Ich empfehle Ihnen dazu gern diesen Artikel :
http://www.monde-diplomatique.de/pm/2013/11/08/a0001.text)
– warum Obst aus Übersee im Discounter kaufen, wenn wir doch die Obst- und Gemüsegegend, das Vorgebirge, mit frischen regionalen, wenn nicht gar biologisch angebeuten Erzeugnissen vor der Tür haben UND wie schön ist ein Erlebniseinkauf auf dem Hof für die Kinder ?
– warum modische Massenware kaufen- erstellt unter unsagbaren ökologischen Bedingungen bis hin zur Kinderausbeutung, die erstens nicht unbedingt guter Qualität ist und zweitens häufig chemisch belastet ist, wenn man doch pfiffige kleine deutsche Modelabels finden kann ?
Nur ein paar der wesentlichen Fragen…

Heimat shoppen
…stärkt die Wirtschaft Ihres Ortes!
…schont Ihre Umwelt und Ihren Geldbeutel!
…sorgt für lebendige Innenstädte!
…sichert Arbeits- und Ausbildungsplätze!
…bedeutet Einkaufen bei Nachbarn und Freunden! Gewerbetreibende sind Teil der Gemeinschaft !

Warum ich das schreibe ?
Ich mache eigentlich ganzjährig und über Jahre hinaus nun schon nichts anders für Sie !
Im Prinzip bin ich mit dem CRAFTkontor „ein Bioladen für schöne Dinge“!

Meine deutschen und europäischen Kunsthandwerker erarbeiten ihre schönen Dinge mit ihrem Gehirn, Herzen und schließlich den eigenen Händen.
Z.B. die Taschenlabel//Täschner verarbeiten nur im Inland gegerbte und gefärbte Leder und nähen selbst.
Sie bilden Nachwuchs im Handwerk aus und nutzen, wie die Keramiker, Rohmaterial aus unseren Landschaften.
Sie verkaufen direkt aus dem Atelier oder der Galerie und der Verkaufspreis kommt Ihnen direkt zu gute.

Regelmäßig gehe ich zu den Gestaltern und suche für die 4-5 Themenausstellungen im CRAFTkontor neue spannnende Dinge aus:
Nichts Kurzlebiges…
Qualitätvoll, handgemacht, aus lokalen Rohstoffen, mit innovativen Ideen und Herz gestaltet.
Europäisches Kunsthandwerk ist HEIMAT SHOPPEN im wahrsten Sinn des Wortes !

TRESOR Contemporary Craft in Basel

Basel hat am 21. – 24. September einen neuen Anziehungspunkt für Gestaltung:
Das Museum Tinguely – die Fondation Beyerler – das Schaulager und das Vitra Design Museum im nahen Weil am Rhein, um nur einige zu nennen, sind ja immer eine Reise wert, an diesem Wochenende stellt sich aber eine neue prachtvolle Sammlermesse für angewandte Kunst und Kunsthandwerk vor:

TRESOR contemporary craft

TRESOR contemporary craft ist eine neue internationale Plattform für hochwertige Handwerkskunst und zeitgenössische Angewandte Kunst, die ihre Türen vom 21. bis 24. September 2017 erstmals in der Messe Basel öffnet.Anke Neumann, Spin-Around; Lichtpapier, Flachs-Leinenpapier mit LEDFasern; Foto und Copyright: Anke NeumannAnke Neumann, Spin-Around; Lichtpapier, Flachs-Leinenpapier mit optischen Fasern, LED; Foto und Copyright: Anke Neumann

Mit mehr als vierzig Ausstellern aus der Schweiz, aus Europa und aus dem Rest der Welt wird die Messe zu einem attraktiven Treffpunkt für Sammler und Kunstinteressierte, an dem spannende Trends und Innovationen im Bereich der zeitgenössischen Handwerkskunst zu entdecken sind. Das einzigartige Messekonzept setzt nicht auf herkömmliche Kategorien wie Kunst, Handwerk, Design oder Architektur, sondern fokussiert auf den Handwerkskünstler und die Geschichten hinter den einzelnen Werken.Fukumoto Fuku, Tsukikage II, 2016, Porzellan, Foto ESH-Gallery, Copyright Fukumoto Fuku;Fukumoto Fuku, Tsukikage II, 2016, Porzellan, Foto ESH-Gallery, Copyright Fukumoto Fuku;

Die kuratierten Räume (Curated Spaces) greifen die aktuellen Trends rund um je ein Material oder eine Technik auf:
So werden im Raum „The Analogue Digital Wonder Lab“ Schmuckstücke präsentiert, die aus einer Kombination von Gold- und Silberschmiedekunst mit 3D-Druck und haptischer Technologie entstanden sind.
„Big and Bold“ wirft Licht auf einige der herausragendsten Künstler, die mit Tonerde arbeiten.
„Re-crafting Edison“ vereint kreative Designer und Macher, die mit elektrischem Licht arbeiten.
„Alchemy: from Base Metal to Gold“ präsentiert zeitgenössische Kunstschmiede, die mit Silber und Gold arbeiten, aber auch mit Metallen experimentieren.Dominique Labordery, Kollier Silber, Turmalin; Foto Galerie Annick Zufferey, Copyright D. LaborderyDominique Labordery, Kollier Silber, Turmalin;
Foto Galerie Annick Zufferey, Copyright D. Labordery

Und „A Whiter Shade of Pale“ zeigt eine neue Generation von Glas-Künstlern, deren Arbeit auf traditionellen Techniken beruht, dabei aber zeitgenössische Eleganz und Selbstvertrauen versprühen.

Aus Deutschland sind allein die exquisiten Gallerien von Rosemarie Jäger aus Hochheim, Galerie Spektrum und Galerie Biro aus München vertreten !

Datum & Zeit
21. September 2017
24. September 2017
Weitere Informationen
http://www.tresor-craft.com
Veranstaltungsort
Messe Basel, Schweiz

Von dt. Standart zum Einzelstück

Wir haben sie hundertfach in der Hand gehalten – sie ist uns allen ein optischer Begriff – sie ist deutscher Standart und ein Symbol für den Mehrwegkreislauf:

Normbrunnenflasche der Mineralwasserbrunnen; Pressglas
Die Normbrunnenflasche der Mineralwasserbrunnen; Pressglas.

„Die Normbrunnenflasche für Mineralwasser oder Brunneneinheitsflasche (umgangssprachlich Perlenflasche) ist DIE 0,7-Liter-Mehrwegflasche aus Klarglas mit Schraubverschluss für kohlensäurehaltiges Mineralwasser, Limonaden und ähnliche Getränke, deren Einführung am 8. August 1969 beschlossen wurde.
1969/1970 kam die Flasche in Deutschland auf den Markt.

In puncto Wirtschaftlichkeit brachte die Perlenflasche den Mineralbrunnen enorme Vorteile, da die Umlaufhäufigkeit der Flaschen erhöht werden konnte: Bei gleichem Flaschenbestand war es einem Mineralbrunnen so möglich, eine höhere Anzahl an Füllungen durchzuführen. Dies gelang, weil die Perlenflasche von Anfang an als bundesweiter Mehrwegpool geführt wird. Unabhängig davon, wo eine Flasche abgefüllt wurde, kann sie bei praktisch jedem Händler zurückgegeben werden und braucht nur zum nächstgelegenen Abfüller zurücktransportiert zu werden.

Die Normbrunnenflasche wurde 1968 vom Industriedesigner Günter Kupetz entworfen. Charakteristisch für die Form ist die Einschnürung in der Mitte, die einen sicheren Griff ermöglicht, ergänzt um darüber liegende 230 Noppen, die zusätzlich die Griffsicherheit erhöhen und das Sprudeln des Inhalts beim Öffnen symbolisieren sollen.“ (Textcopyright: Wikipedia)

Die Flasche schrieb Designgeschichte….

Dieses Symbol des Mehrwegs ist natürlich auch den jungen Designern aufgefallen: Was könnte aus den nach ca. 50 Befüllungen ausgemusterten Flaschen denn noch werden?Laura Jungmann, Cornelius Reer (Samesame), Flaschenupcycling; (Foto und Copyright: Samesame)Laura Jungmann, Cornelius Reer (Samesame), Flaschenupcycling;
(Foto und Copyright: Samesame)

Als Teil der Diplomarbeit von Laura Jungmann entstand 2013 in Kooperation mit dem bekannten Nürnberger Glasbläser Cornelius Reer (Craftkontorfans kennen seine Arbeiten) eine Prototypenserie aus umgeformten Glasflaschen: u.a. entsteht aus der Perlenflasche eine Wasserkaraffe:Laura Jungmann, Corlelius Reer, Karaffe No2; Foto und Copyright: Samesame)Laura Jungmann, Corlelius Reer, Karaffe No2;
(Foto und Copyright: Samesame)

Der Hals wird geweitet und der Ausguss macht die Flasche zu einem funktionalen Alltagsprodukt.
Die in der Kollektion NO.02 genannte Form versteht sich als Hommage an den altbekannten Designklassiker, während ihre unkonventionelle Silhouette Gewohntes hinterfragt und den klassischen Entwurf neu aufleben läßt.

So einfach die Umgestaltung aussieht, brauchte es doch eine ganze komplexe Versuchsreihe, denn das Glas der Perlenflasche ist Pressglas, dass sich nicht ohne Weiteres verblasen läßt… allein die Fertigkeit des Glasbläsers Cornelius Reer ermöglichte der Designerin die Umsetzung ihres charmanten Gedankens…Laura Jungmann, Cornelius Reer, Karaffe No2.; Upcycling einer Normbrunnenflasche, Pressglas , geblasen; (Foto und Copyright: Samesame)Laura Jungmann, Cornelius Reer, Karaffe No2.;
Upcycling einer Normbrunnenflasche, Pressglas, geblasen;
(Foto und Copyright: Samesame)

Nach einer frühen Nominierung schon 2014 für den German Design Award, wurde die Karaffe 2016 mit dem Red Dot Design Award in der Kategorie Produktdesign ausgezeichnet.

Die Karaffe No2 gibt es nun im CRAFTkontor.
Herzlich willkommen

 

Glaskunst aus Flachglas…

Die Sommerausstellung im CRAFTkontor zeigt schwerpunktmäßig Arbeiten des Glaskünstlers Heiner Düsterhaus.Heiner Düsterhaus, Tellerobjekt, Frühlingsgefühle, Floatglas, Hinterglasfarbe, Gold und Platin; (Foto/Copyright Düsterhaus)Heiner Düsterhaus, Tellerobjekt, Frühlingsgefühle, Floatglas, Hinterglasfarbe, Gold und Platin; (Foto/Copyright Düsterhaus)

Geboren 1949, führte der ausgebildete Glaskünstler seit den 70er Jahren Jahrzehnte lang parallel die eigene Werkstatt und als Designer die Produktentwicklung der Manufaktur Walther-Glas bis zu deren Schließung 2011.HeinerDüsterhaus, 2 Schalen: Gold-Platinmalerei; Flachglas, Hinterglasfarbe;Heiner Düsterhaus, 2 Schalen: Gold-Platinmalerei; Flachglas, Hinterglasfarbe (Copyright: Düsterhaus)

Der in Glassammlerkreisen sehr bekannte Gestalter ist spezialisiert auf die Verarbeitung/Verschmelzung normalen Fensterglases: der Fachmann sagt dazu „Floatglas“.
Alle Arbeiten bestehen mindestens aus 3 bis zu sehr vielen Schichten von 4mm starkem Glas. Dieses Glas schimmert ganz leicht grünlich durch den hohen Eisenanteil im Sand der chemischen Glasmischung.

Nach der Glasreinigung werden die Scheiben mit Gold, Platin oder Farbglasteilen, den so genannten Fritten, belegt.
Danach erfolgt der erste Brand im Fusingofen. Dieser Ofen ist flach wie ein Tisch, so dass man bequem an ihm arbeiten kann.
Nach diesem Brand werden die Scheiben in unterschiedlichen Techniken mit Hinterglasfarbe bemalt, geritzt oder graviert und dann mit einer Deckscheibe in den Ofen geschichtet zum zweiten Brand.
Bei ca. 800 Grad wird so aus vielen Scheiben eine Dicke.Heiner Düsterhaus, Detail der Schichtungen aus Farbglascheiben in einem Objekt; (Foto: Craftkontor; Copyright: Düsterhaus)Heiner Düsterhaus, Detail der Schichtungen aus Farbglascheiben in einem Objekt; (Foto: Craftkontor; Copyright: Düsterhaus)

Der Ofen muss bei diesen enormen Glasstärken, die bei den Schichtungen entstehen, sehr sorgfältig abgekühlt werden, sonst kommt es zu Spannungen im Glas und das Objekt zerbricht.
1-7 Tage (!), je nach Glasstärke, kühlt der Ofen kontrolliert ab.
Heiner Düsterhaus erzählte mir, das, obwohl er die Prozedur schon so viele Male durchgestanden hat, es immer wieder spannend und lehrreich ist, wenn die Ungeduld zur Belastungsprobe wird.
Auch einem erfahrenen Künstler passieren manchmal noch Missgeschicke, denn er probiert ja auch immer wieder Dinge, die an die Grenzen seiner Erfahrung gehen…

Was aus dem Ofen kommt, ist dickes Glas mit malerischer Gestaltung im Inneren, die nicht mehr geändert werden kann:
Bei Schalen, Tellern und Skulpturen werden dann die scharfen Glaskanten der noch flachen dicken Scheiben geschliffen und dann kommen sie in den dritten Brand:
Jetzt werden sie auf eine keramische Form oder Platte gelegt, die ihrer Endform entsprechen gewölbt ist. Nun wird ganz langsam erhitzt, so das das Werkstück durch das Eigengewicht in die ihm zugedachte Form sinkt.
Der Abkühlungsprozess geht wieder über 1-7 Tage und danach, danach ist das Kunstwerk fertig zur Bewunderung. (Info: Heiner Düsterhaus)Heiner Düsterhaus, Kopfskulptur, Floatglas, Hinterglasfarbe; (Foto: Craftkontor-Coyright: Düsterhaus)Heiner Düsterhaus, Kopfskulptur, Floatglas, Hinterglasfarbe; (Foto: Craftkontor-Copyright: Düsterhaus)

In unserer Auststellung zeigen wir besagte Teller und Schalen in klein und groß,
Fischskulpturen, Kopfskulpturen und Stelen, die zum Teil ganz wunderbar im Garten wirken !Heiner Düsterhaus, Stele "Wächter", Floatglas, Hinterglasfarbe; (Foto/Copyright: Düsterhaus)Heiner Düsterhaus, Stele „Wächter“, Floatglas, Hinterglasfarbe; (Foto/Copyright: Düsterhaus)

Als wunderbare Kleinigkeit gibt es Paperweights zu erstehen – kleine Geschenke, die die Freundschaft erhalten!

Herzlich willkommen zur sommerlichen Ausstellung im CRAFTkontor !

 

Erfrischungen…

Farbiges Glas ist ein wundervolles Material im Sommer:
leuchtend – reflektierend – schimmernd – es nimmt die Sonne auf und gibt erfrischende Farben wieder ab…Karte-erfrischend neues Glas-Seite 1Freuen Sie sich in der Sommerausstellung im CRAFTkontor auf neue Glasobjekte für Drinnen und Draussen:
Glaskünstler Heiner Düsterhaus ist mit neuen Arbeiten vertreten; von Inge Kern gibt es weiterhin den farbstarken Glasschmuck aus zum Teil historischen böhmischen Glasperlen; Freia Schulze steuerte zur Ausstellung neue Trinkgläser hinzu – unter anderen tolle Weingläser für leckeren Sommerrose und von Cornelius Reer kommt ein Windlicht, das viele Wohnzeitschriften in letzter Zeit besprochen haben…

Schaunen Sie doch ab Donnerstag, 6. Juli mal vorbei!
Herzlich willkommen!

…und zu Heiner Düsterhaus Arbeiten demnächst hier mehr…

 

Herzlichen Glückwunsch Lotte Reimers

Zum 85. Geburtstag einer der bedeutendsten Keramikerinnnen Deutschlands
und als Ausflugstip in Sachen Keramik und Kunst in ein wunderbares kleineres Museum…

Ein Leben für die Keramik

› Schalen, Schüsseln und Teller, Krüge, Figuren und Gefäße auf umgedrehten Holzkisten, auf Tischen, Podesten und in Vitrinen. Im Dezember 1956 haben Keramiken das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum besetzt. Wenig anders sieht es in den herrschaftlichen Sälen in Hannover-Herrenhausen oder im Klingenmuseum in Solingen aus. Lotte Reimers und Jakob Wilhelm Hinder (1901–1976) zeigen moderne Arbeiten aus Ton überall dort, wo es geht: in Kurhäusern, in Turn- und Schützenhallen, aber auch in Schlössern und Museen.
Das Mädchen und der „Wandergalerist“
So ungewöhnlich wie diese Wanderausstellung ist auch das Team, das dahintersteckt: Ein gerade einmal 24-jähriges Mädchen aus Hamburg, das sein Abitur zwar bestanden, aber das eigene Studium an der Kunsthochschule in den Wind geschossen hat. Und ein 30 Jahre älterer „Wandergalerist“ aus Weidenhausen bei Marburg, der eigentlich Kaufmann ist, aber die Keramik liebt. Jahrzehntelang werden sie zusammenbleiben, Keramiken als Kunst zeigen, erklären, dokumentieren, sammeln und verkaufen — und schließlich im Jahr 1971 im pfälzischen Deidesheim ein Museum einrichten und zur ersten Adresse in Sachen Keramikkunst ausbauen. Aber sich immer mit „Fräulein Reimers“ und „Herr Hinder“ ansprechen.Lotte Reimers‘ „Keramisches Objekt“.

Thomas Duttenhoefers Eisenskulptur „Last des Amtes“ (links) ist derzeit in der Schloss Villa Ludwigshöhe zu sehen, ebenso wie …Gemälde von Hellmut Neukirch;
Mehr als 60 Jahre sind seit der eingangs beschriebenen Ausstellung im Bochumer Museum und mehr als 45 Jahre seit der Gründung des Deidesheimer Museums vergangen, doch die Aufbruchsstimmung, die Leidenschaft und Risikobereitschaft von damals sind noch immer beeindruckend. Wenn die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz nun auf Schloss Villa Ludwigshöhe in Edenkoben eine Ausstellung zeigt und die Mannheimer Ike und Berthold Roland-Stiftung ihren Ehrenpreis an Lotte Reimers vergibt, dann wird eine der bedeutendsten Keramikerinnen Deutschlands gewürdigt.
Mittwochs im „Goldenen Weinberg“
„Ars Phantastica“ heißt die Schau, in deren Rahmen Reimers zu ihrem 85. Geburtstag nicht sich selbst, sondern das Land beschenkt: 79 Objekte, Malereien, Grafiken und Plastiken von regional und überregional bedeutenden Künstlern gehen damit in den Besitz des Landesmuseums über. Mit vielen hatte Reimers in den 1970er- und -80er-Jahren Gruppenausstellungen in Deidesheim organisiert. Und immer wieder zusammengesessen und mit Künstlern, Schriftstellern, Journalisten, Architekten, Kuratoren und Galeristen diskutiert: immer mittwochs im Restaurant „Goldener Weinberg“. Darunter waren auch der Neustadter Bildhauer Gernot Rumpf, der Beuys-Schüler Hannsjörg Voth oder der Krefelder Kinetiker Adolf Luther.
Deidesheimer Künstlerzirkel
Zur Runde gehörte auch Ingrid Vetter, die heute die Abteilung Moderne Keramik des 20. Jahrhunderts des Landesmuseums leitet und die umfangreiche Sammlung von Jakob Wilhelm Hinder und Lotte Reimers, die schon vor einigen Jahren ans Land Rheinland-Pfalz ging, inventarisiert hat. „Ein Stück Zeitgeschichte“ hat sie nun ihre neue Ausstellung überschrieben. Das trifft es ziemlich genau, denn „Ars Phantastica“ ist nie eine Stilrichtung gewesen und die Künstlergruppe aus Deidesheim nie ein fester Kreis. Was sie allerdings einte, war ihr gesellschaftskritisches Denken: „Last des Amtes“ hat etwa Thomas Duttenhoefer seinen selbstzerstörerischen Papstkopf aus Eisen genannt, zu sehen sind aber auch eine Grafik des Mannheimers Walter Stallwitz oder surreale Szenen von Hermann Hoormann.
Keramik als Kunstform
Arbeiten von Lotte Reimers selbst gibt es derzeit auf dem Flur der Slevogt-Galerie zu sehen, für die mehrere tausend Stück zählende Keramik-Sammlung ist nach wie vor der Gewölbekeller vorgesehen. Sie zeigt, wie kenntnisreich, aber auch weitsichtig Hinder und Reimers gesammelt haben und wie sich die Keramik vom zweckgebundenen Gefäß zur freien Form weiterentwickelte. „Jakob Wilhelm Hinder hat die Keramik als Kunst etabliert und sich dafür in ganz Deutschland umgesehen. Lotte Reimers aber war es, die den Blick auch in andere Länder öffnete“, betont die Kuratorin Ingrid Vetter.Beide seien immer auf der Suche nach Künstlern gewesen, die alte Techniken und Glasuren innovativ und für eigene Positionen einsetzten. Auch die frei aufgebauten Keramiken von Lotte Reimers selbst sind darunter, die wie rätselhafte Architekturen emporragen und über die sie selbstentwickelte Glasuren etwa aus der Asche von Rebstöcken schüttet, schleudert oder sie gänzlich darin eintaucht. Lotte Reimers Kunst hat daher etwas sehr Sinnliches, sie wirkt eigentümlich und warm. Irgendwie archaisch.
Und dadurch zeitlos aktuell. ‹
(Textcopyright Kulturmagazin der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, 2/17)

Ars Phantastica
bis 09. Juli 2017
Max-Slevogt-Galerie, Schloss Villa Ludwigshöhe, Edenkoben
Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr
www.max-slevogt-galerie.de
www.lottereimers.de
www.keramik-sammlung.de

Gastspiel….

Als Frühsommergäste hat das CRAFTkontor im Moment die Roundboards von Henry Gockel im Programm.  Henry Gockel, Roundboard im CRAFTkontor; (Foto: Craftkontor)Henry Gockel, Roundboard im CRAFTkontor; (Foto: Craftkontor)

Henry Gockel, Roundboard, MDF, Lack rot/schwarzHenry Gockel, Roundboard, MDF, Lack rot/schwarz (Copyright: Gockel)

Eigentlich Designer für die Autoindustrie, erwischt ihn manchmal die Lust, nützlich handfeste Objekte zu entwicklen.

Diesmal ist es ein universelles Kleinmöbel, das Roundboard:
ein halbrundes Regal perfekt für eine Diele,
neben dem Lieblingssessel,
als Nachtschränkchen,
Postament für eine besondere Skulptur oder Vase und und und…
Sie sehen, Ihrer Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt…Henry Gockel, Roundboard, MDF, Lack, Porzellan Christiane Ruff; (Copyright: Gockel)Henry Gockel, Roundboard, MDF, Lack, Porzellan Christiane Ruff; (Copyright: Gockel)

Ebenso in der Farbvielfalt:
-limetten-sommer-frisch-gelb;
-sailor-maritim-blau/weiß;
-pretty in pink;
-streng konsequent schwarz/weiß…Henry Gockel, Roundboard, MDF, Lack; (Copyright: Gockel)Henry Gockel, Roundboard, MDF, Lack; (Copyright: Gockel)

16 Varianten sind im Angebot, aber und das ist das Tolle, man kann auch über einen Figurator das ganz individuelle Modell erstellen lassen !
Das Ganze ist wie Alles im CRAFTkontor Manufakturarbeit….
So individuell wie Sie !

Herzlich willkommen!