KUNST-Stoff… Kunststoff…

Die Sommerausstellung im CRAFTkontor ist wieder etwas schmucklastig und faszinierend farbig.Karte Kunststoff-Seite 1
Das Material, das alle Objekte eint ist ungewöhnlich für „normalen“ Schmuck, jedoch geläufig unter der Gruppe der Gestalter, die „Autorenschmuck“ arbeiten.

Dieser Schmuck nennt sich bewußt nicht Modeschmuck, da die gestalteten Ergebnisse im Grenzbereich zur Kunst liegen: technich und handwerklich aufwendig, die Modernheit des Materials für unser Jahrhundert zeigend, nicht modisch für 3-4 Wochen Haltbarkeit gearbeitet und häufig auch für Schmucksammlungen geeignet…

Besonders herauszuheben ist die in Berlin lebende Pragerin Alina Willroth, deren mit dem Scalpell handgeschnittenen Kolliers aus Polyethylenfolien zum Teil an Spitzenkrägen aus dem 17. Jahrhundert erinnern.Alina Willroth, Spitzenkollier, Polyethylenfolie, handgeschnitten;Alina Willroth, Spitzenkollier, Polyethylenfolie, handgeschnitten;
(Copyright: projekt-bunt-Willroth)

Alina Willroth, Spitzenkollier, Polyethylenfolie, handgeschnitten;Alina Willroth, Spitzenkollier, Polyethylenfolie, handgeschnitten;
(Copyright: projekt bunt-Willroth)

Da wünsch ich mir eine moderne Braut, die den Mut hat, auf das normale Perlenkettchen zu verzichten und mit solch  phantasischem Schmuck ein Statement zu setzen: die Aha-Effekte, die ein Willrothkollier erzeugen, lassen Diamantschmuck blass aussehen !

Alina Willroth, "Foraminifera" Kollier, Polyethylen, handgeschnitten; (Copyright: projekt-bunt-Willroth)Alina Willroth, „Foraminifera“ Kollier, Polyethylen, handgeschnitten;
(Copyright: projekt-bunt-Willroth)

Die Modernität und Einzigartigkeit sowie die kunstvolle Handarbeit der Arbeiten Alina Willroths wurde  schon 2016 vom Museum für Art and Design, New York (MAD) durch den Ankauf des obigen Stückes belohnt.
Nicht der einzige Preis, den die Künstlerin bislang erhielt…

Zur Zeit neben einigen anderen Protagonisten mit fascinierenden Arbeiten zum Thema KUNSTSTOFF zu sehen im CRAFTkontor – bis Ende August.
Herzlich willkommen!

Schmucksommer Part 3

Der „Vogelflüsterin“ aus Berlin, Gudrun Arp, haben wir vor einigen Jahren schon einmal eine sehr erfolgreiche Einzelausstellung unter dem Titel „Federleicht – Schmuck“ gewidmet.

Gudrun Arp, Federkollier, frisierte Hahnenfedern;

Gudrun Arp, Federkollier, frisierte Hahnenfedern;

Meine andauernden Begeisterung für Ihren wunderbaren Schmuck und die Möglichkeit, sich dadurch mit fremden Federn zu schmücken, zeigt sich in meiner Einladung an sie für den Schmucksommer im CRAFTkontor…

Gudrun Arp, Kollier aus Sittich- und Arafedern;

Gudrun Arp, Kollier aus Sittich- und Arafedern;

Im wahrsten Sinn des Wortes „federleichter“ Sommerschmuck, dessen Federn die Gestalterin in einfachen Briefumschlägen aus aller Welt von Zoos, Züchtern und freundlichen Privatleuten bekommt.

Immer, wenn ein Vogel in der Mauser turnusmäßig seine Federn verliert, denken diese netten Menschen an Frau Arp und senden ihr die „Käfigernte“
Mal reicht es nicht mal für ein Kollier und genau diese Feder muss warten, bis genügend für ein luftiges Objekt zusammen gekommen ist…
Mal ist üppig vorhanden und die Phantasie von Gudrun Arp schlägt Purzelbäume…

Gudrun Arp,  Langkollier, Wyandott-Huhn-Federn, gefärbt;

Gudrun Arp, Langkollier, Wyandott-Huhn-Federn, gefärbt;

Auf der gebräunten Sommerhaut, dem leichten Leinenkleid oder zum kleinen Schwarzen in jedem Fall ein zauberhafter Hingucker!

Herzlich willkommen zum Testen und sommerlichen „Abheben“…

TIP für Ihre nächste Berlinreise…

Natürlich ist Berlin immer eine Reise wert, um die unterschiedlichen Facetten dieser spannenden Stadt alle kennen zu lernen, aber jetzt ist ein Fixpunkt weider eröffnet:

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Ein Haus für Kunst, Mode und Design – Das Kunstgewerbemuseum

Nach umfangreichen Umbauarbeiten präsentiert sich das Kunstgewerbemuseum am Kulturforum ab dem 22. November im neuen Gewand.
Der 1966 im Geist der Nachkriegsmoderne entworfene Bau von Rolf Gutbrod wurde vom Architekturbüro Kuehn Malvezzi in weiten Teilen umgestaltet. Durch weiße Einbauten erscheinen Foyer und Treppenhaus nun klar gegliedert. Kasse, Information und Garderobe sind als kubische Einbauten angeordnet und treten durch ihre reduzierte Formensprache im Raum zurück. Das Treppenhaus wird durch die großzügige Ummantelung der waagerechten Treppenelemente vereinheitlicht und zugleich in seiner Skulpturalität betont. Ein einprägsames Wegeleitsystem mit roten Superzeichen verdeutlicht die räumliche Struktur des Gebäudes und führt die Besucher durch das Haus. Ebenfalls neu gestaltet wurden die Ausstellungsräume für die Sammlungsbereiche Mode, Design und Jugendstil bis Art déco.

Ein Haus für Kunst, Mode und Design

Als Haus mit einer Vielzahl von Exponaten, Stilen und Materialien bietet das Kunstgewerbemuseum verschiedene thematische Rundgänge an.
Gleich im Eingangsbereich lockt die neue Modegalerie: In abgedunkelten Räumen mit eingebauten Großvitrinen werden rund 130 Kostümen und ebenso viele Accessoires wie in einer Schaufensterpassage inszeniert.
Der Besuch gleicht einem Spaziergang durch 150 Jahre Modegeschichte, vorbei an den Schöpfungen berühmter Couturiers wie Paul Poiret, Elsa Schiaparelli und Christian Dior.
Berlin erhält damit zum ersten Mal eine thematisch umfassende Dauerausstellung zum Thema Mode.
Grundlage der Präsentation bildet die 2009 angekaufte internationale Sammlung von Martin Kamer und Wolfgang Ruf.

Ein weiteres Highlight ist die neu aufgestellte Designsammlung im Untergeschoss.
In der hochkarätigen Auswahl sind die Bauhausklassiker ebenso vertreten wie Entwürfe der zeitgenössischen Stardesigner Ettore Sottsass, Philippe Starck oder Konstantin Grcic.
Eine Stuhlgalerie ergänzt diesen Rundgang und zeigt eine Auswahl innovativer Entwürfe vom 19. Jahrhundert bis heute.
Wie kaum ein anderer Gegenstand ermöglicht der Typus Stuhl eine Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Positionen des Designs.
Die Palette reicht von einfachen und zweckdienlichen über luxuriösen bis hin zu phantastischen, von der Funktion losgelösten Gestaltungen.

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Verner Phanton, Eistütenstuhl, Kunstgewerbemuseum Berlin
(Foto: Staatl. Museen Berlin)

Im Erdgeschoss und im Obergeschoss gibt das Kunstgewerbemuseum einen systematischen Überblick über die Meisterleistungen europäischer Entwurfs- und Objektkunst vom Mittelalter zum Art déco. So werden im Erdgeschoss die mittelalterliche Schatzkunst mit dem berühmten Welfenschatz und glanzvolle Renaissanceobjekte wie das Lüneburger Ratssilber gezeigt. Im Obergeschoss führen verzierte Kabinettschränke und Kunstkammerobjekte die Sammelleidenschaft des Barock vor Augen.
Den beginnenden Klassizismus markiert David Roentgens legendärer großer Kabinettschrank.

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David Roetgen, Kabinettschrank, Kunstgewerbemuseum Berlin;
(Foto: Stattl. Museen Berlin)

Die Abteilung Jugendstil bis Art déco wird in vier neu eingebauten Kabinetten präsentiert. Die als „Raum im Raum“ eingebauten Kabinette bieten im Inneren Bühnen für Möbelstücke und herausragende Exponate, während in den Außenwänden Vitrinen für weitere Objekte eingelassen sind. Die thematisch gegliederten Ausstellungsbereiche zeigen künstlerische Tendenzen zwischen der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 und dem Ende der 1920er Jahre. Für die Schmuckstücke von René Lalique, Möbel von Henry van de Velde oder Glasfenster von César Klein bieten die intimen Kabinette eine ideale Bühne.

INFOS:

Besuchereingang.
Matthäikirchplatz
10785 Berlin

! vollständig rollstuhlgeeignet;

Verkehrsverbindungen

U-Bahn U2 (Potsdamer Platz)
S-Bahn S1, S2, S25 (Potsdamer Platz)
Bus M29 (Potsdamer Brücke); M41 (Potsdamer Platz Bhf / Voßstraße); M48, M85 (Kulturforum); 200 (Philharmonie)

Öffnungszeiten:

Mo geschlossen
Di  – Fr.  10:00 – 18:00 Uhr
Sa +So 11:00 – 18:00 Uhr

Planen Sie aber auch Besuche bei zeitgenössischen Gestaltern und Kunsthandwerkern ein!
Viele Ateliers laden zum Besuch ein:
Heike Roesner  und ihre Papierobjekte – zauberhaft….;
Michaela Binder in ihrem Schmuckatelier….;
Anke Schulz Porzellanwerkstatt…;
um nur ein paar zu nennen….

Eine gute erlebnisreiche Zeit!

FEINES für die Wände

Eine Entdeckung aus Berlin ist im Moment ( in Klein….)  im CRAFTkontor zu Gast.

Märchenhaftes…. Erinnerungen an Tausend und eine Nacht können wach werden…
Wunderschöne Wände entstehen durch Inka Gierden und Julien Collieux
und ihr Atelier für Wandgestaltungen für Privatwohnungen oder Geschäftsräume.

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Atelier Wandlungen, Wandgestaltung eines Restaurants
(Copyright: Wandlungen, Berlin)

In Berlin schmücken sich schon einige Restaurants, ein Privatclub (pssst…!), Chocolatiers und viele Andere mit den phantasievoll und prächtig ausgeführten Tempera/Pigment -Gestaltungen der Beiden.

Interessanter Weise bieten sie für gemietete Objekte die Gestaltungen auch auf groß aufgezogener Leinwand als Wandbespannung an
und hier kommt die Galerie ins Spiel.

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Atelier Wandlungen, Gestaltung einer Kinderzimmerwand
(Copyright: Wandlungen Berlin)

Das CRAFTkontor zeigt Kinderzimmerbilder und mehr in kleinen Formaten aus der Nagel fähigen Serie der Gestatungen…

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„Radieschen auf Goldgrund“ Tempera, Acryl , Blattgold
(Copyright: Wandlungen Berlin)

Das zauberhafte Radieschen oben hat gleich als Erstes die Galerie verlassen, der Hirsch folgte auf dem Hufe und viele andere Motive folgten….
Historische bewährte Techniken mit guten Pigmenten haben die beiden Gestalter an der Kunsthochschule studiert, ehe sie sich auf die Wandgestaltung spezialisierten.
Phantasie und Prächtigkeit für die vielen Altbauwohnungen, aber auch als stimmige Gestaltung für modernes Leben in klaren Räumen…

Vergoldete Buchstaben und große Uhren mit Blattgoldbelag runden die Objekte für das moderne festliche Interieur ab…wandlungengold-55cm-caspar

Uhr mit Blattgoldbelag, Atelier Wandlungen
(Copyright: Wandlungen Berlin)

Ein paar der zauberhaften Motive suchen noch die Möglichkeit, ein Zuhause mitzugestalten,
aber jeden Tag werden es weniger….

HERZLICH WILLKOMMEN zum gemütlichen Weihnachtsshopping im CRAFTkontor…
Schönes, Individuelles, Nützliches und mehr………………!

FROHE FESTTAGE !

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Die Lichtlein aus Porzellan von Anke Schulz aus Berlin (Foto: Sebastian Ahlers)
sollen Ihnen eine schöne ruhige Festtagszeit einleuchten.
Der Stress der Einkäufe sollte vorbei sein.
Alle Lieben sind individuell mit schönen Objekten bedacht und nun kann die Mußezeit beginnen.

Ich wünsche es Ihnen herzlich und sage DANKE für Ihre Lust an schönen handgemachten Dingen,  die Sie mir mit Ihren regelmäßigen Besuchen hier im CRAFTkontor Bonn, Bad Godesberg beweisen.

Gern bin ich auch 2013 wieder für Sie da und habe mich schon voller Vorfreude in die Planung der neuen Ausstellungen begeben.

Kommen Sie gut ins neue Jahr und auf ein Wiedersehen im CRAFTkontor!

HALBZEIT….

Die ersten Sommergäste kommen erholt zurück und stellen fest, das die wunderbare Ausstellung „Federleicht“, mit Schmuck von Gudrun Arp fast schon Halbzeit hat.

Federschmuck, Gudrun Arp 2006 (127)
Gudrun Arp, Federhalsschmuck, Arafedern, getragen von der Opernsängerin Tatjana Conrad, www.die-opernsaengerin.de

Doch, gemach, die Zeit reicht noch für genießende Besuche, die Lust auf luftigen Schmuck machen – endlich ist auch das Wetter danach…

Neben federleichtem Schmuck für den kleinen oder großen Auftritt, beschäftigt sich Gudrun Arp in den letzten paar Jahren vermehrt mit größeren Federobjekten.

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Gudrun Arp, Federobjekt, Fasanenfedern, Stahl, Leder;

Kontraste von „Federleicht“ und „Bleischwer“ führen zu erdhaft gebundenen Schwingen, wie oben.
Die subtilen Unterschiede jeder einzelnen Feder faszinieren neben der lebhaften Oberfläche rostenden Stahls.

Flächige Arbeiten, wie Wandbehänge, spielen mit den graphischen und malerischen Qualitäten von Federn:

GudrunArpWandbehangP1010646

Allein die Federn zweier Vogelarten kombiniert: 
Fasanen- und Hahnenfedern auf einer archaisch anmutenden Unterplatte aus geschwärztem Kupfer,  zeigen einen Variantenreichtum an Farbnuancen einer Farbfamilie und an  Musterstrukturen, die die gestaltende Hand von Gudrun Arp zu einem faszinierenden Wand-„Bild“ steigert.

Man darf gespannt sein, wie sich gerade dieser Zweig ihrer Gestaltung weiterentwickelt. Ich werde es für Sie im Auge behalten…

 

Zweites Standbein….

Man kennt Michaela Binder aus Berlin zumeist für ihre Schmuck-Kollektion aus Silber und Filz.

MichaelaBinderCollier_Bubbles13x18Michaela Binder, Kollier, Silber/Filz

Neben ihrer Ausbildung zur Goldschmiedin hat sie jedoch in den 90er Jahren ihre Grundlage erweitert und ein Studium der Metallgestaltung in Hildesheim absolviert.
Diplomarbeit war ein Interieurobjekt: eine getriebene Vase frei in einer Stele hängend. Wunderbar….

Michaela BinderVasenobjekt_
Michaela Binder, Vasenobjekt „Folia“, Kupfer, patiniert, frei hängend;

Aus dieser Arbeit entstanden im Laufe der Jahre eine ganze Reihe weitergedachte Objekte von faszinierender Konstruktion und aus genau diesem Grund habe ich Michaela Binder mit ihren Vasen-Stelen zur Ausstellung „Konstruktiv gedacht….“ eingeladen.

Michaela BinderWandsteleBoot
Michaela Binder, Wandstele „Boot“, Kupfer, patiniert,
im Stahlrahmen hängend;

Michaela BinderStelzenamphoren_(klein)

Michaela Binder, kleine Stelzenamphoren, Kupfer  oder Silber;

Mit ihren halbplastisch getriebenen Vasenobjekten aus Kupfer und Silber greift Michaela Binder auf eine archaische Formensprache zurück, die sie modern und zeitgemäß interpretiert. Im großen Raumobjekt oder im kleinen Tischobjekt geht sie spielerisch mit dem Thema Vase um und interpretiert neu….

Die strengen Gefäßkörper werden von leichten Stahlrahmen gehalten oder ruhen auf steinernen oder hölzernen Sockeln.
Ganz schwer oder luftig leicht…

Die Oberflächen lassen durch Patinieren, Oxidieren, Ätzen oder Vergolden ganz unterschiedliche Assoziationen aufleben.
Häufig sind sie noch zusätzlich reliefiert.

Die Gefäßobjekte sind ein spannendes zweites Standbein der Schmuckkünstlerin und Metallgestalterin Michaela Binder.
Zu sehen zur Zeit im CRAFTkontor.