„Standing“- Skulpturen von Sundari Arlt

Neben den wunderbaren Porzellangefäßen Karin Babloks stehen im Moment die Skulpturen der in Freiburg lebenden Bildhauerin Sundari Arlt im CRAFTkontor.Sundari Arlt, Fotograf, Lindenholz farbig gefaßt; Fotocopyright: ArltSundari Arlt, Fotograf, Lindenholz farbig gefaßt; Fotocopyright: Arlt

Vor Jahren stellte ich schon Georg Schulz als Holzbildhauer aus – beide sind sich einig in der guten Beobachtung des Alltagsmenschen und seiner humorvollen Widergabe:
Bei Georg Schulz war es an Loriots Menschensicht erinnernd, bei Sundari Arlt machen das „Standing“ und die Accessoires das Amusement über diese Zeitgenossen aus.Sundari Arlt, Bookhead, Lindenholz, farbig gefaßt; Fotocpoyright: ArltSundari Arlt, Bookhead, Lindenholz, farbig gefaßt; Fotocpoyright: Arlt

Sie arbeitet Sockefiguren, d.h. der Querschnitt des Sockelholzes bestimmt die Ausmaße der Figur. Die Gestalten sind nicht auf den Sockel montiert, geklebt, geschraubt, sondern sind aus diesem Sockelstamm geschnitzt:
bei den großen Figuren erst mit der Kettensäge und dann mit dem Stechbeitel.Sundari Arlt bei der Arbeit mit der Kettensäge; Fotocopyright: ArltSundari Arlt bei der Arbeit mit der Kettensäge; Fotocopyright: Arlt

Letzter Arbeitsschritt ist die farbige Fassung, die die „Alltäglichkeit“ der Personen unterstreicht, oder ironisch überhöht…Sundari Arlt, "Winkende", Lindenholz, farbig gefaßt; Fotocopyright: ARlt.Sundari Arlt, „Winkende“, Lindenholz, farbig gefaßt; Fotocopyright: Arlt.

Wunderbare Mitbewohner…
Zu sehen im CRAFTkontor bis 10. November 2018.

Karin Bablok: Arbeiten auf Porzellan und Papier

Karin Bablok ist eine der renommiertesten Keramikerinnen der deutschen Szene.Karin Bablok mit einem ihrer Gefäße aus Porzellan (Fotocopyright: Axel Fidelak)Karin Bablok mit einem ihrer Gefäße aus Porzellan (Fotocopyright: Axel Fidelak)

Ankäufe aller wichtigen weltweiten Museen für angewandte Kunst und Lehraufträge  in Japan, Korea und im Moment in China sprechen für sich…

Ihre Arbeiten, die sie aus Limoges-Porzellan, seit einiger Zeit auch aus einer japanischen Porzellanmasse fertigt, sind meist bis zur Lichtdurchlässigkeit dünnwandig gedreht.
Obwohl alle Arbeiten zweifellos Gefäße sind, tritt eine auf eine reine Funktionalität achtende Formbildung in den Hintergrund.
So zerschneidet sie zum Teil die auf der Scheibe entstandenen, rotationssymmetrischen Formen und setzt sie neu zusammen. Es entstehen Gefäße mit verschiedenen Gesichtern, mit Kanten und Kammern, die trotz ihrer Asymmetrie eine formale Klarheit und Strenge behalten, sich aber ihrer perspektivischen Erfassung auf den ersten Blick entziehen.

Karin Bablok, Gefäßpaar, Porzellan, Basaltglasur;
Karin Bablok, Gefäßpaar, Porzellan, Basaltglasur;

Mit der anschließenden Bemalung geht sie ein auf Formen und Flächen – ein Dialog zwischen Raum und Linie, zwischen Innen und Außen entsteht. Die Bemalung ist dabei nicht nur dekorative Verzierung, sondern lässt Form und Malerei zu einer Einheit verschmelzen.
Karin Bablok, Porzellangefäße mit gestischer Malerei;
In ihrer Malerei verfolgt sie dabei zwei Ansätze, die kaum unterschiedlicher sein könnten:
mal führt sie den Pinsel kraftvoll-spontan mit schneller Geste, mal strukturiert sie mit präzise aufgebrachten geometrisch-konstruktiven Linien, Punkten und Flächen den Gefäßkörper – ein komplexes Spiel der Gegensätze: Schwarz/Weiß , Körper/Fläche, Innen/Außen, Malerei/Plastik.
Karin Bablok, Gefäßgruppe mit geometrischer und gestischer Malerei, Basaltglasur auf Porzellan;Karin Bablok, Gefäßgruppe mit geometrischer und gestischer Malerei, Basaltglasur auf Porzellan;

Karin Bablok, geboren 1964 in Donauwörth, lebt in Hamburg und arbeitet in einem alten Schulhaus, das sie mit anderen Künstlern teilt.
(Text: Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle)

Sie sagt selber über ihre Art zu arbeiten:
„Das gedrehte Porzellangefäß, nutzbar oder als künstlerisches Ausdrucksmittel, ist mein Thema. In diesem eng gesteckten Rahmen stelle ich mir immer wieder neue kniffelige Aufgaben.
Sie zu lösen fordert meine ganze Konzentration. Gerne verliere ich mich im Detail.
Dabei entstanden in den letzten 20 Jahren vor allem hauchdünne, transluzente Unikate, deren Wandung oftmals Kanten aufweist. Sie sind einerseits Träger einer ausgetüftelten, linearen Malerei, die das Innen mit dem Außen logisch verbindet. Andererseits bieten sie eine reizvolle Fläche für meinen expressiven Pinselstrich.
Es findet sich intuitiv die richtige Raumeinteilung für Früchte, wehende Weiden oder Baumwollgras. Spritzer und Tropfen sind gewollt aber nicht provoziert. Wichtig ist mir ein freier Schwung und die Freude am Machen.“
(Karin Bablok)

Jüngst widmet sie sich zusätzlich der Malerei auf demPapier. Nie ist das Skizze für eine Porzellanarbeit, immer eigenständig stehende Formuierung.
In den Tuschearbeiten mit ein paar farbigen Akzenten erahnt man Einflüsse der sie umgebenden Natur, ein Einfluss, der auch ganz langam in der Bemalung ihrer Gefäße Einzug hält: Weg vom rein abstrakt Gestischen, hin zu vegetabilen Spuren.Karin Bablok, Gefäß "Hagebutte", Porzellan mit Basaltglasur; (Fotocopyright: Michael Wurzbach)Karin Bablok, Gefäß „Hagebutte“, Porzellan mit Basaltglasur; (Fotocopyright: Michael Wurzbach)

Im Moment sind Gefäße und neue Papierarbeiten Karin Babloks  im CRAFTkontor zu sehen. Die Ausstellung dauert bis 6. November 2018.

Wer einen anderen Einstieg in die Arbeit Karin Babloks haben möchte: es gibt eine wunderbares halbstündiges Video auf Youtube von einer Arbeitsbeobachtung in ihrem Atelier.

Hier wird die akribische Arbeit, Geduld und die Könnerschaft dieser Künstlerin sehr deutlich.

 

 

2008 – 2018: 10 Jahre CRAFTkontor

Es ist unglaublich – die Zeit fliegt: im September vor 10 Jahre setzte ich ein Konzept, das mich in der Zeit vorher lange beschäftigt hatte, in die Tat um: die Gründung einer Galerie für europäisches Kunsthandwerk.

CRAFTkontor_Eunique Katalog Mai-2011

10 Jahre Engagement für gute Gestaltung sind nun vergangen…

Das CRAFTkontor, die in Bonn einzige Laden-Galerie, die auf angewandte Kunst und Kunsthandwerk exklusiver deutscher und europäischer Ateliers, Werkstätten und Manufakturen spezialisiert ist, feiert wie immer mit einer neuen Ausstellung.

Angesiedelt in der für ihre individuellen Geschäfte bekannten Bürgerstraße in Bad Godesberg, zeigte sie bislang schon erfolgreich in 4-5 Themenausstellungen im Jahr ausgefallene Einzelstücke renommierter Gestalter, z. T. Staatspreisträger, aber auch talentierter Newcommer aus den Bereichen Schmuck, Keramik, Glas, Holz und Textil, die man in so ausgefallener Zusammenstellung nur in 5-6 anderen Städten Deutschlands findet.

In 50 Ausstellungen zeigte sie Arbeiten von knapp 300 verschiedenen Gestalter-Innen.CRAFTkontor_Eunique Katalog Mai-2012-sw

Grundtenor aller Objekte der CRAFTkontor-Kollektionen war und ist die Symbiose aus Design und Handwerk, die überzeugende Gestaltung in technisch virtuoser Umsetzung zeigt:
Manufaktur im eigentlichen Sinn des Wortes, für die noch das Qualitätskriterium „Handmade in Germany“ gilt.

Freuen Sie sich auf die Jubiläumspräsentation unter dem Thema „BLICKWECHSEL II mit Arbeiten von 3 weiteren Kunsthandwerkerinnen:
mehrfach preisgekrönte hauchdünne Porzellanunikate und Papierarbeiten von KARIN BABLOK, die reinweißes Porzellan dreht und mit expressiven Pinselstrichen versieht.
Die mit  Motorsäge und Stechbeitel geformte Skulpturen von Menschen in Bewegung, Spannung und Emotion von SUNDARI ARLT und Schmuck von FRIEDA DÖRFER, der Tradition und Innovation in sich vereinigt, da die junge Goldschmiedin die hohe Kunst des Guillochierens beherrscht, einer alten, fast vergessenen Goldschmiedetechnik, die sie modern interpretiert.Jubiläumsausstellung: Karin Bablok, Frieda Dörfer, Sundari Arlt;Jubiläumsausstellung: Karin Bablok, Frieda Dörfer, Sundari Arlt;

Herzliche Einladung ins CRAFTkontor.
Ausstellungsdauer bis 10. November 2018.

Das Material der Surfbretter…

Einer der Kunststoffe, die das Material für eine Gruppe Ausstellungsobjekte der Sommerausstellung im CRAFTkontor bilden, ist Fiberglas –
ein richtiges Sommermaterial, da wir ihm dort alle schon mal in Form von Kanus oder Surfbrettern begegnet sind.Catherine Bernaisch, Schale "Wassertropfen", Fiberglas; (Copyright: Bernaisch)Catherine Bernaisch, Schale „Wassertropfen“, Fiberglas;
(Copyright: Bernaisch)

Fiberglas ist kein Glas, sondern glasfaserverstärkter Kunststoff, kurz GFK (engl. GFRP = glass-fibre reinforced plastic), ein Faser-Kunststoff-Verbund aus einem Kunststoff und Glasfasern.
Durch Leichtigkeit, Bruchfestigkeit, Formbarkeit und Transluzenz zeichnet sich Fiberglas aus.

Die Gestalterin Catherine Bernaisch, die eigentlich aus der wirklichen Glasgestaltung kommt, widmet sich heute diesen interessanten Fasern.
Aus kleingezupften Fasermatten und unter Einsatz von Harzen als Bindemittel gestaltet sie wunderbar leuchtende Schalen.Catherine Bernaisch, Schale, Fiberglas. (Copyright: Bernaisch)Catherine Bernaisch, Schale, Fiberglas. (Copyright: Bernaisch)

Variable in Farbe, Form und Größe, eignen sich diese Schalen zur Dekoration in Haus und Garten (wetterfest!):
In Klein als Windlicht, in Groß als dekorativer Blickfang  und besonders  faszinierend auch mit LEDs beleuchtet…Catherine Bernaisch, Schale mit LEDs beleuchtet, Fiberglas. (Copyright: Bernaisch)Catherine Bernaisch, Schale mit LEDs beleuchtet, Fiberglas.
(Copyright: Bernaisch)

Die ersten 2 Lieferungen aus dem Atelier sind schon ausverkauft…
in der 2. Augustwoche ist der Nachschub da !

Bis dahin herzliche Sommergrüße!

KUNST-Stoff… Kunststoff…

Die Sommerausstellung im CRAFTkontor ist wieder etwas schmucklastig und faszinierend farbig.Karte Kunststoff-Seite 1
Das Material, das alle Objekte eint ist ungewöhnlich für „normalen“ Schmuck, jedoch geläufig unter der Gruppe der Gestalter, die „Autorenschmuck“ arbeiten.

Dieser Schmuck nennt sich bewußt nicht Modeschmuck, da die gestalteten Ergebnisse im Grenzbereich zur Kunst liegen: technich und handwerklich aufwendig, die Modernheit des Materials für unser Jahrhundert zeigend, nicht modisch für 3-4 Wochen Haltbarkeit gearbeitet und häufig auch für Schmucksammlungen geeignet…

Besonders herauszuheben ist die in Berlin lebende Pragerin Alina Willroth, deren mit dem Scalpell handgeschnittenen Kolliers aus Polyethylenfolien zum Teil an Spitzenkrägen aus dem 17. Jahrhundert erinnern.Alina Willroth, Spitzenkollier, Polyethylenfolie, handgeschnitten;Alina Willroth, Spitzenkollier, Polyethylenfolie, handgeschnitten;
(Copyright: projekt-bunt-Willroth)

Alina Willroth, Spitzenkollier, Polyethylenfolie, handgeschnitten;Alina Willroth, Spitzenkollier, Polyethylenfolie, handgeschnitten;
(Copyright: projekt bunt-Willroth)

Da wünsch ich mir eine moderne Braut, die den Mut hat, auf das normale Perlenkettchen zu verzichten und mit solch  phantasischem Schmuck ein Statement zu setzen: die Aha-Effekte, die ein Willrothkollier erzeugen, lassen Diamantschmuck blass aussehen !

Alina Willroth, "Foraminifera" Kollier, Polyethylen, handgeschnitten; (Copyright: projekt-bunt-Willroth)Alina Willroth, „Foraminifera“ Kollier, Polyethylen, handgeschnitten;
(Copyright: projekt-bunt-Willroth)

Die Modernität und Einzigartigkeit sowie die kunstvolle Handarbeit der Arbeiten Alina Willroths wurde  schon 2016 vom Museum für Art and Design, New York (MAD) durch den Ankauf des obigen Stückes belohnt.
Nicht der einzige Preis, den die Künstlerin bislang erhielt…

Zur Zeit neben einigen anderen Protagonisten mit fascinierenden Arbeiten zum Thema KUNSTSTOFF zu sehen im CRAFTkontor – bis Ende August.
Herzlich willkommen!

Gute Wahl…

Mal wieder hat das CRAFTkontor mit der Auswahl einer Kunsthandwerkerin für die aktuelle Ausstellung ein gutes Händchen bewiesen:

Martina Sigmund-Servetti, Protagonistin der noch bis zum 3. Juli im CRAFTkontor laufenden Ausstellung „Blickwechsel“ wurde unter Bewerbern aus 21 Ländern von einer renomierten Jury für die:

„FORM & Modern Crafts“ der Tendence Messe,
Frankfurt am Main vom 30.06. bis 03.07.2018 ausgewählt.Martina Sigmund-Servetti, Schalenset "Linea", Limoge-Porzellan mit schwarzen Porzellaninlays; (Copyright: Sigmund-Servetti)Martina Sigmund-Servetti, Schalenset „Linea“, Limoge-Porzellan mit schwarzen Porzellaninlays; (Copyright: Sigmund-Servetti)

„FORM 2018 bündelt in Halle 9.0 der Messe Frankfurt a.M. kreative und ästhetische Vielfalt aus Handwerk und Industrie: von Gebrauchskunststücken der Mode bis hin zum Möbel, vom Lichtobjekt zu Schmuck und Gerät, entstanden aus allen nur denkbaren Materialien wie Holz, Glas, Plastik, Keramik, Leder oder Textil. Die ausgewählten Produkte zeichnen sich vor allem durch innovative Gestaltungslösungen, produktgerechte Materialauswahl und -verarbeitung, Funktionalität bei Gebrauchsobjekten sowie eine überzeugende Gesamtkonzeption aus.

In diesem Jahr sind Designer, Kunstschaffende und Firmen aus 21 Ländern der Einladung der Messe Frankfurt gefolgt und haben sich mit neu entwickelten Produkten für FORM 2018 beworben. Die Auswahl übernahm eine fünfköpfige Jury anerkannter Fachleute, darunter Diplom-Produktdesignerin Andrea Basse, Petra Kellner, Professorin an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, Metallgestalter Günter Matten, Goldschmiedin Monika Schuchmann sowie Monika Vesely, ihres Zeichens Silberschmiedemeisterin. Gemeinsam wählten sie insgesamt 171 Objekte von 55 Ausstellern aus.

Drei Preisträgerobjekte seien stellvertretend genannt: Keramiken aus der Martina Sigmund-Servetti Porzellanwerkstatt, deren besonderer Reiz im Kontrast zwischen der Kühle des Materials und der organisch inspirierten Formgebung liegt.Martina Sigmund-Servetti, Flaschenformen, Lomoge-Porzellan mit schwarzen Porzellaninlays; STAATSPREIS 2016 Badden-Württemberg, (Copyright: Sigmund-Servetti)Martina Sigmund-Servetti, Flaschenformen, Limoge-Porzellan mit schwarzen Porzellaninlays; STAATSPREIS 2016 Badden-Württemberg, (Copyright: Sigmund-Servetti)

Die Reviermanufaktur ist Spezialist für die schönen und nützlichen Dinge des Alltags. Der Anspruch an die eigenen Produkte, wie dem prämierten Schlüsselorganizer, ist ein hoher Nutzen gepaart mit schönem Design und der Liebe zum Detail. Der Produktdesigner Christoph Weisshaar beweist mit seinem präzise lasergeschnittenen Aluminium-Tablett, dass gestalterische und technische Spitzenleistungen im Handwerk kein Widerspruch sein müssen.

Ausgerichtet und organisiert wird der Wettbewerb auch in diesem Jahr vom Bundesverband Kunsthandwerk und der Messe Frankfurt. „Ich freue mich sehr über die zahlreichen Bewerbungen, insbesondere über die große Vielfalt der eingereichten Produkte. FORM 2018 zeigt Produkte aus handwerklicher und industrieller Fertigung und spiegelt die Highlights der Tendence 2018 wider. Es sind Objekte des täglichen Gebrauchs dabei, die man tragen, auf ihnen sitzen, aus ihnen trinken oder sich mit ihnen schmücken kann, aber auch Produkte, die einen objekthaften, skulpturalen Charakter haben“, so Christina Beyer, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kunsthandwerk. „Und damit bin ich mit der Wettbewerbsjury einig, das Qualitätsniveau ist insgesamt bemerkenswert hoch“.“ (Textzitat Messe Frankfurt)
Martina Sigmund-Servetti, Väschengruppe, Porzellan; (Copyright: Sigmund-Servetti)
Martina Sigmund-Servetti, Väschengruppe,
Porzellan; (Copyright: Sigmund-Servetti)

Noch können Sie die faczinierend zarten, aber wirklich alltäglich nutzbaren Schalen, Gefäße, Vasen und vieles mehr von Martina Sigmund-Servetti im CRAFTkontor anschauen und erwerben… denn Frankfurt ist ja nur für Fachbesucher…

Ab 3. Juli wird das CRAFTkontor dann wieder umdekoriert auf eine neue Präsentation interessanter Kunsthandwerker.
Ab Freitag, 6. Juli heißt es:
Sommer – Sonne – Leichtigkeit = KUNSTSTOFF.

Ein modernes leichtes Material hat einige Gestalter zu wunderbaren Schmuckstücken verführt.

Wie immer: herzlich willkommen !

Lebefrauen und Lebemänner…

„Es sind kleine Szenen mit freundlichen, amüsanten Lebefrauen und Lebemännern im Alter der angenehmen zweiten Lebenshälfte, abgebildet in Momenten alltäglicher Muße“Johanna Beil, Skulptur "im Gespräch", Terrakotta; (Copyright: J. Beil; Foto: Axel Fidelak)Johanna Beil, Skulptur „Im Gespräch“, Terrakotta; (Copyright: J. Beil; Foto: Axel Fidelak)

Dieser einführende Satz von Olga Moldaver, Kunsthistorikerin M.A. am Keramion, der Stiftung für historische und moderne Keramik in Frechen, charakterisiert die „Gäste“ der momentanen Ausstellung „Blickwechsel I“ im CRAFTkontor aufs Feinste…

„Auf der Basis von Alltagsimpressionen lässt Johanna Beil  Situationen entstehen, in denen sich dank der präzise beobachteten Mimik und beredten Gestik sowie der meisterlich realisierten Körperhaltung und Kleidung beim Betrachter sofort eine fast filmische Szene im Kopf abspielt: Liest der Mann mit der Tolle, Ohr an Ohr an seinen Hund gedrückt, jenem seine Rilke-Lieblingsstrophen vor?“Johanna Beil, Skulpur "Lesender mit Hund", Terrakotta; (Copyright: J. Beil, Foto: Craftkontor)Johanna Beil, Skulpur „Lesender mit Hund“, Terrakotta; (Copyright: J. Beil, Foto: Craftkonto

Faszinierende Nähe zu den Gestalten stellt sich ein, geschaffen durch eine wunderbare Beobachtungsgabe von Johanna Beil und dem Talent der Illustratorin und Bildhauerin, dies in akribischer Feinmodellierung umzusetzen.Johanna Beil, Skulptur "Die Kreuzworträtslerinnen", Terrakotta; (Copyright: j. Beil, Foto: Craftkontor)Johanna Beil, Skulptur „Die Kreuzworträtslerinnen“, Terrakotta; (Copyright: j. Beil, Foto: Craftkontor)

„Um nuancierte Faltenlandschaften auf die Charakterköpfe zu bringen oder naturalistische Stoffkrumpel eines zu engen Sakkos zu formen, nutzt sie nichts als weißen Ton, unglasiert, nicht einmal mit weißer Engobe überfangen … leicht überzeichnet, geformt mit subtiler Ironie, typisiert in ihrer Bonvivant-Gemütlichkeit.“

Und weil diese Art der plastischen Formulierung so sehr uns Betrachter überzeugt, erhält Johanna Beil zunehmend auch Aufträge für Porträts von Mensch und Tier.Johanna Beil, Skulptur "Wie der Herr, so's G'scherr...., Terrakotta; (Copyright: J. Beil, Foto: A. Fidelak)Johanna Beil, Skulptur „Wie der Herr, so’s G’scherr…., Terrakotta; (Copyright: J. Beil, Foto: A. Fidelak)

„Blickwechsel I“ mit den Plastiken von Johanna Beil noch bis Ende Juni im CRAFTkontor.

 

Hinweise zum Datenschutz !

Liebe CRAFTkontor Blogleser-Innen,

Ab dem 25.5.2018 tritt die EU- Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft.
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Bitte bleiben Sie weiterhin neugierig und schauen einfach regelmäßig auf der Website und dem Blog nach !
Vielen Dank für Ihr Verständnis.

 

Die lange Nacht der Galerien 2018

Alle Jahre wieder veranstalten 10 Bad Godesberger Galerien im Frühjahr eine lange Nacht.
Nun schon zum 6. Mal öffnen die Galerien  für Sie von 18.00 Uhr bis Mitternacht.  Am FREITAG, 4. Mai ist es so weit.BANNERnachtdergalerien2018Die 10 teilnehmenden Galerien zeigen spannende Positionen aus ihnren aktuellen Programmen: Malerei, Skulptur und Plastik, Fotographie, KonzeptArt, Druckgraphik, angewandte Kunst und Design.
Dieser Abend ist eine privat gestemmte Initiative dieser frei zusammengeschlossenen Galerien für ihren Stadtteil Bad Godesberg und natürlich Bonn und das Rheinland…
Und die Erfahrung zeigt: das Publikum ist bei weitem nicht nur lokal !

Wie jedes Jahr ist auch das CRAFTkontor mit einer Ausstellung dabei:
An diesem Abend eröffnen wir „Blickwechsel“.
Um 19.00 Uhr führt Olga Moldaver, wissenschaftliche Mitarbeiterin am KERAMION, der Stiftung für historische und moderne Keramik in Frechen, in die Ausstellung ein.
Wir zeigen Gefäße aus Porzellan von Martina Siegmund-Servetti
und Terrakotta-Skulpturen von Johanna Beil.Johanna Beil, Blickwechsel - Herr und Hund; Terrakotta; (Copyright: J. Beil)
Johanna Beil, Blickwechsel – Herr und Hund; Terrakotta;
(Copyright: J. Beil)

Johanna Beil wird anwesend sein,
Martina Sigmund-Servetti hat das Vergnügen, in dieser Zeit auf Einladung im chinesischen Keramikzentrum Jingdezhen zu weilen.

Die von Jahr zu Jahr steigenden Besucherzahlen der langen Galerienacht sind ein Beleg für spannende Abende und den Spaß Kunst direkt zu erleben.

Infos: nacht-der-galerien.de

Wunder der Natur…

Mehr oder weniger Halbzeit für die Ausstellung „Behausungen – Hüllen – Nester“, deren Schwerpunkt im Moment im CRAFTkontor die keramischen Arbeiten von Christiane Möhring sind.Einladungskarte aktuelle Ausstellung im CRAFTkontor Bonn-Bad GodesbergEinladungskarte der aktuellen Ausstellung im CRAFTkontor Bonn-Bad Godesberg (Copyright: A. Portsteffen, Cynthia Rühmekorf, C. Möhring, A. Mainz, Cultform)

Auf der Grundlage gründlicher Recherche und Beschäftigung mit Microstrukturen in der Natur um uns – in Moosen, in Unterwasserwelten, wie Muscheln, Korallen und Kleinorganismen, entwickelt Christine Möhring Keramikskulpturen.
Ihre Naturbetrachtugen, die auch im eigenen Garten stattfinden können, untermauert sie mit der Lektüre naturwissenschaftlicher Texte, um dann vertieft in die Gestaltung ihrer Objekte einzusteigen.Detail: Keramik Christina MöhringDetail: Keramik Christine Möhring

Der Aufbau der Objekte und die Trocknungsphasen nutzt sie um gestalterisch zu manipulieren – ergebnissoffen: sie dehnt , streckt, treibt und löchert ….Detail: Keramik Christine MöhringDetail: Keramik Christine Möhring

Lineaturen, Rillen, Löcher und Perforationen werden anschließend durch rauhe Schamotteoberflächen und manchmal mehrere Glasurbrände hintereinander in ihren Naturtönen überhöht.Detail: Keramik Christine MöhringDetail: Keramik Christine Möhring

Natur als Kunst in handwerklicher Vollendung !
Noch bis zum 27. April 2018 im CRAFTkontor zu bewundern.

Am Freitag, 4. Mai dann die diesjährige lange Galerienacht mit der Eröfnung einer neuen spannenden Ausstellung herausragenden Kunsthandwerks:
BANNERnachtdergalerien2018