Glaskunst aus Flachglas…

Die Sommerausstellung im CRAFTkontor zeigt schwerpunktmäßig Arbeiten des Glaskünstlers Heiner Düsterhaus.Heiner Düsterhaus, Tellerobjekt, Frühlingsgefühle, Floatglas, Hinterglasfarbe, Gold und Platin; (Foto/Copyright Düsterhaus)Heiner Düsterhaus, Tellerobjekt, Frühlingsgefühle, Floatglas, Hinterglasfarbe, Gold und Platin; (Foto/Copyright Düsterhaus)

Geboren 1949, führte der ausgebildete Glaskünstler seit den 70er Jahren Jahrzehnte lang parallel die eigene Werkstatt und als Designer die Produktentwicklung der Manufaktur Walther-Glas bis zu deren Schließung 2011.HeinerDüsterhaus, 2 Schalen: Gold-Platinmalerei; Flachglas, Hinterglasfarbe;Heiner Düsterhaus, 2 Schalen: Gold-Platinmalerei; Flachglas, Hinterglasfarbe (Copyright: Düsterhaus)

Der in Glassammlerkreisen sehr bekannte Gestalter ist spezialisiert auf die Verarbeitung/Verschmelzung normalen Fensterglases: der Fachmann sagt dazu „Floatglas“.
Alle Arbeiten bestehen mindestens aus 3 bis zu sehr vielen Schichten von 4mm starkem Glas. Dieses Glas schimmert ganz leicht grünlich durch den hohen Eisenanteil im Sand der chemischen Glasmischung.

Nach der Glasreinigung werden die Scheiben mit Gold, Platin oder Farbglasteilen, den so genannten Fritten, belegt.
Danach erfolgt der erste Brand im Fusingofen. Dieser Ofen ist flach wie ein Tisch, so dass man bequem an ihm arbeiten kann.
Nach diesem Brand werden die Scheiben in unterschiedlichen Techniken mit Hinterglasfarbe bemalt, geritzt oder graviert und dann mit einer Deckscheibe in den Ofen geschichtet zum zweiten Brand.
Bei ca. 800 Grad wird so aus vielen Scheiben eine Dicke.Heiner Düsterhaus, Detail der Schichtungen aus Farbglascheiben in einem Objekt; (Foto: Craftkontor; Copyright: Düsterhaus)Heiner Düsterhaus, Detail der Schichtungen aus Farbglascheiben in einem Objekt; (Foto: Craftkontor; Copyright: Düsterhaus)

Der Ofen muss bei diesen enormen Glasstärken, die bei den Schichtungen entstehen, sehr sorgfältig abgekühlt werden, sonst kommt es zu Spannungen im Glas und das Objekt zerbricht.
1-7 Tage (!), je nach Glasstärke, kühlt der Ofen kontrolliert ab.
Heiner Düsterhaus erzählte mir, das, obwohl er die Prozedur schon so viele Male durchgestanden hat, es immer wieder spannend und lehrreich ist, wenn die Ungeduld zur Belastungsprobe wird.
Auch einem erfahrenen Künstler passieren manchmal noch Missgeschicke, denn er probiert ja auch immer wieder Dinge, die an die Grenzen seiner Erfahrung gehen…

Was aus dem Ofen kommt, ist dickes Glas mit malerischer Gestaltung im Inneren, die nicht mehr geändert werden kann:
Bei Schalen, Tellern und Skulpturen werden dann die scharfen Glaskanten der noch flachen dicken Scheiben geschliffen und dann kommen sie in den dritten Brand:
Jetzt werden sie auf eine keramische Form oder Platte gelegt, die ihrer Endform entsprechen gewölbt ist. Nun wird ganz langsam erhitzt, so das das Werkstück durch das Eigengewicht in die ihm zugedachte Form sinkt.
Der Abkühlungsprozess geht wieder über 1-7 Tage und danach, danach ist das Kunstwerk fertig zur Bewunderung. (Info: Heiner Düsterhaus)Heiner Düsterhaus, Kopfskulptur, Floatglas, Hinterglasfarbe; (Foto: Craftkontor-Coyright: Düsterhaus)Heiner Düsterhaus, Kopfskulptur, Floatglas, Hinterglasfarbe; (Foto: Craftkontor-Copyright: Düsterhaus)

In unserer Auststellung zeigen wir besagte Teller und Schalen in klein und groß,
Fischskulpturen, Kopfskulpturen und Stelen, die zum Teil ganz wunderbar im Garten wirken !Heiner Düsterhaus, Stele "Wächter", Floatglas, Hinterglasfarbe; (Foto/Copyright: Düsterhaus)Heiner Düsterhaus, Stele „Wächter“, Floatglas, Hinterglasfarbe; (Foto/Copyright: Düsterhaus)

Als wunderbare Kleinigkeit gibt es Paperweights zu erstehen – kleine Geschenke, die die Freundschaft erhalten!

Herzlich willkommen zur sommerlichen Ausstellung im CRAFTkontor !

 

Gastspiel….

Als Frühsommergäste hat das CRAFTkontor im Moment die Roundboards von Henry Gockel im Programm.  Henry Gockel, Roundboard im CRAFTkontor; (Foto: Craftkontor)Henry Gockel, Roundboard im CRAFTkontor; (Foto: Craftkontor)

Henry Gockel, Roundboard, MDF, Lack rot/schwarzHenry Gockel, Roundboard, MDF, Lack rot/schwarz (Copyright: Gockel)

Eigentlich Designer für die Autoindustrie, erwischt ihn manchmal die Lust, nützlich handfeste Objekte zu entwicklen.

Diesmal ist es ein universelles Kleinmöbel, das Roundboard:
ein halbrundes Regal perfekt für eine Diele,
neben dem Lieblingssessel,
als Nachtschränkchen,
Postament für eine besondere Skulptur oder Vase und und und…
Sie sehen, Ihrer Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt…Henry Gockel, Roundboard, MDF, Lack, Porzellan Christiane Ruff; (Copyright: Gockel)Henry Gockel, Roundboard, MDF, Lack, Porzellan Christiane Ruff; (Copyright: Gockel)

Ebenso in der Farbvielfalt:
-limetten-sommer-frisch-gelb;
-sailor-maritim-blau/weiß;
-pretty in pink;
-streng konsequent schwarz/weiß…Henry Gockel, Roundboard, MDF, Lack; (Copyright: Gockel)Henry Gockel, Roundboard, MDF, Lack; (Copyright: Gockel)

16 Varianten sind im Angebot, aber und das ist das Tolle, man kann auch über einen Figurator das ganz individuelle Modell erstellen lassen !
Das Ganze ist wie Alles im CRAFTkontor Manufakturarbeit….
So individuell wie Sie !

Herzlich willkommen!

„Gespinste“ von Henriette Tomasi

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Die ungewöhnlichen Arbeiten Henriette Tomasis aus Metallfaser faszinieren mich schon einige Jahre. Ein paar ihrer frühen Werke fanden Platz in der Ausstellung „Federleicht und Bleischwer“ im Frühjahr 2010 im CRAFTkontor.
Seitdem habe ich ihr Schaffen verfolgt – Weiterentwicklungen: mal mehr zur freien Kunst, mal mehr zum Dekorativen…

Sie konnte sich austoben als bildende Künstlerin, Goldschmiedin, Designerin, Malerin und Zeichnerin.
Die jetzige Ausstellung im CRAFTkontor zeigt Wandreliefs, Gefäßobjekte, Schmuck und neuste Fotoarbeiten.Henriette Tomasi, Drahtrelief "Mutter mit Kind", Edelstahldraht und Mobile von Annette Rawe "Kirschen", Edelstahldraht, lasierte Papiere;Henriette Tomasi, Drahtrelief „Mutter mit Kind“, Edelstahldraht und Mobile von Annette Rawe „Kirschen“, Edelstahldraht, lasierte Papiere;

Eröffnet haben wir die wunderbare Ausstellung am vergangenen Freitag, während der langen Galerienacht in Bad Godesberg und Sie alle haben zu einem tollen Abend beigetragen: gute Gespräche  und viele viele Besucher:
Herzlichen Dank!

Henriette Tomasi, "Nacht", Fotoarbeit;Henriette Tomasi, „Nacht“, Fotoarbeit;

Schwerpunkt bilden die Arbeiten aus den unterschiedlichst feinen Metall- oder Edelmetallfäden.
„… ob Gespinste aus Edelstalhdraht oder Edelstahlfaden, selbst Silber und Gold, am Anfang steht immer eine große Garnrolle mit Kilometern von haarfeinem Metallfaden – alles Weitere ist Bewegung und das Geheimnis der Künstlerin…“Tomasi-003Ausstellungssituation Henriette Tomasi im CARFTkontorAusstellungssituation Henriette Tomasi im CARFTkontor

Henriette Tomasi hebt die kühlen, technischen Eigenschaften der Metalle auf. Sie schafft fragile zauberhafte Formen, in denen Innen und Außen ineinander übergehen. Zart und transparent sieht sie die Künstlerin innig mit der sie umgebenden Luft, dem Raum und dem in sie eindringenden Licht verbunden.Henriette Tomasi, Armreifen, Silberdraht, gesponnen u. gehämmert, z.t. geschwärzt;Henriette Tomasi, Armreifen, Silberdraht, gesponnen u. gehämmert, z.t. geschwärzt;

Herzlich willkommen im CRAFTkontor…
Ausstellungsdauer bis Ende Juni.
BItte beachten Sie die kleine Galeriepause vom 15. bis 22. Mai –
ab 23. Mai sind wir wieder für Sie da!

Lange Galerienacht Bad Godesberg 2017

Nächste Woche ist es wieder so weit.
Zum 5. Mal !Banner nacht-der-galerienWir, ein freier Zusammenschluss Bad Godesberger Galerien und Aussteller von Kunst laden ein zur langen Nacht der Galerien.
Von 18 Uhr bis Mitternacht haben wir die Türen für Sie weit geöffnet.

11 Standorte / 11 Aussteller zeigen spannende Positionen aus ihrem aktuellen Galerieprogramm: Malerie, Skulptur und Plastik, Fotographie, KonzeptArt, Druckgraphik und angewandt Kunst und Design:
Als Galerie für angewandte Kunst und Kunsthandwerk ist das CRAFTkontor seid dem ersten Jahr mit Begeisterung dabei.

Wir eröffnen in dieser Nacht die Einzelausstellung „Gespinste“ mit Arbeiten von Henriette Tomasi. (Hierzu in einem weiteren post später mehr…)Seite 1.indd

Die von Jahr zu Jahr steigenden Besucherzahlen sprechen für sich…
Es macht ungeheuren Spaß sich mit anderen interssierten Gästen durch den Abend treiben zu lassen – gemeinsam Kunst zu erleben – Positionen zu diskutieren – Dinge zu sehen, die man nicht vermutet hätte !

Erleben Sie einen spannungsreichen Abend und bringen Sie Ihre Familie und Freunde mit.
Herzlich willkommen !

www.nacht-der-galerien.de
www.facebook.com/NachtderGalerien

 

Sonngard Marcks – Keramische Bildwelten

S.Marcks Teller Fliege.PersischerStoff D32,5

Sonngard Marcks, Teller „Fliege“ , Fayencemalerei auf Keramik;

Eine herausragende Keramikerin unserer Zeit hat in Kooperation mit der Neuen Sammlung München (Pinakothek der Moderne)  in Bielefeld eine Einzelausstellung bekommen.
Wenn Sie in der Nähe sind: hier meine Empfehlung zu einem Besuch !!

Kenner des CRAFTkontor lieben sie aus zwei vergangenen Ausstellungen „Stillleben“ und „Botanica“.
Diese Ausstellungstitel geben schon Hinweise auf den Schwerpunkt ihres Schaffens, der feinfühligen Malerei von Fauna und Flora in zauberhaften Kompositionen und das, wenn man mag, sogar auf nutzbaren Formen !Sonngard Marcks, Schale "Birnen", Detail der Fayencemalerei auf KeramikSonngard Marcks, Schale „Birnen“, Detail der Fayencemalerei auf Keramik

„In der zeitgenössischen Keramik ist Sonngard Marcks eine feste Größe. Die Ausstellung beleuchtet ihr Schaffen der letzten 20 Jahre. Spannend zu beobachten ist die permanente künstlerische Weiterentwicklung. Stillstand gibt es bei ihr nicht, stets ist die Künstlerin auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen.

Beginnend in den 1990er Jahren dominiert bei Sonngard Marcks die ungesinterte, rote Irdenware mit dunklem Scherben und einer eher transparenten Engobe- und Glasurmalerei. Inhaltlich ist die Malerei von abstrakt-geometrischen Elementen geprägt. Auch die Objekte selbst – Kannen, Teller, Schalen, Vasen, Objekte  –  sind deutlich der geometrischen Formgebung verpflichtet. Allgemein ist diese Phase von einem freien, spielerischen Umgang mit jeglicher Form bestimmt, wird der Geste des Zufalls Spielraum gewährt.

Nach dem Jahr 2000 verschiebt sich der Schwerpunkt ihrer Arbeit in Richtung Fayencetechnik, Bedeutung erlangt der zinnglasierte, weiße Malgrund, wichtig wird nun auch die Präzision im malerischen Detail. Eine weitere Veränderung betrifft das Thema der Glasurmalerei, die Künstlerin arbeitet nun gegenständlich, sie widmet sich zusehends Motiven aus Fauna und Flora. Zunächst noch grafisch abstrahiert, geraten die dargestellten Wesen immer naturalistischer, schließlich bekommen sie sogar in Beigabe einer Schattenzeichnung die dritte Dimension zugestanden. Auch dürfen Früchte plastisch bzw. objekthaft auftreten. Was so in Erinnerung barocker Schaugerichte beginnt, mündet schließlich in Collagen und Installationen.

Sonngard Marcks studierte an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein (heute Kunsthochschule Halle a. d. S.). Sie erhielt zahlreiche Preise: Keramikpreis Neuburg/Donau (Sonderpreis der Jury 1992), Keramikpreis der Stadt Bürgel (1997), INAX Design Prize for Europeans (Tokio/Tokoname, Japan, 1998), Oldenburger Keramikpreis (2003 und 2004), Dießener Keramikpreis (2008) und Bayerischer Staatspreis (2008). “

Museum Huelsmann – Weiße Villa
Ravensberger Park 3
D-33607 BielefeldÖffnungszeiten
dienstags bis samstags 14 – 18 Uhr
sonntags 11 – 18 Uhr

Öffentliche Führungen: Mi, 10.05.17 + 14.6.17 + Sa, 01.07.17, jeweils 15 Uhr
Kulturcafé: Mi, 17.05.17 + 21.06.17, jeweils 15.30 Uhr (Anmeldung Tel. 0521 – 51 37 66)
Finissage: So, 13.8.17, 17 Uhr

Katalog: Sonngard Marcks – Keramische Bilderwelten
Herausgeber: Angelika Nollert, Die Neue Sammlung, München
Text: Josef Straßer, Vorwort: Angelika Nollert
München: Die Neue Sammlung, 2016
ISBN 978-3-9813755-9-615

Spielerisch leicht…

Wenn man nicht gerade Grippe geschwächt im Haus bleiben muss, kann man in diesen Tagen schon einen Hauch von Frühling verspüren:
Die Kraniche ziehen, Morgens hört man schon die Vögel singen und auch die Temperaturen sind milder….

Die beste Zeit für eine Ausstellung zur Leichtigkeit ! und was paßt da besser als Mobiles. Feine leichte Objekte, die Räume verschönern, Ruhe schenken und Blicke fockussieren.Annette Rawe, Mobile ROT, lasierte Papiere, Edelstahl (Foto+Copyright Rawe)Annette Rawe, Mobile ROT, lasierte Papiere, Edelstahl (Foto+Copyright Rawe)

Lange Zeit waren Mobiles kein Thema für die Gestalter mehr – Alexander Calders Objekte wurde nur im Museum bewundert – aber für die eigenen 4 Wände waren die Luftobjekte nicht mehr vorstellbar…

Nicht zuletzt die Aufmerksamkeit, die die „midcentury“-Möbel aus Scandinavien im Moment erhalten und die Tendenz zu leichteren Modellen im Möbeldesign, ermöglicht dem Mobile ein comeback.

Wir haben die wunderbaren Luftobjekte von Annette Rawe zu Gast im CRAFTkontor.Annette Rawe, Mobile "Mori", lasierte Pappen, Edelstahl; (Foto+Copyright: Rawe)Annette Rawe, Mobile „Mori“, lasierte Pappen, Edelstahl;
(Foto+Copyright: Rawe)

Annette Rawe, geb. 1964 in Gütersloh, lebt im Münsterland.
Nach einer Ausbildung zur Holzbildhauerin und Gestalterin im Handwerk, setzte sie auch noch eine Dipl. Designerin obendrauf.
Seit 1998 ist sie nun freischaffend tätig und ihre Leidenschaft sind die Mobiles !

„Über die Gestaltung von großen Wandobjekten und abstrakten Reliefs aus Papier, Holz und Draht ist Annette Rawe zu ihrem Thema Mobilés gekommen und seit mehr als 20 Jahren dabei geblieben.
Die freien Gestaltungsmöglichkeiten im Einklang mit den technischen Herausforderungen, sowie die unzähligen Einsatzmöglichkeiten von Mobiles und deren Seltenheit im Designbereich inspirieren sie immer aufs Neue.

Die gestalteten Bögen und Linien, die Proportion der zueinander geordneten Flächen sowie deren Form ergeben die Komposition, die ausgewogen und harmonisch oder auch spannungsvoll wirken kann.
Durch das Drehen und die Überlagerung der Elemente ergeben sich immer wieder neue Farb- und Formspiele. Balance, Gleichgewicht, Ruhe, Harmonie, Ausgewogenheit, Zusammenhalt und Zusammenspiel werden mit dem Thema Mobile verknüpft.“ (Textzitat Rawe)Annette Rawe, Mobile, Japanpapier, Blattgold, Edelstahl; (Foto+ Copyright: Rawe)Annette Rawe, Mobile, Japanpapier, Blattgold, Edelstahl;
(Foto+ Copyright: Rawe)

Die im CRAFTkontor gezeigten Mobiles bestehen aus Japan- und Spezialpapieren in Verbindung mit Edelstahldraht. Die Flächen sind lackiert, lasiert, bemalt oder blattvergoldet.
Die größeren Mobiles haben Formate von ca. 120X180, 120X200 oder 140X180, die kleineren z.B. 80X60, 70X50 oder 50X50.Annette Rawe, Mobile im öffentlichen Raum - Weserburg Bremen, Acryl, Stahl; (Foto und Copyright: Rawe)Annette Rawe, Mobile im öffentlichen Raum – Weserburg Bremen, Acryl, Stahl; (Foto und Copyright: Rawe)

Sie stellt die Mobiles in ihrem Atelier als Unikate oder in Kleinserien her.
Es sind still schwebende Akzente für Wohn- und Arbeitsräume,
farbenfrohe Hingucker für Kinderzimmer oder großformatige Raum-Objekte für Galerien und Lufträume.
Wunschformate und Anfertigungen spezieller Farbspiele sind jederzeit möglich.

Herzlich willkommen im CRAFTkontor.
ACHTUNG: von Weiberfastnacht, 23.2. bis zum 6.3. haben wir Galeriepause !

 

Jahrespläne…

Willkommen im neuen Jahr mit neuen Plänen…
Wie immer werden wir hier Neuigkeiten berichten, über Kunsthandwerk schreiben und die Dinge ankündigen, die im CRAFTkontor, Ihrer Galerie für Kunsthandwerk, stattfinden.

Anna Wiscombe, Wiesenblumen, Holz, Lack; (Foto + Copyright: Wiscombe)

Anna Wiscombe, Wiesenblumen, Holz, Lack; (Foto + Copyright: Wiscombe)

Der Jahresanfang ist immer der Zeitpunkt der Planfestschreibung:
Geht das, was man sich vorstellt, problemlos in den nur 12 Monaten ?
Kann ein eingeladener Kunsthandwerker doch nicht zum geplanten Zeitpunkt… müssen wir improvisieren…(das führt zu ungeahnt guten Ergebnissen übrigens;) )

Die ersten 2 Ausstellungen des Frühjahrs möchte ich Ihnen schon ankündigen und Ihnen einen Besuch hier wir immer schmackhaft machen:

Am 16. Februar starten wir unter dem Titel „Über die Leichtigkeit des Seins…“ in das Ausstellungsjahr .

Annette Rawe, Mobile "Leaves", gelacktes Papier, Edelstahl; (Foto + Copyright Rawe)

Annette Rawe, Mobile „Leaves“, gelacktes Papier, Edelstahl; (Foto + Copyright Rawe)

Mobiles werden die Hauptprotagonisten dieser Ausstellung sein…
Lässig, luftig, leicht genügt ein Frühlings-Windhauch und schon lenken diese zarten Objekte in der Wohnung, den Büroräumen oder der Praxis den Blick auf sich.
Spielerisch oder streng in der Gestaltung – Natur imitierend oder an das Bauhaus erinnernd.

Vorankündigen möchte ich auch schon jetzt die nächste lange Nacht der Galerien in BONN-Bad Godesberg:

Nacht der Galerie Bad Godesberg 2017 (Copyright Hofmann)

Nacht der Galerie Bad Godesberg 2017
(Copyright Hofmann)

In dieser Nacht wird wie immer eine neue Ausstellung im CRAFTkontor eröffnet werden.
Nach der sehr erfolgreichen Schau der Rauchbrandkeramiken von Ule Ewelt 2016, widmet sich diese Ausstellung feinsten Gespinsten aus Edelmetallen.
Mehr möchte ich dazu jedoch noch nicht verraten…, aber merken Sie sich den Abend mit Ihren Freunden vor: es ist immer sehr viel los in den beteiligten 11 Galerien und die Besucher schwärmen von der tollen Nacht, die mittler Weile schon zum widerholten Male stattfinden wird.

Und den Sommer über, was wird es da geben?
Schauen Sie beizeiten mal wieder in den Blog;)
und herzlich willkommen im CRAFTkontor!

Ein Pariser Traum – ein Bad Godesberger Träumchen…

Le Concept Store Empreintes des Metiers d’Art: Paris,
täglich von 11 bis 19 Uhr, ausser Sonntag

Meine Kollegin Schnuppe von Gwinner schreibt folgenden Text über den wunderbaren neuen Shop der französischen Kunsthandwerkergilde auf ihrem blog (BlogCraft2eu).
Ein Staatsverband der Kunsthandwerker-Meisterdesigner leistet sich hier einen veritablen Conceptshop für feines Handgemachtes…
Bis vor einigen Jahren führte Schnuppe von Gwinner ebensolch einen kuratierten Shop für Kunsthandwerk in Hamburg, so wie ich es hier in Bad Godesberg tue – Empreintes ist ein Traum – unsere deutschen Galerien/Conceptshops sind Träumchen, ABER der Inhalt ist ebenso fein – handgemacht und besonders… gerade in der Zeit, in der wir das Besondere  verschenken möchten….

Eingang Concept Store Empreintes des Metier's d'Art Foto: Claude Weber Eingang Concept Store Empreintes des Metier’s d’Art (Foto: Claude Weber)

„Seit dem Herbst gibt es in der französischen Hauptstadt Paris ein Kaufhaus für Kunsthandwerk, angewandte Kunst, Designunikate und Kleinserien französischer Handwerksdesigner oder Designermaker. Allen Mitgliedern des Berufsverbandes „Ateliers d’Art de France“ steht es frei sich zu bewerben um in diesem neuen Concept Store im Herzen des Marais Objekte zu verkaufen. Auf über 600 Quadratmetern über 4 Etagen findet man rund 1000 handgefertigte Objekte, Wohnaccessoires, Mode und Schmuck,
angewandte Kunst für Sammler und Connaisseure.

Begleitet wird diese opulente, von Élizabeth Leriche kuratierte und eingerichtete Dauerpräsentation von einer Gastronomie,  einer Bibliothek und einem Vortrags- und Projektionsraum für Dokumentarfilme.

Wer hätte nicht jemals von solch einem Konzept geträumt? Ein attraktives, zeitgemässes Ambiente im Herzen einer pulsierenden Groß- nein – Hauptstadt. Entspannte Atmoshpäre, Hedonismus pur. Nur erlesene, ganz besondere Dinge, dazu passende, inspiert inspirierende Bücher und ein gechilltes Café, Musik, und hin und wieder originelle Events und Präsentationen. Alles Handmade – von aussergewöhnlichen Menschen für aussergewöhnliche Menschen!

Das wär’s! Ich habe diesen Traum millionenfach geträumt und bin mir ganz sicher, dass ich damit nicht alleine bin. Ein Konzept zum schwärmen – solange man sich von ökonomischen Zwängen unbeeindruckt zeigen kann – was ja der Realität leider nicht entspricht.

Der französische Verband „Ateliers d’Art de France“ kann das, wie ich schon an anderer Stelle ausführlich beschrieben habe. Er kann und er will auch! Seinen Mitgliedern Plattformen bieten, die zeitgemäß sind und die ihre Werke in adäquater Form promoten. Das gilt für die großartigen Schauen auf den Messen „Maison et Objet“ im Herbst und Frühjahr jeden Jahres genauso wie für die Läden und Galerien in Paris. Hinzu kommt seit neuestem auch die als Biennale veranstaltete Messe Relevation im Grand Palais, 2017 wieder im Mai. Ein reicher Verband, der seine Mitglieder klug und effizient unterstützt!

In Deutschland gibt es so etwas nicht. Die gefühlt zunehmende Wertschätzung handwerklich gestalteter Dinge ist eine theoretische. Man schaut sich das gern an aber man traut sich nicht. Den meisten fehlt das Selbstbewusstsein für sich, autonom zu entscheiden was gut und schön ist. Die Abhängigkeit von den Einflüsterungen cleverer Werbung und großer Marken ist stärker. Auch der Sparfuchs in jedem Deutschen hält die Pfote drauf – in traditionell evangelischen Gegenden übrigens mehr als in katholisch geprägten Regionen.

Natürlich lässt sich diese Haltung nicht verallgemeinern. Doch der Kreis derer, die aus ihrer Begeisterung für das gestaltende Handwerk, für die aufregend überraschende Verbindung von Tradition und Innovation, nicht nur keinen Hehl machen sondern auch angemessen dafür bezahlen ist erschreckend klein, sodass ein Kaufhaus – auch noch mit dem so schönen, hintersinnigen  Namen „Empreintes“ = Spuren – hierzulande ohne großzügigen Sponsor wohl kaum eine Chance hätte.

Also, auf nach Paris und weiter träumen!“ (© Schnuppe von Gwinner)

Empreintes
5, rue de Picardie – 75003 Paris – France

Métro : Saint-Sébastien Froissart – Ligne 8
Tél. : + 33 (0)1 40 09 53 80
Öffnungszeiten:
täglich außer Sonntag: 11 bis 19Uhr.

Herbstzeit – Schalzeit…

Der Spätsommer hat uns mit tollen Temperaturen verwöhnt, um so mehr frösteln wir nun bei der plötzlichen Herbstkälte und den Nebelschwaden…

Genau das richtige Wetter um die Übergangskleidung durch Schals zu ergänzen.
Das textile Thema der jetzigen Ausstellung im CRAFTkontor: „feinstofflich“, bietet da einige Auswahl.

CRAFTkontor Fans kennen die schönen Seidenschals der Niederländerin Hellen van Berkel schon länger: Gern kombiniert sie verschiedene Muster in Siebdrucktechnik auf fließender Seide – immer sind die Ränder ebenso phantasievoll gestaltet.

Hellen van Berkel, Seidentuch, Siedruck auf Seide;

Hellen van Berkel, Seidentuch, Siebdruck auf Seide;

 

Hellen van Berkel, Seidentuch "The Hague", Siedruck aud Seide;

Hellen van Berkel, Seidentuch „The Hague“, Siebdruck aud Seide;

Hier aus der fruchtbaren Zusammenarbeit für verschiedene niederländische Museen (z.B. Mesdag, The Hague und das Rijksmuseum Amsterdam)

Diesmal zeigen wir auch leichte Wollschals die Hellen in ihrem Jaipur-Projekt in Indien hat drucken lassen.

Hellen van Berkel, Tuch, Handsiebdruck, reine leichte Wolle;

Hellen van Berkel, Tuch, Handsiebdruck, reine leichte Wolle;

Druck auf leichter reiner Wolle zeichnet auch die Schals von Margit Korshoj aus Dänemark aus. Sie beherrscht die graphische Gestaltung und das Spiel harmonischer Linien.

Margit Korshoj, Dänemark, Schal, feine reine Wolle, handbedruckt;

Margit Korshoj, Dänemark, Schal, feine reine Wolle, handbedruckt;

Ihre Schals eigenen sich daher ebenso für Frauen wie Männer.

Margit Korshoj, handgewebter Seidenschal;

Margit Korshoj, handgewebter Seidenschal;

Neu im CRAFTkontor sind die wunderbaren Schals vom Handwebstuhl Anja Ritters. Die Weberin übernahm vor einigen Jahren die Werkstatt Siebörger in Ober-Ramstadt und fertigt dort nun ihre anschmiegsamen Schals aus Wolle/Seide in leuchtenden Farben, wie Pink oder Türkis, oder in gedeckten Tönen/Mischfarben mit Schwarz oder Grau, die wiederum unisex zu tragen sind.

Anja Ritter, Weberei Siebörger, Schal, handgewebte Wolle mit Seide;

Anja Ritter, Weberei Siebörger, Schal, handgewebte Wolle mit Seide;

Die Abend tauglichen Stolen von Karin Merkl aus Wien sind die zweite festliche Saison in Bonn: ihre Kombination aus Seidenchiffon und Merinowolle ist unnachahmlich chic.
Wärmend und doch repräsentativ, leicht und doch umhüllend, perfekt zum schulterfreien Abendkleid wie zum kleinen Schwarzen oder einem sportlichen Hosenanzug.

Karin Merkl, Stola, Seidenchiffon, Merinowolle;

Karin Merkl, Stola, Seidenchiffon, Merinowolle;

Sie sehen, die Auswahl ist vielfältig.
Herzlich willkommen zum Stöbern!

 

Schmucksommer: Part 4

Barbara Huck: „Mein Motto: Ornament ist kein Verbrechen

Die Konstruktion als gestalterisches Mittel einzusetzen, den Stücken durch die Funktion ihre Form zu geben, ist charakteristisch für meine Arbeit.
Dabei entsteht Schmuck, der im Aufbau sehr systematisch und streng ist und
trotzdem eine warme spielerische Ausstrahlung hat.“

Barbara Huck, Kreismuster von Ketten oder Armbändern, Halbedelstein- oder Zuchtperlen; Copyright: Barbara Huck

Barbara Huck, Kreismuster von Ketten oder Armbändern, Halbedelstein- oder Zuchtperlen;
Copyright: Barbara Huck

Barbara Huck bildet mit Stefanie von Scheven die Ateliergemeinschaft >Träume und Taten< in Düsseldorf.
Ein Ateliername, der auf Phantastisches – Feenhaftes – Zartes schließen läßt…auf die Erfüllung von Erträumtem…

Barbara Huck, Doppelkollier "Blacky Jack", facettierte Hämatitperlen; Copyright: Barbara Huck;

Barbara Huck, Doppelkollier „Blacky Jack“, facettierte Hämatitperlen; Copyright: Barbara Huck;

Barbara Huck, Langkette; Copyright: Barbara Huck

Barbara Huck, Langkette; Copyright: Barbara Huck

Kleine, kleinste Perlen fädelt Huck zum romantischen oder gradlinigen Ornament.

Hier bildet die Reihung als Gestaltungsmerkmal das Rückgrad der Kolliers.
Anliegend oder als Langkette halsfern zeigen sich Rythmus und Muster…
eine etwas andere Art mit einer einfachen Perle zu arbeiten…

Zuchtperl- und Hämatitperlenvariationen
zeigt sie im Schmucksommer im CRAFTkontor.
Zarte Alternativen zum klassischen Perlenkettchen – jung, aber auch alterslos tragbar.
Sommerlich, aber auch chic auf dem kleinen Schwarzen…
Warum nicht jetzt schon Geschenke planen?