Alle Vögel sind schon da…

Während uns draußen noch die Kälte beeinträchtigt, birgt der Februar die Lust auf Farbe und frühlingshafte Dekoration.
Auch wenn die Vogelzüge noch am Himmel auf sich warten lassen, im CRAFTkontor haben sie sich schon niedergelassen…
Gutes Kunsthandwerk findet sich ja auch in kleinen Dingen zum Verschenken und Dekorieren.
Zu Gast sind die wundervollen geschnitzen Holzvögel von Kalman Incze aus Ungarn, die Holz/Filzvögel des Frauenduos Claudia Philipp und Catherine Gschwind, die Spatzen der Glasbläserin Barbara von Ebner Eschenbach und die Vogelbilder von Mirco Götz.

Schwanzmeise, Amsel, Zaunkönig und verschiedene Arten von Wasservögeln hat Kalman Incze im Paket geschickt.Kalman Incze, Winteramsel, Nussbaumholz, handgeschnitzt; (Foto: K.Incze)
Kalman Incze, Winteramsel, Nussbaumholz, handgeschnitzt; (Foto: K.Incze)

Er schnitzt so perfekt, das man die Art des Vogels direkt erkennen kann – zauberhaft! Kalman bezeichnet sich selbst als „madardalfarago“, was etwa Vogelzwitscher-Schnitzer heißt. Und das Ganze aus heimischen Hölzern: Buchsbaum, Nussbaum, Birnbaum…Fensterdekoration Ausstellung "Vogelfluglinie" mit Holzvögeln von Kalman Incze. (Foto: CRAFTkontor)Fensterdekoration Ausstellung „Vogelfluglinie“ mit Holzvögeln von Kalman Incze. (Foto: CRAFTkontor)

Wie schön man diese Vögel neben einem Bumenstrauss dekorieren kann…

Das gilt auch für die gesägten, bemalten und umfilzten Vögel von Claudia Philipp und Catherine Gschwind. Die eine ist für die Gestalt und die artengerechte Farbe zuständig, die andere umfilzt das Holz mit warmen „Pullöverchen“, die das Federkleid andeuten…Claudia Philipp, Catherine Gschwind, Spatz, Holz, Farbe und Filz; (Foto: CRAFTkontor)Claudia Philipp, Catherine Gschwind, Spatz, Holz, Farbe und Filz;
(Foto: CRAFTkontor)Dekoration im CRAFTkontor mit Holz/Filz Amsel und Acrylgemälde eines Vogels von Mirco Götz; (Foto: CRAFTkontor)Dekoration im CRAFTkontor mit Holz/Filz Amsel und Acrylgemälde eines Vogels von Mirco Götz; Porzellangefäße von Martina Sigmund-Servetti, Schmuck von Ossi Oswald; (Foto: CRAFTkontor)

Neben noch eher winterlichen Vogelmotiven wie oben, zeigt Mirco Götz aus Bremen auf seinen Acrylbildern auch Vogelimpressionen mit viel Licht und Farbe – sehr dekorative Bilder !Mirko Götz, "Kolheköpfchen" Acryl auf Leinwand; (Foto: CRAFTkontor)Mirco Götz, „Kolheköpfchen“ Acryl auf Leinwand; (Foto: CRAFTkontor)

Und ganz viel Farbe bringen die kleinen Glasspätzchen von Barbara von Ebner Eschenbach ins Haus: Farbglas und Klarglas zusammen mit der Glaspfeife zu einem lustigen pummeligen Vögelchen geformt: das sind hübsche Frühlingsboten im Haus und als Geschenk…Dekoration im CRAFTkontor mit Glasvögeln von B. von Ebner-Eschenbach, Glasobjekt von Frank Meurer und Glaskette von Inge Kern; (Foto: CRAFTkontor)Dekoration im CRAFTkontor mit Glasvögeln von B. von Ebner-Eschenbach, Glasobjekt von Frank Meurer und Glaskette von Inge Kern;
(Foto: CRAFTkontor)

Bekommen Sie nicht Lust, ein paar Vögel bei sich einfliegen zu lassen ?
Herzlich willkommen!

 

Sommerzeit – Gartenzeit !

Auch wenn momentan das Thermometer nicht über 17 Grad steigen will und uns auch Regenschauer nicht das Freie genießen lassen…
bereiten wir doch Terasse und Garten für genussvolle Aufenthalte vor…

Der Glasbläser Frank Meuer überrascht in diesem Jahr mit neuen Glasspitzen, die im Staudenbeet oder auch vor Hecken wunderbar im Garten leuchten.FrankMeurerblätter-rankstab-2
Frank Meurer, Rankstäbe „Blatt“, Glas, geblasen (Foto + Copyright Meurer)

Hier stehen die Stäbe im Wendtland – leuchtende Blätter mit gestrudeltem farbigem Herz…

Die Glasspitzen werden auf Edelstahlstangen oder rostige Eisenstangen
(je nach Gartenlook – modern edel oder naturnah)
gesteckt und sitzen dann direkt im Beet oder in den Pflanztöpfen…
Sie ziehen wunderbar jedes Licht auf sich, reflektieren die Sonne und bilden schöne Farbtupfer…

Auch im Winter:
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Frank Meurer, Rankstäbe „Spitzen“, Glas, geblasen; (Foto: Schulze-Merian)

Keine Angst vorm Frost, auch diesen halten sie jahrelang aus und bringen Farbe auch in den winterlichen Garten …

Doch träumen wir heute weiter vom richtigen Sommer! und die Glasspitzen finden Sie im CRAFTkontor.
Herzlich willkommen !

KRISTALL – Klar!

Auf ihnen blühen Eisblumen wie in einem Winter von Walt Disney, bilden Schneekristalle magische Mosaike und leuchten Farbeffekte wie ein Feuerwerk, das sich in einem stillen See spiegelt.

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Angelika u. Gerd Panten, Vasenformen, Porzellan, Kristallglasur; (Foto: Panten)

Die Rede ist von den Wundern der Kristallglasur…
Keramische Formen – einerseits elegant, andererseits vom Eindruck „brutal“ – mit der exquisiten Kristallglasur sind der Schwerpunkt der neuen Ausstellung im CRAFTkontor.

Werden wir präzieser:
„In der keramischen Glasur gewachsene Kristalle haben auf die Menschen seit jeher eine faszinierende Wirkung.
Das schimmernde Spiel, die immer wieder neuen Wuchsformen und die Farbigkeit der Kristalle haben eine magische Ausstrahlung, die den Betrachter in
seinen Bann zieht.

Früher wurde so manch dünnwandiges, von einer Kristallglasur geziertes Gefäß, mit Gold aufgewogen.
Heute ist der Chemismus der Glasuren zwar bekannt und das Geheimnis der Kristallglasuren gelöst, dennoch wagen sich weltweit nur sehr wenige Keramiker an diese schwierige Glasurtechnik. “
Zwei Ehepaare davon haben wir exklusiv bei uns zu Gast.

„Das Schwierige hat einen einfachen Grund:
Bei Glasuren, in denen große, einzelne Kristalle wachsen sollen, müssen viele Bedingungen eingehalten werden, die sich zum Teil gegenseitig aufheben.
Beim Entwickeln von Kristallglasuren betreibt der Keramiker also immer eine Gratwanderung,
das heißt, Erfolg und Misserfolg liegen sehr eng beieinander.
Oft vergehen Jahre der Glasurentwicklung, bis erste gelungene Stücke aus dem Ofen kommen. Und selbst dann weiß der Keramiker nie, wie der nächste Brand ausfällt.
Die Kristalle wachsen jedesmal anders, und so bleiben besonders gelungene Stücke rar.
Dafür trägt aber jedes mit einer Kristallglasur versehene Stück die Handschrift der
Schöpfung in sich.
Der Keramiker stellt mit seinen Werken gleichsam eine Leinwand zur Verfügung, auf der sich im Verlauf des Brennprozesses kosmische Harmonien in Form stets unterschiedlicher Kristalle manifestieren.

Durch die Harmonie von Form und Glasur wird jeder Ort, an dem ein solches Unikat steht, zu einem Ort des Lichtes, der zum Verweilen und Betrachten einlädt und der Seele einen spürbaren Zugang zur Harmonie der Schöpfung eröffnet.“
(Textauszug: Serian T. Kallweit))

Zu Gast sind das Ehepaar Angelika und Gerd Panten aus dem Deutschland nahen Grenzgebiet in Belgien und
das halb deutsche und halb niederländische Paar Sonja und Ric Sebes aus der Gegend um Sankt Goar.

Pantens stehen für die eleganten, ebenmäßigen Formen, auf denen die Kristalle aufs Schönste zum Blühen kommen.PantenkristallP1020166111
Angelika u. Gerd Panten, Vasenform, Porzellan, Kristallglasur; (Foto: Panten)

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Sonja u. Ric Sebes, Platte auf Füßen, Porzellan, Kristallglasur  (Foto: Studio Sebes)

Studio Sebes steht eher für den Bruch zwischen rauher Form und prickelnder Glasur.
Ein wunderbarer Kontrast in den Objekten, durch den die Glasur immer neu faszinierend wirkt!

Ergänzt wird die Ausstellung durch klaren Glasschmuck, neue Schalenobjekte des Glasbläsers Frank Meurer und die spannenden „Bündelringe“ von Silke Spitzer, deren Edelsteine nur wie mit einem Fädchen auf dem Ring befestigt, zu schweben scheinen…

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Der Edelstein kann sich ganz in seiner Pracht entfalten…

Spannende Ausstellungszeiten…
Herzliche Einladung!

 

SOMMERTIP Dresden


Dresden ist natürlich immer eine Reise wert – wer noch nicht das Grüne Gewölbe gesehen hat, kann nach Wiedereröffnung die Schätze dort bewundern – die Landschaft der Elbe lockt (das Hochwasser hat sich verzogen),  aber diesen Sommer hält zeitgenössische Glaskunst von Frank Meuer – den Liebhabern des CRAFTkontor gut bekannt – in Schloss Pillnitz Hof.
Die Ausstellung startet am 14. Juli im Kunstgewerbemuseum Schloss Pilnitz und dauert bis zum 3. November.

Jeweils von Mai bis Oktober gewährt das Kunstgewerbemuseum in spektakulärer architektonischer Kulisse außergewöhnliche Einblicke in das kurfürstliche Leben.
Schloss Pillnitz, Lustschloss und Sommerresidenz des sächsischen Hofes, liegt nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum Dresdens entfernt idyllisch zwischen Elbe und Weinbergen. Nutzen Sie die Schiffsverbindung um dorthin zu gelangen, die langsame Annäherung über die Elbe ist immer schön!
Viele prächtige, mit den Kurfürsten und Königen Sachsens verbundene Gegenstände und Räume sind hier erhalten.

Im Bergpalais befindet sich dann die Ausstellung:                                              
„FRANK MEURER – GLAS“

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Frank Meurer, Graalschale, Glas, mundgeblasen, (Foto: Meurer)

„Bei den STUDIOGLASARBEITEN von Frank Meuer muss man zweimal hin(ein)schauen.
Glaubt man im ersten Moment, das Muster in einer der Schichten verortet zu haben, so wird man im nächsten Moment unsicher:
Die Dekore, ob graphisch oder geometrisch, schweben gleichsam zwischen den Wandungen, scheinen sich zu vervielfältigen, zu überlagern und sogar zu bwegen.
Schräge Anschliffe und sandgestrahlte Außenschichten lenken den Blick in das verwirrende Innere der Gefäße und erzeugen einen Gegensatz zwischen ruhigem Außen und bewegtem Innen.

Frank Meurers Objekte sind handgefertigt und am eigenen Studioofen frei mundgeblasen. Alle Arbeitsschritte vom Entwurf bis hin zum Schleifen und Polieren liegen in seiner Hand.
Für seine Überfangschalen wendet er die in Schweden entwickelte Graaltechnik und die venezianische Reticellotechnik an.

Charakteristisch für die Glasarbeiten Frank Meurers sind neben der massiven Schalenform und der intensiven Farbigkeit die
irritierenden, scheinbar mehrfach im Glas eingeschlossenen Muster und Zeichnungen.

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Frank Meurer, Graalschale, Glas, mundgeblasen (Foto: Meurer)

Sie überzeugen durch Schlichtheit in der Form, Lebendigkeit im Dekor und handwerklich hochwertige Ausführung.

Das Kunstgewerbemuseum Schloss Pillnitz zeigt in einer Kabinettausstellung erstmals 40 ausgewählte Glasobjekte des jungen Künstlers aus seiner aktuellen Schaffensperiode.“ (Textcopyright: Staatliche Kunstsammlungen Dresden)

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Frank Meurer, Graalschale, Glas, mundgeblasen (Foto: Meurer)

Infos:

Schloss Pillnitz
Bergplais
August-Böckstiegel-Str. 2
Di – So  10 bis 18 Uhr

www.skd.museum

 

 

 

 

 

Klarheit und doch Irritation

3 Wochen wird die Ausstellung mit Schwerpunkt GLAS im CRAFTkontor noch andauern, dann gibt es einen nächsten Höhepunkt.
Am  29.  Juni eröffnet dann, wie im vergangenen Sommer, eine Einzelausstellung SCHMUCK – seien Sie schon jetzt gespannt!
Spektakuläres für große und kleine Sommerevents, Hochzeiten, für die Ballsaison und den Konzertauftritt breitet dann seine Pracht  im CRAFTkontor aus. Später mehr…

Doch vorher möchte ich Sie noch einmal für GLAS begeistern…
Der junge deutsche Glasmacher Frank Meurer begeistert mich immer wieder neu. Er arbeitet in kleinen Serien und schafft gleichzeitig wunderbare Unikate in Überfangtechnik.
Die konzerntrierte Form des massiven Runds in Kombination mit Schliff und Farbglasüberfang ergeben bei seiner Serie der Halbschalen irritierend schöne Effekte.FrankMeurerhalbschalen transparent

Frank Meurer, Halbschale, transparent, Glas;

Zwei Phasen des Glasblasens, eine dünne zarte farbige Schicht und eine dicke klare Schicht werden ineinander geblasen.
Die Betonung des Schwebens steigert Meurer durch das anschließende Sandstrahlen der Oberfläche. Ein leicht schräger Boden verleitet zum Einblicken und Fühlen.FrankMeurer05-Schalengruppe-Mehrschich

Frank Meurer, Mehrschichtschale, Glas;

Die Mehrschichtschalen – kiloweise Glas – sind kaum ohne Assistenz für einen Glasbläser zu schaffen. Hier potenziert Frank Meurer die optische Irritation durch mehr als 2 Farb- und Klarglasschichten. Wunderbare Abfolgen, wobei der Effekt des Schwebens durch das Anschmelzen losen Glaspuders an der Außenseite gegen eine Konzentration auf das Innen getauscht wird.

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Frank Meurer, Überfangschale „Igel“, Glas;

Die Weiterentwicklung seiner Überfangschalen mündeten für Frank Meurer im letzten Jahr in der „Igelschale“. Hier wird die Konzentration auf das Rund aufgebrochen und der Abkühlungsprozess der klaren Außenschicht findet in einer plastisch vorgeformten Hülle statt, die die Igelstacheln oder Eispickel der Schale bilden.

Die künstlerischen Einzelstücke des jungen Glasbläsers, der im vergangenen Jahr seine Werkstatt aus Munster, wo er Mit-Organisator einer großen internationalen Glasaustellung war, ins Wendtland verlegt hat, leben ebenfalls von der Mehrschichtigkeit. Die Unikatobjekte, Graalschalen, haben jedoch nicht einfach Farbe als Innenschichten, nein, Frank Meurer nutzt die Kugelflächen als quasi spielerisch, malerische Leinwand.
Hier bringt er graphische Bleistiftzeichungen auf, experimentiert mit abstrakten Farbmalereien, schleift geometrische oder
zufällige Muster und steigert so die Anfangsidee zum Kunstwerk.
Drei Beispiele:

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Frank Meurer, Graalschale, Farbflächen und Schliffe, gleichmäßig, Glas;

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Frank Meurer, Graalschale, Bleistiftzeichnung, Glas;

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Frank Meurer, Graalschale, Farb- und Schliffflächen, Glas;

Aus allen drei Werkgruppen Frank Meurers können Sie schöne Exemplare im CRAFTkontor sehen.

 

GLASGLÜCK…….

Über den Vorbereitungen zur EUNIQUE (siehe nächsten Beitrag), komme ich kaum dazu, Ihnen von der Freude zu berichten, die mir und den Besuchern der Galerie die neue Ausstellung macht.

Das Thema „GLÜCK UND GLAS“ bringt soviel Farbe und Leuchtkraft in den Raum, dass man das wenig frühlingshafte Wetter hier fast vergessen kann.
Nützliches, Dekoratives und Sammlungswürdiges ist vertreten – Glasmacher aus Dänemark, Frankreich und Deutschlan geben sich ein Stelldichein. Und wieviel mehr hätte ich noch zeigen können…

Zwei Beispiele des Nützlichen:

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Karen Nyholms wunderbar farbstarke Glaskaraffen mit Tropfenstopfen.

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Und die Glasschalen von Monika Klein, bei deren unendlicher Farbauswahl Jeder seine Lieblingsfarbe finden wird.
Als Ergänzung zu den Schalen gibt es auch Deckel.

Schön dekorativ sind die gläsernen Objekte zum Thema Meer, die Annette Meech vom Glasshouse de Sivignon gestaltet hat.

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Die verschiedensten Muscheln, Schnecken und Fische eigenen sich als Dekoration für Tisch und Tafel (denken Sie nur an ein Fischessen) oder dort,  wo viel Licht hinfällt, z.B. die Fensterbank…

Jede Sammlung von modernem Glas schätzt sich glücklich, eine der raren Graalschalen von Frank Meurer zu besitzen.
Er meistert die technische Herausforderung eines Kilo schweren Glasballes und schafft daraus anmutig leichte Objekte mit innen liegendem graphischen Reiz. Traumhaft….

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Frank Meurer, Glasschale – Graalschale, mehrschichtig, geblasen;

Monika Klein und Frank Meurer können Sie auf der EUNIQUE in Karlsruhe wiedersehen und mit ihnen fachsimpeln.
Neben der Faszination, viele verschiedene Kunsthandwerker des höchsten Niveuas kennenzulernen, ist auch das direkte Gespräch eine große Chance….

Ich wette, Sie haben Lust, dorthin einen Ausflug zu machen 
– HERZLICH WILLKOMMEN  –
und auf dem Rückweg probieren Sie noch etwas Wein und Winzersekt an der Weinstraße…

 

Sie haben was verpaßt! Nachlese eunique 2011

Am Sonntag Abend endete die EUNIQUE 2011 und nachdem Gestern für uns Messeteilnehmer ein Aufräum- und Erholungstag nötig war, hier nun meine Nachlese.

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Über 10.000 Besucher sahen eine beeindruckende Auswahl an hervorragenden Objekten von Kunsthandwerkern und Designern aus dem In- und Ausland. Unendliche Gespräche über das WAS und WIE waren möglich. Fachpublikum und sehr viele Kunsthandwerk Interessierte nutzen die wunderbare Gelegenheit zum Austausch und Kauf.

Am Freitag war die Verleihung des WCC Europe Awards (World Craft Council Europe) und die Kenner des CRAFTkontor konnten einige bekannte Gestalter unter den 12 nomminierten Kunsthandwerkern wiedersehen: Ulrike Isensee mit ihren textilen Schalobjekten, Frank Meurer, Gestalter wunderbarer Glasobjekte und Ruprecht Holsten, den Metallgestalter.

Letztendlich 
gewinnt John Moore den WCC-Europe EUNIQUE Award for Contemporary Crafts 2011

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„Die Jury wählte aus den über 350 ausstellenden Künstlern zwölf Finalisten aus. Das war keine leichte Aufgabe, denn die Qualität der einzelnen Arbeiten auf der EUNIQUE ist äußerst hoch und zudem mehr als vielfältig“, wie der WCC Europe-Präsident Bernd Roeter bei der Preisverleihung betonte. Der diesjährige Award ging an den englischen Schmuckdesigner John Moore, der sich nun im Rahmen des Preises über eine Standfläche auf der EUNIQUE 2012 freuen kann. Der Preis wurde von Britta Wirtz, Projektchefin eunique der Messe Karlsruhe, überreicht.

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John Moore, flexibler Arm- und Halsschmuck aus eloxiertem Aluminium;

Für uns Galeristen war die diesjährige (3.) eunique das erste Jahr mit Galerieareal, eine gute, aber noch sehr ausbaufähige Plattform der Präsentation hochwertigster Sammlerstücke.
„Galerien verstehen sich als Vermittler zwischen Künstlern und Kunstinteressierten und müssen auch ständig neue Wege suchen, um die Kunst, die sie vertreten, bekannt zu machen. Dies bedeutet: stetig neue Märkte erschließen und neue Orte der Begegnung zwischen Menschen finden. Ein solcher Ort kann auch die EUNIQUE werden, die versucht, ein breites qualitatives Angebot von Einzelstücken zu zeigen, die direkt auf den Macher, den Künstler bzw. den Designer hinweisen“, erklärt hierzu Marianne Heller, Galeristenkollegin aus Heidelberg. (Zitat  eunique)

Eine spannende Publikumsmesse, die eigentlich ein MUSS für alle Liebhaber individueller und künstlerisch hochwertiger Objekte ist, sei es nun tragbarer Schmuck oder eine Skulptur für das Interieur, ein spannendes Kleidungsstück oder ein Essgerät.

Wenn Sie es in diesem Jahr verpaßt haben: der Termin für 2012 ist der 3. – 6. Mai.

 

Schmuck Kunst der Gegenwart…

Gestern war der jährliche München Tag: Zeit für einen ausdauernden Besuch der Internationalen Handwerksmesse (IHM).

Im letzten Blogeintrag stellte ich Rüdiger Joppien als Kurator der diesjährigen Sonderschau SCHMUCK der IHM 2011 vor: Gegenwartsklassiker und Avantgarde zeitgenössischen Schmucks in einer rasanten Zusammenstellung…62 Beitrage ausgewählt aus über 600 Einreichungen.

„Ein gelber Delfin, ein rosa Herz und winzige Muscheln finden Schutz in vergoldeten Kästchen. Für ihre Kette „Boxes and components“ verwendete Helen Britton Komponente der Schmuckindustrie, die sie edel und harmonisch neu inszenierte.

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Helen Britton, Kollier, Silber vergoldet, Kunststoff, Muschel

Die Goldschmiedin aus Australien ist eine der 62 internationalen Gestalter, die ihre Arbeiten auf der SCHMUCK 2011 präsentieren. Sieben Tage lang traf sich die Welt des zeitgenössischen Schmucks im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse.
Alle gezeigten Exponate junger und bekannter Goldschmiede setzen Maßstäbe.
Die bayerische Metropole ist hierbei Ausgangspunkt neuer und stilprägender Strömungen.
Aus diesem Grund reisen Schmuckliebhaber, Museumskuratoren und Sammler aus aller Welt zur SCHMUCK.

Unter den gezeigten Arbeiten sind Gestalter von internationalem Rang wie Kimiaki Kageyama (Japan), Ted Noten (Niederlande), Lisa Walker (Neuseeland), Ike Jünger (Deutschland) und Peter Bauhuis (Deutschland)

Erstmals sind Beiträge aus China, Mexiko und der Türkei zu sehen.

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Hsuan-Ying Ho, Taiwan, Brosche, Pergament, Papier, Silber

Wie in jedem Jahr wird auch ein „Klassiker der Moderne“ mit einer Retrospektive geehrt. So präsentiert die SCHMUCK 2011 die prägenden Arbeiten von Manfred Bischoff. Der in Italien lebende deutsche Goldschmied gilt international als einer der wichtigsten zeitgenössischen Schmuckkünstler. Er erhielt auf der Internationalen Handwerksmesse u. a. den Bayerischen Staatspreis (2005) eine Auszeichnung, die höchstes Ansehen im Kunsthandwerk genießt.“ (Text IHM/Fotos GHM)

Ihren Höhepunkt erlebt die Sonderschau SCHMUCK mit der Verleihung des Herbert-Hofmann-Preises. Er ging diesmal an die in Deutschland lebende Japanerin Mirei Takeuchi und den jungen Israeli Attai Chen für ihre Arbeiten.

Neben den hochspannenden Schmuckarbeiten gibt es die Ausstellung Talente und Junge Meister aus allen Gebieten des Kunsthandwerks.
Hier fiel ich über die neuen Arbeiten der Flechterin Diana Stegmann, der Partnerin des Glasbläsers Frank Meurers, deren gemeinsame Arbeiten Sie aus dem CRAFTkontor kennen.

Die neuen Formen sind wunderbar haptisch stachlige Gefäße, die ihren Inhalt abwehrend bergen.

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Diana Stegmann, Gefäßobjekte, Weide geflochten

Ich zeige Ihnen hier nochmal die Gemeinschaftsgestaltung von Diana Stegmann und Frank Meurer, die wunderbare Kombination von Glas und Geflecht aus einer vergangenen Ausstellung des CRAFTkontor:

Diana Stegmann, Frank Meurer, Glas und Geflecht
Diana Stegmann, Frank Meurer, Objekte Glas und Geflecht

Wunderbar zu sehen, wie sich junge Meister weiterentwicken und zu neuen Formen kommen. Es war wieder sehr inspirierend in München…

Nordische Impressionen…

Meine diesjährige Atelier- und Einkaufstour für das CRAFTkontor begann mal wieder in der Werkstatt des Kunstschmiedes Ruprecht Holsten, der mich mit Neuigkeiten versorgte. Die Hitze des Sommers in Kombination mit der Hitze des Schmiedefeuers hat selbst den feurige Temperaturen Gewohnten aus der Bahn geworfen und er mußte ein wenig pausieren – trotzdem habe ich ein paar schöne Schalen mitnehmen können.
Ruprecht Holsten Showroom

Dann stand am Wochende der Internationale Keramikmarkt in Oldenburg an: immer ein schöner Termin um kompakt viele Bekanntschaften zu erneuern und auch die ein oder andere Entdeckung zu machen.  Diesmal beeindruckte mich Sangwoo Kim mit seinen ebenmäßigen, streichelfeinen großen Eiformen – ursprünglich faszinierend, im Erdfeuer gebrannt und dadurch mit wunderbaren Rauchbrandglasuren…da kommen Assoziationen zu Dinosauriereiern auf..Int.KeramikmarktOldenburg

 

 

 

 

 

Letzte Detailabsprachen traf ich mit Sonngard Marcks für die kommende „Stillleben“-Ausstellung. Ihre Fayence werden das CRAFTkontor in den Herbst führen.

Weiter ging es sehr weit gen Norden: zum Glasmuseum im dänischen Ebeltoft – einem Zentrum dänischen Glases. Die aktuelle Sommerausstellung „Flora“ beschäftigt sich mit floralen und experimentell vegetabilen Formfindungen in Glas. Geblasen in äußerster technischer Rafinesse, aus Floatglas oder Scheibenglas – von der naturalistischen Kohlblatt-Installationen leider bis zum Kitsch. (www.glasmuseet.dk)
Das hübsche alte Städtchen Ebeltoft ist auch für viele weitere Kunsthandwerker Lebensmittelpunkt – uns jedoch drängte die Fährverbindung auf die Insel und nach Kopenhagen.

Hier steht jedes Jahr im August der „Kunsthandverkeremarkedet“ von 150 dänischen Kunsthandwerkern unter königlicher Schirmherrschaft auf dem Programm.  Auf dem wunderschönen Frauenplatz gilt es wiederum alte Kontakte zu erneuern und Entdeckungen zu machen.Immer wieder beindruckt die hohe Qualität und überwiegende Schlichtheit der Dänen. Natürlich ist auch hier der Trend zu skuril erzählenden Objekten angekommen und es mischt sich auch leicht Verkäufliches unter. Trotzdem konnte ich, leicht beeinträchtigt von Wolkenbrüchen, Birgit Daa Birkkjaer entdecken: inspiriert von der Webkunst früher Völker webt Sie kleine gemusterte Deckeldosen und Korbfamilien aus sehr feinem Loomgeflecht und integriert Naturelemente wie Dornen und Knöchelchen. Es entstehen kleine Wunderwerke in Naturfarben, wunderschöne Behältnisse unserer geheimen Sammelleidenschaften. Und das Schönste: Sie konnte mir zur nächsten Ausstellung eine ganze Reihe davon zusagen.
Freuen Sie sich darauf.BirgitDaaBirkkjaer2

Der Rückweg nach Süden führte uns noch in die Lüneburger Heide, ins Glasatelier von Frank Meurer, den Sie mit  vielen seiner Objekte schon aus dem CRAFTkontor kennen. Hier galt es Neuheiten einzupacken und für den Winter zu bestellen, ehe es weiter Richtung Zuhause ging.
Die Sommertour, immer wieder belebend und Erkenntnisreich.

Wider die Gartenzwerge

Sommerzeit – Gartenzeit…Muße (neben dem ständigen Drang die Pflanzen zu gießen), sich um stilvolle Dekoration eines vielleicht unansehnlichen Fleckchens zu kümmern.

Ich weiß, es gibt Anhänger des puristischen Grüns ohne jede Dekoration und andererseits die Zeitgenossen, die Überbevolkerung eines kleinwüchsigen Kunstvolkes im eigenen Grün bevorzugen… beiden Personengruppen ist dieser Text ausdrücklich NICHT gewidmet!

Denn: es gibt auch Dekorationsobjekte und Gartenskulpturen, die mit und im Grün den Garten mitgestalten.

Da sind z.B. die subtil gestalteten Glasspitzen des jungen Glasbläsers Frank Meurer, deren farbige Innenspirale die Klarglasspitze optisch zum Schweben bringt – wunderbar anzusehen im Staudenbeet oder in der Mitte einer dicken Buchsbaumkugel…

…oder eine der expressiv gestalteten Tierskulpturen von Andreas Hinder: der stoisch in der Sommerhitze ausharrende Pinguin,

Andreas Hinder PinguinAndreas Hinder, Elster

die listig die Beeren aus Nachbars Garten stibitzende Elster
oder das urwüchsige Rhinozeros: der Hingucker vor den Bambuspflanzungen.

Andreas Hinder, Nashorn

Alle Skulpturen wunderbar realitätsnah, jedoch nicht naiv, frei aus Keramik gestaltet.
Und sogar frostfest.
Aber natürlich wirken die Tierskulpturen auch mit Gemälden und Kleinmöbeln kombiniert im Entree oder Wohnraum Ihrer Wohnung.

Wer dazu den geeigneten Sockel aus massiver unbehandelter Eiche (für Draußen bestens geeignet), Buche, Kirsche oder Eiche gewachst benötigt:
Auf Maß ist über das CRAFTkontor alles möglich