Erfrischungen…

Farbiges Glas ist ein wundervolles Material im Sommer:
leuchtend – reflektierend – schimmernd – es nimmt die Sonne auf und gibt erfrischende Farben wieder ab…Karte-erfrischend neues Glas-Seite 1Freuen Sie sich in der Sommerausstellung im CRAFTkontor auf neue Glasobjekte für Drinnen und Draussen:
Glaskünstler Heiner Düsterhaus ist mit neuen Arbeiten vertreten; von Inge Kern gibt es weiterhin den farbstarken Glasschmuck aus zum Teil historischen böhmischen Glasperlen; Freia Schulze steuerte zur Ausstellung neue Trinkgläser hinzu – unter anderen tolle Weingläser für leckeren Sommerrose und von Cornelius Reer kommt ein Windlicht, das viele Wohnzeitschriften in letzter Zeit besprochen haben…

Schaunen Sie doch ab Donnerstag, 6. Juli mal vorbei!
Herzlich willkommen!

…und zu Heiner Düsterhaus Arbeiten demnächst hier mehr…

 

Wunderkammer – wunderbar 2015

Geschenketips 100% handmade !

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Nun ist sie also da, die Zeit vor Weihnachten…
Die Lage in Deutschland, Europa und der Welt beschäftigt uns und doch ….
Wir möchten Gutes tun – spenden  – und doch auch unseren Lieben eine nachhaltige  Freude machen.
Meistens ist uns auch Beides möglich!

Nachhaltig schenken, bedeutet Dinge von Wert auszuwählen.
Objekte, die in kleinen Ateliers mit Hingabe des Gestalters und Kunsthandwerkers gearbeitet wurden.
Dinge, die unseren Augen, unserem Intelekt und den Händen Gutes tun.
Deren Wertigkeit das Material, die gekonnte Ausführung und der Entwurf an sich ausmachen.
Nichts für eine Wegwerfgesellschaft…

Im CRAFTkontor finden Sie speziell solche Dinge, Dinge, die auch nach Jahren noch geschätzt werden…

Hier ein paar Vorschläge:

Der gehämmerte Armreif aus Silber von Artemis Zafrana ist Schlichtheit pur.
Form und Handwerkskunst kommen hier zu einer gemeinsamen endgültigen Aussage:
das ist ein Armreif.

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Enno Jäkels Keramik Formen stehen für sich selbst.
Form und handwerkliche Oberflächengestaltung schaffen Lust Hand an zu legen – zu streicheln…
Diese Oberflächeninnovation Jäkels ist einzigartig und die Objekte Stars jeder Sammlung.

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Freia Schulze schafft Paradiese. Ihre Glasarbeiten vom Paperweight über Glasserien zu großen Objekten zeigen wie spielerisch leicht komplizierte ausgeübte Technik wirken kann.
Ihre wunderbaren Oberflächen erzählen ganze Geschichten und bringen doch das charakteristische vom Glas zum strahlen.

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Der Nasling von Susanne Wetzel steht stellvertetend für viele leicht skurile Filzviecher aus ihrer wunderbaren Filzwerkstatt.
Mit Humor und dem Augenmerk auf Bespielbarkeit gestaltet sie Vollfilzfiguren zum  Liebhaben.
Mit diesen Kerlchen möchte man wohnen und leben.

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Sie brauchen noch mehr Anregung:
Kommen Sie vorbei – herzlich willkommen!
Und am Sonntag, 13. Dezember ist sogar verkaufsoffen!

 

Freia Schulze Glaskunst

Fabulierfreudig und kunstvoll ist die Glasgestaltung der Lübeckerin Freia Schulze.

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Freia Schulze, beispielhafte Glasgefäße (Fotocopyright: Bernd Perlbach)

Ihr Weg dahin war in Zeiten großen Glassammlertums, der Studioglasbewegung und der nachvollgenden Stagnation im Bezug auf künsterlisches Handwerk in Deutschland bewegt.

2007, anläßlich der Verleihung des renommierten JUSTUS BRINCKMANN PREISES der gleichnamigen Gesellschaft des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg, schrieb dessen damaliger Leiter, der Doyen des dt. Kunsthandwerks, Rüdiger Joppien:

„Mit Freia Schulze erhält nach langer Zeit wieder eine Glaskünstlerin den Justus Brinckmann Preis.
Wir freuen uns sehr, denn künstlerisches Glas ist heute in Deutschland schon fast selten geworden…

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Freia Schulze, Glasgefäß mit Golddetails (Fotocopyright: Craft2eu u. Bernd Perlbach)

Freia Schulze verfügt über eine gründliche Ausbildung, die sie auf verschiedenen Schulen und in mehreren Ländern erworben hat.
1967 begann sie als junge Frau an der Werkkunstschule Schwäbisch-Gmünd ein Studium im Glasschliff….
Vorbild waren der legendäre Stuttgarter Glasschleifer Wilhlem von Eiff und Hanns Model – zwei künstlerische Glasschleifer, die mit Arbeiten in Schwerschliff brillierten und dabei den Oberflächen der Gläser ein plastisches, auch haptisch spürbares Aussehen gaben…
Plastische Glasschliffarbeiten gaben bereits in den 1960er Jahren eine Ahnung vom Glasobjekt als autonomem Kunstwerk.

Als dann am Ende desselben Jahrzehnts die internationale Studioglasszene aufbrach und sich wieder dem frei geblasenen Glas zuwandte, verlor der Glasschliff merklich an Bedeutung. Nur wenige blieben ihm treu.

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Freia Schulze, plastisch geschliffenes Gefäß; (fotocopyright: Bernd Perlbach)

Freia Schulzes Ausbildung und Entwicklung fällt in diesen Übergang: sie versuchte, neben derm erlernten Beruf auch noch andere Facetten der Glasgestaltung kennen zu lernen.

Nach ihrem Diplom in Schwäbisch-Gmünd 1971, wo sie auch Emailleren und plastisches Gestalten studiert hatte, ging sie für ein Jahr an die Hochschule für Angewandte Kunst nach Wien.
Danach, von 1972 bis 75, besuchte sie das College of Art in Stourbridge, England.
Später beschrieb sie diese Zeit:
„War meine Ausbildung in Schwäbisch-Gmünd eher auf das Ausbilden perfekter handwerklicher Fähigkeiten gerichtet, so waren die Studien in England wichtig, mit weiteren Gestaltungsmöglichkeiten zu experimentieren.
Die offene Ausbildung an diesem College mti seiner hervorragenden technischen Aussteattung ließ (mich) Erfahrungen sammeln mit der Flachglasgestaltung, dem Glasguss und dem Verschmelz- und Einschmelzverfahren.“
Freia Schulze kehrte 1975 nach Deutschland zurück und machte ein achtmonatiges Praktikum in der Glashütte der Gebr. Eisch in Frauenau, wo Erwin Eich, einer der Begründer der internationalen Studioglasbewegung, ein eigenes Studio mit Ofen unterhielt.
Wurde der ofen nicht gebraucht, konnte Freia Schulze daran arbeiten…

Nach einem dreimonatigen Studienaufenthalt in den USA arbeitete Freia Schulze acht Monate als Entwerferin für Kleinserien in der von Roberto Niederer geleiteten Glashütte Hergiswil am Vierwaldstätter See.
Ein Jahr später, 1978, machte sie sich schließlich in Diessen am Ammersee mit einer Werkstatt selbstständig, wo sie beiden Fähigkeiten, dem Entwerfen und der handwerklichen Ausführung nachgehen konnte…

Familiäre Gründe veranlaßten sie jedoch, nach zehn guten und ereignisreichen Jahren, 1988 wieder nach Lübeck zurückzukehren und dort noch einmal eine Werkstatt aufzubauen.

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Freia Schulze, Gefäße, Überfangglas, emailliert, gesandstrahlt – Golddetails; (Fotocopyright: Bernd Perlbach)

Bei ihren Arbeiten hat Freia Schulze stets auf kluge Beschränkung der Mittel gesetzt.
Da sie kleine Glasbläserei betreibt, keine Manufaktur führt, arbeitet sie autark, ohne Mitarbeiten.
Die Gläser, die sie verarbeitet, werden von ihr entworfen; nach ihren Zeichnungen werden sie in einer Hütte in Zwiesel, gelegentlich auch in Skandinavien hergestellt.
Damit kann sie sich vollständig auf deren Veredelung konzentrieren….

Seitdem kombiniert sie gern Schliff und Gravur auf ihren Gläsern. Entscheidend neu war aber das Element der Farbe: mit partielle emailiierten und matt gesandstrahlten Seitenflächen tritt eine Technik auf, die seitdem im Werk von freia Schulze szilbildend und dominant geworden ist.

Freia Schulzes farbliche Veredelung von Gläsern sieht einen umfassenden Emailauftrag vor, der bei 540 Grad auf der Gefäßwandung aufgebrannnt wird. Durch mehrfaches Brennen entsteht eine hohe Intensität der Farben.
Danach werden auf der emaillierten Fläche viele kleine figürliche und geometrische Motive oder ganze Ornamentbänder in Form von Folien aufgelegt, wbei man sich diese Motive durchaus wie kleine Scherenschnitte vorstellen kann.
Anschließend wird das Werkstück in einem geschlossenen Kasten einer Sandstrahlung unterworfen, die die großflächige Emailschicht wegstrahlt und an deren Stelle eine mattierte Oberfläche zurückläßt…
Nach Entfernung der Folie ergibt das ein milimeterfeines Farbrelief, eben das Muster, das jetzt das Glas als Ganzes schmückt.

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Freia Schulze, Paperweight „Früchte“ (Foto: CRAFTkontor)

Soweit ich sehe, hat Freia Schulze dieses Verfahren erfunden und übt es als einzige aus.
Der Effekt ist überraschend gestalt-und farbenfreudig.
Die Muster sind bunt. frisch und voller Einfälle. Sie enthalten so unterschiedliche Motive wie Palmen und Sterne, Früchte und Blumen, Schlnagen und Treppen, Stacheltiere und Fische, ein unerschöpflicher Vorrat an kleinen Illustrationsmotiven, die die Künstlerin mit leichter Hand ausschüttet und verstreut…

Die Bildmotive schweben oder wirblen durch den Raum oder verdichten sich hier und da zu Ornamentfeldern….

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Freia Schulze, Vase (Fotocopyright: Bernd Perlbach)

Freia Schulzes Glasarbeiten sind Ziergegenstände oder Nutzobjekte der Poesie auf kleinstem Raum, verspielte Zeugnisse einer Welt, die man nur erträumen kann…

Ob Flakon oder farbig geschmückte Trinkbecher, Karaffen oder Vasen, alle Arbeiten Freia Schulzes sind Sammlerstücke, die sich heute hoher Akzeptanz erfreuen….
es ist ein „kleines aber feines“ Werk entstanden, das in der Glaskunst der Gegenwart absolut unverwechselbar ist.“
(Copyright Rüdiger Joppien im Katalog zum Justus Brinckmann Preis 2007, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg)

Viele Arbeiten Freia Schulze können Sie im Moment im CRAFTkontor, Bonn Bad Godesbergs erleben.
Glasgestaltung at its best !

Inspiration Botanik !

Der Sommer verabschiedet sich  – geht langsam zur Neige.
Die Vegetation zeigt noch einmal große Fülle und kräftige Farben…

Da kommt das Thema der neuen Ausstellung im CRAFTkontor nicht von ungefähr: „BOTANICA“

Pflanzen und Früchte als Inspiration für gut gestaltete Dinge.

Wir zeigen wundervolle Fayence-Keramik, deren Malerin Sonngard Marcks aufgrund ihrer aufwändigen Studienzeichnungen die Form mit unendlich vielfältigen Naturelementen füllt. Blätter, Blüten, Früchte in den unterschiedlichsten Vegetationsphasen zusammen mit kleinen Krabbeltierchen, Fliegen oder Bienen.

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Sonngard Marcks, Teller „Persischer Stoff“, Fayence-Keramik.
(Copyright/Foto: S. Marcks)

Anklänge an die Illustrationen von Sybilla Merian könnte man meinen, aber der Stil von Sonngard Marcks ist sehr besonders und eigenwillig.
Der Zuspruch der Jurys großer Preise für Keramik und Kunsthandwerk spricht für sich – ebenso die vielfältigen Ankäufe durch renommierte Museen…

Wir ergänzen diesen Augenschmaus der illustrativen Fülle durch die gekonnten Farbstiftzeichungen einer der wenigen noch auf dem Gebiet der botanischen Malerei arbeitenden Deutschen: Verena Redmann.
„Verena Redmann liebt kleine Objekte.
Sie habe keinen Blick fürs große, sagt sie, immer seien es die kleinen Dinge, die ihre Aufmerksamkeit erregen.
Deshalb muss sie oft die Lupe benutzen, um die winzigen Details ihrer Modelle zu erkennen …
Es ist eine Sisyphus-Aufgabe, die nicht ganz glatte Oberfläche z.B. einer Knolle authenisch auf Papier zu bringen.
Selbst ein kleines Radieschen zu zeichnen dauert etwa zwei Tage.

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Verena Redmann, Radieschen, Farbstiftzeichung auf Bütten;
(Copyright: V. Redmann)

„Jede Frucht hat Poren und eine ganz eigene Oberfläche.
Sie kann glatt, auch spiegelglatt, rauh, weich oder hart sein, wie Pergamentpapier, samtig, behaart oder stachelig.
Dadurch entstehen auf der winzigsten Oberfläche Licht und Schatten, hellere und dunklere Partien sowie die unterschiedlichsten Farbschattierungen.
Das will ich mit den Farbstiften einfangen.““
(Zitat aus: Renate Hücking, Blumenmalerinnen – Porträits besonderer Frauen und ihr Blick auf die Natur, Callway-Verlag)

Für unsere Ausstellung hat Verena Redmann eine neue Serie kleiner Farbstiftzeichungen zum Thema der Rosengewächse und Hagebutten gearbeitet.

Besonders geht es in der Herbstausstellung weiter…
Mit Zuckerzeug – Naschwerk werden die Arbeiten der Glasgestalterin Freia Schulze verglichen.
Mit einer selbstentwickelten, ausschließlich von ihr selbst ausgeführten Technik, die nur noch wenig mit traditionellem Glasschliff zu tun hat, veredelt Freia Schulze Glasoberflächen voller Einfälle zu Poesie auf kleinstem Raum.

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Freia Schulze, Vase, Emailleüberfang, Kollage, Sandstrahltechnik auf Glas.
(Copyright: F. Schulze)

Kleine Wunderwerke sind ihre Arbeiten, die Design und gekonntes Handwerk in sich vereinen.
Rankwerk windet sich um Gläser, Streublümchen rieseln über Vasenwände und auf ihren Paperweights findet sich ein ganzer kleiner Dschungel wieder….
unendlich kleinteilig, unendlich fleißig….virtuos in der Technik von gebrantem Emaille-Überfang, Kollage und Sandstrahtechnik.
Auch ihre Arbeiten sind in vielen öffentlichen Sammlungen vertreten und begehrt.

Natürlich ist auch Schmuck in der Herbstausstellung vertreten…
Nina Helms zeigt ihren massiven Silberschmuck, der sich thematisch ebenfalls um Gewächse dreht:
Algen, Knospen und Blüten bilden einen Reigen für Hals , Hand und Handgelenkt.

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Nina Helms, Kollier „Blütenreigen“, Silber . (Copyright: N. Helms)

Ab Freitag, 12. September können Sie die Arbeiten zum neuen Ausstellungsthema „BOTANICA“
im CRAFTkontor, ihrer Galerie für Kunsthandwerk in Bonn-Bad Godesberg bewundern und erstehen.

Herzlich willkommen!