Swimmingpool

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Die Sommerausstellung im CRAFTkontor lockt ab Freitag, 5. Juli 2019 nach Bad Godesberg.

Sommer, Licht, Wasser und leuchtende Farben
charakterisieren die Situation in und um einen Swimmingpool…
Erfrischend neues Design haben wir zu diesem Charakteristikum für Sie ausgewählt:Dieter Blefgen, Fischskulpturen, Keramik, Stahl. (Foto und Copyright: Blefgen)Dieter Blefgen, Fischskulpturen, Keramik, Stahl. (Foto und Copyright: Blefgen)

Fischskulpturen für den Garten von Dieter Blefgen (Sie kennen von ihm schon die schrägen Vögel…) und humorvolle Blumentöpfe von Petra de Jong-Berger,
deren „Haarkleid“ Sie durch Bepflanzung selbst bestimmen;Petra de Jong-Berger, Blumen-Köpfe, Keramik. (Foto und Copyright: de Jong-Berger)
Petra de Jong-Berger, Blumen-Köpfe, Keramik.
(Foto und Copyright: de Jong-Berger)

Auch Schmuck spielt wieder eine große Rolle: es gibt neuen farbigen Rocailleperlen-Schmuck von Susanne Gstettner und ihrem sakiba Projekt aus Wien. Ein sehr erfolgreiche Projekt, von der umtriebigen Gestalterin vor einigen Jahren in Togo gegründet, das Frauen durch die klassische Perlenhäkelei in neuem Design in Selbständigkeit und finanzielle Unabhängigkeit führt.SusanneGstettner/sakiba, Langkette Morse Alphabeth: LIEBE, Perlenhäkelei; (Foto und Copyright: GstettnerSusanneGstettner/sakiba, Langkette Morse Alphabeth: LIEBE, Perlenhäkelei; (Foto und Copyright: Gstettner)

Superleichte Broschen und Ohrhänger entdeckte ich im wunderbaren Laden von Raoul Circkens, dsign-Amsterdam: Floor Mommersteegs kultigen Nylonschmuck…Floor Mommersteg, Kollier "Cubes", Nylon; (Foto und Copyright: Mommersteeg)Floor Mommersteg, Kollier „Cubes“, Nylon;
(Foto und Copyright: Mommersteeg)

Auf dem europäischen KHW Markt in Aachen lockten mich die filigran geformten Schmuckteile aus Silberdraht und Lack von Ilona Nose aus Ljubeljana. Richtige Sommerträumchen…Irena Nose, Ohrhänger "Windmill", Silberdraht und Lack. (Foto und Copyright: Nose)Irena Nose, Ohrhänger „Windmill“, Silberdraht und Lack.
(Foto und Copyright: Nose)

Die Ihnen bekannte Kollektion des zarten Fischschmucks zum Kombinieren und Erweitern von Sabine Scheuble ist ebenfalls mit neuen Teilen vertreten.Sabine Scheuble, Fischschmuck, Silber, Gold; (Foto und Copyright: Scheuble)Sabine Scheuble, Fischschmuck, Silber, Gold; (Foto und Copyright: Scheuble)

Strandhäuser-Skulpturen liefert Elisabeth Stappert dazu und
es sind neue Glasfische von Heiner Düsterhaus eingeschwommen.

Überraschend sind die Handdrucke auf alten Seekarten von Hans-Hilmar Koch: sein Hauptmotiv Fisch wird durch aufgedruckte Worte und Textzeilen frech und neu…Hans Hilmar Koch, "fish you were here..." Handdruck auf alter Seekarte. (Foto und Copyright HH Koch )Hans Hilmar Koch, „fish you were here“ Handdruck auf alter Seekarte.
(Foto und Copyright HH Koch )

Wie immer alles zu 100% handmade!
Freuen Sie sich auf die Sommerfrische und spritzige Ideen aus dem Pool des CRAFTkontor! Herzlich willkommen…

Juliane Herden – Porzellan

Nach dem Studium an der Kunsthochschule, der berühmten „Burg Giebichenstein“ in Halle an der Saale von 1999 bis 2006, einer spannenden Zeit voller Eindrücke und Außeinandersetzungen mit den verschiedensten Themen und Inhalten, ist Juliane Herden nun seit 11 Jahren im eigenen Atelier tätig.

Sie konzentriert sich auf das Thema „Gefäß“ und fühlt sich dadruch geerdet. Sie sieht diese Konzentration nicht als Einschränkung, sondern als Beruhigung.Juliane Herden, Gefäß- und Schalengruppe aus farbigen Porzellanstreifen gebaut; Porzellan. (Copyright u. Foto J. Herden)Juliane Herden, Gefäß- und Schalengruppe aus farbigen Porzellanstreifen gebaut; Porzellan. (Copyright u. Foto J. Herden)

Ihre tägliche Arbeit ist eine Auseinandersetzung mit Formen, Farben und Strukturen. Flächen werden erweitert, addiert, Farbigkeiten ausgelotet, Balancen gesucht zwischen Strenge und Leichtigkeit.

Ich arbeite mit einer Porzellangießmasse. Diese Grundmasse wird, versetzt mit verschiedenen keramischen Farbkörpern, gleichzeitig als Porzellanengobe von mir genutzt. Da meine Gefäße nur innen transparent glasiert werden – außen bleibt der geschliffene, pure Porzellanscherben – wirken Sie trotz aller Farbigkeit leicht mattiert.
Ich mag klare Farben, aber sie dürfen nicht laut sein, meine Gefäße sollen kein schrilles Kleid bekommen. Was man sieht, ist ihre Haut, kein Kleidungsstück.

Die Entscheidung für eine bestimmte Farbe fällt auch ganz am Anfang –
ich bemale keine fertige Form, sondern baue vielmehr meine Formen aus vorbereiteten farbigen Porzellanplatten.
Juliane Herden, Vasen/Gefäße aus farbigen Porzellanplatten gebaut; (Copyright u. Foto J. Herden)Juliane Herden, Vasen/Gefäße aus farbigen Porzellanplatten gebaut; Porzellan;
(Copyright u. Foto J. Herden)

Die flüssige Gießmasse wird auf Gipsplatten gegossen und mit einer zusätzlichen Porzellanengobenschicht versehen.
Die Gipsplatte zieht die Feuchtigkeit aus der Masse, das heißt nach einer Weile habe ich eine einseitig farbige Porzellanplatte, die fest genug ist, um zugeschnitten (z.B. in farbige Streifen), gerissen oder frei weiter verarbeitet werden zu können, gleichzeitig aber noch flexibel genug ist, um verformt zu werden (biegen in Zylinderform etc.)
Das Zeitfenster in dem ich die Platten verarbeiten kann, bevor sie zu trocken und brüchig werden, ist recht klein; ich muss also zügig arbeiten, spätere Korrekturen sind nicht möglich.
Korrektur erfolgt also eigentlich nur durch die Veränderung am nächsten Gefäß, dann am nächsten und so fort.
Ich würde sagen, dass ich eher intuitiv arbeite, beim konkreten Aufbau der Form vertraue ich Hand und Bauch. Auge und Kopf sind danach gefragt – ist das stimmig was da steht? Was stimmt nicht? Was kommt in den Ofen, was wird wieder „eingestampft“…
Juliane Herden, Vasen/Gefäße mit gerissenen, gebauten, farbigen Rändern; Porzellan; (Copyright u. Foto: J. Herden)Juliane Herden, Vasen/Gefäße mit gerissenen, gebauten, farbigen Rändern; Porzellan; (Copyright u. Foto: J. Herden)

Schon im Werkstattregal, aber auch am Marktstand oder in der Galerie neige ich dazu meine Gefäße zu Gruppen zu stellen, mindestens Paare, gern auch Dreier- Vierergruppen. Ich mag das Bezugnehmen aufeinander, die Spannungen und Harmonien die so entstehen.

Ich denke schon, dass man bei mir von einem Arbeiten in Serien sprechen kann. Nicht im Sinne von seriell wiederholten Dingen, man könnte eher sagen, es gibt eine Anzahl Themen die ich mit verschiedenen Gefäßen umkreise und versuche einzufangen.

Unter Thema verstehe ich hier grundsätzlich formale Dinge, also verschiedene Aufbautechniken, Entscheidungen für bestimmte Farbräume und Klänge.

Skizzen mache ich eigentlich kaum. Es gibt auch nicht das endlose Grübeln und Brüten über dem leeren Arbeitsplatz bis dann plötzlich eine neue zündende Idee, perfekt im Kopf entstanden ist.
Eher ist das ein ständig mäandernder Arbeitspfad mit zahlreichen Abzweigungen, Haupt- und Nebenstraßen, natürlich leider auch Sackgassen…

Ich habe ein Gefäß im Regal stehen, mit dem ich eigentlich zufrieden bin, aber: vielleicht könnte man das größer machen, die Proportionen zueinander ändern, vielleicht doch eine geschlossenere, entschiedenere Form, vielleicht doch ein offenerer Abschluss, ein anderer Farbklang, eine klare Entscheidung für Schwarz/Weiß u.s.w.

Das Problem ist für mich nicht die Ideenfindung, sondern die Entscheidung und Konzentration auf einen Abzweig und das Verschieben oder Unterlassen anderer.

Wenn die Entscheidung für ein bestimmtes Thema gefallen ist, also bspw. die Kombination verschiedener monochromer Farbflächen in verschiedenen Grautönen zu relativ, klaren, geometrischen Gefäßen , arbeite ich meist mehrere Tagen daran.
Nach ein paar Wochen und dem nächsten Brand mit neuen Ergebnissen, kommt wieder ein Schwung Gefäße zu diesem Thema in dann leicht veränderter Form.

So verändern sich die Themen meiner Arbeit unmerklich aber unablässig. Motor ist nicht eigentlich die Idee sondern das Arbeiten und Probieren an sich.“
(Zitat Juliane Herden)

Dieser Einblick in die doch komplexe Arbeitswelt der Keramikerin macht deutlich, wie intensiv sie sich mit dem Thema „Vase“, „Gefäß“ auseinandersetzt.
Sie mag das Endprodukt als Kunstobjekt , aber besonders auch die Nutzbarkeit, die Funktion:
„Ich mag beide Aspekte und glaube und hoffe, dass sie sich nicht gegenseitig ausschließen. Die Kategorie Kunst ist ein großes Kompliment, über das ich mich natürlich sehr freue, letztlich kann ich daruas schließen, dass den Arbeiten ein Durchdacht sein zugestanden wird, dass sie für sich allein bestehen läßt.
Andererseits finde ich den Gedanken reizvoll, dass jemand mit meinen Arbeiten in ein gespräch tritt, es in seine persönliche Welt einläßt, nutz und im Falle einer Vase erweitert durch ein Hinzutun von Form und Farbe – nichts anderes sind Blumen ja. In diese Sinne wohnt Gefäßen eine Sinnhaftigkeit und ein Kommunikationswille inne, den ich liebe.“ (Zitat Juliane Herden)Juliane Herden, Vase als Objekt oder als Vase, farbige Porzellanplatten, gebaut; Porzellan (Copyright u. Foto: J. Herden)Juliane Herden, Gefäß als Objekt oder als Vase, farbige Porzellanplatten, gebaut; Porzellan (Copyright u. Foto: J. Herden)

Das Craftkontor versammelt in der aktuellen Ausstellung einen schönen Überblick über mehrere Serienentwicklungen Vase/Gefäß und eine Reihe schöner Trinkbecher von Juliane Herden.Juliane Herden, Bechergruppe, Porzellan, farbige Engoben; (Copyright u. Foto: Herden)Juliane Herden, Bechergruppe, Porzellan, farbige Engoben; (Copyright u. Foto: Herden)

Herzlich willkommen. Ausstellung Bruch – Riss – Schnitt bis Ende Juni.

Achtung: Vom 27. Mai bis 3. Mai 2019 einschließlich geschlossen!

Neugierig ?

Die nächste, die 7. Nacht der Galerien in Bonn-BAD GODESBERG steht nach den Osterferien vor der Tür:Brückenschlag: Das Banner der 7. Nacht der Galerien in Bonn-BAD GODESBERG (Foto:Laue)Brückenschlag: Das Banner der 7. Nacht der Galerien in Bonn-
BAD GODESBERG (Foto:Laue)

Es wird wieder spannend: zusammen mit den 9 anderen Galeriekollegen-innen
haben wir unsere Stärken gebündelt und zeigen neue Ausstellungen, die unsere Positionen verdeutlichen…

Hier im CRAFTkontor, Ihrer Galerie für Kunsthandwerk und Design, eröffnen wir traditionell in dieser Nacht eine neue Ausstellung:Einladungskarte zur neuen Ausstellung im CRAFTkontorEinladungskarte zur neuen Ausstellung im CRAFTkontor

„Bruch – Riss – Schnitt“  unter diesem Titel vereinen wir die spannenden farbigen Scherenschnitte der Hamburgerin Petra Klischat und die keramischen Arbeiten der Wahlberlinerin Juliane Herden.

Am Abend des 3. Mai ist es soweit!
Seien Sie neugierig und herzlich willkommen!

Doch vorher noch schöne Ostertage und vielleicht einen kleinen Urlaub…!

Lebefrauen und Lebemänner…

„Es sind kleine Szenen mit freundlichen, amüsanten Lebefrauen und Lebemännern im Alter der angenehmen zweiten Lebenshälfte, abgebildet in Momenten alltäglicher Muße“Johanna Beil, Skulptur "im Gespräch", Terrakotta; (Copyright: J. Beil; Foto: Axel Fidelak)Johanna Beil, Skulptur „Im Gespräch“, Terrakotta; (Copyright: J. Beil; Foto: Axel Fidelak)

Dieser einführende Satz von Olga Moldaver, Kunsthistorikerin M.A. am Keramion, der Stiftung für historische und moderne Keramik in Frechen, charakterisiert die „Gäste“ der momentanen Ausstellung „Blickwechsel I“ im CRAFTkontor aufs Feinste…

„Auf der Basis von Alltagsimpressionen lässt Johanna Beil  Situationen entstehen, in denen sich dank der präzise beobachteten Mimik und beredten Gestik sowie der meisterlich realisierten Körperhaltung und Kleidung beim Betrachter sofort eine fast filmische Szene im Kopf abspielt: Liest der Mann mit der Tolle, Ohr an Ohr an seinen Hund gedrückt, jenem seine Rilke-Lieblingsstrophen vor?“Johanna Beil, Skulpur "Lesender mit Hund", Terrakotta; (Copyright: J. Beil, Foto: Craftkontor)Johanna Beil, Skulpur „Lesender mit Hund“, Terrakotta; (Copyright: J. Beil, Foto: Craftkonto

Faszinierende Nähe zu den Gestalten stellt sich ein, geschaffen durch eine wunderbare Beobachtungsgabe von Johanna Beil und dem Talent der Illustratorin und Bildhauerin, dies in akribischer Feinmodellierung umzusetzen.Johanna Beil, Skulptur "Die Kreuzworträtslerinnen", Terrakotta; (Copyright: j. Beil, Foto: Craftkontor)Johanna Beil, Skulptur „Die Kreuzworträtslerinnen“, Terrakotta; (Copyright: j. Beil, Foto: Craftkontor)

„Um nuancierte Faltenlandschaften auf die Charakterköpfe zu bringen oder naturalistische Stoffkrumpel eines zu engen Sakkos zu formen, nutzt sie nichts als weißen Ton, unglasiert, nicht einmal mit weißer Engobe überfangen … leicht überzeichnet, geformt mit subtiler Ironie, typisiert in ihrer Bonvivant-Gemütlichkeit.“

Und weil diese Art der plastischen Formulierung so sehr uns Betrachter überzeugt, erhält Johanna Beil zunehmend auch Aufträge für Porträts von Mensch und Tier.Johanna Beil, Skulptur "Wie der Herr, so's G'scherr...., Terrakotta; (Copyright: J. Beil, Foto: A. Fidelak)Johanna Beil, Skulptur „Wie der Herr, so’s G’scherr…., Terrakotta; (Copyright: J. Beil, Foto: A. Fidelak)

„Blickwechsel I“ mit den Plastiken von Johanna Beil noch bis Ende Juni im CRAFTkontor.

 

Die lange Nacht der Galerien 2018

Alle Jahre wieder veranstalten 10 Bad Godesberger Galerien im Frühjahr eine lange Nacht.
Nun schon zum 6. Mal öffnen die Galerien  für Sie von 18.00 Uhr bis Mitternacht.  Am FREITAG, 4. Mai ist es so weit.BANNERnachtdergalerien2018Die 10 teilnehmenden Galerien zeigen spannende Positionen aus ihnren aktuellen Programmen: Malerei, Skulptur und Plastik, Fotographie, KonzeptArt, Druckgraphik, angewandte Kunst und Design.
Dieser Abend ist eine privat gestemmte Initiative dieser frei zusammengeschlossenen Galerien für ihren Stadtteil Bad Godesberg und natürlich Bonn und das Rheinland…
Und die Erfahrung zeigt: das Publikum ist bei weitem nicht nur lokal !

Wie jedes Jahr ist auch das CRAFTkontor mit einer Ausstellung dabei:
An diesem Abend eröffnen wir „Blickwechsel“.
Um 19.00 Uhr führt Olga Moldaver, wissenschaftliche Mitarbeiterin am KERAMION, der Stiftung für historische und moderne Keramik in Frechen, in die Ausstellung ein.
Wir zeigen Gefäße aus Porzellan von Martina Siegmund-Servetti
und Terrakotta-Skulpturen von Johanna Beil.Johanna Beil, Blickwechsel - Herr und Hund; Terrakotta; (Copyright: J. Beil)
Johanna Beil, Blickwechsel – Herr und Hund; Terrakotta;
(Copyright: J. Beil)

Johanna Beil wird anwesend sein,
Martina Sigmund-Servetti hat das Vergnügen, in dieser Zeit auf Einladung im chinesischen Keramikzentrum Jingdezhen zu weilen.

Die von Jahr zu Jahr steigenden Besucherzahlen der langen Galerienacht sind ein Beleg für spannende Abende und den Spaß Kunst direkt zu erleben.

Infos: nacht-der-galerien.de

Wunder der Natur…

Mehr oder weniger Halbzeit für die Ausstellung „Behausungen – Hüllen – Nester“, deren Schwerpunkt im Moment im CRAFTkontor die keramischen Arbeiten von Christiane Möhring sind.Einladungskarte aktuelle Ausstellung im CRAFTkontor Bonn-Bad GodesbergEinladungskarte der aktuellen Ausstellung im CRAFTkontor Bonn-Bad Godesberg (Copyright: A. Portsteffen, Cynthia Rühmekorf, C. Möhring, A. Mainz, Cultform)

Auf der Grundlage gründlicher Recherche und Beschäftigung mit Microstrukturen in der Natur um uns – in Moosen, in Unterwasserwelten, wie Muscheln, Korallen und Kleinorganismen, entwickelt Christine Möhring Keramikskulpturen.
Ihre Naturbetrachtugen, die auch im eigenen Garten stattfinden können, untermauert sie mit der Lektüre naturwissenschaftlicher Texte, um dann vertieft in die Gestaltung ihrer Objekte einzusteigen.Detail: Keramik Christina MöhringDetail: Keramik Christine Möhring

Der Aufbau der Objekte und die Trocknungsphasen nutzt sie um gestalterisch zu manipulieren – ergebnissoffen: sie dehnt , streckt, treibt und löchert ….Detail: Keramik Christine MöhringDetail: Keramik Christine Möhring

Lineaturen, Rillen, Löcher und Perforationen werden anschließend durch rauhe Schamotteoberflächen und manchmal mehrere Glasurbrände hintereinander in ihren Naturtönen überhöht.Detail: Keramik Christine MöhringDetail: Keramik Christine Möhring

Natur als Kunst in handwerklicher Vollendung !
Noch bis zum 27. April 2018 im CRAFTkontor zu bewundern.

Am Freitag, 4. Mai dann die diesjährige lange Galerienacht mit der Eröfnung einer neuen spannenden Ausstellung herausragenden Kunsthandwerks:
BANNERnachtdergalerien2018

 

Perspektiven….

Angekommen im neuen Jahr, fragt man sich, welche neuen Aussichten es mit sich bringt….
Das Jahr 2018 ist für das CRAFTkontor ein Jahr der besonderen Freude, denn die Ladengalerie wird im September 10 Jahre alt.
Wunderbar, dass ein Konzept, das sich ausschließlich auf die Präsentation von deutschem und europäischem Kunsthandwerk aus kleinen Ateliers und Manufakturen spezialisiert hat, trägt !
Es gibt Sie also doch noch, allen Unkenrufen zum Trotz, die Individualisten, die das Besondere, das Handgemachte, lieben !

Vier Schwerpunktausstellungen werden wie immer das Jahr gliedern:Christiane Möhring, Seeigel, Keramikskulptur, 70cm; (Copyright: Chr. Möhring)Christine Möhring, Seeigel, Keramikskulptur, 70cm
(Copyright: Chr. Möhring)

– Ab Ende Februar zeigen wir unter dem Titel
„Behausungen – Hüllen – Nester“ u.a.die faszinierenden Naturumsetzungen in Keramik von Christine Möhring.

– Die Teilnahme des CRAFTkontors an der so sehr erfolgreichen „Langen Galerienacht“ in Bonn-Bad Godesberg  bestreiten wir ab 4. Mai mit den Porzellangefäßen von Martina Sigmund-Servetti und den Terrakottafiguren  von Johanna Beil.Johanna Beil, Terrakottafigur "Die Schaumgeborene" (Copyright J. Beil)Johanna Beil, Terrakottafigur „Die Schaumgeborene“ (Copyright J. Beil)

– Den Sommer widmen wir dem Material, das so sehr unsere Zeit und unsere Umwelt prägt, dem Kunststoff. Schmuck und Gefäße zeigen die Vielfalt  der gestalterischen Möglichkeiten in diesem Material.

– Schwerpunkt im Herbst werden die strengen Arbeiten von Karin Bablok sein.Karin Bablok, Gefäßgruppe, Porzellan; (Foto u. Copyright: K. Bablok )Karin Bablok, Gefäßgruppe, Porzellan (Foto Dietlind Wolf, Copyright: K. Bablok)

Konsequent ist Bablok in ihrer fast ausschließlichen Beschäftigung mit dem „weißen Gold “ und schwarzen Dekorationen. Zum Teil bespielen sie abstrakt die Form , zum Teil betonen sie geometrisch die Form an sich.
Diese Strenge erfordert Sichtwechsel und so ergänzen wir ihre Arbeiten mit Werken von zwei weiteren Gestaltern…

Und danach sind wir schon wieder bei der Winterwunderkammer im CRAFTkontor zur Vorweihnachstzeit angekommen.
Sie sehen – es wird ein interessantes Jahr!

Ich freue mich auf Ihr Interesse !

BANNERnachtdergalerien2018

Keramikerin Susanne Altzweig im Film

Spannend und kurzweilig ist die Sendefolge „Handwerkskunst“ vom SWR.
Letzte Woche beobachtete das Filmteam Susanne Altzweig in ihrer Werkstatt bei der Erstellung eines Kaffeeservice-Sets.Susanne Altzeig, Geschirrserie Rosen, Keramik; (Copyright: Altzweig - Foto: Alzey)Susanne Altzeig, Geschirrserie Rosen, Keramik; (Copyright: Altzweig – Foto: Alzey)

Jeder Schritt dieser anspruchsvollen mehrtägigen Arbeit, um ein individuelles Service zu gestalten, wird verfolgt.
Die Besonderheit der Altzweigkeramik, die freie malerische Farbigkeit setzt den I-Punkt.

Wenn Sie es nicht gesehen haben: hier ist der lohnende Link zur Mediathek…

http://www.ardmediathek.de/tv/Im-S%C3%BCdwesten/Handwerkskunst-Wie-man-ein-Kaffeeservic/SWR-Fernsehen/Video?bcastId=27081432&documentId=46832702

Die Leidenschaft und die fast selbstverständliche Könnerschaft Susanne Altzweigs wird im Film deutlich – Handwerkskunst – wie schön ist es, im Alltag solch Handgemachtes zu benutzen, das Besondere in jedem Teil zu erkennen – gesteigerter Genuss !

Besondere Vasenobjekte und Schalen von Susanne Altzweig konnten Sie schon vor einigen Jahren hier im CRAFTkontor bewundern…

Hier war die Reliefierung und die subtile Farbigkeit Thema….
Sicher werde ich diese geschätzte Keramikerin wieder Mal in einer weiteren Ausstellung zeigen….SusanneAltzweig1-VasenensembleSusanne Altzweig, Vasengruppe, Keramik, (Foto+Copyright: Altzweig)

Paarweise…. Gefäßkeramik…

Im Frühsommer besuchte ich ein Keramikatelier ganz im Norden Deutschlands, um das Ehepaar Lerch zur Ausstellung „Rabenschwarz“ zu verlocken, mir ein paar ihrer wunderbaren Arbeiten zu senden.
Dort in Bünsdorf Richtung Eckernförde haben Sie in ihrem Haus Leben und Arbeiten zusammengefügt. Schön dort zu schauen….
„Inke und Uwe Lerch zählen zu den auch international beachteten, im keramischen Metier tätigen Kunsthandwerkern, die auf eine fast dreißigjährige Erfahrung zurückblicken können. – (Gerade in diesem Jahr hatten sie zu ihrem 70. und 75. Geburtstag ein delikate Doppelausstellung in Berlin.)Inke Lerch, Gefäß, Porzellan; (Copyright: Lerch)Inke Lerch, Gefäß, Porzellan; (Copyright: Lerch)Uwe Lerch, Gefäß, Keramik; (Copyright: Lerch)Uwe Lerch, Gefäß, Keramik; (Copyright: Lerch)

Dabei verwirklicht jeder der beiden Ehepartner seine eigenen Ideen und stellt seine Gefäße vom Drehen übers Abdrehen bis zum Dekorieren und Glasieren selbst her; die komplexe, künstlerische Tätigkeit gestattet keine Arbeitsteilung.
Ihre unterschiedlichen Grundauffassungen vom Gefäß, ihre Gestaltungsprinzipien und -vorlieben kommen so in den Werken voll zum Ausdruck….

Inke und Uwe Lerch betrachten das Gefäß als eine gestalterische Aufgabe, die seit Menschengedenken ein Bestandteil des Lebens ist und für die auch weiterhin Lösungen zu finden sich lohnt. …Sie stellen sich dabei zusätzlichen Herausforderungen, wenn sie Körper gestalten, die die Funktion von Gefäß erfüllen oder oft stark gewölbte Gefäßoberflächen mit Flächendekoren in Einklang bringen ….“(Textzitat Dr. Karin Heise)

„Inke Lerch bevorzugt als Material feines Porzellan oder Steinzeug. Die Oberfläche behandelt sie mit gefärbten Porzellanengoben.
Das äußerst zeitaufwändige, fast schon meditative Prozedere erfordert höchste Geschicklichkeit und Sorgfalt.
Die mit perspektivischen Dekoren überzogenen Gefäße weisen reizvolle Kontraste zwischen gekrümmter Grundform und illusionistischer Malerei auf….“
(Die mit mathematischer Präzision berechneten Dekore sind perfekte Ritz- und Spritzarbeit – klassisch und modern zugleich und unverwechselbar Inke Lerch.)Inke Lerch, Free Form, Porzellan; (Copyright: Lerch)Inke Lerch, Free Form, Porzellan; (Copyright: Lerch)

Uwe Lerch fasst das Gefäß überwiegend als Plastik auf. Seine aus Steinzeug gedrehten Objekte haben strenge Formen und klare Konturen. (Seine Formen werden durch zum Teil friesartige Ritzdekore unterstrichen.)…“
(Textzitat Dr. Maren Jürgensen) Uwe Lerch, Geritzter Zylinder, Keramik; (Copyright: Lerch)

 

 

 

Uwe Lerch, Geritzter Zylinder, Keramik; (Copyright: Lerch)

 

In der Herbstausstellung im CRAFTkontor vertreten die Lerchs eine klassische Position der heutigen Keramik: in sich ruhend und doch Aufsehen erregend.
Sie sind mit vielen ihrer Werke in den bedeutenden Keramiksammlungen und-Museen vertreten.

 

„Schwarz sticht alles…“ (Coco Chanel)

Herbstzeit – es wird früher dunkel und auch die Mode widmet sich wieder dem beständigen Lieblingston der Winter-Saison, dem SCHWARZ.
Auch in Kunst und Kunsthandwerk ist Schwarz ständig präsent: nimmt sich zurück und betont gleichzeitig Graphik, Form und Haptik der Objekte…

Sie sehen schon, die neue Ausstellung im CRAFTkontor widmet sich ebenfalls dem Schwarz… Titel: RABENSCHWARZ.Rabenschwarz.indd
RABENSCHWARZ ist das tiefste Schwarz und wir verbinden es mit dem Thema der Raben, einem der Intelligentesten der Vögel.

Neben den Rabenskulpturen von Ule Ewelt (ich erinnere an die sooo erfolgreiche Ausstellung ihrer Tierskulpturen im Mai 2017) und demnächst auch von Andreas Hinder, sind die kommunikativen Vögel durch Zeichnungen von Karen Meunier und Irmgard Hofmann vertreten.Karen Meunier, Rabe, Zeichnung;Karen Meunier, Rabe, Zeichnung; (Copyright: Meunier)Irmgard Hofmann, Abramelin, Zeichnung Tusche; (Copyright: Hofmann)Irmgard Hofmann, Abramelin, Zeichnung Tusche; (Copyright: Hofmann)

In einer Zeit, in der es uns zieht, jede noch verbliebene leuchtende Blüte ins Haus zu holen, sind natürlich auch Vasen ein Schwerpunkt:
Die Keramikerin Tanja Möwis aus Bremen ist mit einer wunderbaren Gruppe zu Gast.
Ebenfalls von ihr ist ein Schalen- Becherset mit Teekanne…Tanja Möwis, Vasen und Becher im Galerieregal, Keramik; (Copyright: Möwis, Portsteffen)Tanja Möwis, Vasen und Becher im Galerieregal, Keramik; (Copyright: Möwis, Portsteffen)

Tee und Kekse sind auch die Dinge, die für die schönen Schalen von Martina Sigmund-Servetti gedacht sind: zart aber widerstandsfähig aus schwarz/weiß marmoriertem Porzellan gedreht….Martina Sigmund-Servetti, Schalen, marmoriertes Porzellan; (Copyright: Servetti, Portsteffen)Martina Sigmund-Servetti, Schalen, marmoriertes Porzellan; (Copyright: Servetti, Portsteffen)

Die Zusammenstellung zum Thema „Rabenschwarz“ im CRAFTkontor läuft bis Mitte November und in dieser Zeit werde ich Ihnen auch ein paar weitere Protagonisten der Ausstellung vorstellen.