Wunderbare Nachrichten aus dem Bergischen Land…

Hohe Auszeichnung für die Rösrather Keramikerin Uta K. Becker, deren Arbeiten Sie schon wiederholt im CRAFTkontor erleben konnten…
Wir freuen uns mit Ihr!

Alle zwei Jahre zeichnet die Landesregierung NRW herausragende Leistungen kunsthandwerklichen Schaffens aus.
Der Staatspreis NRW im Werkbereich Keramik geht in diesem Jahr an die Keramikerin Uta K. Becker aus Rösrath.

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Uta K. Becker, Keramikerin mit Vasenobjekt (Foto Renate Forst)

Der alle zwei Jahre von der nordrhein-westfälischen Landesregierung ausgelobte Staatspreis ist der bundesweit wichtigste und mit 45.000 € höchst dotierte Preis im Kunsthandwerk.
So waren auch in diesem Jahr die besten Kunsthandwerker des Landes aus insgesamt acht Werkbereichen aufgerufen, ihr Können unter Beweis zu stellen.
Aus insgesamt 350 Einsendungen ermittelte eine Expertenkommission die diesjährigen sieben Staatspreisträger, deren Arbeiten gemeinsam mit allen anderen jurierten Werken im Rahmen der Landesausstellung manu factum vom 9. Oktober bis zum 20. November 2011 im Kreismuseum Zons bei Dormagen zu sehen sind.

Stille Freude und glühende Leidenschaft: Raku

In der Kategorie Keramik nimmt Uta K. Becker den Staatspreis für ihr in Raku-Brenntechnik gefertigtes zweiteiliges Gefäß entgegen, dessen „subtile und gekonnte Ausführung“ und „hervorragende Konzeption“ die Jury würdigte.
Seit 10 Jahren widmet sich die Kunsthandwerkerin intensiv diesem jahrhundertealten japanischen Arbeitsverfahren, das ursprünglich eng mit der Teezeremonie verbunden war.
Beim Raku („stille Freude“) werden die geformten Töpferstücke nach dem Brennvorgang rot glühend aus dem Ofen geholt. Durch den Temperatursturz entstehen feine Rissgitter in der Glasur, die sich durch anschließendes Räuchern in Erdlöchern oder
mit Sägemehl gefüllten Tonnen durch Rauch und Schmauch schwarz einfärben.
Diese dunklen mäandernden Risse – auch Craquelés genannt -sind typisch für den Raku-Brand und machen durch ihre Willkürlichkeit jedes Werkstück zu einem Unikat.

UtaK.BeckerSchalen
Uta K. Becker, Raku-Schalen, Keramik

So funktional wie künstlerisch

Eine schlichte und klare Ästhetik, geometrische Formen und leuchtende Farben sind das Markenzeichen der Arbeiten von Uta K. Becker, die über eine Schreinerlehre und ein Bildhauerstudium zur Keramik fand.
Ihre aufgebauten und gedrehten Gefäße, Platten und Schalen sind so funktional wie künstlerisch.
Jedes einzelne Stück wirkt als Gebrauchsgegenstand und Objekt sowohl einzeln als auch im Ensemble mit anderen.
„Meine Arbeiten sind bewusst schlicht in der Form, um den Craquelés viel Raum zur Entfaltung zu geben. Das Auge des Betrachters soll auf den mannigfaltigen Oberflächen, die der Raku-Brand in das jeweilige Objekt gezeichnet hat, der Topografie der Linien folgen und Räume erschließen“, sagt die Keramikerin.
(Auszüge aus PR-Text: Barbara Jahn)

Die Ausstellung manu factum 2011 ist vom 8. Oktober bis zum 20. November zu sehen im
Kreismuseum Zons, Schloßstraße 1, 41541 Dormagen-Zons,
(geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr).
Der Katalog kostet 15,-Euro (erhältlich im Museum oder über die Arbeitsgemeinschaft
des Kunsthandwerks NRW, Georg-Schulhoff-Platz 1, 40221 Düsseldorf, Tel. 0211-87 95-391).

 

Herbstzeit – Staatspreiszeit in NRW

Die Spannung steigt:

WER wird 2011 Staatspreisträger im Kunsthandwerk  in Nordrhein-Westfalen.

Dieser wichtige Preis hat schon viele Karrieren und Arbeitsphasen von Kunsthandwerkern beflügelt.
Die Ehrung schenkt Selbstbewußtsein und das Preisgeld eine kleine Weile sorgenfreieres Arbeiten.

Im Jubiläumsjahr „50 Jahre manu factum “ werden acht Staatspreise im Kunsthandwerk Nordrhein-Westfalen vergeben.
Da der Preis alle 2 Jahre vergeben wird, ergibt sich, dass zum 25. Mal  die besten Kunsthandwerker aus Nordrhein-Westfalen in der Landesausstellung manu factum einen Querschnitt ihres Schaffens vom klassischen Kunsthandwerk bis zur
angewandten Kunst zeigen werden.
Gastgeber der Ausstellung ist im Jubiläumsjahr das Kreismuseum Zons.

In Nordrhein-Westfalen lebende und arbeitende Kunsthandwerker/innen wurden aufgefordert, sich bis zum1. August für die Teilnahme an der von der Landesregierung und der Arbeitsgemeinschaft des KunsthandwerksNRW ausgerichteten Ausstellung zu bewerben. Über die Zulassung entscheidet eine Kommission.Bewerber müssen das 25. Lebensjahr vollendet haben und eine abgeschlossene Ausbildung bzw. einenvergleichbaren Fach- oder Fachhochschulabschluss nachweisen.

Viele haben sich wieder mit Ihren neuen herausragenden Werken vorgestellt.
Rund 350 Bewerbungen gingen für die mit insgesamt 45.000 Euro dotierten Staatspreise im
Kunsthandwerk NRW ein, davon wurden 112 Teilnehmer für die manu factum 2011 zugelassen.

Eine Fachjury aus Vertretern der Landesregierung, des (Kunst-) Handwerks, der Wissenschaft und der Museen sowie der Kunst und Architektur vergeben 7 Staatspreise in den Kategorien SCHMUCK, GERÄT AUS METALL, HOLZ, TEXTIL / LEDER, KERAMIK, GLAS und FOTOGRAFIE / PAPIER. Ein zusätzlicher Preis für besondere kunsthandwerkliche Leistungen wurde im Bereich KERAMIK ausgelobt. Keine Auszeichnung gibt es diesmal für den Werkbereich STEIN.

Beim Schmuck verzeichnete man die meisten Einsendungen und Ausstellungsstücke, gefolgt von Arbeiten aus Holz sowie – vielleicht die größte Veränderung gegenüber den Vorjahren – dem Bereich Fotografie / Papier, in dem es 15 Arbeiten (fast die Hälfte der Bewerbungen) in die engere Wahl schafften. Erfreulich ist hier wie auch in allen anderen Kategorien, die große Bandbreite.
(Textcopyright: Barbara Jahn)

Erinnern wir uns: erst kürzlich hatten wir 2 Staatspreisträgerinnen NRW hier zu Gast:

Die Sommerausstellung zeigte eine Überschau über das faszinierende Schmuckschaffen von Heidi Schulze-Merian,
Staatspreisträgerin im Bereich Schmuck 1987.

HeidiSchulzeMerianHalsschmuckopt.Glas
Heidi Schulze-Merian, Halsreif Silber/Edelstahl/dichroitisches Glas – mit diesem atemberaubenden Halsschmuck, der durch die Körperbewegung der Trägerin unendliche Lichtfülle zeigt, gewann H. Schulze-Merian erneut einen der hochangesehenen
Schmuckpreise: den Friedrich Becker Preis 2010.

Ergänzt hatte ich diese Ausstellung durch eine Anzahl variabler Schalkragenjacken der Modemacherin Vivian Hackbarth aus Düsseldorf.
Staatspreisträgerin mit dem Prototyp dieser Jacken im Jahr 1999.

VivianHackbarth99_avh_schalkragenjacke-designpreis
Vivian Hackbarth, Schakkragenjacken: Organza/Filz/Jaquard;

Etwas länger her ist die Präsenz der Keramikerin Petra Bittl hier aus Bonn im CRAFTkontor, die 2005 den Staatspreis in ihrem Bereich erhielt.

Nächste Woche wissen wir Bescheid, wer die glücklichen Staatspreisträger sein werden.
Ich melde mich dann wieder…