Keramikerin Susanne Altzweig im Film

Spannend und kurzweilig ist die Sendefolge „Handwerkskunst“ vom SWR.
Letzte Woche beobachtete das Filmteam Susanne Altzweig in ihrer Werkstatt bei der Erstellung eines Kaffeeservice-Sets.Susanne Altzeig, Geschirrserie Rosen, Keramik; (Copyright: Altzweig - Foto: Alzey)Susanne Altzeig, Geschirrserie Rosen, Keramik; (Copyright: Altzweig – Foto: Alzey)

Jeder Schritt dieser anspruchsvollen mehrtägigen Arbeit, um ein individuelles Service zu gestalten, wird verfolgt.
Die Besonderheit der Altzweigkeramik, die freie malerische Farbigkeit setzt den I-Punkt.

Wenn Sie es nicht gesehen haben: hier ist der lohnende Link zur Mediathek…

http://www.ardmediathek.de/tv/Im-S%C3%BCdwesten/Handwerkskunst-Wie-man-ein-Kaffeeservic/SWR-Fernsehen/Video?bcastId=27081432&documentId=46832702

Die Leidenschaft und die fast selbstverständliche Könnerschaft Susanne Altzweigs wird im Film deutlich – Handwerkskunst – wie schön ist es, im Alltag solch Handgemachtes zu benutzen, das Besondere in jedem Teil zu erkennen – gesteigerter Genuss !

Besondere Vasenobjekte und Schalen von Susanne Altzweig konnten Sie schon vor einigen Jahren hier im CRAFTkontor bewundern…

Hier war die Reliefierung und die subtile Farbigkeit Thema….
Sicher werde ich diese geschätzte Keramikerin wieder Mal in einer weiteren Ausstellung zeigen….SusanneAltzweig1-VasenensembleSusanne Altzweig, Vasengruppe, Keramik, (Foto+Copyright: Altzweig)

Heimat shoppen !

Am Wochenende veranstalten die Einzelhändler NRWs zum erneuten Mal die Aktion: HEIMAT SHOPPEN…HeimatShoppenIMG_0104

Eine wichtige Initiative, die die Stärken des lokalen Handels in den Städten und Dörfern stärken will:
– warum beim großen Internmetversender bestellen, wenn der nette Buchhändler im Ort das Buch auch über Nacht bestellt ?
(Ich empfehle Ihnen dazu gern diesen Artikel :
http://www.monde-diplomatique.de/pm/2013/11/08/a0001.text)
– warum Obst aus Übersee im Discounter kaufen, wenn wir doch die Obst- und Gemüsegegend, das Vorgebirge, mit frischen regionalen, wenn nicht gar biologisch angebeuten Erzeugnissen vor der Tür haben UND wie schön ist ein Erlebniseinkauf auf dem Hof für die Kinder ?
– warum modische Massenware kaufen- erstellt unter unsagbaren ökologischen Bedingungen bis hin zur Kinderausbeutung, die erstens nicht unbedingt guter Qualität ist und zweitens häufig chemisch belastet ist, wenn man doch pfiffige kleine deutsche Modelabels finden kann ?
Nur ein paar der wesentlichen Fragen…

Heimat shoppen
…stärkt die Wirtschaft Ihres Ortes!
…schont Ihre Umwelt und Ihren Geldbeutel!
…sorgt für lebendige Innenstädte!
…sichert Arbeits- und Ausbildungsplätze!
…bedeutet Einkaufen bei Nachbarn und Freunden! Gewerbetreibende sind Teil der Gemeinschaft !

Warum ich das schreibe ?
Ich mache eigentlich ganzjährig und über Jahre hinaus nun schon nichts anders für Sie !
Im Prinzip bin ich mit dem CRAFTkontor „ein Bioladen für schöne Dinge“!

Meine deutschen und europäischen Kunsthandwerker erarbeiten ihre schönen Dinge mit ihrem Gehirn, Herzen und schließlich den eigenen Händen.
Z.B. die Taschenlabel//Täschner verarbeiten nur im Inland gegerbte und gefärbte Leder und nähen selbst.
Sie bilden Nachwuchs im Handwerk aus und nutzen, wie die Keramiker, Rohmaterial aus unseren Landschaften.
Sie verkaufen direkt aus dem Atelier oder der Galerie und der Verkaufspreis kommt Ihnen direkt zu gute.

Regelmäßig gehe ich zu den Gestaltern und suche für die 4-5 Themenausstellungen im CRAFTkontor neue spannnende Dinge aus:
Nichts Kurzlebiges…
Qualitätvoll, handgemacht, aus lokalen Rohstoffen, mit innovativen Ideen und Herz gestaltet.
Europäisches Kunsthandwerk ist HEIMAT SHOPPEN im wahrsten Sinn des Wortes !

TRESOR Contemporary Craft in Basel

Basel hat am 21. – 24. September einen neuen Anziehungspunkt für Gestaltung:
Das Museum Tinguely – die Fondation Beyerler – das Schaulager und das Vitra Design Museum im nahen Weil am Rhein, um nur einige zu nennen, sind ja immer eine Reise wert, an diesem Wochenende stellt sich aber eine neue prachtvolle Sammlermesse für angewandte Kunst und Kunsthandwerk vor:

TRESOR contemporary craft

TRESOR contemporary craft ist eine neue internationale Plattform für hochwertige Handwerkskunst und zeitgenössische Angewandte Kunst, die ihre Türen vom 21. bis 24. September 2017 erstmals in der Messe Basel öffnet.Anke Neumann, Spin-Around; Lichtpapier, Flachs-Leinenpapier mit LEDFasern; Foto und Copyright: Anke NeumannAnke Neumann, Spin-Around; Lichtpapier, Flachs-Leinenpapier mit optischen Fasern, LED; Foto und Copyright: Anke Neumann

Mit mehr als vierzig Ausstellern aus der Schweiz, aus Europa und aus dem Rest der Welt wird die Messe zu einem attraktiven Treffpunkt für Sammler und Kunstinteressierte, an dem spannende Trends und Innovationen im Bereich der zeitgenössischen Handwerkskunst zu entdecken sind. Das einzigartige Messekonzept setzt nicht auf herkömmliche Kategorien wie Kunst, Handwerk, Design oder Architektur, sondern fokussiert auf den Handwerkskünstler und die Geschichten hinter den einzelnen Werken.Fukumoto Fuku, Tsukikage II, 2016, Porzellan, Foto ESH-Gallery, Copyright Fukumoto Fuku;Fukumoto Fuku, Tsukikage II, 2016, Porzellan, Foto ESH-Gallery, Copyright Fukumoto Fuku;

Die kuratierten Räume (Curated Spaces) greifen die aktuellen Trends rund um je ein Material oder eine Technik auf:
So werden im Raum „The Analogue Digital Wonder Lab“ Schmuckstücke präsentiert, die aus einer Kombination von Gold- und Silberschmiedekunst mit 3D-Druck und haptischer Technologie entstanden sind.
„Big and Bold“ wirft Licht auf einige der herausragendsten Künstler, die mit Tonerde arbeiten.
„Re-crafting Edison“ vereint kreative Designer und Macher, die mit elektrischem Licht arbeiten.
„Alchemy: from Base Metal to Gold“ präsentiert zeitgenössische Kunstschmiede, die mit Silber und Gold arbeiten, aber auch mit Metallen experimentieren.Dominique Labordery, Kollier Silber, Turmalin; Foto Galerie Annick Zufferey, Copyright D. LaborderyDominique Labordery, Kollier Silber, Turmalin;
Foto Galerie Annick Zufferey, Copyright D. Labordery

Und „A Whiter Shade of Pale“ zeigt eine neue Generation von Glas-Künstlern, deren Arbeit auf traditionellen Techniken beruht, dabei aber zeitgenössische Eleganz und Selbstvertrauen versprühen.

Aus Deutschland sind allein die exquisiten Gallerien von Rosemarie Jäger aus Hochheim, Galerie Spektrum und Galerie Biro aus München vertreten !

Datum & Zeit
21. September 2017
24. September 2017
Weitere Informationen
http://www.tresor-craft.com
Veranstaltungsort
Messe Basel, Schweiz

Jahrespläne…

Willkommen im neuen Jahr mit neuen Plänen…
Wie immer werden wir hier Neuigkeiten berichten, über Kunsthandwerk schreiben und die Dinge ankündigen, die im CRAFTkontor, Ihrer Galerie für Kunsthandwerk, stattfinden.

Anna Wiscombe, Wiesenblumen, Holz, Lack; (Foto + Copyright: Wiscombe)

Anna Wiscombe, Wiesenblumen, Holz, Lack; (Foto + Copyright: Wiscombe)

Der Jahresanfang ist immer der Zeitpunkt der Planfestschreibung:
Geht das, was man sich vorstellt, problemlos in den nur 12 Monaten ?
Kann ein eingeladener Kunsthandwerker doch nicht zum geplanten Zeitpunkt… müssen wir improvisieren…(das führt zu ungeahnt guten Ergebnissen übrigens;) )

Die ersten 2 Ausstellungen des Frühjahrs möchte ich Ihnen schon ankündigen und Ihnen einen Besuch hier wir immer schmackhaft machen:

Am 16. Februar starten wir unter dem Titel „Über die Leichtigkeit des Seins…“ in das Ausstellungsjahr .

Annette Rawe, Mobile "Leaves", gelacktes Papier, Edelstahl; (Foto + Copyright Rawe)

Annette Rawe, Mobile „Leaves“, gelacktes Papier, Edelstahl; (Foto + Copyright Rawe)

Mobiles werden die Hauptprotagonisten dieser Ausstellung sein…
Lässig, luftig, leicht genügt ein Frühlings-Windhauch und schon lenken diese zarten Objekte in der Wohnung, den Büroräumen oder der Praxis den Blick auf sich.
Spielerisch oder streng in der Gestaltung – Natur imitierend oder an das Bauhaus erinnernd.

Vorankündigen möchte ich auch schon jetzt die nächste lange Nacht der Galerien in BONN-Bad Godesberg:

Nacht der Galerie Bad Godesberg 2017 (Copyright Hofmann)

Nacht der Galerie Bad Godesberg 2017
(Copyright Hofmann)

In dieser Nacht wird wie immer eine neue Ausstellung im CRAFTkontor eröffnet werden.
Nach der sehr erfolgreichen Schau der Rauchbrandkeramiken von Ule Ewelt 2016, widmet sich diese Ausstellung feinsten Gespinsten aus Edelmetallen.
Mehr möchte ich dazu jedoch noch nicht verraten…, aber merken Sie sich den Abend mit Ihren Freunden vor: es ist immer sehr viel los in den beteiligten 11 Galerien und die Besucher schwärmen von der tollen Nacht, die mittler Weile schon zum widerholten Male stattfinden wird.

Und den Sommer über, was wird es da geben?
Schauen Sie beizeiten mal wieder in den Blog;)
und herzlich willkommen im CRAFTkontor!

Schmucksommer Part 3

Der „Vogelflüsterin“ aus Berlin, Gudrun Arp, haben wir vor einigen Jahren schon einmal eine sehr erfolgreiche Einzelausstellung unter dem Titel „Federleicht – Schmuck“ gewidmet.

Gudrun Arp, Federkollier, frisierte Hahnenfedern;

Gudrun Arp, Federkollier, frisierte Hahnenfedern;

Meine andauernden Begeisterung für Ihren wunderbaren Schmuck und die Möglichkeit, sich dadurch mit fremden Federn zu schmücken, zeigt sich in meiner Einladung an sie für den Schmucksommer im CRAFTkontor…

Gudrun Arp, Kollier aus Sittich- und Arafedern;

Gudrun Arp, Kollier aus Sittich- und Arafedern;

Im wahrsten Sinn des Wortes „federleichter“ Sommerschmuck, dessen Federn die Gestalterin in einfachen Briefumschlägen aus aller Welt von Zoos, Züchtern und freundlichen Privatleuten bekommt.

Immer, wenn ein Vogel in der Mauser turnusmäßig seine Federn verliert, denken diese netten Menschen an Frau Arp und senden ihr die „Käfigernte“
Mal reicht es nicht mal für ein Kollier und genau diese Feder muss warten, bis genügend für ein luftiges Objekt zusammen gekommen ist…
Mal ist üppig vorhanden und die Phantasie von Gudrun Arp schlägt Purzelbäume…

Gudrun Arp,  Langkollier, Wyandott-Huhn-Federn, gefärbt;

Gudrun Arp, Langkollier, Wyandott-Huhn-Federn, gefärbt;

Auf der gebräunten Sommerhaut, dem leichten Leinenkleid oder zum kleinen Schwarzen in jedem Fall ein zauberhafter Hingucker!

Herzlich willkommen zum Testen und sommerlichen „Abheben“…

Schmucksommer Part 1

Der Schmucksommer im CRAFTkontor zeigt bis Ende August 10 verschiedene Positionen modernen Gestalterschmucks.
Romantisches ist vertreten, aber auch avantgardistisches aus zeitgenössischen Materialien – Schmuck für den besonderen Anlass, aber auch für jeden Tag.

Als erste Gestalterin möchte ich Ihnen THEDA KATHARINA BESSER vorstellen:

Theda K. Besser, Anhänger Bergkristall mit Kristalleinschlüssen und beweglichen Teilen an Karneolkette; Copyright: Th.K.Besser

Theda K. Besser, Anhänger Bergkristall mit Kristalleinschlüssen und beweglichen Teilen an Karneolkette;
Copyright: Th.K.Besser

„Immer wieder fasziniert es mich, aus schönem Material, sei es zäher Edelstahl, stahlendes Gold, seidiger Faden oder ein edler Stein, Schmuckstücke herzustellen, die als Unikat die Sinne eines Trägers/einer trägerin wecken und durch das Tragen unverwechselbarer Teil dieses Menschen werden.“ (Zitat: Theda K. Besser)

Bei Theda K. Besser faszinieren u.a. die vielfältigen Formen, die aus dem Bereich der Mechanik in ihren Schmuck übersetzt sind und die sie zu beweglichen Objekten und Schmuckstücken anregen.

Schmuck, der durch diese Eigenart die Finger zum Spielen verführt und Frauen wie Männer fasziniert.
Gerade ihre beweglichen Ringe, die an Kugellager erinnern, werden gern auch in Männergrößen beauftragt.

Theda K. Besser, Ring aus beweglichen Scheiben, Silber, Messing; Copyright: Theda K. Besser)

Theda K. Besser,
Ring aus beweglichen Scheiben, Silber, Messing;
Copyright: Theda K. Besser)

Jedoch baut sie bewegliche Scheiben nicht nur in Ringe ein, Anhänger haben Scharniere, es gibt wunderbare in allen Teilen drehbare Kugeln und selbst große Edelsteine werden so gefaßt, dass sie Anhänger und gleichzeitig Schließe des Kolliers sind…

 

Theda K. Besser, Berkristallobjekt als Anhänger, beweglich, Silber; Copyright: Th.K.Besser

Theda K. Besser, Berkristallobjekt als Anhänger, beweglich, Silber; Copyright: Th.K.Besser

Ob Schmuck oder Objekt, das ist hier nicht die Frage – ein modernes Amulett für die „Großstadtgöttin“.

Mehr von Theda Katharina besser im Schmucksommer des CRAFTkontor ind Bonn bis Ende August !
Herzlich willkommen…

Versilberte ZEIT…

beim Stöbern durch das Archiv des Magazins brandeins (auf der Suche nach etwas ganz Anderem) bin ich auf einen Artikel von Roman Pletter über den wunderbaren Silberschmied Wilfried Moll gestoßen.

Ein Artikel über Handwerkskunst im wahrsten Sinn und den Einsatz der Zeit in diesem Zusammenhang…
Ich weiß, ein sehr langer Text, aber sehr lohnend und in der Ferienzeit finden Sie sicher Zeit dafür…

Wilfried Moll, Kugelkanne, Silber, handgeschmiedet. Fotocopyright: Felix Jud

Wilfried Moll, Kugelkanne, Silber, handgeschmiedet.
Fotocopyright: Felix Jud

„Versilberte Zeit

Vor dem Besuch in der Werkstatt des Silberschmieds Wilfried Moll gab es eine Vereinbarung. „Muss denn in der Geschichte stehen, wo ich arbeite?“, fragte er am Telefon ein wenig schüchtern. Für ein Porträt, war die Antwort, sei das vielleicht hilfreich. „Wissen Sie, das hier ist ein bisschen meine Einsiedelei“, gab er zu bedenken. Er sei dort ganz allein, niemand komme und störe ihn. Vielleicht eine kleine Andeutung, nichts Bestimmtes, damit sich die Leser etwas vorstellen können? „Hm, und wenn dann Leute anfangen zu suchen?“, fragte Moll besorgt.

So soll also nicht mehr verraten werden, als dass der Silberschmied eine kleine Einsiedelei am Meer hat. Und dass er nicht möchte, dass ihn dort jemand findet, um ihm über die Schulter zu schauen, sagt wohl ohnehin mehr über ihn aus als der Name des Städtchens.

Ein paar Tage später huscht der 67-Jährige belustigt aus dem Nebenraum, wo er gerade ein Telefonat mit einem Kunden beendet hat, zurück in sein Zimmer, das eine Mischung ist aus Verkaufsraum und Wohnzimmer. Während er in einen Sessel fällt, fängt er an zu lachen und sich dabei die Hände zu reiben. Es ist ein glucksendes, kicherndes Lachen wie das eines Kindes, das sich über einen albernen Streich amüsiert.

Er sagt: „Die haben eine Deadline.“

Silberkannen sind manchmal wie kleine Zicken. Dann muss der Schmied sie eifersüchtig machen

Was für ein Wort. Es platzt förmlich in diesen stillen Raum, in dem doch alles darauf angelegt ist, der Zeitmessung keine Chance zu geben. Der Rollladen zur Straße hin ist heruntergelassen. Nur hinter einer Ecke hängt, beinahe versteckt, eine Uhr. Das ganze Städtchen, in das sich Wilfried Moll aus Hamburg unter der Woche verkriecht, ist ein Ort, zu dem Deadlines nicht passen, in dem überall Rentner sitzen und Kuchen essen. Es ist ein Ort, in dem jeder Wochentag wie Sonntag ist.

In einer hektischen Umgebung könnte der Silberschmied seine Arbeit nicht machen. Moll sagt: „Sie müssen dem glücklichen Zufall eine Chance geben, dass er passieren kann. Ich glaube: Es gibt keine verlorene Zeit.“

Wilfried Moll ist einer der Letzten seiner Art. Es gibt vielleicht noch 80 Silberschmiede in Deutschland. Von Jahr zu Jahr zählt ihr Zentralverband weniger Mitglieder, die sakrale Symbole wie Kreuze und Monstranzen, aber auch Tabletts und Bestecke von Hand fertigen und ihnen die Anmutung kleiner Kunstwerke verleihen. Menschen wie er, die 200 Stunden an einer Teekanne arbeiten, wirken wie aus der Zeit gefallen, seit die Industrie in kurzer Zeit schöne Dinge herstellen kann. Man könnte erwarten, dass ihm das Sorgen macht, dass er sich, um in dieser Welt zu überleben, Termine setzt, zu denen seine Stücke fertig sein müssen. Doch er kann mit dieser Arbeit nur leben, weil er sich nicht drängen lässt. Ein Mann wie er braucht seine eigene Zeitrechnung.

Der Silberschmied lebt zurückgezogen zwischen seinen Werkzeugen, Bauhaus- und Hölderlin-Büchern und fertigen wie unfertigen Kannen, Zuckerdosen, Tabletts und Schmuckstücken. Wenn er sie in die Hand nimmt und zeigt, warum sie sich von diesem und jenem Werk unterscheiden und was aus ihnen werden könnte, senkt er die Stimme, so als hätte er Angst, seine Arbeiten aufzuwecken oder zu verärgern. Er muss sich gut stellen mit ihnen. Sie wollen nicht immer wie er. Manchmal sind Kannen kleine Zicken, die Sprünge bekommen, bevor er sie polieren möchte.

Moll hält ein rundes, flaches Stück Silber in Händen, aus dem eine Kugelkanne werden soll. Er wird mit einem Zirkel einen Kreis darauf beschreiben, die Fläche, auf der die Kanne stehen wird. Dann wird er über einem Holz, das sein Amboss ist, mit kräftigen Hammerschlägen das Silber um den Kreis nach oben treiben, sodass es aussieht wie eine weite und offene Schüssel mit gewelltem Rand. Er wird es unter Feuer aufweichen, abkühlen lassen und wieder mit aller Kraft dagegenschlagen, tagelang wird das so gehen. Wenn seine Frau Gerda, die Goldschmiedin ist, das macht, kann sie eine Zeit lang nicht mehr an ihrem Schmuck arbeiten. Sie sagt, ihr zittere der Arm, und die Feinmotorik setze aus.

Wenn die Kanne dann endlich gerundet ist, wird Moll ein Hämmerchen greifen und das Silber planieren. Er wird sich, unten beginnend, Reihe um Reihe, Zentimeter um Zentimeter, klackplonk-klackplonk, nach oben arbeiten und aufs Neue von unten anfangen. Sollte seine Frau in die Werkstatt rufen, dass das Essen fertig sei, wird er es nicht wahrnehmen, und sie wird sich nicht mehr ärgern, wenn er später strahlend kommen und fragen wird, ob sie Hunger habe. Er wird der Kanne einen Schnabel ansetzen, ihn anlöten, vielleicht wieder absägen, bis er die richtige Form hat. Er wird in das Gartenhäuschen gehen an ein grünes, nach oben zulaufendes Gestell. Es hält eine Achse, die ein Motor ungeheuer schnell drehen kann. An den Enden der Achse rotieren Bürsten. Dort wird Moll über Stunden und Tage stehen und seine Kanne polieren, und danach wird er aus dem Häuschen kommen und, wie seine Frau sagt, aussehen wie aus dem Stummfilm. Sein Gesicht und die struppigen grauen Brauen werden schwarz sein vom Staub, und er wird von Hand mit Bimsstein und Schleifpapier weiterpolieren.

Vielleicht muss er die Kanne dann wie so oft eifersüchtig machen mit Zweitfassungen, die er nach erneuten Wochen des Hämmerns neben sie stellen kann. Wie eifersüchtige Rivalinnen schieben sich in diesen Momenten die neuen Kannen in der Vitrine in Molls Werkstatt vor die alte Fassung, manchmal drei Millimeter höher, mit einem kühneren und spitzeren Schnabel. Wenn sie dann halbfertig und unpoliert dastehen, Tage, Wochen, sehen sie aus, als unterhielten sie sich miteinander. Und wenn, wie an diesem Tag, ein Besucher kommt, öffnet Moll die Vitrine, holt behutsam zunächst das eine der dort wartenden Kännchen heraus, dann das andere, setzt dem einen einen Testschnabel aus Knetmasse an, betrachtet es wie eine junge Frau, die ihm gefällt, dann dem anderen, und behutsam, wie er sie herausgenommen hat, stellt er die beiden zurück. Er braucht noch Zeit, in der nichts weiter geschieht. Er hat sich noch nicht entschieden.

8000 Euro für eine Teekanne, das klingt nach einem stattlichen Preis, nach neureichen Menschen und Königshäusern. Aber für Wilfried Moll bedeutet solch eine Kanne 200 Arbeitsstunden. Eigentlich bedeutet sie viel mehr: „Wenn Sie jetzt im Alter etwas machen, dann ist das auch die Summe Ihres Lebens“, sagt er. All die Zeit, die Moll auf den Zufall gewartet hat, fließt nun in die Arbeit ein. Er betrachtet eine Kugelkanne mit nach oben gezogenem Griff und keckem Schnabel und sagt: „Ich bin in den vergangenen Jahren immer kühner geworden.“ Es klingt, als wolle er sich für seine Maßlosigkeit entschuldigen, für diese drei Millimeter, die der Schnabel länger geworden ist, als es sich für eine zurückhaltende Silberkanne ziemt. Selbstvergessen begutachtet er die strenge Form. Es sieht so aus, als würde er auf jeden Fall wieder sündigen.

Molls Frau Gerda, die zusammen mit ihm vor mehr als 40 Jahren den Beruf des Goldschmieds erlernt hat, führt ein paar Tage später in ihrer eigenen Werkstatt in Hamburg lächelnd zwei Fingerspitzen in der Luft zusammen und sagt: „Damals hat er immer so kleine Simse gemacht.“ Molls Kännchen in den sechziger Jahren hatten kleine Ränder, wenige Millimeter breit, und doch machten sie die Kannen für das Auge viel schwerer, als sie es heute sind. „Das klingt vielleicht banal“, sagt seine Frau. „Aber man hat manchmal viele Jahre lang ein Brett vor dem Kopf, und auf einmal sieht man, dass etwas durch eine kleine Veränderung viel besser wird.“

Natürlich können auch Maschinen wunderbare Stücke produzieren. Aber ihnen fehlt die Seele

Wie seine Kollegen stanzt Wilfried Moll in jedes Kännchen, jeden Löffel, jede Gabel sein Zeichen. Moll unterscheidet sich dennoch von vielen anderen Silberschmieden. Es gibt ein paar seiner Ideen auch ohne sein Signum, in tausendfacher Ausfertigung. Die Flensburger Silbermanufaktur Robbe & Berking ließ von ihm zwei Besteck-Sets entwerfen, ein paar Becher, Kannen und Kännchen, nun von großen Werkzeugen gepresst. Ein solches Werkzeug kostet mehr als ein Original aus Molls Werkstatt. So haben es die kleinen Kunstwerke in die große, weite Welt hinaus geschafft. Im Restaurant des Museum of Modern Art in New York speisen die Gäste mit Molls Besteck, das dennoch kein Original ist.

Es ist nicht nur die unmittelbare Umsetzung der Idee, die das Original vom Industrieprodukt unterscheidet. Es ist vor allem das vertrackte Verhältnis zwischen Handwerker und Produkt, das den Unterschied ausmacht und das sich nur über die Zeit entwickelt, über die miteinander gewonnene und vertrödelte, aber niemals verlorene Zeit. Die Maschine saugt eine Silberplatte ein. Sie verdaut sie mit einem Schmatzen und spuckt, zischpling, ein Tablett aus. Bei Moll sind es Tausende dumpf klirrende, zunächst laute und später leise Klackplonks, die das Tablett der Idee des Handwerkers näher bringen. Mit jedem kleinen Hammerschlag wird ihm das Stück ein bisschen teurer, und manchmal gebiert ein Klackplonk, das danebengeht und nicht so präzise ist wie ein Zischpling, eine neue Idee, und aus der Korrektur eines Fehlers entsteht etwas in des Schmieds Augen Schöneres und Vollkommeneres. Dann hatte der glückliche Zufall eine Chance.

In seiner Werkstatt mit Pressen und Werkbänken, in der kein Staub und keine Unordnung herrschen, weil ein kleines Staubkörnchen sich ins Silber fressen und die Arbeit von Wochen zunichte machen könnte, zieht der Meister ein von Säure oxydiertes Metall aus einer Ecke, es sieht aus wie ein verwittertes Tablett. Er sucht zwischen akkurat in eine Fassung gehängten Hämmerchen nach dem richtigen Utensil. Sie klimpern dabei wie die Stäbchen eines Xylophons.

Moll legt das unfertige Tablett auf eine Art kleinen Amboss, hämmert ein bisschen daran herum, lauscht den klirrend dumpfen Geräuschen, wie ein Arzt, der mit dem Stethoskop seinen Patienten abhorcht, klackplonk, klackplonk, und legt es wieder auf die Seite. Vor Kurzem rief ihn der Kunde an, der das Stück kaufen möchte. Er habe ihn gefragt, ob es noch lang dauern würde. Er sei ein geduldiger Kunde. Seit einem Jahr gehe das so. Moll legt das Tablett auf das Fensterbrett und drückt auf einer Seite mit der Hand darauf. Es wackelt ein bisschen, man merkt es kaum. Doch er ist nicht zufrieden. Plan muss es sein, eben wie eine Wasseroberfläche. Er schaut es ratlos an, als wolle er fragen: Was mache ich nur mit dir? Aber es hat keinen Sinn, das jetzt in Angriff zu nehmen. Er braucht Zeit dafür. Noch ist der glückliche Zufall, Einfall, nicht gekommen.

Rüdiger Joppien, der Kustos ist am Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe und mit Hingabe von Molls Werken erzählen kann, sagt: „Silberschmied zu sein, das ist wie Opern zu singen. Man erarbeitet sich ein Repertoire. Die Stücke sind immer auch Ergebnisse des bisherigen Arbeitslebens. Ein Tablett aus einem einzigen Stück Silber zu treiben, das ist die allerhöchste Kunst.“ Joppien klingt aber auch ein bisschen traurig. Kaum noch ein junger Mensch erlerne den Beruf, weil kaum mehr einer davon leben könne. Der Kustos versucht, Werke von Silberschmieden für sein Museum zu kaufen, denn solange es Käufer gibt, gehen die über Generationen vererbten und bei den Schmieden gereiften Fertigkeiten nicht verloren. Joppien kauft nicht nur Kannen, er kauft auch versilberte Zeit.

Beim Frühstück gießt Wilfried Moll Tee aus einer Silberkanne in die Tässchen. Er hatte sie in den siebziger Jahren für seine Mutter geschmiedet, und nach deren Tod holte er sie sich zurück. Man muss an E. T. A. Hoffmanns Fräulein von Scuderi denken und an den Goldschmied René Cardillac, der Kunden ermordete, um seine Stücke wiederzubekommen, und daran, dass solch eine Werkstatt ein Gefühl dafür vermittelt, dass ein Original sie für immer verlässt, zusammen mit den vielen Stunden, die es mit dem Schmied verbracht hat. Manche Leute, die sich das leisten können, sind vielleicht reich geworden, weil sie in der Zischpling-Welt erfolgreich waren. Molls Stundenlohn ist vergleichsweise lächerlich. Es ist dann mit dem Stück wie mit einer von vielen Bewunderern Angehimmelten, die zu dem Mann mit dem Geld geht. Manche Kunden aber, sagt Gerda Moll, sparten lange auf ein Gerät und freuten sich schon monatelang vorher auf die Übergabe.

Die alte Kanne blitzt unter fahlem Licht, doch wer genau hinschaut, kann feinste Spuren darauf entdecken, dünner als Härchen, die ihr einen matten Schein geben. Moll sagt, dass jeder Silberschmied seine eigene Art, seinen eigenen Glanz habe, Stücke zu polieren. Die kleinen Spuren, die Moll Kratzer nennt, erzählen von der Art, in der ein Schmied seine Geschöpfe mit Schleifpapier streichelt, sie erzählen von der Zeit mit ihm. „Wir Silberschmiede sprechen etwas verächtlich vom Industrieglanz, wenn es um Massenprodukte geht“, sagt Moll und lacht etwas verhalten, weil in einer Vitrine hinter ihm seine Besteckteile und seine Kanne aus den Pressen der Manufaktur stehen. Sie sind seine Ideen. Sie sind sehr schön anzusehen. Sie sind große Kunst. Aber sie sind makellos. Für die Kunden ist das schön, für den Handwerker bedeutet es, dass sie sich nicht wie Originale mit jedem Klackplonk, mit Narben, Hornhaut, Verletzungen in seine Hände hineingegraben haben. Moll hat nicht mit ihnen auf den richtigen Moment gewartet.

Als jener Anruf mit der Deadline kam, ging es um ein Besteck. Näheres soll nicht verraten werden. Denn Wilfried Moll hatte bei der Verabredung zum Interview gesagt, er brauche einen ganzen Tag, um die Sachen, an denen er gerade arbeite, wegzuräumen. Schließlich, sagte er, sei das ein Auftrag, und man müsse da korrekt sein und dürfe das niemandem zeigen. Es klang sehr pflichtbewusst. Es dauerte wohl einen Tag lang, die Entwürfe verschwinden zu lassen, weil er sie bestimmt Stück für Stück in Sicherheit gebracht hat. Vielleicht hat er ein paar Mal nicht widerstehen können und, klackplonk, sanft auf eine Unebenheit gehämmert. Vielleicht grinste er sogar ein bisschen dabei. Auf jeden Fall wird er sich in seiner Einsiedelei auch bei diesem Besteck die nötige Zeit nehmen. Denn Deadlines sind für glückliche Momente tödlich. “

(Textcopyright, brandeins 03/2008)

Wie viele Fixpunkt, die gutes Kunsthandwerk ausmachen, werden hier im Vorbeigehen angesprochen.
Ein toller Text über einen der großen deutschen Silberschmiede und im Zusammenhang meine momentanen Schmuckausstellung nicht ohne Hintersinn;)

 

 

Lesetip…

Als selber Bloggerin, lese ich natürlich auch andere Blogs…
politische – Kunst/Kunsthandwerk betreffende – Designblogs – Kochblogs und Einiges mehr…

Seid einiger Zeit lese ich auch den Blog von Maximilian Buddenbohm:
Herzdamengeschichten…
Ein sprachlich vergnüglicher, aber auch gesellschaftspolitisch engagierter Blog über diverse Themen: Tanz – Flüchtlingshilfe – Kinder – Backen  … und BÜCHER.
Und weil Herr Buddenbohm immer gut und locker schreibt, hier sein Hinweis zu einem Buch, in dem KERAMIK ein große Rolle spielt, aber nicht nur…:

„Gelesen:
Christoph Peters – Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln

Der Herr Peters ist mir bisher noch gar nicht über den Weg gelaufen, obwohl der recht produktiv ist. Das war ein reiner Zufallskauf am Bahnhof, da war noch etwas Zeit über bis der Zug kam und zack, hat man noch ein Buch mehr, Sie kennen das.

Das Buch habe ich auf einer Zugfahrt in Richtung Ostsee gelesen, und das war situativ bemerkenswert gut eingerichtet, denn an selbigem Gewässer spielt die Handlung des Romans. Ein japanischer Meister der altehrwürdigen Töpferofenbaukunst besucht ein winziges Kaff an der provinziellen holsteinischen Küste, um für einen deutschen Keramikkünstler einen Anagama-Holzbrandofen nach uralten Regeln zu bauen, damit eine bestimmte Traditionslinie japanischer Töpferei dort fortgesetzt werden kann. Weder hat der Meister Ahnung von Europa oder Deutschland, noch haben die Nachbarn der Baustelle oder das begleitende deutsche Filmteam irgendeine Ahnung von japanischen Riten oder japanischer Handwerkskunst, es stoßen also Welten zusammen. Das wird aber kein banaler Slapstick, obwohl der Meister zum Entsetzen seiner Gefolgschaft bald eine absonderliche Vorliebe für Mettbrötchen und Schnaps entwickelt und die Kneipenwirtin des Ortes sich so gar nicht an die japanische Etikette hält. Es ist auch kein schwiemeliger Esoterikklimbim, obwohl geisterhafte Folgen lang vergangener Ereignisse auch eine gar nicht so kleine Rolle spielen. Auf dem Cover steht “Humoreske”, ich finde, es ist eine gut erzählte, sehr fachkundig wirkende und auch amüsante Auseinandersetzung mit zwei höchst unterschiedlichen Auffassungen von Regeln, Handwerk, Handlungen, Tradition und Kunst.Und da geschieht dann noch etwas ziemlich Wundersames bei der Lektüre, wie es bei guten Büchern manchmal vorkommt: Die Sache mit der Keramik, die wird dann doch sehr interessant, geradezu spannend. Obwohl das sonst ein Weglaufthema erster Klasse für mich ist, geh mir bloß weg mit Töpferei, das ist doch alles komatös langweiliges Kunsthandwerk, das geht wirklich gar nicht. Aber in diesem Roman: ach guck, das ist ja interessant! Schon nett, was Literatur so kann. Von Christoph Peters dann demnächst noch mehr .

Eine Empfehlung übrigens auch für Menschen, die mit der Hand arbeiten, selbst wenn es dabei nicht um Töpferei geht. Einige Passagen, besonders zur Ausbildung im Handwerk, dürften auf jeden Fall interessant sein.“

Soweit Maximilian Buddenbohms Tip, den auch ich diesmal befolgen werde – das Buch kommt ins Osternest…

Spielvergnügen…

Eduard und Erna, Kellner Steckfiguren; Fotocopyright Kellner)

Eduard und Erna, Kellner Steckfiguren; (Fotocopyright Kellner)

Mehr als Hundert Jahre gutes Spielen Ost und West !
Jetzt in der Frühjahrsausstellung „Farbe in Form“ des CRAFTkontor.

„Im Spielzeugmuseum Seiffen konnte man 2015 einen besonderen Hersteller und seine Jahr-hundertgeschichte erleben.

1915 begann Firmengründer Georg Kellner mit ersten Flugzeugmodellen und Modellspielzeugen, sehr erfolgreich den Spielzeugmarkt zu erobern. Schon vor 1920 erfand er dann ein Steckspiel aus Holz, dessen Teile mit einer patentierten Gummiverbindung komplexe Figuren ermöglichten.

Der Kosmos der heute weltbekannten Kellner Steckfiguren basiert noch heute auf dem „Jummi“ und viele Generationen haben die Familie der Steckfiguren weiterentwickelt.
Längst Spielzeugklassiker, konnte man in Seiffen ganz frühe Vertreter, neben den Kunststoffvarianten der DDR und den modernen Mitgliedern der Kellnerfamilie sehen, die zahlreiche Designpreise gewonnen haben.
Dass Kinder bis Japan die Figuren lieben, wurde ebenso sichtbar wie ihre Wurzeln in der Idee des Lernspielzeugs in der Moderne.

Kaum eine Spielidee ermöglicht so gleichberechtigt abstrakte und figürliche Lösungen zu erfinden und nicht selten verwandelt sich ein Handy nur durch einen Kopf in eine Maus.
Dass der Enkel des Firmengründers als Designer den Betrieb nach 1990 erfolgreich reprivatisierte, bleibt eine der schönsten Geschichten unter deutschen Spielzeugproduzenten.“ (Textcopyright formost 2015)

Das „Jummi“ verbindet!

Kennen Sie Max und Else, Edouard und Erna oder Familie Übermut? Nein?
Lernen Sie sie jetzt im CRAFTkontor kennen.
Diese kleinen Steckfiguren begleiten seit Ende der 1920er Jahre Groß und Klein.
Erst im Osten Deutschland und als 1992 der Enkel des Erfinders, Hans Georg Kellner die Manufaktur zurückkaufen konnte setzt sich diese erfolgreiche Tradition im Westen und weltweit erfolgreich fort.

Ihre elastische und lösbare Steckverbindung aus blauem Gummi (jummi), ließ sich Kellner patentieren und schafft damit die Grundlage für ein erfolgreiches Kinderspielzeug, dessen kreative Möglichkeiten allein der Phantasie überlassen und unendlich sind.

Kellner Steckfiguren, Inhalt eines Baukastens; (Fotocopyright: Craftkontor

Kellner Steckfiguren,
Inhalt eines Baukastens;
(Fotocopyright: Craftkontor)

Köpfe, Arme und Beine aus Holz, neutrale Teile und erkennbare Gliedmaßen können zu immer neuen Figuren verbunden werden. Farbempfinden, plastische Fähigkeiten und Feinmotorik wird spielerisch aufgenommen und Langeweile kommt mit Sicherheit nicht auf!

Besonders ist die Möglichkeit, in 3 Dimensionen abstrakt oder figürlich zu bauen und zu denken. Was in Asien längst als EDUTOY (Lernen und Spielen) alle Generationen begeistert, sollte, 100 Jahren nach Friedrich Fröbel, auch wieder Europäern nützen.

Und nicht zu vergessen können auch „Erwachsene“ nicht die Finger aus den bunt und interessant gemischten Kästen und Eimern lassen, denn der Spieltrieb ist ja nicht altersgebunden und überbordenden Spaß können Alle haben!

Gärtner Tulpe, Kelnner Steckfiguren; (Fotocopyright: Kellner)

Gärtner Tulpe, Kelnner Steckfiguren;
(Fotocopyright: Kellner)

Nicht zuletzt wenn der Firmenchef so viel Humor hat, Einzelfiguren sogar im „Steck to go“ Becher anzubieten…
Mittlerweile erkundet „Theo in der Seilbahn“ Frankreich, die „Gärtnerei Tulpe“ gärtnert in japanischen Gärten und die „Lustigen Gesellen“ wissen bestimmt, wo Sie die beste Pizza Italiens bekommen. Fragen Sie doch mal nach!

Und wenn Sie zu Ostern noch einen neuen Hasen suchen:
Hase „Hops“ ist eine schöne Möglichkeit, dem Spieltrieb auch an den Ostertagen freien Lauf zu lassen…

Zeit für die WUNDERKAMMER…!

Es ist schon wieder soweit…
Die Themenausstellungen des Jahres 2015:
„Kristall-Klar“ im Frühjahr mit den wunderbaren Kristallglasuren auf Keramik des Ehepaars Panten;
PantenkristallP1020166111                          AusstSadaRegoSilvaIMG_4176

„Capriccios“ zur langen Galerienacht Bad Godesbergs mit Holzschnitten und den Keramiken der frisch preisgekrönten Elke Sada;

Der Sommerausstellung „Freischwimmer u, Freischwinger“ und der gerade beendeten Ausstellung zum Thema „Paper and more…“
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machen Platz für eine Auslese schöner Dinge zum Verschenken und Selber behalten.

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Peter Eckartz, Holz-Wort „Engel“, Buchenholz.
Viele andere Worte vorrätig und auch das komplette ABC als Spielkiste…. oder zum Drucken…

SilkeDecker_NBWNatalieWilliams0940B
Silke Decker, Tellichthalter aus Kordelporzellan sind Beispiel verschiedener schöner lichtdurchlässiger
Windlichter in Weiß oder mit Gold…

AndreaBaumannbild6_01
Andrea Baumanns Goldschalen aus Porzellan zaubern Glanz ins Interieur… Man kann sie wunderbar
zu weißem Porzellan kombinieren…

Die WUNDERKAMMER im CRAFTkontor ermöglicht Ihnen wie in jedem Jahr, das Besondere zu schenken!
100% handgemacht in kleinen europäischen Ateliers und Werkstätten.
Wertbeständig – nachhaltig – fair und individuell!

Leuchtendes – Porzellanenes – Filziges – Spielerisches – Keramisches – Gemaltes – Vergoldetes – Hölzernes – Flauschiges – Wärmendes – Praktisches – Papierenes – Humorvolles – Schmückendes – Gläsernes – Nützliches – Seidenes – Silbernes und Weihnachtliches….
also: eine Wunderkammer voll Möglichkeiten!

Ich freue mich auf Sie! Herzlich willkommen!
Ihre Annegret Portsteffen

! Am Sonntag, 6. Dezember ist in Bad Godesberg und auch im CRAFTkontor verkaufsoffen!

PS: Bitte beachten Sie den Hinweis in eigener Sache im nächsten Eintrag.
Dieser Blog läuft unter einer anderen Adresse ab 15. Dezember weiter.
Bitte gehen Sie dann auf www.craftkontor.com, dort auf den Unterpunkt blog und speichern Sie dann die neue Adresse …
Vielen Dank, dass Sie dabei bleiben!