Doppelbegabung !

Neben der Keramikerin Juliane Herden (siehe letzter Beitrag) ist die Hamburgerin Petra Klischat im Moment mit ihren Arbeiten im CRAFTkontor zu Gast.
Arbeiten, die den Besuchern/Innen der Galerie beim Anschauen ein Lächeln ins Gesicht zaubern: Sie ist einerseits die begabte Schneiderin von ungewöhnlich farbigen modernen Scherenschnitten und andererseits die Schöpferin von Filzfisch und Co., einer Riege humorvoller Wasser- und Luftgeschöpfe für Groß und Klein…Schaufenster vom CRAFTkontor mit farbigem Scherenschnitt und Filzviechern von Petra Klischat (Foto: Craftkontor)Schaufenster vom CRAFTkontor mit farbigem Scherenschnitt und Filzviechern von Petra Klischat (Foto: Craftkontor)

Fangen wir mit den Scherenschnitten an:
Sie entstehen in zwei Schritten. Zuerst malt sich Petra Klischat abstrakte Papierbögen. In der Farbigkeit und Überlagerung der transluzenten Farbschichten dieser Bögen mag man noch ihr Kunststudium unter anderem bei Gotthard Graubner  erkennen…
Die Scherenschnitte entstehen nun in der Konzentration auf diese Farbigkeit und den Pinselstrich dieser Bögen.Petra Klischat, Scherenschnitt "Zuhause", Tempera auf Papier, 2011. (Foto: P. Spengemann)

Petra Klischat, Scherenschnitt „Zuhause“, Tempera auf Papier, 2011. (Foto: P. Spengemann)

Wie beim „Wolkengucken“ assoziiert sie auf dem Papier Figuren und Formen, die dann Schritt für Schritt durch den Schnitt der Schere  freigelegt werden.
Das Papier hält sozusagen eine Geschichte verborgen…
Eine Vorzeichung dazu gibt es bei Petra Klischat nicht.
Farbigkeit, Gesichter, Kleiderstrukturen etc, sind durch das abstrakt bemalte Papier vorgegeben. Nichts wird nachträglich hineingezeichnet oder farbig ergänzt.
Was einmal abgeschnitten ist, wird nicht wieder angesetzt. UND: jeder Scherenschnitt wird aus einem einzigen Stück Papier zusammenhängend geschnitten!Petra Klischat, "Der Kuss", Scherenschnitt, 2011, Tempera auf Papier. (Foto:P. Spengemann)Petra Klischat, „Der Kuss“, Scherenschnitt, 2011, Tempera auf Papier. (Foto:P. Spengemann)

Meist arbeitet die Künstlerin an mehreren Papieren parallel zueinander, denn bis ein Scherenschnitt beendet ist, vergehen in der Regel mehrere Wochen…

Seit 1998 ist zu diesem Standbein der Scherenschnitte eine intensive Arbeit mit Filz dazu gekommen. Seitdem gestaltet sie textile Objekte voller Poesie und phantasievolle Figuren.Petra Klischat, eine Schachtel voller Filzviecher. (Foto:Craftkontor)Petra Klischat, eine Schachtel voller Filzviecher. (Foto:Craftkontor)

2013 wird Filzviech „ZACKI“ sogar kleiner Fernsehstar und spielt eine kurze, aber tragende Rolle in der Krimi-Serie „Bella Block- Angeklagt“Petra Klischat, Zacki, Filzviech, handgefilzt. (Foto:Craftkontor)Petra Klischat, Zacki, Filzviech, handgefilzt. (Foto:Craftkontor)

Hohl gefilzte Wassertiere oder massiv gefilzte Viecher sind für Kinder, aber auch Erwachsene humorvolle Lebensbegleiter.
Auch hier spielt Petra Klischat wunderbar mit der Mischung von Farben und Formen…Petra Klischat, Nixe mit Fischfreunden, handgefilzt, reine Wolle. (Foto:Klischat)
Petra Klischat, Nixe mit Fischfreunden, handgefilzt, reine Wolle. (Foto:Klischat)

Noch bis Ende Juni im CRAFTkontor.
Achtung: vom 27. Mai bis 3. Juni einschließlich kurze Galeriepause…

Neugierig ?

Die nächste, die 7. Nacht der Galerien in Bonn-BAD GODESBERG steht nach den Osterferien vor der Tür:Brückenschlag: Das Banner der 7. Nacht der Galerien in Bonn-BAD GODESBERG (Foto:Laue)Brückenschlag: Das Banner der 7. Nacht der Galerien in Bonn-
BAD GODESBERG (Foto:Laue)

Es wird wieder spannend: zusammen mit den 9 anderen Galeriekollegen-innen
haben wir unsere Stärken gebündelt und zeigen neue Ausstellungen, die unsere Positionen verdeutlichen…

Hier im CRAFTkontor, Ihrer Galerie für Kunsthandwerk und Design, eröffnen wir traditionell in dieser Nacht eine neue Ausstellung:Einladungskarte zur neuen Ausstellung im CRAFTkontorEinladungskarte zur neuen Ausstellung im CRAFTkontor

„Bruch – Riss – Schnitt“  unter diesem Titel vereinen wir die spannenden farbigen Scherenschnitte der Hamburgerin Petra Klischat und die keramischen Arbeiten der Wahlberlinerin Juliane Herden.

Am Abend des 3. Mai ist es soweit!
Seien Sie neugierig und herzlich willkommen!

Doch vorher noch schöne Ostertage und vielleicht einen kleinen Urlaub…!