Begeisterte Nachtgaleristen….

Kleine Nachlese zur 1. langen Galerienacht hier in Bonn, Bad Godesberg.
(siehe auch ältere Einträge)

Die 10 beteiligten Galerien wurden trotz sehr miesen Wetters von vielen lieben und gut gelaunten Besuchern fast überrannt.
Die wunderbare Gelegenheit, in kleinen Freundesgruppen ohne Schwellenangst die verschiedenen Lokations zu besuchen, fand sehr guten Zuspruch: man stromerte von ehemaliger Schule zu der ein oder anderen vormaligen Botschaftervilla, vom Kunstverein zur Rahmerei, reihte Kunstgenuss an Essgenuss und widmete sich den unterschiedlichsten Positionen von experimenteller Kunst bis Kunsthandwerk.

Die Skulpturen von GEORG SCHULZ im CRAFTkontor waren sehr beliebt.
Hier paarte sich gutes Handwerk mit ganz eigenem Ausdruck.

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Innenansicht Galerie Craftkontor während der Ausstellung Gruppendynamik:
Georg Schulz und Uta K. Becker;
Foto: Craftkontor

Im beleuchteten Regal konnte ich wunderbare Beziehungen zwischen unterschiedlichen Charakterfiguren herstellen.
Gruppendynamik fand sich spielerisch und schon beim Auspacken lag ein permanentes Schmunzeln auf meinem Gesicht…

Man findet Typen, grinst über Haltungen und locker ausgedrückte Emotionen
– ab und zu meint man Jemanden wieder zu erkennen:

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Georg Schulz, Angela, Holzskulptur, Lindenholz,
neben einer Raku-Keramik-Schale von Uta K. Becker;
Foto: Craftkontor

Es tummeln sich typische Besucher-Paare von Klassik-Konzerten neben Kofferträgern und anderen Mitarbeitern führender Dax-Unternehmen…

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Georg Schulz, Kofferträger, Holzskulpturen, Lindenholz;
Foto: Craftkontor

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Georg Schulz, Paar, Holzskulptur, Lindenholz;
Uta K. Becker, Wandgefäß, Raku-Keramik;
Foto: Craftkontor

Als Kontrast und doch kongeniale Ergänzung eigent sich die preisgekrönte Raku-Keramik von Uta K. Becker.
(Staatspreisträgerin 2011)
Geplant als Doppelaustellung, zeigt die Ausstellung zwei Protagonisten mit Gespür für den Augenblick.
Georg Schulz muss beim schnellen Arbeiten wissen, wann genug Ausdruck angedeutet ist – seine Figuren sind aus der Ferne, wie aus der Nähe eindrucksvoll – Uta K. Becker muss durch die unkalkulierbare Technik des Raku geschehen lassen können.
Niemand mutet dieser Technuk so architektonisch gestaltete Formen zu und erzielt diese spannende Wirkung, wie sie….

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Georg Schulz, Drei Männer im Boot, Holzskulptur, Lindenholz;
Uta K. Becker, 2 Wandgefäße, Raku-Keramik;
Foto: Craftkontor

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Uta K. Becker, Schalen, Raku-Keramik
Foto: Künstlerin;

Niemand ist so farbstark in den Varianten der Glasur auf Raku-Keramik und niemand traut sich die Dünnheit der Schalen zu, wie Uta K. Becker.
Ihre Raku-Keramik baut auf der Tradition aus dem Japan des 17. Jahrhunderts, hat es aber für sich sehr stark in Form und Gestalt witerentwickelt !
Uta K. Becker ist eine herausragende Protagonistin des Raku im 20. – 21. Jahrhundert!

Die Ausstellung ist noch zu sehen bis Mitte Juni!
(Jedoch verlassen jeden Tag Objekte mit verliebten Sammlern das Haus…)

 

Die EUNIQUE, die große Pulikumsmesse für exklusives Kunsthandwerk wirft ihre Schatten voraus

Im Mai ist es wieder soweit:
wie im letzten Jahr finden Sie meine Galerie für Kunsthandwerk „CRAFTkontor“ am ersten Maiwochende in Karlsruhe auf der EUNIQUE. Eine wunderbar lichte Halle – in der Zeit ein Füllhorn exklusiver Unikate internationaler Gestalter, preisgekrönter Kunsthandwerker.
In diesem Jahr ist das Gastland: FINNLAND
– sind wir nicht immer wieder begeistert von der Schlichtheit nordischen Designs?
300 individuelle Stände bieten höchste Qualität an Unikatschmuck, Mode, Glas, Keramik, Holz, Papier, Leder und Vielem mehr!
Leidenschaft, Professionalität, Materialbewußtsein und Könnerschaft vereint für Liebhaber und Sammler…

Das CRAFTkontor vertritt in der Gallery-Area diesmal Uta K. Becker, Andreas Hinder und Hilde Janich.
Unten sehen Sie auf der Postkarte der Galerie von jedem der Gestalter ein Werk.

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Oben rechts: Andreas Hinder, Rhinozeros, Tierskulptur, Keramik;
Unten links: Uta K. Becker, Vasen-Objekte, Raku-Keramik;
(Staatspreis Keramik NRW 2011);
Unten rechts: Hilde Janich, Pergamentkollier „schwarz-weiß“,
Pergament, Zuchtperlen;

Freuen Sie sich auf die EUNIQUE,
Internationale Messe für Angewandte Kunst & Design.
4. bis 6. Mai 2012 – Messe Karlsruhe

Merken Sie sich das Datum vor……

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Karlsruhe ist darüber hinaus ein Wochende wert. Es lohnen sich z.B.:

die sternförmig angelegte Stadt,
das Badische Landesmuseum,
das ZKM, Zentrum für Kunst und Medien mit angeschlossenem Museum für Neue Kunst,
die Staatliche Majolika Manufaktur/Majolika Museum
um nur Einige zu nennen.

Ich lade Sie herzlich ein, mich auf der EUNIQUE zu besuchen!

 

 

Wunderbare Nachrichten aus dem Bergischen Land…

Hohe Auszeichnung für die Rösrather Keramikerin Uta K. Becker, deren Arbeiten Sie schon wiederholt im CRAFTkontor erleben konnten…
Wir freuen uns mit Ihr!

Alle zwei Jahre zeichnet die Landesregierung NRW herausragende Leistungen kunsthandwerklichen Schaffens aus.
Der Staatspreis NRW im Werkbereich Keramik geht in diesem Jahr an die Keramikerin Uta K. Becker aus Rösrath.

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Uta K. Becker, Keramikerin mit Vasenobjekt (Foto Renate Forst)

Der alle zwei Jahre von der nordrhein-westfälischen Landesregierung ausgelobte Staatspreis ist der bundesweit wichtigste und mit 45.000 € höchst dotierte Preis im Kunsthandwerk.
So waren auch in diesem Jahr die besten Kunsthandwerker des Landes aus insgesamt acht Werkbereichen aufgerufen, ihr Können unter Beweis zu stellen.
Aus insgesamt 350 Einsendungen ermittelte eine Expertenkommission die diesjährigen sieben Staatspreisträger, deren Arbeiten gemeinsam mit allen anderen jurierten Werken im Rahmen der Landesausstellung manu factum vom 9. Oktober bis zum 20. November 2011 im Kreismuseum Zons bei Dormagen zu sehen sind.

Stille Freude und glühende Leidenschaft: Raku

In der Kategorie Keramik nimmt Uta K. Becker den Staatspreis für ihr in Raku-Brenntechnik gefertigtes zweiteiliges Gefäß entgegen, dessen „subtile und gekonnte Ausführung“ und „hervorragende Konzeption“ die Jury würdigte.
Seit 10 Jahren widmet sich die Kunsthandwerkerin intensiv diesem jahrhundertealten japanischen Arbeitsverfahren, das ursprünglich eng mit der Teezeremonie verbunden war.
Beim Raku („stille Freude“) werden die geformten Töpferstücke nach dem Brennvorgang rot glühend aus dem Ofen geholt. Durch den Temperatursturz entstehen feine Rissgitter in der Glasur, die sich durch anschließendes Räuchern in Erdlöchern oder
mit Sägemehl gefüllten Tonnen durch Rauch und Schmauch schwarz einfärben.
Diese dunklen mäandernden Risse – auch Craquelés genannt -sind typisch für den Raku-Brand und machen durch ihre Willkürlichkeit jedes Werkstück zu einem Unikat.

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Uta K. Becker, Raku-Schalen, Keramik

So funktional wie künstlerisch

Eine schlichte und klare Ästhetik, geometrische Formen und leuchtende Farben sind das Markenzeichen der Arbeiten von Uta K. Becker, die über eine Schreinerlehre und ein Bildhauerstudium zur Keramik fand.
Ihre aufgebauten und gedrehten Gefäße, Platten und Schalen sind so funktional wie künstlerisch.
Jedes einzelne Stück wirkt als Gebrauchsgegenstand und Objekt sowohl einzeln als auch im Ensemble mit anderen.
„Meine Arbeiten sind bewusst schlicht in der Form, um den Craquelés viel Raum zur Entfaltung zu geben. Das Auge des Betrachters soll auf den mannigfaltigen Oberflächen, die der Raku-Brand in das jeweilige Objekt gezeichnet hat, der Topografie der Linien folgen und Räume erschließen“, sagt die Keramikerin.
(Auszüge aus PR-Text: Barbara Jahn)

Die Ausstellung manu factum 2011 ist vom 8. Oktober bis zum 20. November zu sehen im
Kreismuseum Zons, Schloßstraße 1, 41541 Dormagen-Zons,
(geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr).
Der Katalog kostet 15,-Euro (erhältlich im Museum oder über die Arbeitsgemeinschaft
des Kunsthandwerks NRW, Georg-Schulhoff-Platz 1, 40221 Düsseldorf, Tel. 0211-87 95-391).

 

Ruhe und Kraft

In der momentanen Ausstellung im CRAFTkontor: „konstruktiv gedacht“, haben wir u.a. den Keramikkünstler Joachim Lambrecht zu Gast.

Lambrecht ist ein gleich mehrfach begabter Künstler: Bildhauer, Keramiker und auch Jazzmusiker. Er ist in Kunst und Leben fasziniert vom „Spannungsverhältnis zwischen Strenge und Lebendigkeit, ruhiger Form und expressiver Oberfläche, Kalkuliertem und Unwägbarem…“(Joachim Lambrecht)
Unter Anderem arbeitet er wunderbare Gefäße in Raku-Technik.

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Joachim Lambrecht, Dosenobjekt „Schote“, Raku-Keramik

Lambrecht schafft Arbeiten, die durch Ihre Verbindung von Gefäß und Skulptur in den Welten von Kunsthandwerk und freier Kunst zuhause sind. Es entstehen Objekte, die einerseits Gefäßckarakter haben, andererseits Bezüge zu Naturformen, Architekturelementen oder Bootsformen aufweisen.
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Joachim Lambrecht, doppelwandiges Gefäßobjekt, Raku-Keramik

Ihre Lebendigkeit bekommen seine Objekte durch die Raku-Brenntechnik, einer alten japanischen Methode, die zugeleich Technik und gedankliche Einstimmung auf Zufälligkeiten und das Risiko des Verlustes bedeutet.

Die Besonderheit von Raku ist, dass die Objekte kurz vor Ende der regulären Brennzeit bei 1050 Grad glühend aus dem Ofen genommen werden, um danach im Freien in Sägemehltonnen geräuchert zu werden. Die damit einhergehenden Oxidationsprozesse beeinflussen Glasur und Oberfläche ästhetisch expressiv, aber unkalkulierbar.
Man muß werden lassen…
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Joachim Lambrecht, Dose „Bootform“, Raku-Keramik

Sehen Sie eine schöne Auswahl an Objekten von Joachim Lambrecht bis Mitte November im CRAFTkontor.