2008 – 2018: 10 Jahre CRAFTkontor

Es ist unglaublich – die Zeit fliegt: im September vor 10 Jahre setzte ich ein Konzept, das mich in der Zeit vorher lange beschäftigt hatte, in die Tat um: die Gründung einer Galerie für europäisches Kunsthandwerk.

CRAFTkontor_Eunique Katalog Mai-2011

10 Jahre Engagement für gute Gestaltung sind nun vergangen…

Das CRAFTkontor, die in Bonn einzige Laden-Galerie, die auf angewandte Kunst und Kunsthandwerk exklusiver deutscher und europäischer Ateliers, Werkstätten und Manufakturen spezialisiert ist, feiert wie immer mit einer neuen Ausstellung.

Angesiedelt in der für ihre individuellen Geschäfte bekannten Bürgerstraße in Bad Godesberg, zeigte sie bislang schon erfolgreich in 4-5 Themenausstellungen im Jahr ausgefallene Einzelstücke renommierter Gestalter, z. T. Staatspreisträger, aber auch talentierter Newcommer aus den Bereichen Schmuck, Keramik, Glas, Holz und Textil, die man in so ausgefallener Zusammenstellung nur in 5-6 anderen Städten Deutschlands findet.

In 50 Ausstellungen zeigte sie Arbeiten von knapp 300 verschiedenen Gestalter-Innen.CRAFTkontor_Eunique Katalog Mai-2012-sw

Grundtenor aller Objekte der CRAFTkontor-Kollektionen war und ist die Symbiose aus Design und Handwerk, die überzeugende Gestaltung in technisch virtuoser Umsetzung zeigt:
Manufaktur im eigentlichen Sinn des Wortes, für die noch das Qualitätskriterium „Handmade in Germany“ gilt.

Freuen Sie sich auf die Jubiläumspräsentation unter dem Thema „BLICKWECHSEL II mit Arbeiten von 3 weiteren Kunsthandwerkerinnen:
mehrfach preisgekrönte hauchdünne Porzellanunikate und Papierarbeiten von KARIN BABLOK, die reinweißes Porzellan dreht und mit expressiven Pinselstrichen versieht.
Die mit  Motorsäge und Stechbeitel geformte Skulpturen von Menschen in Bewegung, Spannung und Emotion von SUNDARI ARLT und Schmuck von FRIEDA DÖRFER, der Tradition und Innovation in sich vereinigt, da die junge Goldschmiedin die hohe Kunst des Guillochierens beherrscht, einer alten, fast vergessenen Goldschmiedetechnik, die sie modern interpretiert.Jubiläumsausstellung: Karin Bablok, Frieda Dörfer, Sundari Arlt;Jubiläumsausstellung: Karin Bablok, Frieda Dörfer, Sundari Arlt;

Herzliche Einladung ins CRAFTkontor.
Ausstellungsdauer bis 10. November 2018.

Der TIP für das nächste Wochende – die EUNIQUE in Karlsruhe

Einzigartige Unikate entdecken.
Faszinierende Inspiration.

DIE EUNIQUE in Karlsruhe:

Freitag, 27. bis Sonntag 29. Mai,
jeweils 11.00 bis 19.00 Uhr

Das CRAFTkontor heißt Sie dort herzlich willkommen!

Die EUNIQUE vereint Stil, Lebenskunst und Individualität.

Faszinierende Inspiration erleben. Handwerkliche Meisterschaft bewundern. In Schönheit schwelgen. 
Sie werden von international renommierten Kunsthandwerkern und Designern erwartet, die im Vorfeld einer strengen fachlichen Jury unterlagen.

 

Augenschmaus der Extraklasse.
Gezeigt werden ausschließlich Unikate und limitierte Kleinstserien. Ideenreiche und beeindruckende Kreationen aus den Bereichen Wohnen, Outdoor, Schmuck, Mode und Spielzeug. Edle, extravagante und ausgesuchte Stücke von beständiger Wertigkeit.
Ausgefallen schön.
Die Kreationen.

Tauchen Sie ein in eine Welt
der schönen Dinge, Trends
und Innovationen. Kunst und
Handwerk verschmelzen auf der
EUNIQUE zu einer ästhetischen
Einheit, über die Sie staunen werden. Lassen Sie sich verzaubern und
nehmen Sie das eine oder andere
Stück mit nach Hause.

Atmosphärisch. Das Interior Design.

Neue frische Ideen für Ihr Zuhause. Ob für die festliche Tafel oder den zarten Frühlingsstrauß_ Sie finden Wohnaccessoires aus Glas, Holz, Keramik, Porzellan, Metall und Papier. Aber auch Möbel, deren Funktionalität und Eleganz Sie nachhaltig beeindrucken werden. Setzen Sir mit einmaligen Objekten einen besonderen Akzent Zuhause.

Atemberaubend.
Das Schmuckdesign.

Handwerklich und gestalterisch
einmalig schöne Schmuckstücke, Bestecke, Tafelgeräte und Uhren
aus Edelmetallen, Edelsteine, Glas
und Mixed Media.

Anziehend. Die Mode und Accessoires.
Eindrucksvolle Kreationen von Kleidern, Taschen, Hüten und Schals schaffen einen sensiblen Balanceakt aus neuesten Trends und zeitloser leganz. Hier finden Sie das zu Ihrer Individualität passende Outfit.

Unterstützend. Dienstleistungen, Produkte, Einrichtungen.
Es präsentiert sich eine große Auswahl
an Ausbildungseinrichtungen, Fachzeitschriften und Verbänden.

Aufsehenerregend. Wohndesign Outdoor.
Ausgefallene Designobjekte für den Außenbereich: Skulpturen, die aus den Materialien Holz, Keramik und Metall geschaffen wurden. Oder handgeschmiedete Pergolas und Zäune, die Ihren Garten in ein Kleinod verwandeln.

Ausgezeichnet.
Die Künstler und Designer.

Renommierte internationale
Künstler und Gestalter werden
auf der EUNIQUE genauso
vertreten sein wie eine Vielzahl
an Design- und Staatspreisträgern.
Ambitioniert. Die Nachwuchsdesigner.
Die EUNIQUE-Nachwuchsplattform wird Sie von den gestalterischen Ideen der Nachwuchsdesigner überzeugen. In Zusammenarbeit mit etablierten Hochschulen für Kunst und Gestaltung schafft die EUNIQUE eine akzeptierte Plattform für den Nachwuchs.

EUNIQUE (Teil3)

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„KUNSTHANDWERK

Der aktuelle Trend zur Individualisierung und Personalisierung von Produkten beinhaltet die Betonung und Neubewertung der Idee von Handwerk.
Ein Objekt durch die >story behind

Ihre Produkte entstehen aus einem ganzheitlichen Ansatz heraus, der Inhalt, Form und technische Umsetzung als gleichberechtigt erkennt.
Sinnliche Erfahrung ist essentiell für den Kunsthandwerker und beinhaltet materialbezogene Forschungen, Spontaneität
und die Dynamik intuitiven Arbeitens.
Gestaltung ist hier kein abstrakter Plan, sondern konkretes Machen. Es geht um das Erkennen der Offerten des Materials,
das zugleich Partner und Widersacher ist, an dem man im Laufe der Zeit wächst.
Der individuelle Stil wächst aus dem ebenso leidenschaftlichen wie versierten Umgang mit dem Material, das im doppelten Sinne Medium ist, um ein bestimmtes Gestaltungskonzept zu realisieren.
„Der Kopf ist ohne Hand nichts“, sagt der Silberschmied Wilfried Moll, „und die Hand ohne den Kopf auch nichts.“
Diese Erkenntnis gilt für alle gestaltenden Handwerker oder handwerklich Gestaltenden.

Jedes handgefertigte Stück wird die, wenn auch minimale, Variante seines Vorgängers sein ? genau darin liegt der Charme des
Handgemachten. Eine handwerklich hergestellte Kleinstserie wird sich immer wie eine gewachsene Familie zueinander verhalten und nicht wie identische Klone ? die bleiben der industriellen Produktion vorbehalten.
Und selbst diese Serien werden sich über die Zeit leicht verändern, weil ein Kunsthandwerker mehr daran interessiert ist, die Qualität seiner Ideen zu erproben anstatt sich selbst zu wiederholen.

Das ist ehrlich, authentisch und von sehr individuellem Wert.
Das Unikat, das einzelne Objekt in einer thematischen Reihe, das individuelle Einzelstück als Antwort auf eine bestimmte
Situation oder Anforderung ist das Lieblingsstück des Kunsthandwerkers, der mit Leidenschaft und Einfühlsamkeit seiner
idealen Form nachspürt.

Die EUNIQUE lädt zur aktiven Entdeckung der >story behindTechniken zu erfahren, einzigartige Unikate zu kaufen oder persönliche Lieblingsstücke zu beauftragen.“ (Schnuppe von Gwinner, Bulletin Eunique)

Treffen Sie viele interessante Gestalter und Galeristen in Karlsruhe.

Das CRAFTkontor wird mit 3 seiner herausragenden Gestalter vor Ort sein:
Friedemann Bühler – Holzgestaltung;
Hilde Janich – Pergamentschmuck;
Frank Schillo – Keramik.

Postkarte CRAFTkontor EUNIQUE 2011 v02

Und noch ein TiP: wenn Sie Ihre Eintrittskarte über die Website der eunique (www.eunique.eu) buchen, sparen Sie…
Dort finden Sie auch die Anfahrtshinweise und Öffnungszeiten.

HERZLICH WILLKOMMEN !

Punkt, Punkt, Punkt….

Die lockere Sommerausstellung „Punkt, Punkt, Komma, Strich…“ lädt ab heute ins CRAFTkontor.

Muster, Farben und Flächen spielen diesmal die Hauptrolle:

– unendlich geduldig Getupftes, wie die gedrechselte Becherguppe von Ulrike Meyer-Sura.
Die ebenmäßige Form des gedrechselten Becher ist „Leinwand“ für eine subtile Abfolge von Tupfen.
Und was für Tupfen: mit Kasein und Acryl setzt Ulrike Meyer-Sura jeden einzelnen Punkt aus 2 – 4 Farbschichten übereinander. Das ergibt Tiefe und Spannungreichtum…

Meyer-SuraBecher

– die Farben des Regenbogens begegnen uns in den Kolliers von Michaela M. Möller.
Die Glaskünsterin, für die ihr Schmuck nur ein Nebenzweig ihrer Arbeit ist  (Glaskunst am am Bau und Glasflächengestaltung sind ihr Eigentliches), gestaltet Hohlperlen aus amerikanischem Bullseyeglas, eine Schöner als die Andere…

Ausgezeichnet durch ebenmäßige Rundungen bei 4cm Durchmesser und wunderbar leuchtende Farben, ergeben die Kugeln ein Kollier der Extraklasse.

MichaelaMöllerRainbow Bullseye

Freuen Sie sich auf mehr – Willkommen im CRAFTkontor!

FROHE OSTERZEIT !

Ein paar Tage Ruhe und Sonne……

Die Ostertage sind besondere Tage – erinnern uns an Ende und Anfang – Neubeginn – Chancen…………
Das Ei ist ein Symbol dafür, aber der Hase?

Marie Barleben Hase, Handpuppe

Sie kennen und lieben alle die wunderbaren Handpuppen von Marie Barleben, denen kein Besucher des CRAFTkontor wiederstehen kann.
Marie Barleben macht einfach gute Tiergesichter und wenn man dann ein bischen übt und das eigene schauspielerische Talent aktiviert, hat man einen sehr realistischen Spielgefährten auf dem Arm.
Vorlesetier, Partner von Kinderärzten und Therapeuten, der besondere Freund bei Oma und Opa…oder ein spezielles Geschenk für unsere Liebsten…

Der Feldhase oben wünscht Ihnen eine schöne Osterzeit!

Es könnte aber auch ein Erdmännchen, ein schlauer Fuchs, eine schmusige Katze, ein Hausschwein, ein aufmerksamer Terrier oder, oder, oder sein…
MarieBarleben, Fuchs, CopyrightMarieBarleben,Erdmaennchen, CopyrightMarieBarleben, Terrier, Copyright

Gar nicht fadenscheinig…

Leider fröstelt es uns mal wieder heftig im Moment, aber die Zeit der wärmenden Schals geht nun hoffentlich langsam dem Ende zu.
Denn in Frühling und Sommer nehmen wir Schal und Stola ja eher als luftiges Beiwerk, als Schmuck.
Was wird nicht aus einem Kleinen Schwarzen oder einer schlichten weißen Hemdbluse durch einen raffinierten Schal.

Ulrike Isensee ist für mich die Spezialistin auf diesem Gebiet.
Die Hamburgerin ist klassische Weberin, aber Ihre zweite Kollektionslinie neben gewebten Seiden und Seiden/Leinenschals, sind die experimentellen Schalobjekte.

Nicht zuletzt dafür errang Sie den renommierten Justus-Brinckmann-Preis des Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg und man schätzt und trägt ihre Schals weltweit…

Ulrike Isensee, Schalobjekt Niki de St. Phalle

In einem luftig zarten Leinengitter sind verschiedenste Seiden und Stoffe appliziert: mal als Hommage an einen Künstler, oben an Niki de St. Phalle, mal als lustige Kollage.

Ulrike Isensee, Konfettischal, Leinengewebe mit Walkdots

Flottes Schalobjekt mit Walk-Dots, auch für die Jeansträgerinnen unter uns.
Ein ähnliches Modell gibt es mit etwas größeren Seidentupfen in festlicherer Variante und für alle Schals gilt:
sie sind in unterschiedlichsten Farbfamilien zu bekommen.

Ulrike Isensee, Schalobjekt Schwarz-WeißUlrike Isensee, Schal Streifen u. Blätter.

Hier zwei klassisch schwarz-weiße Schals, aber in unterschiedlicher Stilistik: oben als Kollage aus verschiedensten Stoffen: matt, glänzend, Zeitungsdruck, Seide… und mit schrägem Saumabschluss.
Unten strenger graphisch aus addierten Seiden-Baumwollstreifen auf dem Leinennetzgewebe mit Applikationen aus roten Walk-Blättern.

Stellen Sie sich das auf schlicht Rot, Schwarz oder Weiß vor: das peppt ungemein….

FRISCHES GEMüSE – Vitamine für das Interieur….

Jetzt lassen wir nicht mehr locker – wir haben den Frühling fest im Blick:
Sonne, warme Tage, Angrillen im Hof, Lust auf die neue Mode und auf etwas Neues zum Dekorieren.

Als perfekte Zutat möcht ich Ihnen den Londoner Daniel Reynolds vorstellen: seine Vasen, Schalen und Gefäße aus Bone China sind Vitamine für Ihr Interieur…

Denn: er nimmt frische Funde auf dem Markt von Notting Hill zum Anlass, perfekte Abformungen von saftigem Gemüse zu gestalten.
Jede Riefe eines frischen Spitzkohls finden wir auf der Vase wieder – Fenchel, Zwiebel stellen ihre bauchige Form in den Dienst als Vase – Melonen und Kürbisse nehmen als Schale ihrerseits wieder frisches Obst auf dem Tisch auf…

Daniel ReynoldsOrganic Porcelain Group 2
Daniel Reynolds, Gemüse-Vasen, Porzellan

Daniel ReynoldsFennel Vase 3 (3)
Daniel Reynolds, Vase „Fenchel“, Porzellan

Daniel Reynolds Porzellan hat in England den guten Ruf, den wir hier z.B. von Rosenthal kennen. Perfektes Porzellan…

Viele Interieur-Magazine dekorieren immer wieder phantasievolle Frühlings- und Sommertische mit seinen Objekten.
Jetzt kommt die Zeit der frischen Kräuter, des delikaten Spargels und der süßen frühen Erbsen: Daniel Reynolds Gefäße sind die perfekte Ergänzung…

 

Ein Doyen verläßt das Museum f. Kunst u. Gewerbe Hamburg…

„Rüdiger Joppien ist einer der seltenen deutschen Museumskuratoren, der sich der angewandten Kunst und dem Kunsthandwerk und vor allem dem zeitgenössischen Schmuck mit großem kulturhistorischem Interesse widmet.
Joppien gilt nicht nur als ausgewiesener Spezialist auf dem Gebiet der angewandten Kunst, sondern er ist einer der letzten großen Generalisten für dieses Genre der seinen Beruf mit großem Engagement und Liebe ausfüllt.

Im Frühjahr des Jahres 2011 geht die offizielle Amtszeit von Dr. Rüdiger Joppien als Konservator am Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg zu Ende.“ (IHM-Text)

Rüdiger Joppien verdankt das deutsche und internationale Kunsthandwerk sehr viel:
zahlreiche Jurys hat er mit seiner unendlichen Sachkenntnis bereichert,
rund um die Welt beachtete Vorträge gehalten,
den renommierten JustusBrinckmannPreis und die talentierten Preisträger betreut,
die Sammlung des Museum für Kunst und Gewerbe unverwechselbar und aktuell gehalten,
die wunderbare Adventsmesse im Museum für viele viele Liebhaber des Kunsthandwerks zum winterlich lustvollen Pflichttermin gemacht und und und.

Vergangene Woche konnte man auf der Internationalen Handwerksmesse (IHM) in München ein weiteres Ergebnis seiner Kenntnisse sehen: er kuratierte die Sonderschau Schmuck 2011, DIE renommierte Schmuckschau der Gegenwart seit über 50 Jahren.

Freuen wir uns auf viele weitere Wirkungskreise Joppiens nach seiner Museumskarriere….

 

Das Fahrrad wird entmottet… Upcycling-Ausstellung-Fortsetzung…

Hier im Rheinland scheint die Frühlingssonne (+-18 Grad) und nicht nur die Blüten locken draußen: die Staßencafes sind bevölkert und die Fahrradfahrer wimmeln wieder.

Das bringt uns schon zum heutigen Stichwort: das Fahrrad, bzw. die Fahrradkette als Ausgangsmaterial aparten Upcyclings (der Neunutzung vorgefundener gebrauchter Materialien).

Hiawatha_Seiffert_Objektschale MK 40_Maschinenketten geschmiedet_D=40cm

Hiawatha Seiffert, ein examinierter Metallgestalter aus Hildesheim ist ein leidenschaftlicher Schmied, der Maschinenketten als objet trouves nutzt.
Durch das Verschweißen von Fahrradketten oder groberen Maschinenketten und ihr anschließendes Schmieden, wandelt er sprödes widerstrebendes Material in leicht und naturhaft anmutende Schalen.
HiawathaSeiffertSchaletellerMT30
Er nutzt die Öffnung des Kettengliedes und den mehrschichtigen Aufbau um Schichtungen – Luftigkeit – Blütenassoziation hervorzurufen.
Federleicht und Bleischwer nicht als Kontrast, sondern als gleichgewichtiger Gestaltungsinhalt.
(erinnern Sie sich an die Ausstellung im CRAFTkontor zu diesem Thema im letzten Jahr?)
www.craftkontor.com/archiv/federleicht/federleicht.html

2008 wurde er für sein Gestaltungswerk vom Bayrischen Kunstgewerbe-Verein, München mit dem Preis für Junges Kunsthandwerk ausgezeichnet!

Der Winter dauert…

Dachten wir Rheinländer doch, der Winter, der selbst uns hier schön und reichlich mit Schnee bedacht hatte, sei vorbei…
Weit gefehlt, es fröstelt wieder und was gibt es da Besseres als die Besinnung auf Wolldecken.

Wenn sie dann noch so farbenfreudig komponiert sind, wie die wundervollen Web-Decken der Lübeckerin Ruth Löbe, dann wird es nicht nur den Füßen, sondern auch ums Herz herum warm.Ruth Löbe, rote Decken
„Feuerwehr“-Decke aus Kammgarn der Weberin Ruth Löbe.

Ruth Löbe ist studierte Textildesignerin und gelernte Weberin. Ihre Lehrzeit machte sie bei Alen Müller-Hellwig in der Burgtorweberei in Lübeck. Ihre aus Bauhaus-Zeiten berühmte und bekannte Lehrherrin suchte Ruth Löbe speziell als Nachfolgerin für die Übernahme der Burgtortweberei am Ende ihrer aktiven Zeit mit über 80 Jahren aus.

Ruth Löbe führt daher nach Stationen in der Textilindustrie seit 1992 die renommierte Werkstatt und ist seither bekannt für Ihre Decken, aber besonders auch für zeitgenössische Bildweberei. Ihr herausragendes Oeuvre wurde 2009 mit dem Preis der Triennale des norddeutschen Kunsthandwerks geehrt.
Ruth Löbe, Bild-Teppich, Gobelinweberei
Ruth Löbe, Bildteppich „Blumen querbeet“, Wolle, Ziegenhaar.

Kuschliger, puschliger als die Kammgarnwebereien Ruth Löbes sind die Wolldecken der Weberin Helga Becker.
Sanft in den Farbverläufen webt Helga Becker in Boucle-Mohair, schickt die fertigen Decken dann im Paket zu einer Kollegin nach Finnland, denn diese beherrscht noch die alte Technik des Handkardierens.
Die Deckenoberfläche wird mit Hilfe von Distelkarden (den getrockneten Fruchtständen) per Hand aufgrauht und dadurch entsteht eine sehr dicke luftige Echtwoll-Fleecefläche. Nichts ist besser an kalten Tagen als das eingeschlossene Luftpolster in diesem Mohair.
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