Bonn für Keramikfreunde

Ein nahe liegernder Ausflugstip für den Mai:
der Bonner Töpfermarkt!
Einige Ausstellende kennen regelmäßige CRAFTkontor-Besucher schon hier aus der Galerie – natürlich gehe ich auch Neues suchen – aber bei schönem Wetter ist der Münsterplatz ein nettes kleines Keramik-Mekka zum Stöbern und Finden, oder Vorlieben vertiefen…

SEHR empfehlenswert ist auch der Keramikmarkt in Frechen am 13./14 Mai 2017 rund um das Rathaus in der Innenstadt mit einem lohnenden Abstecher zum Keramion – einem DER Keramikmuseen hier in NRW…

DeJongBergerIMG_9122
Petra de Jong-Berger, Blumen-Kopf, Keramik, Ausstellerin des Bonner Marktes; Fotocopyright: deJong-Berger)

Am 27. und 28. Mai 2017 zieht es wieder viele Keramikfans in die Bonner Innenstadt. Ausgewählte professionelle Töpferwerkstätten, Kunstkeramiker und Keramikdesigner bieten auf dem Münsterplatz handgemachte Unikate und Kleinserien für Tisch, Haus und Garten an. Geöffnet ist der Markt am Samstag von 10 – 18 Uhr
und am Sonntag von 11 – 18 Uhr.

Neue Lieblingstasse für den morgendlichen Kaffee oder Tee gesucht?
Der Bonner Töpfermarkt präsentiert eine Vielzahl potentieller Kandidaten. Ob aus robustem Steinzeug oder hauchzartem Porzellan, in floral-verspieltem Design oder schlichtem Dekor, fröhlich-bunt oder uni: Das große Geschirrangebot der Aussteller lässt Liebhaber individueller Keramik fündig werden. Auch Gartenfreunde dürfen sich freuen.
Große und kleine Pflanzgefäße, jede Menge Gartendeko, Bänke, Stelen, Wasserspiele und Brunnen machen aus jedem Garten einen Hingucker. Lagerfeuerfeeling kommt mit den handgearbeiteten weißen und terracotta-farbenen Feuerschalen des Keramikers Rolf Seebach aus Much auf.

„Wir freuen uns, dass unser Handwerk derzeit einen Aufwind erlebt. Die Menschen lieben hochwertige handgemachte Waren und schätzen die Nähe zu den Produzenten“, sagt Peter Seekircher, Obermeister der Keramiker-Innung Nordrhein.

Upcycling: Design-Leuchtobjekte aus Keramik

Dass Keramik mehr und mehr den Bereich Interior Design erobert, zeigen die Arbeiten der Keramikerinnen Claire Chuet und Sabine Moshammer.
Sie haben sich dem Thema Leuchtobjekte verschrieben.
Moshammer kombiniert gebrauchte Glasflaschenhälse mit gedrehten Porzellanschirmen, um daraus Upcycling-Hängelampen zu kreieren.
Die Stehlampen von Claire Chuet sind ebenfalls aus Porzellan – mit zarten Mustern versehen.

Japanischer Rakubrand und feinstes Porzellan

Tonarbeiten, auf denen die Spuren von Feuer und Rauch zu sehen sind, zeigen die Aussteller Uta K. Becker,

UtaKBeckerSchalen6Uta.K. Becker, Raku-Keramik, Schalenset;  (Fotocopyright: Becker)

Stephanie Ahn und Arno Hastenteufel. In der sogenannten Raku-Brenntechnik verbleiben winzige Aschereste in den Haarrissen der Glasur, was jedes Gefäß zu einem nicht reproduzierbaren Unikat macht. Mit dem Kontrast von erdigen Rakuobjekten und der Transparenz von Porzellan arbeitet Claudia Craemer aus Fischerhude.

Großformatige Baukeramik für den Innen- und Außenbereich präsentiert das Königsfelder Töpferhaus. Platten aus lederhartem, noch biegsamem Ton, werden zu Einzelstücken aufgebaut und hochgebrannt. Neben Beleuchtungskörpern, Wasserspielen und Pflanzgefäßen gestaltet das Töpferhaus auch Grabanlagen und taktile Skulpturen für blinde Menschen.
(Pressetext: Barbara Jahn)

Wochenendtips

Schätze für Seele und Lebensraum :
LIEBLINGSSTÜCKE 2014, 21. bis 23. März in Köln

LIEBLINGSSTÜCKE 2014
Lebensbegleiter gesucht? Dann gönnen Sie sich ein neues Lieblingsstück!
Die fünfte Ausgabe des Unikatmarktes LIEBLINGSSTÜCKE der Arbeitsgemeinschaft
Angewandte Kunst Köln (AKK) präsentiert vom 21.-23. März 2014 alles,
was das Herz begehrt:
kostbarer handgeschmiedeter Unikatschmuck aus Gold und Silber,
ausgesuchte Edelsteine, handrahmengenähte Schuhe, chice Taschen, freches Modedesign,
edle Couture, feines Schreibgerät, handgeschliffenes Glas, Skulpturen und
Gefäße aus Holz, Kunst- und Gebrauchskeramik. Und vieles mehr!

Manches wird Ihnen als CRAFTkontorfreunde gut bekannt sein und Sie können mit den Gestaltern endlich ins Gespräch kommen…

EUNIQUE_2012__194Helgabecker jpg1
Uta K. Becker                                                                 Helga Becker                                            

FrankSchilloDosen-hase-gras
Frank Schillo

Gäste:
Carmen Comanns, Schuhe
Marion Heilig & Joachim Dombrowski, Schmuck
Claudia Heller, Textil
Ekkehard Körber, Holz
Beate Kuchs, Glas
Werner Platz, Schreibgeräte
Gut Rosenberg: Lea Diehl & Anna Hamacher, Siebdruck
Hannes Fleckstein, Textil
Hannah Loibl, Papier
Michael von Stosch, Holz
AKK-Mitglieder:
Stephan Aißlinger, Keramik
Helga Becker, Textil
Katrin Brusius, Schmuck
Barbara Clemens, Textil & Leder
Christoph Erhardt, Textil
Elisabeth Fischer, Keramik
Isolde B. Glenz, Textil
Ines Hasenberg, Keramik
Christian Heyden, Schmuck
Enno Jäkel, Keramik
Annette Kreutter, Schmuck
Martina Kuth, Schmuck
Frank Schillo, Keramik
Bettina Schön, Schmuck
Monika Wellens-Koch, Schmuck
Elke Weiler, Textil

Freitag, 21. März 2013, 16–20 Uhr
Samstag, 22. März 2013, 11–20 Uhr
Sonntag, 23. März 2013, 11–18 Uhr

Veranstaltungsort:
Kunsthaus Rhenania
Bayenstraße 28, 50678 Köln
(Rheinuferstraße, zwischen Severinsbrücke und Yachthafen)
U-Bahn Linie 3 und 4, Haltestelle Severinstraße
Bus Linie 106, Haltestelle Rheinauhafen
Tiefgarage Rheinauhafen, Ausgang 5.02

_________________________________________________

… und wer mehr in Richtung individueller Mode von deutschen Klein-Labels schauen möchte, empfehle ich die:

femme 4

Schmuck-, Mode- und Kunstkleidermesse in BONN;

21. – 23. März Frauenmuseum
Im Krausfeld 10
53111 Bonn

Auch hier sind altbekannte Teilnehmerinnen der Austtellungen im CRAFTkontor vertreten:

BarbaraSchröderJacira1HeidiSchulzeMerianWickeringe
Barbara Schröder                                                Heidi Schulze-Merian

Viele schöne Anregungen zum Frühlingsanfang….
Viel Freude….

Begeisterte Nachtgaleristen….

Kleine Nachlese zur 1. langen Galerienacht hier in Bonn, Bad Godesberg.
(siehe auch ältere Einträge)

Die 10 beteiligten Galerien wurden trotz sehr miesen Wetters von vielen lieben und gut gelaunten Besuchern fast überrannt.
Die wunderbare Gelegenheit, in kleinen Freundesgruppen ohne Schwellenangst die verschiedenen Lokations zu besuchen, fand sehr guten Zuspruch: man stromerte von ehemaliger Schule zu der ein oder anderen vormaligen Botschaftervilla, vom Kunstverein zur Rahmerei, reihte Kunstgenuss an Essgenuss und widmete sich den unterschiedlichsten Positionen von experimenteller Kunst bis Kunsthandwerk.

Die Skulpturen von GEORG SCHULZ im CRAFTkontor waren sehr beliebt.
Hier paarte sich gutes Handwerk mit ganz eigenem Ausdruck.

GeorgSchulzGalerieCraftkontor

Innenansicht Galerie Craftkontor während der Ausstellung Gruppendynamik:
Georg Schulz und Uta K. Becker;
Foto: Craftkontor

Im beleuchteten Regal konnte ich wunderbare Beziehungen zwischen unterschiedlichen Charakterfiguren herstellen.
Gruppendynamik fand sich spielerisch und schon beim Auspacken lag ein permanentes Schmunzeln auf meinem Gesicht…

Man findet Typen, grinst über Haltungen und locker ausgedrückte Emotionen
– ab und zu meint man Jemanden wieder zu erkennen:

GeorgSchulzAngela

Georg Schulz, Angela, Holzskulptur, Lindenholz,
neben einer Raku-Keramik-Schale von Uta K. Becker;
Foto: Craftkontor

Es tummeln sich typische Besucher-Paare von Klassik-Konzerten neben Kofferträgern und anderen Mitarbeitern führender Dax-Unternehmen…

GeorgSchulz2Kofferträger2

Georg Schulz, Kofferträger, Holzskulpturen, Lindenholz;
Foto: Craftkontor

GeorgSchulzPaar4

Georg Schulz, Paar, Holzskulptur, Lindenholz;
Uta K. Becker, Wandgefäß, Raku-Keramik;
Foto: Craftkontor

Als Kontrast und doch kongeniale Ergänzung eigent sich die preisgekrönte Raku-Keramik von Uta K. Becker.
(Staatspreisträgerin 2011)
Geplant als Doppelaustellung, zeigt die Ausstellung zwei Protagonisten mit Gespür für den Augenblick.
Georg Schulz muss beim schnellen Arbeiten wissen, wann genug Ausdruck angedeutet ist – seine Figuren sind aus der Ferne, wie aus der Nähe eindrucksvoll – Uta K. Becker muss durch die unkalkulierbare Technik des Raku geschehen lassen können.
Niemand mutet dieser Technuk so architektonisch gestaltete Formen zu und erzielt diese spannende Wirkung, wie sie….

GoergSchulzDreiMänner

Georg Schulz, Drei Männer im Boot, Holzskulptur, Lindenholz;
Uta K. Becker, 2 Wandgefäße, Raku-Keramik;
Foto: Craftkontor

UtaK.BeckerSchalen

Uta K. Becker, Schalen, Raku-Keramik
Foto: Künstlerin;

Niemand ist so farbstark in den Varianten der Glasur auf Raku-Keramik und niemand traut sich die Dünnheit der Schalen zu, wie Uta K. Becker.
Ihre Raku-Keramik baut auf der Tradition aus dem Japan des 17. Jahrhunderts, hat es aber für sich sehr stark in Form und Gestalt witerentwickelt !
Uta K. Becker ist eine herausragende Protagonistin des Raku im 20. – 21. Jahrhundert!

Die Ausstellung ist noch zu sehen bis Mitte Juni!
(Jedoch verlassen jeden Tag Objekte mit verliebten Sammlern das Haus…)

 

Gruppendynamik

GeorgSchulzAnkündigung2
Georg Schulz, Holzskulptur (Foto CRAFTkontor)

„Gruppendynamik“ ist der Titel der Ausstellung,
die im CRAFTkontor in der langen Nacht der Galerien eröffnet wird:

FREITAG, 26. April von 18. bis 24.00 Uhr – in Bonn, BAD GODESBERG
die Eröffnung im CRAFTkontor ist um 19.00 Uhr

Mehr Infos hier: www.durch-die-nacht.info

Gruppendynamik, die aktive Interaktion zwischen Mehreren….

Hier sind es die Holzskulpturen von Georg Schulz aus Hamburg, der mit „groben Schnitzern Charaktere schafft. Jede einzelne Figur verblüfft durch die simple, grobe, aber äußerst treffende Darstellung menschlicher Eigenheiten. (…)

Ganz ähnlich, wie es eine gute Karikatur zu leisten vermag, halten die Herrschaften dem Betrachter liebevoll einen Spiegel seiner Schwächen unsd Skurilitäten vor.“ (©Textausschnitt aus „Die Welt“ 30.07.11)

Kombiniert, kontrastiert wird dieses „Hirnholz“ mit den ebenmäßigen, aber ebenfalls charaktervollen Gefäßen aus Raku-Keramik von Uta K. Becker, der Staatspreisträgerin Keramik 2011 in NRW.

UtaKBeckerübereckvasen1 cawelius

Uta K. Becker, Übereckvasen, Raku-Keramik (Fotocopyright Cawelius)

Auch diese Individuen zeigen im Einzelnen, sowie als Gruppe ihren besonderen Reiz. Runde, frei schaukelnde Schalen, faszinierende Leichtgewichte, mit zarten starkfarbigen Oberflächen in der besonderen Krakelee-Bildhaftigkeit, können fast als ihr Markenzeichen gelten. Seit einiger Zeit entstehen geometrische Gefäßobjekte, die miteinander in Bezug stehen können, als Skulptur funktionieren, aber auch mit einer einzelnen Blüte erfreuen.

Diese 2 in Kombination in einer Ausstellung, welche Gruppendynamik wird da entstehen….
Seien Sie gespannt – ich freue mich auf Ihr Kommen!!

 

Save the date: Spannende Nacht voraus….

Durch die Nacht –
Offene Nacht der Bad Godesberger Galerien 26. April 2013

Eine neue Initiative ist geboren:
Ein freier Zusammenschluss Bonn-Bad Godesberger Galerien veranstaltet unter dem vielversprechenden Titel ‘Durch die Nacht‘
am 26. April 2013 ab 18 Uhr bis Mitternacht
die 1.  Galerien-Nacht.

10  Galerien nehmen daran teil.
Das breite Spektrum der Positionen der Beteiligten reicht von Photographie, KonzeptArt und Malerei
über Druckgraphik bis zu angewandter Kunst.


Das CRAFTkontor wird an diesem Abend seine neue Ausstellung „Gruppendynamik“,
eine Doppelausstellung mit Uta K. Becker, Keramik
und Georg Schulz, Holzbildhauerei, eröffnen.

An vielen Standorten ist neben geistiger Nahrung auch für das leibliche Wohl zum Durchhalten des Kunstmarathons gesorgt.
Die Besucher werden mit einem Shuttle-Service in regelmäßigem Takt zu den Galerien geleitet.
Viel Spaß macht es aber auch, mit dem Fahrrad die Standorte, besonders im Villenviertel von Bad Godesberg, zu entdecken.
Weitere Informationen, beteiligte Galerien, Lageplan etc.:
www.durch-die-nacht.info

Später mehr…..


 

Tage des Kunsthandwerks – Rückschau auf die EUNIQUE in Karlsruhe

Nach den anstrengenden Messe-Tagen, vielen wichtigen Gesprächen mit Mitausstellern, dem Messeteam und vielen von Ihnen, ist es Zeit, Rückschau auf die EUNIQUE zu halten.
Sie ist im vierten Jahr und leider findet sie immer noch nicht richtig zum Thema und ihr Publikum.

Galeriekollegin Schnuppe von Gwinner hat auf Ihrer Website: www.craft2eu; genau das richtige Resumee gezogen.Ich möchte Sie hier zitieren, da es schwer ist, bessere Worte dafür zu finden:

“ Ich bewundere (…)  die vielen Kreativen und Fachleute, die sich dort immer wieder auf’s neue, von der professionellen Messefassade um ihre Hoffnungen bringen lassen. Die großen persönlichen Aufwand nicht scheuen, die Kontakte und Knowhow für Gotteslohn liefern, ohne Dank dafür erwarten zu können und entsprechend frustriert, meist vergeblich, auf ihre Kunden warten. Erfolgreiche Win-Win Strategien sehen anders aus.

Alle, die nur irgendetwas mit der Szene zu tun haben wünschen sich nichts sehnlicher, als dass die Eunique wirklich zu DER internationalen Messe für angewandte Kunst und Design wird, die sie behauptet zu sein.
Die Messemacher in Karlsruhe haben auch dieses Jahr wieder bewiesen, dass sie wirklich etwas von IHREM Handwerk verstehen. Aber sie haben noch nicht einmal im Ansatz etwas von ihrem Gegenstand, dem Kunsthandwerk, verstanden.
Und daran krankt die Eunique – an ihrem fehlenden Profil und der Diskrepanz zwischen dem was versprochen wird und dem was sie tatsächlich ist. Nach vier Jahren ist sie nicht vorangekommen, die Ausstellerzahlen sanken in diesem Jahr dramatisch – die Besucherzahlen kennen wir jetzt noch nicht – ich befürchte, das Schlimmste, zumal in der Regionalpresse ignorante Redakteure noch auf den letzten Metern so unglaublich kontraproduktiv schreiben durften, dass einem wirklich nichts mehr dazu einfällt.

Auf einer (jurierten!!!) internationalen Messe für angewandte Kunst & Design erwarte ich das Authentische und Meisterhafte – das Beste, Raffinierteste, Innovativste und Eindrucksvollste was man international im Handwerksdesign, Autorendesign und in der Objektkunst finden kann. Das steht da nicht am ersten Tag, das weiß ich auch.
Aber nach vier Jahren MUSS es da stehen, sonst ist etwas falsch gelaufen!
Welche Fachleute haben beraten und informiert?
Wer hat die Aussteller akquiriert?
Welche professionellen Netzwerke sind aktiviert worden um international die Besten der Besten für eine Teilnahme an dieser Messe zu interessieren?
Wer hat juriert?

Unser eigene Wahrnehmung sagt uns, im Chor mit allen Medien, unüberseh- und unüberhörbar: nichts begehren wir aktuell mehr als das Besondere, Wertvolle im doppelten Sinn.
Die Menschen sehnen sich nach individuellen Objekten, spannenden Entstehungsgeschichten und nach einer guten Balance zwischen Schein und Sein.
Sie wollen nicht geblendet und bequatscht werden.
Sie wollen mitgenommen werden, ehrlich nachvollziehen und bewundern können.
Genau das sollte die Eunique als ihr ganz spezifisches Thema, als ihre deutliche Botschaft kommunizieren.
Sie sollte auf Qualität und nicht Quantität setzen anstatt ihre Glaubwürdigkeit mit ewig wiederkehrenden, verbalen Superlativen auf’s Spiel zu setzen.

Mein Mitleid gilt einmal mehr den Ausstellern, die ein weiteres Mal auf das redliche Engagement der Verantwortlichen gehofft hatten, die Messe ehrlich voran zu bringen.
Indem sie z.B. verlockende Meister der Szene und/oder spektakuläre Projekte und Konzepte und/oder internationale Newcomer zur Teilnahme bewegen.
Oder die, die da waren angemessen und wirksam zu kommunizieren – da gab es in diesem Jahr einiges an verschenktem Potential, wie z.B. die dürftigst dokumentierte Sonderschau aus Finnland
oder die Ausstellung zum das „Total Stahl“ Projekt der HAWK in Kooperation mit dem Kolloquium NRW.
Man ahnt ja garnicht, was einem da alles entgeht!
Es fehlt einfach an engagierter Expertise und Sachkenntnis, sowie einer klaren Strategie bei den Organisatoren, die viele Schätze ungehoben lassen.
Da gibt es noch einiges zu tun und man muss hoffen, dass es nicht zu spät dafür ist.
Die Besucher, Kunden und Aussteller der Messe entscheiden schliesslich, ob die Qualität stimmt. Sie kann nur erfolgreich hergestellt werden, wenn die Erwartungen und Wünsche aller Beteiligten ihre Entsprechungen finden. Man darf gespannt sein.“
(Zitat Schnuppe von Gwinner aus ihrem Blog auf www.craft2eu)

Harte Kritik, ich weiß, aber realistisch.
Ich als ausstellende Galeristin gehe natürlich ebenso mit sehr kritischen Blick über die Messe, die ja kein x-beliebiger Kunsthandwerkermarkt sein will und soll und die sich u.a. an der Grassi-Messe Leipzig und der Messe für Kunsthandwerk im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg messen lassen muss.
Es ist eine bundesweite Chance, aber noch ist das Publikum regional…
Es ist eine Chance für herausragende Qualität, aber noch ist ca 30% Mittelmaß oder weniger…
Es ist ein überregionales Feuilleton-Thema, aber selbst die Lokalpresse nutzt es nicht, oder arbeitet kontraproduktiv…

Aber geben wir die Hoffnung nicht auf. Viele von uns Teilnehmern werden weiterhin konstruktive Vorschläge zur Verbesserung einreichen, aber auch überlegen müssen, ob eine weitere Teilnahme realistisch ist…

Jetzt aber endlich zu ein paar Impressionen für diejenigen, die nicht kommen konnten:

EUNIQUE_2012__194

Ein paar der Arbeiten von Uta K. Becker, der Staatspreisträgerin Keramik NRW 2011 ausgestellt am Stand des CRAFTkontor auf der eunique 2012.
Uta K. Becker ist herausragende Raku-Keramikerin, deren Arbeiten von feinwandigen Schälchen, bis zu graphisch abstrakten Vasenobjekten mit wunderbaren Craquelee-Bildern reicht.
An der Wand eine der federleichten Pergamentketten von Hilde Janich.
(Foto: Jürgen Roesner, eunique)

EUNIQUE_2012__195

Der Presserundgang macht Halt am Stand des CRAFTkontor und ich stehe Rede und Antwort über Qualität im Kunsthandwerk und die Motivation einer Galeristin für das Besondere.
Im Vordergrund die Pinguine des Keramikers Andreas Hinder.
(Foto: Jürgen Roesner, eunique)

EUNIQUE_2012__818

Young I Kim (hier an ihrem Stand) wurde auf der Eunique mit dem WCC-Europe EUNIQUE Award for Contemporary Crafts 2012 für ihre „charakterisierten Gefässe“ ausgezeichnet! (Foto: Jürgen Roesner, eunique)

„Die Gefässe von Young I Kim faszinieren auf den ersten Blick, ohne dass man ihr Thema bereits kennt. Sie vermitteln in ihrer subtilen Variation von naturnahen Gefässformen, die die Assoziation von Frucht oder Ei nahe legen, eine große Kraft. Nur Nuancen der Rundung, der Öffnung, der Balance des Standpunktes, der Farbe, der zarten Wandung, des schimmernden Hohlkörpers machen den individuellen Charakter des Gefässes aus. Alle Aufmerksamkeit zieht es auf sich, lässt Beobachtungen und Entdeckungen über den ersten, zweiten … ungezählten Blick zu. Warum also nicht menschliche Charaktere über diese Gefässe beschreiben? Auch Menschen wollen begleitet und immer wieder neu gesehen werden, ehe man sie wirklich erkennt.“
(aus dem Buch „Originale“, 17 Begegnungen mit der Kunst des Handgemachten, Schnuppe von Gwinner, 2011)

 

 


Die EUNIQUE, die große Pulikumsmesse für exklusives Kunsthandwerk wirft ihre Schatten voraus

Im Mai ist es wieder soweit:
wie im letzten Jahr finden Sie meine Galerie für Kunsthandwerk „CRAFTkontor“ am ersten Maiwochende in Karlsruhe auf der EUNIQUE. Eine wunderbar lichte Halle – in der Zeit ein Füllhorn exklusiver Unikate internationaler Gestalter, preisgekrönter Kunsthandwerker.
In diesem Jahr ist das Gastland: FINNLAND
– sind wir nicht immer wieder begeistert von der Schlichtheit nordischen Designs?
300 individuelle Stände bieten höchste Qualität an Unikatschmuck, Mode, Glas, Keramik, Holz, Papier, Leder und Vielem mehr!
Leidenschaft, Professionalität, Materialbewußtsein und Könnerschaft vereint für Liebhaber und Sammler…

Das CRAFTkontor vertritt in der Gallery-Area diesmal Uta K. Becker, Andreas Hinder und Hilde Janich.
Unten sehen Sie auf der Postkarte der Galerie von jedem der Gestalter ein Werk.

CRAFTkontor_Eunique Katalog Mai-2012-sw

Oben rechts: Andreas Hinder, Rhinozeros, Tierskulptur, Keramik;
Unten links: Uta K. Becker, Vasen-Objekte, Raku-Keramik;
(Staatspreis Keramik NRW 2011);
Unten rechts: Hilde Janich, Pergamentkollier „schwarz-weiß“,
Pergament, Zuchtperlen;

Freuen Sie sich auf die EUNIQUE,
Internationale Messe für Angewandte Kunst & Design.
4. bis 6. Mai 2012 – Messe Karlsruhe

Merken Sie sich das Datum vor……

Werbebanner_eunique_234x60Px

Karlsruhe ist darüber hinaus ein Wochende wert. Es lohnen sich z.B.:

die sternförmig angelegte Stadt,
das Badische Landesmuseum,
das ZKM, Zentrum für Kunst und Medien mit angeschlossenem Museum für Neue Kunst,
die Staatliche Majolika Manufaktur/Majolika Museum
um nur Einige zu nennen.

Ich lade Sie herzlich ein, mich auf der EUNIQUE zu besuchen!

 

 

Wunderbare Nachrichten aus dem Bergischen Land…

Hohe Auszeichnung für die Rösrather Keramikerin Uta K. Becker, deren Arbeiten Sie schon wiederholt im CRAFTkontor erleben konnten…
Wir freuen uns mit Ihr!

Alle zwei Jahre zeichnet die Landesregierung NRW herausragende Leistungen kunsthandwerklichen Schaffens aus.
Der Staatspreis NRW im Werkbereich Keramik geht in diesem Jahr an die Keramikerin Uta K. Becker aus Rösrath.

Uta K Becker_Portraet_klein_Foto_Renate Forst
Uta K. Becker, Keramikerin mit Vasenobjekt (Foto Renate Forst)

Der alle zwei Jahre von der nordrhein-westfälischen Landesregierung ausgelobte Staatspreis ist der bundesweit wichtigste und mit 45.000 € höchst dotierte Preis im Kunsthandwerk.
So waren auch in diesem Jahr die besten Kunsthandwerker des Landes aus insgesamt acht Werkbereichen aufgerufen, ihr Können unter Beweis zu stellen.
Aus insgesamt 350 Einsendungen ermittelte eine Expertenkommission die diesjährigen sieben Staatspreisträger, deren Arbeiten gemeinsam mit allen anderen jurierten Werken im Rahmen der Landesausstellung manu factum vom 9. Oktober bis zum 20. November 2011 im Kreismuseum Zons bei Dormagen zu sehen sind.

Stille Freude und glühende Leidenschaft: Raku

In der Kategorie Keramik nimmt Uta K. Becker den Staatspreis für ihr in Raku-Brenntechnik gefertigtes zweiteiliges Gefäß entgegen, dessen „subtile und gekonnte Ausführung“ und „hervorragende Konzeption“ die Jury würdigte.
Seit 10 Jahren widmet sich die Kunsthandwerkerin intensiv diesem jahrhundertealten japanischen Arbeitsverfahren, das ursprünglich eng mit der Teezeremonie verbunden war.
Beim Raku („stille Freude“) werden die geformten Töpferstücke nach dem Brennvorgang rot glühend aus dem Ofen geholt. Durch den Temperatursturz entstehen feine Rissgitter in der Glasur, die sich durch anschließendes Räuchern in Erdlöchern oder
mit Sägemehl gefüllten Tonnen durch Rauch und Schmauch schwarz einfärben.
Diese dunklen mäandernden Risse – auch Craquelés genannt -sind typisch für den Raku-Brand und machen durch ihre Willkürlichkeit jedes Werkstück zu einem Unikat.

UtaK.BeckerSchalen
Uta K. Becker, Raku-Schalen, Keramik

So funktional wie künstlerisch

Eine schlichte und klare Ästhetik, geometrische Formen und leuchtende Farben sind das Markenzeichen der Arbeiten von Uta K. Becker, die über eine Schreinerlehre und ein Bildhauerstudium zur Keramik fand.
Ihre aufgebauten und gedrehten Gefäße, Platten und Schalen sind so funktional wie künstlerisch.
Jedes einzelne Stück wirkt als Gebrauchsgegenstand und Objekt sowohl einzeln als auch im Ensemble mit anderen.
„Meine Arbeiten sind bewusst schlicht in der Form, um den Craquelés viel Raum zur Entfaltung zu geben. Das Auge des Betrachters soll auf den mannigfaltigen Oberflächen, die der Raku-Brand in das jeweilige Objekt gezeichnet hat, der Topografie der Linien folgen und Räume erschließen“, sagt die Keramikerin.
(Auszüge aus PR-Text: Barbara Jahn)

Die Ausstellung manu factum 2011 ist vom 8. Oktober bis zum 20. November zu sehen im
Kreismuseum Zons, Schloßstraße 1, 41541 Dormagen-Zons,
(geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr).
Der Katalog kostet 15,-Euro (erhältlich im Museum oder über die Arbeitsgemeinschaft
des Kunsthandwerks NRW, Georg-Schulhoff-Platz 1, 40221 Düsseldorf, Tel. 0211-87 95-391).

 

Den Sommer sammeln….

Klatschmohn-Rot
Raps-Gelb
Swimmingpool-Blau
Bärlauch-Grün
Zitronen-Gelb
Brombeersaft-Rot
Heu-Natur
Sanddorn-Orange

Die Farben der wunderschönen Raku- Schalen von Uta K. Becker
in der PUNKT, PUNKT, KOMMA, STRICH Ausstellung hier im CRAFTkontor.

Farbassoziationen, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen…

Schälchen, die man sammeln will: die Farbe und Diese noch… und auch Jene….!

UtaK.BeckerSchalen

Uta K. Becker arbeitet ausschließlich in der traditionellen Technik des Raku-Brandes.
Das Faszinierende für sie als Schreinerin, studierte Bildhauerin und letztendlich Keramikerin, sind die verschiedenen Brennprozesse, in die der Töpfer bei Raku-Keramik aktiv mit eingreift.

Das jeweilige Gefäß wird beim glühend aus dem Brennofen Herausnehmen einem Temperaturschock zur Tagestemperatur ausgesetzt, was die Glasuren-Oberfläche zum Reißen bringt.

Verschiedene, einzigartige Gebilde und Netze(Craquele)  von Rissen entstehen,
die sich über die Fläche des Gefäßes ziehen.

Um die Entfaltung des Craqueles durch überflüssige Formgebung nicht zu stören, gestaltet Uta K. Becker ihre Formen immens schlicht und sehr dünn.

UtaKBeckerSchalen6

RAKU ist eine seit dem 16. Jahrhundert angewandte japanische Brenntechnik.
Übersetzt bedeutet RAKU: „Stille Freude“.
Sie diente traditionell zur Herstellung von Trinkschalen für die Teezeremonie
und wird weltweit gesammelt.

Raku ist vor jeder technischen Betrachtung eine Geisteshaltung.
Die Arbeit in der Natur,
das Räuchern der dem Ofen entnommenen Gefäße in Tonnen mit Sägemehl,
um die Risse zu betonen,
das Bedampfen im glühenden Zustand mit Kupfer,
das Abkühlen in Erdlöchern,
erfordert im Umgang mit den real uns umgebenden Elementen,
Strenge und Phantasie, Aufmerksamkeit und Improvisationsgeschick,
Ruhe und Kraft.

Es fordert die Töpferin heraus, zu lassen oder einzugreifen und konfrontiert sie mit sich selbst.

Gestaltung gelingt nicht immer oder eine bestimmte Farbe kommt bei kritischem Wetter nicht heraus:

Es entstehen ganz unvorhergesehene, einzigartige, nicht reproduzierbare Stücke,
an deren Gelingen die Natur einen großen Anteil behält.