2. Coronaschließung und Wünsche…

Klappsterne, Karl Decker, verschiedene Edelhölzer; (Copyright Decker)

Nun ist nach dem Frühjahr 2020 erneut das öffentliche Leben seit Mittwoch. 16.12. weitgehend heruntergefahren und vor dem 10. Januar 2021 wird sich das voraussichtlich auch nicht ändern: Das CRAFTkontor ist geschlossen.

Das betrifft die ganze Wirtschaft, existenziell aber viele Kunsthandwerker mit ihren Ateliers, genauso wie freie Künstler, Musiker und den ganzen Kulturbetrieb…

Das Jahr geht ohne Atelierausstellungen, Kunsthandwerkermärkte im Sommer wie Winter, Galerieausstellungen und Events leise und auf PAUSE gestellt zu ende.

Catherine Bernaisch, Fiberglasschale mit LED festlich beleuchtet;

Schwierig existenziell, aber vielleicht durch die Verlangsamung eine Chance für die Arbeit an neuen Objekten, zu der man sonst, in der Hektik der Veranstaltungsabfolge nicht kommt. Gewinnen wir dem Ganzen auch etwas Positives ab…

Und freuen wir uns auf die Chancen des neuen Jahres:
Im CRAFTkontor wird es wieder viele neue und spannende Dinge aus den Kunsthandwerkerateliers deutschland- und europaweit geben: bekannte Namen und unbekannte Entdeckungen….
Im Frühjahr wird es farbig;
Ab Mai, egal ob die lange Galerienacht in Bad Godesberg stattfinden kann oder nicht, stellen wir eine Feinmechanikerin für spannende kleine Automaten vor!

Im Atelier der Feinmechanikerin, Goldschmiedin und Automata-Erfinderin Birgit Borstelmann.

Auch der Sommer bietet Überraschungen und im Herbst des Jahres freue ich mich auf ein erneutes Gastspiel der humorvollen Personen-Skulpturen von Sundari Arlt.

Es bleibt also spannend!

Bis dahin bedanke ich mich bei all meinen Kundinnen und Kunden für die jahrelange Treue zum CRAFTkontor und dem ausgefallenen Kunsthandwerk.
Bei den diesjährig ausstellenden Künstlern für ihre tollen Objekte und die Flexibilität und den Improvisationswillen im Zuge der Krisenregelungen
UND
wünsche uns allen ein friedvolles Weihnachtsfest und ein chancenreiches gutes neues Jahr 2021!

Wunderbare Wunderkammer –
alle Jahre wieder!

Einladung zur Wunderkammer im CRAFTkontor 2020

Virusbedingt machen wir es uns in Wohnung und Haus gemütlich und trotzen den Widrigkeiten mit der Besinnung auf unsere Lieben, unser Leben und unsere Umgebung.

Es wurde geräumt und erneuert – es wurde neuer Platz geschaffen und nun ist es Zeit, für die Vorweihnachtszeit zu dekorieren und Schönes zu planen…

Klappsterne aus den unterschiedlichsten Edelhölzern
(bis 130cm) von Karl Decker (Copyright und Foto: Decker)

Beschränkt auf die Kernfamilie, gehen die Gedanken, wie wir an den Feiertagen Anderen eine Freude machen können, in Richtung gut gepackter Päckchen:
Ausgesuchte handgemachte Dinge, die jahrelang Freude machen werden, stehen hoch im Kurs und das CRAFTkontor hat die Galerie dafür mit wunderbaren Dingen aus ausgesuchten kleinen Ateliers quer durch Deutschland wieder gut gefüllt.

Handgedruckte Leinerservietten mit Gemüsemotiven von Petra Luckner ,
nicht nur für Vegetarier, verschönern jede gut gedeckte Festtafel:
(Copyright und Foto: Luckner)

Feine exklusive Dinge, individuelles Kunsthandwerk zum Verschenken oder sich-selbst-Beglücken.

Beim Stöbern im CRAFTkontor gibt es die Geschichten zu den Dingen und Künstlern im Gespräch dazu UND ! man kann die wunderbaren handgearbeiteten Objekte anfassen: ihre handschmeichlerischen Qualitäten fühlen, das Volumen der Wolle, die Maserung des Holzes, die Schliffpräzision beim Glas…

Glasobjekt „Cut“ in mehrschichtiger Graltechnik von Graeme Hawes, in dem auf einer Zwischenschicht 24 karätiges Gold aufgebracht ist.
(Foto und Copyright: Hawes)

Man kann sich in der Opulenz der Farben und des Glanzes verlieren und wirklich einzigartige Dinge finden, denn das ist ja die Besonderheit des Kunsthandwerks!

Wunderbar gewebte Seidenschals für Herren und Damen von Harriet Wallace und Emma Sewell;
(Copyright Wallace&Sewell, Foto: CRAFTkontor)

Die Materialien des Schmucks sind edel und doch manchmal ungewohnt, denn handwerklich arbeitende junge Goldschmiede und Schmuckgestalter von Autorenschmuck suchen die exklusive Gestaltungsidee auch durch die Verwendung von z.B. Pergament, Seiden- und Nylonfäden etc.

Schmeichelnder Halsschmuck aus Seidenplissee
von Marina Krog;
(Copyright und Foto: Krog)

Aber auch Schmuck aus klassischen Materialien, wie Silber oder Gold ist gut in der Auswahl vertreten….

Geprägter Silberarmreif von Artemis Zafrana;
(Copyright und Foto: Zafrana)

Was will man mehr, als eine Fülle an Auswahl und Möglichkeiten und das 100% handmade …
Herzlich willkommen in der Winter-Wunderkammer !

„Die Welt ist jetzt reif für einen handwerklichen Humanismus“

„Der Mann, der das sagt, ist Dr. Franco Cologni, einer der erfolgreichsten Manager großer europäischer Manufakturen und Luxusmarken.
Aber der Italiener hatte stets die Kultur als Ganzes im Blick:
Gemeinsam mit Johann Rupert gründete es deshalb die Michelangelo Foundation. Ihr geht es um die Bewahrung, Förderung und gesellschaftliche Wahrnehmung der Handwerkskünste.“
(Zitat: Art Aurea 3/2020

Dr. Franco Cologni und Johann Rupert, Michelangelo Foundation
(Copyright Michelangelo Foundation / Quelle Art Aurea 3/2020)

„Die Welt des Kunsthandwerks ist eine Welt der Vielfalt und Verschiedenartigkeit, was einen großen Wert darstellt. In einem internationalen Kontext, der sich bedenklich in Richtung einer Angleichung der Geschmäcker zu bewegen scheint, stellt das Kunsthandwerk für einen jeden die Möglichkeit dar, nicht nur einfach ‚Konsument‘ zu sein, sondern ‚ Auftraggeber‘ zu werden. Das bedeutet Teilhabe… „
(Zitat aus einem Interview der Art Aurea 3/2020)

Um die Möglichkeit einer europaweiten Ein- und Übersicht über die besten Kunsthandwerksateliers zu bieten, präsentiert die Michelangelo Foundation den: Homo Faber Guide: ab 17.09.2020 online

„Eine einzigartige digitale Plattform, die am 17. September 2020 mit über 650 Kunsthandwerkern in über 25 europäischen Ländern: Österreich, Belgien, Bulgarien, Tschechische Republik, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Island, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Spanien, Schweden, Schweiz, Niederlande, Vereinigtes Königreich und die Niederlande startet
Neu ausgewählte Handwerker erscheinen wöchentlich mit dem Ziel, bis 2021 über 1.000 Meister und aufstrebende Talente zu präsentieren.
Deutschland ist bislang mit über 70 Kunsthandwerkern vertreten.

Im Homo Faber Guide und schon in einer Ausstellung im CRAFTkontor:
Elke Sada, Keramikgefäß aus der Serie Capriccio; (Copyright: Elke Sada)
Der Homo Faber Guide stellt Ihnen die Welt des Kunsthandwerks in Europa vor. Er bietet Zugang zu den besten Handwerksmeistern, aufstrebenden Talenten, Galerien, Museen, Herstellern und Ateliers aus dem ganzen Kontinent.

Mit dem CRAFTkontor, Ihrer Galerie für Kunsthandwerk in Bonn-Bad Godesberg, haben Sie direkt vor Ort eine Adresse, die ausgewähltes und außergewöhnliches Kunsthandwerk bietet.
Die Chance ist hier, meisterliche Objekt direkt anzufassen und zu diskutieren…

Im Guide entdecken Sie einzigartige Kunsthandwerker aus allen Ecken Europas, von den Glasbläsern aus Venedig bis zu den Keramikern aus Stockholm, von den Gobelinwebern aus Paris bis zu den Druckgraphikern aus London, von den Schmuckherstellern aus St. Petersburg bis zu den Vergoldern aus Wien und sogar aus den verborgensten Winkeln des Kontinents. Bewundern Sie die Vielfalt der Materialien, der menschlichen Fähigkeiten und der schönen Gegenstände.

Im Homo Faber Guide vertreten und in einer Ausstellung im CRAFTkontor:
Monika Debus, Form ohne Titel, Keramik; (Copyright: Monika Debus)

Stöbern Sie nach Ländern und Städten oder nach speziell kuratierten Themen, wie z.B. Mosaikkünstlern in Italien, um ein begeisterndes Spektrum von Kunsthandwerkern zu finden und ihre inspirierenden Geschichten zu entdecken.

Im Homo Faber Guide und schon in einer frühen Ausstellung im CRAFTkontor: Monika Bindernagel, Zuckergefäß und Löffelchen, Sterlingsilber, handgetrieben; (Copyright: Minoka Bindernagel)
Im Homo Faber Guide und schon in einer frühen Ausstellung im CRAfTkontor:
Monika Bindernagel, Zuckergefäß und Löffelchen, Sterlingsilber, handgetrieben.
(Copyright: Bindernagel)

Die Kunsthandwerker werden von der Stiftung und den Mitgliedern ihres internationalen Netzwerks oder von designierten Botschaftern empfohlen – renommierte Persönlichkeiten aus der Welt des Handwerks, der Kreativität und des Designs. Sie werden dann von der Stiftung nach den elf Kriterien für Exzellenz ausgewählt, die Alberto Cavalli, Co-Direktor der Michelangelo-Stiftung, in dem Band „The Master’s Touch“ beschrieben hat.
Entdecken Sie die Empfehlungen der Botschafter Ihrer Stadt – zum Beispiel die bevorzugten Pariser Kunsthandwerker des Designers India Mahdavi – und die Adressen der besten italienischen Kunsthandwerker-Workshops der Galeristin Carla Sozzani.

Eine Fundgrube europäischer Erfahrungen: Workshops, Kurse, Ausstellungen und Führungen, die von Kunsthandwerkern, Museen und Galerien angeboten werden.
Erleben Sie Handwerk in den Händen eines Meisters, vom Siebdruck im Vereinigten Königreich über die Schmuckherstellung in Portugal bis zur Stickerei in Italien.
Finden Sie Erlebnisse vor Ihrer Haustür oder weiter entfernt in farbenfrohen europäischen Städten.
Stellen Sie Ihre eigenen, maßgeschneiderten Reiserouten zusammen
und wenden Sie sich direkt an Kunsthandwerker, Galerien und Museen, um Ihre maßgeschneiderten Erlebnisse zu buchen.
Hochgradig interaktiv, erstellen Sie Ihr eigenes Konto, „mögen“ Sie Ihre Lieblingshandwerker und empfehlen Sie sie an Freunde weiter. Es enthält auch eine App, die das Surfen unterwegs erleichtern soll, indem sie neue Handwerker hinter jeder versteckten Ecke entdecken.
Erstellen Sie Ihren eigenen einzigartigen Kunsthandwerker-Rundgang.

Ab dem 17. September 2020 können Sie homofaberguide.com besuchen.

Die Michelangelo-Stiftung für Kreativität und Kunsthandwerk ist eine internationale, gemeinnützige Institution mit Sitz in Genf, Schweiz, die das Meisterhandwerk feiert und bewahrt und seine Verbindung zur Welt des Designs stärkt.
(Pressetext der Michelangelo Foundation frei ins Deutsche übersetzt von Schnuppe von Gwinner)
Michelangelo Foundation, 1 Pont de la Machine, 1204 Genève, Schweiz

Eine tolle Möglichkeit , sich umfassend zu informieren, gerade in einer Zeit, die das Reisen schwierig gemacht hat.
Es geht aber nichts über den direkten Besuch im Atelier oder einer präsentierenden Galerie: hier ist das Gespräch persönlich und fachkompetent, hier kann man Entdeckungen machen und sie haptisch gleich erfahren.

Das CRAFTkontor lädt Sie herzlich dazu ein: Kunsthandwerk erlebbar !

Tiefenschärfe…Glas!

Graeme Hawes, Schale, Deep blue, Graaltechnik, teilgeschliffen;

Die Corona-Pause gab Gelegenheit zu lang andauernden Recherchen nach spannenden Gestaltern in den Tiefen des Internets.
Keine der „normalen“ Veranstaltungen eines Sommers, wie Keramikermärkte, Kunsthandwerkermärkte und Ateliervernissagen konnte stattfinden, Veranstaltungen, die uns Galeristen Gelegenheit geben, neue Gestalter bundesweit und auch im nahen europäischen Ausland zu entdecken.

Das wird auch sicher noch eine Weile so weiter gehen und so sind doch einige Gestalter und auch einige Kollegen-Innen, spätestens jetzt ins Netz gegangen: die Internetseiten wurden überarbeitet und auf Instagram Objekte gepostet…

Auf der Suche nach spannenden Glasgestaltern, bin ich in Großbritanien auf Graeme Hawes gestoßen.

Graeme Hawes, Cut-Objekt, 2-farbig, Graaltechnik, geschliffen;

Seit seines Master of Arts am Royal College of Art (RCA), London, arbeitet er in Glas und lehrt mittlerweile auch den künstlerischen Nachwuchs.

Faszinierende Objekte bläst er in der von Orrefors in den 20/30er Jahren entwickelten Graalglastechnik:
Hierbei wird mehrschichtiges Glas unterschiedlicher Farbe und Dicke nach Zwischenkühlung durch Gravieren, Schleifen oder Sandstrahlen weiterbearbeitet, wobei farbige Muster oder Reliefs entstehen. Danach wird das Glas erneut erwärmt und bekommt zusätzliche Schichten Klarglas und wird weiter geblasen. Diese Abfolge von Arbeitsschritten kann mehrfach wiederholt werden.

Graeme Hawes, Objekt „Oriental Garden“, Graaltechnik, geschliffen, sandgestrahlt;


So entstandene Glasobjekte: Kugeln von mehreren Kilo Gewicht durch die Mehrschichtigkeit, Halbkugelschalen oder Kugelabschnitte überzeugen durch ihr gestalterisches Raffinement und die optischen Effekte oder Täuschungen.

Das menschliche Auge wird angeregt, in die Irre geführt wo Innen oder Außen beginnen und durch Lichtwirkung zur Beobachtungen der Reflexe verführt…

Graeme Hawes, Cut-Objekt, Graaltechnik, teilgeschliffen;

Die gezeigten Objekte von Graeme Hawes sind zumeist Kugelschnitte, „Cut-Objects“, die spannend mit der Mehrschichtigkeit und Farbigkeit spielen.
Mal monochrom in Blau- oder Burgundertönen, mal Mehrfarbig und noch durch innere und äußere Schliffe dekoriert:
Sammelobjekte, Lichtspielereien, die weltweit faszinieren!

Eine Auswahl jetzt und bis zum Jahresende im CRAFTkontor, Bonn.

Farbe blasen…

Seifenblasen faszinieren immer wieder Klein und Groß.
Farbe, Luftigkeit, Durchsicht, Leichtigkeit…

Diese Faszination der Leichtigkeit in Dauerhaftigkeit umzusetzen, ist seit langem schon die selbstgewählte Aufgabe der Glasbläser.

Cornelius Reer gehört in Deutschland zu den ganz Guten dieses Kunsthandwerks. Gut gestaltetes Gebrauchsglas, aber auch pfiffige Objekte kommen aus seiner Werkstatt.

Cornelius Reer, Auswahl an Glasgefäßen, Vasen und mehr…
(Copyright + Foto: Reer)

Er ist u.a. Meister der nicht einfachen Incalmo-Technik, einer Glasbläsertechnik, die 2 Bläser erfordert, die ihr Fach und sich gegenseitig verstehen.
Jeder Bläser nimmt eine unabhängige Glasblase aus dem Ofen auf und bläst sie auf eine definierte Größe. Die Raffinesse ist, das diese zwei Bläser die zwei Glasblasen dann nahtlos so aneinanderfügen, das beim Weiterblasen durch nur noch einen der Bläser ein wunderbarer organischer Farbübergang im Gefäß entsteht.

Cornelius Reer, 2 Vasen Incalmo-Technik
(Copyright+Foto: Reer)

Raffiniert und neu sind seine Objekte aus zwei oder drei Gefäßen oder Vasen, die passgenau miteinander kombiniert, durch Umstülpen oder Ineinanderstecken ein dekoratives neues Objekt ergeben: Jedes Einzelteil hat eine andere Farbe, so dass durch die Kombination der transluzenten Gefäße eine neue Farbmischung entsteht – TOLL:
Dekoratives Interieurobjekt oder nutzbare Vasen….

Cornelius Reer, Objekt aus 2 Vasen „DOSIS“
(Copyright Reer, Foto Biensack)
Cornelius Reer, Objekt aus drei Vasen : TRIII, auseinandergenommen;
(Copyright: Reer)
Cornelius Reer, Objekt aus 3 Vasen: TRIII, zusammengesetzt;
(Copyright: Reer)

Schön ist die Kombination von Farbe und Form auch bei der von Reer entworfenen Karaffe mit passendem Trinkglas, das unentbehrliche Objekt für Schreibtisch oder Nachttisch.

Cornelius Reer, Karaffe SLIM mit Glas;
(Copyright+Foto: Reer)

Glas also in seiner schönsten Form zur Zeit im CRAFTkontor.

Herzlich willkommen :
Schöne Dinge gestalten ein Zuhause besonders!

Vorschau…

Auch das neue Jahr wird wieder mit schönen Ausstellungen europäischen Kunsthandwerks im CRAFTkontor gefüllt werden – seien Sie gespannt:

Notieren können Sie schon den Termin der nächsten Nacht der Galerien in Bad Godesberg:
Freitag, 8. Mai 2020 – ein beliebter Termin zum Flanieren und Kunst anschauen in diesmal 11 ganz unterschiedlichen Galerien.
Im CRAFTkontor wird in dieser Nacht die Ausstellung : „FLIWATÜÜT“ eröffnet.
Spannend und sehr amüsant, mehr verrate ich noch nicht;)
Bannernachtdergalerien2020
Nach Frühjahrsputz und dem lockeren Verkauf von Einzelstücken aus vergangenen Ausstellungen zu attraktiven Preisen startet das Jahr mit einer neuen Ausstellung ab 5. März:
Gefäße werden Thema zum Frühling…

Gefäße, die Blumen oder Pflanzen aufnehmen können, die jedoch auch als Objekt leer eine gute Figur machen.
Uta K. Becker und Manfred Mindermann steuern ganz unterschiedliche Positionen aus Raku-Keramik bei. Uta K. Becker, Gefäße, Rakukeramik, glasiert; (Copyright:Becker)Uta K. Becker, Gefäße, Raku-Keramik, glasiert; (Copyright:Becker)

Martin Mindermann, Gefäß, Raku-Keramik, glasiert, Golddekor; (Copyright: Mindermann)Martin Mindermann, Gefäß, Raku-Keramik, glasiert, Golddekor;
(Copyright: Mindermann)

Barbara Ebner von Eschenbach sowie Cornelius Reer sind als Glasgestalter dabei. Es wird also leuchtend farbig ….Barbara Ebner von Eschenbach, Glasvase, geblasen, graphischer Dekor; (Copyright: Ebner von Eschenbach)Barbara Ebner von Eschenbach, Glasvase, geblasen, graphischer Dekor; (Copyright: Ebner von Eschenbach)

Cornelius Reer, Vasen/Dosen-Objekte, Farbglas, geblasen; (Copyright: Reer )Cornelius Reer, Vasen/Dosen-Objekte, Farbglas, geblasen;
(Copyright: Reer )

Frühlingsfrische handgemachte Kleinigkeiten zum Dekorieren, neuen Silber-Schmuck von Sally Kiss und Artemis Zafrana und und die Frühlings-Tücherkollektion der wunderbaren Designerin Hellen van Berkel gibt es natürlich auch neu…

Ich freue mich auf Ihre Besuche – Herzlich willkommen !

 

Alle Jahre wieder….

Selbstlos Schenken ist ein Stück Menschlichkeit…
Wir machen uns Gedanken, wie wir einem lieben Menschen Freude machen können…
Im Zeichen des Überflusses sind gut nutzbare, langlebige gut gestaltete Dinge aus wertigen, haltbaren Materialien sicher erste Wahl!
Da stehen handgemachte Dinge hoch im Kurs: Kunsthandwerk!Einladungskarte der Weihnachstausstellung im CRAFTkontor;Einladungskarte der Weihnachstausstellung im CRAFTkontor;

Die Wunderkammerzeit hat im CRAFTkontor begonnen:
Schönes zum Schmücken, Dekorieren, Tragen und Nutzen…

Nachhaltigkeit kann man kaum besser verschenken !

Herzlich willkommen in der Wunderkammer der Möglichkeiten:

Im Advent auch montags geöffnet.
Verkaufsoffener Sonntag, 1. Dezember von 13 – 17 Uhr.

 

Die Bauhausdecke…

„Von den Bauhausfrauen der Weberei sind bedeutende Impulse sowohl für eine individuelle textilkunst als auch für das Industriedesign der Moderne ausgegangen, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Ländern wie der Schweiz, England, israel und den USA.
Da das Weben (…) die am höchsten industrialisierte textile Technik war, bot es für die Ziele des Bauhauses beste Voraussetzungen.
Begünstigt durch einen denkbar unsystematischen Unterricht entstanden dort durch ständiges eigenes Ausprobieren Arbeiten mit vollkommen neuen Mustern, Form- und Farbkombinationen  aus den grundformen Dreieck, Kreis und Quadfrat, den Grundfarben gelb, Rot und Blau  oder auch Streifenmuster in Schwarz-Weiß-Abstufungen“
(Zitat: Ulrike Müller, Bauhausfrauen, Sandmann/Inseltaschenbuch; S. 36)

In Zusammenarbeit mit den Nachkommen der Bauhausweberin Gunta Stölzl, die ab 1925 faktisch die Weberei leitete und ab 1927 Jungmeisterin war, den Bauhausmuseen und den englischen Weberinnen Herriet Wallace und Emma Sewell, ist zum 100. Geburtstag des Bauhauses ein Stölzl-Entwurf wieder aufgelegt worden: eine Decke, die für das Prellerhaus gewebt worden war.Hist. Foto der Prellerdecke Entwurf Gunta Stölzl; Copyright: Bauhausarchiv)Historisches Foto der Prellerdecke, Entwurf Gunta Stölzl;
(Copyright: Bauhausarchiv)

Wallace und Sewell, Designerinnen und arrivierte Weberinnen in London, die auch schon für London-Transport (=die Untergrundbahn) strapazierfähige Sitzpolsterstoffe entwickel haben, modifizierten diesen Entwurf von Gunta Stölzl in Absprache mit den heutigen Bauhausverantwortlichen und brachten 3 neue Farbstellungen für dieses Jahr heraus, die letztendlich in Yorkshire gewebt wurden.

Zwei davon sind exklusiv im CRAFTkontor zu sehen und zu erwerben.
Wallace&Sewell, Stölzldecke, Merinowolle; (Copyright : Wallace&Sewell)
Wallace&Sewell, Stölzl-Decke, Merinowolle;
(Copyright : Wallace&Sewell)

Wallace&Sewell, Stölzl-Decke, 2. Farbstellung; Merinowolle; (Copyright: Wallace&Sewell)
Wallace&Sewell, Stölzl-Decke, 2. Farbstellung; Merinowolle;
(Copyright: Wallace&Sewell)

„wir wollten lebendige dinge schaffen für unser heutiges dasein, für eine neue lebensgestaltung…vor uns lag eine riesiges experimentiertfeld. es galt unsere vorstellungswelt zu präzisieren, unsere erlebnisse zu gestalten durch material, rhythmus, proportion, farbe und form,“
Zitat: Gunta Sötlzl rückblickend über die Weimarer Bauhauszeit in:
„Bauhaus. Zeitschrift für Gestaltung“, 2. Juli 1931.

Was uns heute wie selbstverständlich modernes Design vorkommt, war in der Zeit zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg, vor dem Hintergrund der allgemein vorherrschenden schweren Möbel und dunklen schweren Stoffen der Gründerzeit, überraschend leicht und avantgardistisch streng.

 

Im BAUHAUSJAHR….

Quer durchs Land wird 100 Jahre BAUHAUS begangen – nein, nicht die Baumarktkette, sondern die wunderbare experimentelle visionäre Ausbildungsstätte in Weimar, später Dessau und Berlin, die so viele gestalterische und gesellschaftliche Fragen aufgebrochen hat und ohne deren Ansätze das Design, die Architektur und das Kunsthandwerk heute nicht das wären, was sie sind (sehr verkürzt umschrieben…).

Zur Annäherung oder Vertiefung an das Thema kann man eine Auswahl der vielen Ausstellungen besuchen, die neuen Museen besichtigen, die für eine Spielfilmserie nicht schlecht recherchierte ARTE-Serie ansehen und eine Menge guter Literatur finden.

Eine kleine Präsentation zum Thema gibt es im CRAFTkontor zu sehen:Einladungskarte CRFTkontor (Copyright: CRAFTkontor, Wallace&Sewell, Tanja Möwis, Ulrike Isensee)Einladungskarte CRAFTkontor (Copyright: CRAFTkontor, Wallace&Sewell, Tanja Möwis, Ulrike Isensee)

Ausgangspunkt waren die Wandobjekte, die die Hamburger Weberin Ulrike Issensee für den Hamburger Architektursommer und das BAUHAUS Jubiläum 2019 geschaffen hat.
3 Paneele der Serie „Vernetzt- eine Hommage an die BAUHAUS-Weberinnen“ sind im CRAFTkontor zu Gast:
„Am Bauhaus wurde die textile Flächengestaltung revolutioniert und nachhaltig modernisiert. Da den weiblichen Studierenden nach dem Grundstudium die Textilwerkstatt nahe gelegt wurde, gab es dort fast ausschließlich Frauen. Für mein Projekt habe ich mir vorgenommen, ausgewählte Arbeiten von Anni Albers, Gunta Stölzl, Ruth Hollos und anderen mit zeitgemäßen Techniken und Materialien neu zu interpretieren…Ulrike Isensee, Wandobjekt "Hommage an Gunta Stölzl"; Folien auf Leinengewebe; (Copyright: Isensee / Foto: Craftkontor)Ulrike Isensee, Wandobjekt „Hommage an Gunta Stölzl“ im CRAFTkontor; Folien auf Leinengewebe; (Copyright: Isensee / Foto: Craftkontor)
Schon seit Beginn meiner eigenen Webtätigkeit in den frühen 1980er (Jahren ist das Bauhaus Thema für mich). Eine strenge geometrische Formgebung ist prädistiniert für den Einsatz in gewebten Stoffen, da auch die Fadenverkreuzungen von Kette und Schuss im rechten Winkel zueinander verlaufen.
Mit Hilfe der Intarsienweberei habe ich Schals mit eingewebter graphischer Flächenaufteilung geschaffen. In meinen neuen Assemblagen, Wandobjekten und Raumteilern finden sich Zitate der gestalterischen Grundlagen des Bauhauses. Dabei montiere ich geometrische Flächen aus unterschiedlichen Materialien auf ein feines Gitternetz…Ulrike Isensee, Wandobjekt "Hommage an Gunta Stölzl", Detail; Folien auf Leinengewebe; (Copyright: Isensee / Foto: Craftkontor)Ulrike Isensee, Wandobjekt „Hommage an Gunta Stölzl“, Detail; Folien auf Leinengewebe; (Copyright: Isensee / Foto: Craftkontor)

Ulrike Isensee, Wandobjekt "Hommage an Anni Albers"- Detail; Zellophan und Leinen (Copyright: Isensee / Foto: vierfotographen)Ulrike Isensee, Wandobjekt „Hommage an Anni Albers“- Detail;
Zellophan und Leinen (Copyright: Isensee / Foto: vierfotographen)

Das erste Projekt im Rahmen meiner Bauhaus-Hommage bezieht sich auf die Webarbeiten, die Anni Albers in Dessau selbst gefertigt hat und die sich stark an der strengen Formgebung des Bauhauses orientiert.
Anni Albers Abschlussarbeit war ein Spannstoff aus Cellophan und Baumwolle für die Fenster einer Aula. Durch die innovative Kombination der Materialien war diese Stück damals bahnbrechend.
Mich faszinieren ihre webtechnischen Experimente mit denen sie Neuland betrat.
(Zitat Ulrike Isensee aus ART AUREA 1/2019)

Ulrike Isensee, Schalobjekt, Leinenstoffe auf Leinenraster; (Copyright:Isensee)Ulrike Isensee, Schalobjekt, Leinenstoffe auf Leinenraster; (Copyright:Isensee)

Neben diesen spannenden Wandarbeiten sind in der Ausstellung viele schöne Beispiele der experimentellen Schals (s.o.), aber auch klassische Webschals Ulrike Isensees aus Seide zu sehen.

 

Swimmingpool

Karte Swimmingpool 2019.indd

Die Sommerausstellung im CRAFTkontor lockt ab Freitag, 5. Juli 2019 nach Bad Godesberg.

Sommer, Licht, Wasser und leuchtende Farben
charakterisieren die Situation in und um einen Swimmingpool…
Erfrischend neues Design haben wir zu diesem Charakteristikum für Sie ausgewählt:Dieter Blefgen, Fischskulpturen, Keramik, Stahl. (Foto und Copyright: Blefgen)Dieter Blefgen, Fischskulpturen, Keramik, Stahl. (Foto und Copyright: Blefgen)

Fischskulpturen für den Garten von Dieter Blefgen (Sie kennen von ihm schon die schrägen Vögel…) und humorvolle Blumentöpfe von Petra de Jong-Berger,
deren „Haarkleid“ Sie durch Bepflanzung selbst bestimmen;Petra de Jong-Berger, Blumen-Köpfe, Keramik. (Foto und Copyright: de Jong-Berger)
Petra de Jong-Berger, Blumen-Köpfe, Keramik.
(Foto und Copyright: de Jong-Berger)

Auch Schmuck spielt wieder eine große Rolle: es gibt neuen farbigen Rocailleperlen-Schmuck von Susanne Gstettner und ihrem sakiba Projekt aus Wien. Ein sehr erfolgreiche Projekt, von der umtriebigen Gestalterin vor einigen Jahren in Togo gegründet, das Frauen durch die klassische Perlenhäkelei in neuem Design in Selbständigkeit und finanzielle Unabhängigkeit führt.SusanneGstettner/sakiba, Langkette Morse Alphabeth: LIEBE, Perlenhäkelei; (Foto und Copyright: GstettnerSusanneGstettner/sakiba, Langkette Morse Alphabeth: LIEBE, Perlenhäkelei; (Foto und Copyright: Gstettner)

Superleichte Broschen und Ohrhänger entdeckte ich im wunderbaren Laden von Raoul Circkens, dsign-Amsterdam: Floor Mommersteegs kultigen Nylonschmuck…Floor Mommersteg, Kollier "Cubes", Nylon; (Foto und Copyright: Mommersteeg)Floor Mommersteg, Kollier „Cubes“, Nylon;
(Foto und Copyright: Mommersteeg)

Auf dem europäischen KHW Markt in Aachen lockten mich die filigran geformten Schmuckteile aus Silberdraht und Lack von Ilona Nose aus Ljubeljana. Richtige Sommerträumchen…Irena Nose, Ohrhänger "Windmill", Silberdraht und Lack. (Foto und Copyright: Nose)Irena Nose, Ohrhänger „Windmill“, Silberdraht und Lack.
(Foto und Copyright: Nose)

Die Ihnen bekannte Kollektion des zarten Fischschmucks zum Kombinieren und Erweitern von Sabine Scheuble ist ebenfalls mit neuen Teilen vertreten.Sabine Scheuble, Fischschmuck, Silber, Gold; (Foto und Copyright: Scheuble)Sabine Scheuble, Fischschmuck, Silber, Gold; (Foto und Copyright: Scheuble)

Strandhäuser-Skulpturen liefert Elisabeth Stappert dazu und
es sind neue Glasfische von Heiner Düsterhaus eingeschwommen.

Überraschend sind die Handdrucke auf alten Seekarten von Hans-Hilmar Koch: sein Hauptmotiv Fisch wird durch aufgedruckte Worte und Textzeilen frech und neu…Hans Hilmar Koch, "fish you were here..." Handdruck auf alter Seekarte. (Foto und Copyright HH Koch )Hans Hilmar Koch, „fish you were here“ Handdruck auf alter Seekarte.
(Foto und Copyright HH Koch )

Wie immer alles zu 100% handmade!
Freuen Sie sich auf die Sommerfrische und spritzige Ideen aus dem Pool des CRAFTkontor! Herzlich willkommen…