Schmuckfrühling Teil 2

Schmuckgestaltung heißt neben dem Arbeiten mit den klassischen Materialien Edelmetal und Edelstein in jedem Jahrhundert auch die Invention in zeitgenössischen Materialien. Auch werden alte Techniken neu genutzt.
Z. B. klöppeln Dorit Schubert und Stefanie Kölbel aus Nylon und Edelstahl rafinierte Kolliers, Karla Schabert erneuerte den gehäkelten Halsschmuck , Acryl und Holz werden zu Schmuckobjekten gefräst, es gibt Kombinationen von historischem Material des Gablonzer Modeschmucks mit edlen Steinen bei Tamara Grüner.

 

Mein Beispiel heute ist Isabelle Azais.
Ich sah ihre Arbeiten erstmals auf der eunique, der Publikumsmesse für angewandte Kunst und Kunsthandwerk in Karlsruhe und war beeindruckt über die Frische, mit der sie ihr Material nutzt.
Ihre Spezialität ist Schmuck aus Leder.

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Isabelle Azais, Langkette Daisy, Leder, Seide (copyright Isabelle Azais – Fotocopyright Schnuppe von Gwinner)

Sie studierte Kunst in Frankreich, aber erst durch ihre Arbeiten ungewöhnlichen Schmucks wurde sie richtig bekannt.
Seit 2000 ist sie in Brüssel mit eigenem Atelier und widmet sich neben Mode und Photographie, dem Schmuck.

Ihre Arbeiten sind anders, täglich zu tragen und doch Couture, sie sind originell, spielerisch und farbenfreudig.

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Isabelle Azais, Linsenkette, Leder, Seide (Copyright Isabelle Azais – Fotocopyright Schnuppe von Gwinner)

Sie nutzt die unterschiedlichen Lederqualitäten, Lack-, Kalb-, Rindleder einerseits für schlichte Ketten, wie die Linsenkette, aber auch für spielerische Kolliers, wie die Seerosen- oder Blütenkolliers.

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Isabelle Azais, Seerosenkollier, Leder (Copyright Isabelle Azais)

Ergänzen kann man die Kolliers durch passende Ohrhänger und Ringe zum Set.
Im letzten Beitrag nutzte ich das Wort „statementjewellery“ – auch hier trifft es zu –
ein Gegenentwurf zu „Bling-Bling“…..